Die besten CFD-Broker im Vergleich

CFDs (Contracts for difference) sind Derivate, mit denen Sie Volumina handeln können, die dank Hebelwirkung Ihren Kapitaleinsatz um ein vielfaches erhöhen. Auch bieten CFDs die Möglichkeit, Long- und Short-Positionen zu eröffnen, also auch von fallenden Kursen zu profitieren. Wie der Name schon verrät, sind sie beim Handel nicht wirklich im Besitz eines Wertpapiers. Sie schließen den Differenzkontrakt direkt mit Ihrem Broker ab.

CFD-Broker ohne Nachschusspflicht Vergleich 2020

BrokerMindesteinzahlungmax. HebelDAX-Spread zur HaupthandelszeitTransaktionskosten 
Admiral Markets200€x300,8 PunkteNur Spread
FXFlat200€x300,9 PunkteGebührenfrei außer Aktien-CFDs 0,09%
XTB0€x300,8 PunkteAktien CFDs ab 0,1%
eToro200€x30variabelGebürenfrei
BDSwiss100€x301,0 PunkteGebührenfrei außer Aktien-CFDs 0,1%

Wer ist der beste CFD-Broker

Platz 1 – Unser Testsieger: Admiral Markets

Admiral Markets wurde in der Vergangenheit immer wieder erneut von Privatanlegern zum besten CFD-Broker gekürt. Admiral Markets überzeugt dabei mit einem großen Angebot an verschiedenen CFDs auf Indizes, Commodities oder Aktien, sehr geringen Spreads (DAX ab 0,8 Punkten), Komissionen, sowie einen tollen Kundensupport. Desweiteren besitzt Admiral ein tolles Educator-Team mit Bekanntheiten wie Heiko Behrendt oder Jochen Schmidt, von denen man unheimlich viel Wissen vermittelt bekommt, beispielsweise in Live-Seminaren.

Admiral Markets erscheint im Moment unschlagbar und erhält in unserem CFD-Broker Test 95 von 100 Punkten.

Platz 2 – FXFlat

Unseren zweiten Platz im CFD-Broker Test hat FXFlat belegt. Auch wenn die Website des Brokers recht einfach aussieht, sollte man sich nicht täuschen lassen. Denn mit beispielsweise 0,9 Punkten Spread im DAX bietet der Broker einen beinahe unschlagbaren Spread, der beim aktiven Handel vor allem in höheren Zeitbereichen kaum noch spürbar ist. Auch sind alle CFDs ansonsten gebührenfrei, bis auf Aktien-CFDs, bei denen aber lediglich 0,09% Transaktionskosten anfallen. Der deutsche Support, hilft wo er kann und bleibt freundlich, auch wenn man als Anfänger nicht gleich alles versteht und viele Fragen stellt.
 
FXFlat liegt nur knapp hinter unserem Testsieger Admiral Markets und erhält somit 90 von 100 Punkten.

Platz 3 – XTB

XTB ist vor allem interessant, wenn man keine 200€ als Risikokapital für die Mindesteinzahlung zur Verfügung hat, denn diese liegt beim CFD-Broker XTB bei 0€. Ansonsten können sich auch die Handelsgebühren wirklich sehen lassen. Diese sind mit 0,8 Punkten Spread im DAX so niedrig, wie es eben geht. Bei Aktien-CFDs kommt es ganz auf das Land an. Die Transaktionskosten liegen hier jedoch auch schon bei ab 0,1% bzw. 3,99€.
XTB bietet attraktive Spreads und niedrige Komissionen, wobei keine Mindesteinzahlung nötig ist. 85 von 100 Punkten!

In unserem CFD-Broker Vergleich haben wir folgende Kriterien getestet

1. Wie hoch ist die Mindesteinzahlung beim Broker?

Um Online CFDs zu handeln, verlangen die meisten CFD-Broker eine Mindesteinzahlung auf Ihr Live-Konto. Der nötige Betrag bewegt sich in der Regel zwischen 0€ und 500€ und ist nötig, damit genug Margin für den Handel da ist und sogleich als Absicherung für den Broker selbst, da seit der neuen ESMA-Regulierung keine Nachschusspflicht mehr existiert bei in der EU ansässigen Online-Brokern. Es gibt jedoch auch Broker, wie XTB, die gar keine Mindesteinzahlung auf das Handelskonto voraussetzen.

2. Wie hoch ist der maximal verfügbare Hebel beim CFD-Handel?

Contracts for Difference werden, wie Währungspaare im Forexhandel, mit gehebelten Positionen gehandelt. Das heißt, dass ein hinterlegter Margin mit einem Multiplikator gehebelt wird. Früher konnto man bei den meisten Brokern Hebel im Hunderter- oder gar Tausenderbereich wählen. Die ESMA hat in der EU jedoch den maximalen Hebel für CFDs auf x24 begrenzt. Somit unterscheiden sich die meisten Broker unter diesem Gesichtspunkt überhaupt nicht mehr.

3. Bietet der Broker Bonuszahlungen

Um möglichst viele neue Anleger auf die Plattform zu locken, bieten manche CFD-Broker einen Willkommens-Bonus an. Dieser ist in der Regel abhängig von der initialen Einzahlung aufs Live-Konto. Auf der Suche nach einem Online-Broker sollte man sich jedoch besser nicht von derlei Angeboten blenden lassen. Andere Kriterien, wie Spreads, verfügbare Finanzinstrumente und Servicequalität sind wesentlich wichtiger als ein solcher einmaliger Bonus.

4. Welche CFD Kontraktgrößen sind handelbar?

Gerade für Anfänger mit wenig Kapital ins Mini- oder gar Mikro-Kontrakte bzw. Lots unabdingbar. Bei einem Standard-Lot im CFD-Bereich bedeutet nämlich ein Punkt Kursbewegung 1€ Gewinn oder Verlust. Die meisten CFD-Broker bieten deshalb zumindest Mini-Lots bei CFDs an. Somit kann man den CFD-Markt kennenlernen, auch ohne großen Margin.

5. Spreads und Handelsgebühren

Bei allen CFDs liegt ein sogenannter Spread vor, eine Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Durch diese Differenz finanziert der Broker seine Dienstleistung zur Bereitstellung der Handelsplattform. Ein solcher Spread ist bei sehr beliebten Index-CFDs wie dem DAX30 mit meist nur einem Punkt sehr gering, kann jedoch je nach Uhrzeit und Volatilität schwanken. Auch besitzt jeder CFD einen anderen Spread, den man vorher immer kennen sollte vor Positionseröffnung. Ansonsten fallen im CFD-Handel meistens keine weiteren Kosten an. Viele Online-Broker verlangen bei Aktien-CFDs zwar auch noch eine Transaktionsgebühr, diese ist fällt jedoch äußerst gering aus.

6. Gibt es ein Demokonto?

Ein Demokonto ist für Anfänger im CFD-Handel ein absolutes Muss. Auf einem Demokonto handelt man nicht mit echtem Geld, sondern simuliert den Handel lediglich. Besonders Anfänger können sich so mit der Handelsplattform vertraut machen und auch im späteren Verlauf der Trading-Karriere kann man auf einem Demokonto sehr gut neue Handelsstrategien ausprobieren.

7. Wie viele verschiedene CFDs stehen zur Auswahl?

Je mehr verschiedene Märkte man als CFD handeln kann, umso mehr Handels-Chancen und Abwechslung hat man natürlich. Besonders beliebt sind Index-CFDs wie der DAX30 (oft auch DE30 oder GER30), aber auch der Dow Jones oder SP500 CFD. Ein guter CFD-Broker sollte jedoch auch Aktien-CFDs, Krypto-CFDs und andere sehr beliebte Commodities wie Gold oder Öl als CFD im Angebot haben.

8. Welche Handelsplattformen  stellt der Broker zur Verfügung?

Der eigentliche CFD-Handel findet immer entweder auf der brokereigenen Web-Plattform oder auf einer Standalone-Software statt. Empfehlenswert ist für die meisten Trader Zweiteres, da man hier nicht von der Stabilität des Browsers abhängig ist und meistens auch mehr Einstellmöglichkeiten zur Verfügung hat. Ein guter Broker sollte über MT5 oder MT4 verfügen, manche bevorzugen aber auch CTrader.

Was sind CFDs?

Contracts for Difference, oder auch Differenzkontrakte, sind sogenannte Derivate bzw. derivative Finanzinstrumente. Sie machen es Anlegern möglich, auf steigende, sowie fallende Kurse eines Basiswertes zu setzen. Dabei kauft der Anleger jedoch nicht den zugrunde liegenden Basiswert. 

Vorteile von Trading mit CFDs

  • CFD-Handel ist sehr erschwinglich, da meist keinerlei Komissionen oder Depotgrundgebühren, sowie Ordergebühren anfallen.
  • CFDs ermöglichen den Bruchteilhaften Kauf eines Basiswertes. Somit können auch Anleger ohne großes Risikokapital handeln.
  • Dank CFDs können selbst kleine Privatanleger mit beispielsweise Rohstoff- und Währungsmärkten interagieren. Der Handel an diesem Märkten ist so einfach zugänglich.

Risiken beim CFD-Handel

Obwohl die Nachschusspflicht Brokern innerhalb der EU mittlerweile verboten wurde, ist der CFD-Handel dennoch sehr risikobehaftet. Es kann nach wie vor zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen, insbesondere, wenn man noch nicht so viel Erfahrung am Markt gesammelt hat. Die meisten Anleger, die ihr Handelskonto ruinieren, tun dies mit überhebelten Positionen. Zwar wurden die Hebel im CFD-Trading durch die ESMA stark eingeschränkt, jedoch kann man auch damit viel mehr Verlust machen, als man eigentlich gern würde. 

Ein kleines Beispiel hierzu: Man eröffnet im DAX30 eine Long-Position mit einem Standard-Kontrakt, wobei ein Margin von 600€ hinterlegt wird. Die 600€ umfassen fast das gesamte Risikokapital auf dem Handelskonto des Anlegers. Der DAX schafft es locker innerhalb von 1-2 Tagen die 600 Punkte zurückzulegen, auch in die falsche Richtung. Ohne Stopp-Loss kann man also problemlos innerhalb einiger Stunden massive Gewinne einfahren, weshalb grundsätzlich mit einem Stop-Loss gearbeitet werden sollte, sowie maximal 1-2% Handelsrisiko.

Wie man sieht, birgt die Hebelwirkung von CFDs zwar traumhafte Gewinnchancen, aber auch ebenso große Verlustrisiken. 

CFD-Broker ohne Nachschusspflicht

Lange Zeit war der sogenannte Margin Call ein großes Risiko im CFD-Trading. Heutzutage wird eine Position vom Broker liquidiert, kurz bevor der eingesetzte Margin überschritten wird. Vor der neuen BaFin-Regelung war dies jedoch nicht so. Hier konnt das Handelskonto des Anlegers ein fettes Minus aufweisen, wenn eine Position nicht rechtzeitig geschlossen wurde. Mit dem bereits erwähnten Margin Call folgt dann eine Aufforderung des Brokers, Geld auf das Konto einzuzahlen. Am 08.05.2017 erließ die BaFin das Verbot für die Nachschusspflicht.

Online CFD-Handel wird immer beliebter

CFDs wurden bereits in den 90er Jahren erfunden. Mit diesen Derivaten wollten Hedge-Fonds Leerverkäufe auf Aktien durchführen, dabei jedoch die britische Börsensteuer umgehen. In Deutschland wurden die Contracts for Difference erst 2008 populär, als die Postbank als erste großes Institut CFDs benutzte.

So schnell wächst das Handelsvolumen von CFDs in Deutschlend

Bis 2015 erfreuten sich CFDs einem regelrechten Hype aufgrund der vielen tollen Vorteile für kleine Anleger im Vergleich zu Aktien oder den noch schwerer zugänglichen Währungsmärkten. Mit 1.963 Mrd. Euro war 2015 der Höhepunkt erreicht, wonach es aufgrund nachfolgender strenger Regulierungen Jahr für Jahr etwas zurückging. 

Die absolute Menge existierender CFD-Konten ist hingegen ungebrochen. 2018 wuchs die Zahl der Konten nochmals um 7,8% im Vergleich zum Vorjahr und knackte so über 200.000€ Handelskonten. Auch die einzelnen Transaktionen wuchsen um etwa 23% an auf 69 Millionen.

Welche Basiswerte werden als CFDs gehandelt?

Mit Abstand die beliebtesten sind Indizes, wie DAX oder Dow Jones, welche mit beinahe 90% den größten Teil des Handelsvolumen ausmachen. mit etwa 9% folgen Devisen am Forexmarkt und einen Bruchteil davon wiederum nehmen Rohstoffe, Aktien und sonstige Basiswerte ein.

CFD-Trading Tipps für den erfolgreichen Handel

1. Handeln Sie nur Ihnen bekannte Basiswerte

Beginnen Sie beispielsweise mit dem DAX, den eigentlich jeder wirtschaftlich Interessierte kennen sollte. Beobachten Sie genau, wie die Marktteilnehmer agieren, sich beispielsweise an bestimmten markanten Kursmarken verhalten. Sie sollten von jedem Markt, in dem Sie handeln, die Eigenheiten kennen, beispielsweise auch, auch welche News ein Basiswert besonders stark reagiert. Tasten Sie sich mit dieser Vorgehensweise langsam an einzelne Basiswerte heran, die Sie interessant finden und handeln möchten.

2. Für erste Schritte ein Demokonto nutzen

Gerade im spekulativen Handel gilt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Sie werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in den ersten Wochen oder auch Monaten am CFD-Markt Verluste einfahren, statt stetigen Profit. Benutzen Sie daher unbedingt das von mittlerweile allen Brokern zur Verfügung gestellte Demokonto, bevor Sie ihr Livekonto mit Echtgeld zum Handeln benutzen. Sobald Sie sich sicherer fühlen, empfiehlt sich jedoch ein recht früher Wechsel auf das Livekonto, da Sie unbedingt lernen müssen, mit dem psychologischen Druck umzugehen, der entsteht, sobald Echtgeld riskiert wird. Dank Mikro- und Minilots sollten sich eventuelle weitere Verluste jedoch in Grenzen halten.