Generali Versicherung stoppt Sponsoring

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Der Rückzug aus der Bundesliga und damit auch aus den europäischen Wettbewerben ist traurig, aber nach Prüfung aller Möglichkeiten konsequent.

Wie FinanzRadar erfuhr, hatte der TSV Unterhaching keine finanziellen Mittel um erfolgreich weiterzuarbeiten.

In der Kalkulation dieses Budgets sind die Verantwortlichen so viele Kompromisse eingegangen wie nötig und möglich. Sogar Kooperationen mit anderen Vereinen sind als Lösungsweg verfolgt worden. Auch die Zweite Liga als sportliche Heimstätte wurde als Option geprüft. Schon früh ergab sich aus den jeweiligen Businessplänen und den Gesprächen mit potenziellen Partnern: entweder der Verein schafft es, das Leistungs- und Budget-Niveau in der Bundesliga zu halten oder der Fortbestand in einer der beiden höchsten Klassen ist kurz- und mittelfristig akut gefährdet. Soweit wollten es die Unterhachinger nicht kommen lassen.

Die Hoffnung wurde bis zum Schluss nicht aufgegeben, im Gegenteil, es wurden sogar höhere Strafzahlungen in Kauf genommen. Durch die Rückgabe der Lizenz ist eine Zahlung von 16.000€ fällig geworden.

TSV-Geschäftsführer und bisheriger Trainer Mihai Paduretu: „Ich bin sehr, sehr traurig, mir tun auch unsere Fans und vielen Unterstützer leid, die in diesen 17 Jahren zum Erfolg beigetragen haben. Wir haben bis jetzt um jede Chance gekämpft und an einer Lösung gearbeitet. Leider erfolglos. Wir müssen jetzt zwar auf Volleyball auf dem bisherigen Top-Niveau verzichten, aber dieser Sport hat in Unterhaching weiterhin eine Perspektive.“

Manager Josef Köck: „Wir sind enttäuscht, dass es uns nicht gelungen ist, Volleyball auf dem Spitzenniveau in Haching zu erhalten. Niemand kann erahnen, wie viele Gespräche und Lösungsansätze wir zur Rettung verfolgt haben. Nur wenige wissen, wie schwer es ist, Spitzen-Volleyball mit potenten Sponsoren zu realisieren. Die stehen nicht an, nicht mal in Haching, München und Bayern, einem Wirtschaftsraum der eigentlich über eine enorme Kraft verfügt. Als Verein stehst Du sehr, sehr einsam da. Weder die Liga, noch der Verband waren eine große Unterstützung bei unserer Suche.“

Nach dem Wegfall des Sponsors Generali absolvierte der TSV Unterhaching einen fast dreijährigen Verhandlungsmarathon, um neue Partner zu finden. Durch den Verlust der Genereali Versicherung entstand eine Lücke von einer Millionen Euro im Etat.

Simon, Jahrgang 1975, erlebte viele Hoch- und Tiefpunkte der Börse selbst mit. Seit einigen Jahren ist er Vollzeit Online Redakteur und hat bereits einige Artikel zu den Themen Finanzen, Börse und Wirtschaft geschrieben.

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