Privatkredit Vergleich und Rechner: Die besten Angebote

  • Bei einem Privatkredit handelt es sich um ein Darlehen für Privatpersonen, das entweder von einer Bank oder von einer Privatperson vergeben wird.
  • Der Privatkredit von Banken bietet in der Regel mehr Sicherheiten und fällt unter den Verbraucherschutz.
  • Mithilfe eines Privatkredit-Vergleichs können Interessenten Privatkredite von Kreditinstituten unverbindlich vergleichen und somit viel Geld sparen.
  • Es gibt mittlerweile Crowdlending-Plattformen, auf denen Kreditnehmer Geld von privaten Geldgebern leihen können.
  • Häufig wird ein Kredit von Privat auch dann vergeben, wenn der Kreditnehmer kein Darlehen von der Bank erhält.

Privatkredit Vergleich: Kredite von Privat zu günstigen Konditionen

Die wichtigsten Merkmale: Was genau ist ein Privatkredit?

Die Begriffe Kredit von Privat und Privatkredit werden in vielen Fällen im gleichen Kontext genannt. Allerdings haben die Begriffe unterschiedliche Bedeutungen. Bei einem Privatkredit handelt es sich um ein Darlehen, was ausschließlich an Privatpersonen vergeben wird. Konkret ist häufig ein Konsumentenkredit gemeint.

Es gibt mittlerweile einige professionelle Plattformen im Internet, die sich auf die Vermittlung von Privatkrediten spezialisiert haben. Unternehmen oder Privatpersonen können hier einen beliebigen Kreditwunsch einstellen. Belegberg können sodann ein bestimmtes Projekt auswählen, in welches sie investieren möchten. Diese Darlehen werden auch als p2p-Kredite (Peer to peer) bezeichnet.

Privatkredit von gewerblichem Kreditgeber:
Zinsen: fallen immer an
Verwendungszweck: meist Konsumentenkredit
Kreditvertrag: immer schriftlich
Privatkredit von Privatperson:
Zinsen: zinslos oder sehr geringer Zinssatz
Verwendungszweck: unterschiedliche Zwecke
Kreditvertrag: auch mündlich abschließbar

Achtung: Vergibt eine Privatperson ein zinsloses Darlehen oder liegen die Zinsen unterhalb des marktüblichen Satzes, kann das Darlehen im Sinne des Schenkungssteuergesetzes in steuerlicher Hinsicht als Schenkung gewertet werden. Für ein zinsloses Darlehen von privat können deshalb unter Umständen Steuerforderungen geltend gemacht werden.

Wo liegt der Unterschied zu einem normalen Kredit und was sind die Voraussetzungen?

Der Begriff Privatkredit lässt häufig Missverständnisse aufkommen, denn es handelt sich hierbei um einen Begriff für zwei vollkommen unterschiedliche Kreditarten. Zum einen werben Kreditinstitute und Banken mit dem Ausdruck Privatkredit und bezeichnen damit einen Konsumentenkredit, der ausschließlich an private Antragsteller vergeben wird.

Es kann sich dabei klassischerweise um einen Ratenkredit, einen Sofortkredit oder einen Kurzkredit handeln. Hier ist lediglich die Abgrenzung zu einem Unternehmens- oder Gesellschaftskredit wichtig.

Die engere Bedeutung des Ausdrucks Privatdarlehen oder Privatkredit bezieht sich jedoch vielmehr auf einen Kredit, der von Privatpersonen vergeben wird. Die Besonderheit liegt dabei darin, dass die Kreditgeber als natürliche Personen auftreten und kein gewerblicher Kreditgeber wie beispielsweise eine Bank dahintersteht.

Beim Kredit von Privat fehlt deshalb eine gewerbliche Absicht, die ansonsten bei einer Kreditvergabe von Banken klar vorhanden ist. Auch auf eine eingehende Beratung muss der Kreditnehmer verzichten, wie es bei Kreditinstituten üblich ist.

Allerdings darf der gewerbliche Aspekt nicht mit einer Gewinnerzielungsabsicht durch die Darlehensvergabe verwechselt werden. Der Übergang zwischen einer gewerblichen Vergabe von Krediten und einem Kredit von Privatpersonen ist vielmehr fließend, denn auch Privatpersonen, die private Darlehen vergeben, können als gewerblich handelnd eingestuft werden, wenn zum Beispiel mehrere Privatkredite erteilt werden, selbst wenn diese zinslos sind.

Wie bei nahezu jeder anderen Kreditart gelten bei deutschen Kreditinstituten folgende Voraussetzungen für die Gewährung von Privatkrediten:

  • Wohnsitz in Deutschland
  • ein Mindestalter von 18 Jahren
  • Keine Überschuldung / gute Bonität
  • Ausreichendes Einkommen
  • Vorhandenes Girokonto für die Auszahlung der Darlehenssumme

Es können je nach Kreditgeber zudem weitere Voraussetzungen verlangt werden. So müssen bei einigen Banken unter Umständen eine positive SCHUFA Auskunft sowie ein Einkommen aus Rente, festem Beschäftigungsverhältnis oder Pension vorgelegt werden.

Bei Plattformen, die sich auf die Vermittlung von Krediten spezialisiert haben, müssen weniger hohe Hürden genommen werden. Hier genügt es meist, wenn der volljährige Antragsteller einen festen Wohnsitz in Deutschland sowie eine deutsche Bankverbindung vorweisen kann.

Keine Chance auf eine Antragsbewilligung haben hingegen Personen bei offenen titulierten Forderungen, bei Insolvenz, bei einem offenen Haftbefehl oder bei einer zu geringen Bonität.

Wie beantrage ich einen Privatkredit?

Wie möchten an dieser Stelle aufzeigen, wie Interessenten Schritt für Schritt einen Privatkredit beantragen können:

1. Kreditbetrag und Laufzeit eingeben

Interessenten finden den lukrativsten Privatkredit ganz leicht durch einen Privatkredit Vergleich. Dabei müssen lediglich die gewünschte Darlehenssumme sowie die Laufzeit oder alternativ die Höhe der monatlichen Raten angeben werden. Die Kredithöhe ist natürlich immer von den jeweiligen Wünschen des Kreditnehmers abhängig.

Sollte die genaue Höhe hierbei noch nicht feststehen, ist es oft sinnvoll, einen rund 5 oder 10 % höheren Kreditbetrag auszuwählen. Werden für die Sanierung des Kellers beispielsweise Kosten in Höhe von 20.000 € kalkuliert, sollte der Interessent einen Kreditbetrag von 22.000 Euro eingeben. Wurde zu viel Geld geliehen, kann es später einfach wieder zurückgezahlt werden.

Bei der Laufzeit gilt folgendes: je schneller ein Darlehen getilgt werden kann, desto weniger Zinsen werden fällig. Die monatliche Rate darf allerdings nicht so hoch sein, dass das Einkommen am Monatsende nicht mehr ausreicht und ein Dispo Kredit zur Schuldentilgung aufgenommen werden muss. Der Dispo-Kredit ist erheblich teurer als ein Privatkredit.

Schließlich wird zudem der Verwendungszweck erfragt, denn für einige Darlehen ist das von Bedeutung. Soll beispielsweise mit dem Geld ein Auto finanziert werden, sind die Gebühren oft niedriger, wenn der Bank der Verwendungszweck bekannt gegeben wurde. Wer hier keine Angaben machen möchte, kann einfach die Option „Freie Verwendung“ einstellen.

2. Treffen einer Vorauswahl

Nach der jeweiligen Eingabe der Summe und der Laufzeit kann der Kunde eine Vorauswahl des besten Angebots treffen. Hier dient der jeweils günstigste Zinssatz als Auswahlkriterium. Das ist aber nicht für jeden Antragsteller immer auch gleichzeitig die beste Option, denn einige sehr gute Angebote gelten nur dann, wenn eine entsprechend gute Bonität vorgewiesen werden kann.

3. Privatkredit Vergleichsrechner Option nutzen

Der Vergleichsrechner für Privatkredite sucht nach Ihrer Eingabe die günstigsten Ergebnisse. Als Auswahlkriterium dient der jeweils günstigste Zinssatz. Allerdings ist das nicht für jeden Antragsteller individuell die günstigste Option. Einige sehr günstige Angebote gelten nur für Menschen mit sehr guter Bonität. Deshalb ist es sinnvoll, einen bonitätsabhängigen Kredit zu wählen oder den 2/3-Zins ins Auge zu fassen.

Der Zinssatz für die gewählte Bank sowie einige Konkurrenzangebote werden schließlich am Ende des Antragsprozesses angezeigt. Hier kann der Kunde nochmal wechseln, ohne dass hierdurch Nachteile entstehen. 

4. Antrag stellen

Sobald ein Angebot gewählt wurde, kann der Antragsprozess gestartet werden. Nun müssen Angaben zur familiären Situation, zum Wohnort, zu den regelmäßigen Ausgaben und zum Einkommen sowie zu sonstigen Verbindlichkeiten gemacht werden. Dies ist zwar oft etwas zeitaufwändig, lässt sich aber nicht vermeiden. Der Darlehensgeber kann nur so die Bonität bewerten und dem Interessenten ein individuell erstelltes Angebot vorlegen.

In der Regel wird der Antrag unterschrieben zurückgesendet. Es gibt bei einigen Anbietern aber auch volldigitale Privatkredite.

5. Bonitätsprüfung abwarten

Nach der Antragstellung muss noch die Identität des Antragstellers bestätigt werden. Meist funktioniert das per Video-Ident-Verfahren. Hierfür wird lediglich ein Personalausweis und eine Webcam benötigt. Ist keine Kamera vorhanden, besteht die Möglichkeit, sich in einer Postfiliale zu legitimieren. Auch hierfür ist der Personalausweis nötig.

Nun gilt es, die Bonitätsprüfung abzuwarten. Die Bonität des Antragstellers wurde bereits ein erstes Mal während der Antragstellung geprüft. Der Darlehensgeber nutzt hierfür die gesammelten Informationen der SCHUFA. Dafür ist die Einwilligung des Darlehensnehmers nötig. In der Kreditauskunftsdatei werden Daten über laufende Verpflichtungen und Kredite gespeichert. Hier wird auch erfasst, inwieweit pünktlich Zahlungen geleistet wurden. Sie berechnet vereinfacht gesagt daraus die Gefahr eines Zahlungsausfalls.

Anschließend dauert es dennoch einige Tage, bis der Kreditnehmer über das Geld auf seinem Konto verfügen kann. Allerdings benötigt kaum eine Bank länger als eine Woche für die Kreditentscheidung und Auszahlung.

Worauf sollte man bei einem Privatkredit achten?

Wer sich auf die Suche nach einem Privatkredit macht, wird in der Regel schnell fündig, denn es gibt zahlreiche unterschiedliche Angebote von verschiedenen Kreditinstituten. Als Laie kann man hier nur schwer ausmachen, welcher Privatkredit am besten geeignet ist. Es gibt jedoch einige grundlegende Aspekte, auf die bei der Aufnahme eines Privatkredits geachtet werden sollte:

Sondertilgung in und Ratenpausen

Die Möglichkeit von Sondertilgungen sind ein wichtiges Kriterium bei der Aufnahme eines Kredits. Durch eine solche Zahlung kann die Laufzeit des Kredits erheblich verkürzt werden, sodass der Schuldner Zinsen einsparen kann. Anders als bei einem Giro- oder Tagesgeldkonto entfällt die Gefahr, dass angesparte Gelder später doch noch ausgegeben werden.

Jedes Darlehen lässt sich im Grunde genommen frühzeitig kündigen. Dabei dürfen die Banken eine Vorfälligkeitsentschädigung von rund 1% der Restschuld verlangen. Auch Ratenpausen können sinnvoll sein, denn sie verhindern, dass das Konto und Minus rutscht.

Die Zinsen für einen Dispo-Kredit sind deutlich höher als die für einen Ratenkredit. Eine gute Alternative kann aber auch ein neuer Kleinkredit sein. Inwiefern die Bank Sondertilgungen anbietet, geht aus den vertraglich geregelten Bedingungen hervor.

Effektivzins und 2/3-Zins

Bei einem Privatkredit Vergleich werden sowohl der effektive Jahreszins angegeben, als auch der jährliche Sollzins. Im Wesentlichen kommt der Unterschied durch die Tatsache zustande, dass bei einem Privatkredit die Zinsen fast immer monatlich abgetragen werden, während es sich bei dem Sollzinssatz um einen Jahreszins handelt.

Anstatt zum Beispiel einmalig 6,0 % Zinsen so zahlen, müssen monatlich 0,5% Zinsen berechnet werden. Durch den Zinseszinseffekt liegt der jahreszins bei einer Belastung von 0,5% im Monat bei 6,17%. Diese Zahl nennen Experten den effektiven Jahreszins. Zudem müssen in den effektiven Jahreszins einige weitere Kosten hinzugerechnet werden, wie etwa die Kosten für eine Kreditausfallversicherung, falls diese vom Kreditgeber vorgeschrieben wird.

Bearbeitungsgebühr

Bearbeitungsgebühren werden in den effektiven Jahreszins mit einberechnet. Dieses sind hier doch mittlerweile gesetzlich verboten. Der Darlehensgeber darf für einen Vertragsabschluss keinerlei Gebühren verlangen, denn es handelt sich bei einer Kreditbearbeitung um eine Kernaufgabe der Bank.

Was beinhaltet der Privatkredit Vertrag?

In einem Privatkredit Vertrag werden verschiedene Punkte vertraglich festgelegt. Dazu gehören die folgenden:

  • Rückzahlungsweise: wie wird das geliehene Geld zurückgezahlt? Monatlich oder in einer Summe?
  • Zinsen: Der Vertrag sollte auch die genaue Zinshöhe beinhalten, damit es nicht im Nachhinein zu Unstimmigkeiten kommt. Es ist weiterhin nötig, dass der Zeitraum festgelegt wird, in dem Zinsen anfallen. Müssen beispielsweise immer zum Ende des Kalenderjahres Zinsen gezahlt werden oder werden sie erst mit der Darlehenstilgung fällig? Hierbei sollten sich die Zinsen immer am Marktwert orientieren, da das Finanzamt das Darlehen sonst als Schenkung betrachtet. Dies würde sodann steuerliche Konsequenzen für den Kreditnehmer und den Kreditgeber nach sich ziehen.
  • Verzug: Es ist zudem sinnvoll, eine Regelung zur Vorgehensweise festzuhalten, falls Rückzahlung zu spät erfolgen. Bei verspäteten Ratenzahlung werden in den meisten Fällen Verzugszinsen fällig. Gemäß Paragraph 288 Absatz 1 BGB liegt der Zinssatz für einen Verzug jährlich bei fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz. Den aktuell geltenden Basiszinssatz können Interessenten der Webseite der Bundesbank entnehmen.
  • Sicherheiten: Vor allem bei hohen Darlehenssummen sollte der Kreditgeber unbedingt auf Sicherheiten bestehen und diese vertraglich festhalten. Sie bieten ihm einen Schutz, falls das Darlehen nicht zurückgezahlt werden kann.
  • Kündigung: Wenn ein genauer Zeitpunkt für die Rückzahlung des Kredits vertraglich festgelegt wird, ist keine Kündigung erforderlich. Fehlen diese Angaben jedoch, muss der Kreditvertrag vor einer Rückzahlung gekündigt werden. Dabei beträgt die reguläre Kündigungsfrist 3 Monate. Der Kreditgeber kann bei Bedarf den Vertrag vorzeitig kündigen, wenn sich der Kreditnehmer in Verzug befindet und die festgelegten Sicherheiten nicht leisten kann. Für eine vorzeitige Kündigung können die genauen Gründe vertraglich festgehalten werden. Zudem können auch weitere Punkte in den privaten Kreditvertrag mit aufgenommen werden.

Wie genau der Vertrag ausgestaltet wird, hängt immer von den individuellen Gegebenheiten ab. Die genaue Vertragsform ist grundsätzlich frei vereinbar, sodass er sowohl in Stichpunkten als auch in Fließform verfasst werden kann. Vor allem die Variante in Stichpunkten ist sehr überschaubar, sofern hier auch alle relevanten Dinge unmissverständlich dargelegt werden können.

Privatkredit ohne SCHUFA: Geht das überhaupt?

Einen Kredit trotz oder ohne SCHUFA zu erhalten, klingt im ersten Moment sehr verlockend. Diese Kreditart zeichnet sich insbesondere durch die folgenden Merkmale aus:

  • Vergabe auch bei negativer SCHUFA
  • Kein Schufaeintrag
  • Freie Verwendung

In einigen Fällen ist es auch in der Tat möglich, einen Privatkredit ohne SCHUFA zu erhalten. Allerdings ist dabei besondere Vorsicht geboten, denn wer sich auf die Suche nach einem solchen Darlehen macht, trifft vor allem im Internet auf viele schwarze Branchenschafe und unseriöse Kredithaie. Diese vergeben ein Darlehen ausschließlich zu enorm schlechten Konditionen, sodass der Kreditnehmer unter anderem eine enorm hohe Summe für die Zinsen aufbringen muss.

Zudem wird seitens der Kreditgeber oft verlangt, dass umfangreiche Unterlagen eingereicht werden, damit die Bonität des Antragstellers auch ohne die Auskunftsdaten der SCHUFA bestmöglich bewertet werden kann. Diese Tatsache führt zu einer erheblichen Verzögerung bei der Bearbeitung des Kreditwunsches, sodass letzten Endes auch die Anzahlung deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Entwicklung von Privatkrediten in Deutschland

Es stehen zahlreiche Statistiken zur Verfügung, bei denen es um Privatkredite durch Kreditinstitute und Banken geht. Eine Auswertung, die jüngst auf dem Internetportal Statistika.de. veröffentlicht wurde, untersucht regelmäßig die Marktanteile bei Krediten mit Privatpersonen nach Bankengruppen. Die letzte Statistik stammt aus dem Jahr 2019.

Damals wurden fast eine Billion Euro an unselbständige private Person ausgezahlt. Rund 38% davon wurden durch die realen Kreditinstitute vergeben. Dabei handelt es sich überwiegend um Banken, die sich auf die Vergabe und Vermittlung von Immobilienkrediten spezialisiert haben. Da Immobiliendarlehen meist ein sehr hohes Volumen aufweisen, ist deren hoher Marktanteil wenig überraschend.

Als zweitwichtigste Kreditgeber werden die Sparkassen genannt. Mit etwas mehr als 25% sind die Kreditgenossenschaften, zu denen auch die Raiffeisen- und Volksbanken gehören, drittwichtigste Geldgeber in Deutschland. Aber auch viele andere Genossenschaftsbanken wie die Sparda-Banken und dergleichen vergeben regelmäßig hohe Kreditsumme an Privatperson. Großbanken machen hingegen etwas weniger als 11% des Segments aus.

Ist ein Privatkredit steuerlich absetzbar?

Die Frage, ob ein Privatkredit steuerlich absetzbar ist, muss leider ganz klar mit Nein beantwortet werden. Es kommt hierbei nämlich darauf an, was mit dem Kredit angeschafft wurde. Ein Ratenkredit, der für die ganz persönlichen Zwecke aufgenommen worden ist, ist nicht absetzbar. Andere Kredite sind es hingegen schon.

Zunächst muss an dieser Stelle geklärt werden, dass Tilgungsleistungen grundsätzlich nicht von der Steuer abgesetzt werden können. Da es sich bei dem Tilgungsanteil der monatlichen Rate um keine Einnahme handelt, wird dieser auch nicht versteuert. Ergo kann die Tilgungsleistung auch nicht von bei der Steuer geltend gemacht werden. Wenn überhaupt, dann lassen sich die Zinsen, die an die Bank gezahlt wurden, unter Umständen als Geldbeschaffungskosten steuerlich absetzen.

Möchte sich der Kreditnehmer hingegen mit dem Privatkredit ein neues Auto oder eine neue Waschmaschine kaufen, sind die Zinsen für diesen Kredit ebenfalls nicht absetzbar. Die meisten privaten Konsumentenkredite lassen sich steuerlich nicht geltend machen, da es sich aus der Sicht des Finanzamts um private Kosten handelt und keine notwendige Investition darstellt.

Auch bei einem Autokredit, den ein Angestellter aufnimmt, um vorrangig den Weg zur Arbeit zurückzulegen, ist eine steuerliche Geltendmachung nicht möglich. Dafür ist die Pendlerpauschale ins Leben gerufen worden.

Anders sieht es hingegen aus, wenn der Kredit für freiberufliche oder gewerbliche Zwecke eingesetzt wird. Da dies jedoch bei einem klassischen Privatkredit nicht möglich ist, entfällt auch die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit.

Gibt es Privatkredite für Selbstständige und Freiberufler?

Ja, auch Freiberufler und Selbstständige können von einem Privatkredit profitieren. Wird der Kredit von Privat vergeben, haben solche Berufsgruppen sogar deutlich bessere Chancen, eine Zusage zu erhalten. Anders als die meisten Banken vergeben private Gläubiger das Darlehen durchaus an Selbstständige & Freiberufler.

Der Grund dafür, dass Kreditinstitute solchen Berufsgruppen oft eine Absage erteilen, ist einfach. Anders als etwa ein festangestellter Arbeitnehmer verfügen sie über kein gesichertes und festes Einkommen, was Monat für Monat zuverlässig auf dem Girokonto eingeht. Banken verbinden ein regelmäßiges Einkommen jedoch mit einer finanziell sicheren Situation.

Freiberufler und Selbständige sind dagegen von der Auftragslage der Kunden abhängig. So kann es sein, dass in einem Monat das Geld reichlich fließt, wären im Folgemonat die Einnahme immer knapper werden. Bei einer Kreditvergabe ist den Banken das Risiko deswegen schlichtweg zu groß. Deshalb vergeben sie entweder keine oder nur schlechtere Privatkredite.

Greifen Freiberufler und Selbstständige hingegen zu einem Privatkredit, steigt die Wahrscheinlichkeit, ein Darlehen zu guten Konditionen zu erhalten. Aber auch hier muss mit schlechten Bedingungen gerechnet werden, denn in der Regel haben Bankkredite günstigere Zinsen. Wer ein Privatkredit bei der Bank aufnimmt, kann diesen meist frei verwenden, insofern es sich um Investition und Anschaffungen handelt, die ausschließlich für die persönliche Nutzung vorgesehen sind.

Für das Unternehmen kann die Darlehenssumme damit nicht verwendet werden. Wird ein Kredit hingegen von privat vergeben, sind nicht allzu strenge Richtlinien vorhanden. Das Problem hierbei ist jedoch, dass die entsprechenden Darlehen oft über Portale im Internet angeboten werden, womit nicht auszuschließen ist, dass sich hier auch schwarze Schafe auf dem Markt tummeln.

Hierbei kann jedoch ein umfangreicher Privatkredit Vergleich Aufschluss über die jeweiligen Konditionen und Möglichkeiten der Angebote geben.

Wie lässt sich ein Privatkredit absichern?

Die Laufzeit eines Kredits erstreckt sich meist über mehrere Jahre. Kann die Ratenzahlung nicht mehr sichergestellt werden, z.b. aufgrund von plötzlicher Arbeitslosigkeit, wird es für den Kreditnehmer schnell problematisch.

Die Lösung: der Privatkredit sollte abgesichert werden. Ab einer gewissen Darlehenshöhe wird das ohnehin vonseiten des Kreditinstitutes verlangt. Zu den Arten der Absicherung für Privatkredite zählen unter anderem ein zweiter Kreditnehmer, Bürgschaft und Restschuldversicherung.

Restschuldversicherung:

Beim Abschluss von Krediten kann der Kreditnehmer eine sogenannte Restschuldversicherung abschließen. Bei einigen Banken ist ein solcher Versicherungsabschluss sogar vorgeschrieben. Kann der Kreditnehmer durch Krankheit, unverschuldete Arbeitslosigkeit oder den Tod seinen Kredit nicht mehr selbständig zurückzahlen, tritt die Versicherung ein und übernimmt für ihn die Raten.

Dieses Modell hat jedoch auch Nachteile. Zum einen sind Restschuldversicherung verhältnismäßig teuer, wodurch die Kosten für den Kredit in die Höhe getrieben werden, zum anderen gibt es zahlreiche Wartefristen und Ausnahmeregelungen, die bei dieser Versicherungsart beachtet werden müssen.

Zweiter Kreditnehmer:

Eine weitere Möglichkeit der Absicherung ist es, den Kredit zusammen mit einer zweiten Person aufzunehmen. Durch einen zweiten Kreditnehmer wird das Kreditrisiko auf zwei Einkommen verteilt. Für die Rückzahlung sind beide Parteien verantwortlich.

Sollte es bei einem der beiden zu finanziellen Engpässen kommen, so kann der andere einspringen und eine pünktliche Ratenzahlung sicherstellen. Da die Bank das Vorhandensein eines zweiten Darlehensnehmers äußerst positiv bewertet, werden dafür meist sogar noch günstigere Zinsen gewährt.

Risikolebensversicherung:

Mit dieser Versicherung sichert der Kreditnehmer seinen Tod ab. Kommt es zu einem unerwarteten Todesfall, erhalten die im Vertrag geregelten Begünstigten eine vereinbarte Versicherungssumme. Es handelt sich dabei meist um den Ehepartner oder die Kinder des Verstorbenen. Bestehende Kredite können somit problemlos weiterhin beglichen werden.

Im Gegensatz zu einer Restschuldversicherung kann eine Risikolebensversicherung auch unabhängig von Kreditverträgen abgeschlossen werden. Zudem ist sie deutlich kostengünstiger. Auf diese Weise lässt sich also ein Darlehen auch nachträglich noch ausreichend absichern.

Fazit zum Privatkredit Vergleich

Ob ein Darlehensnehmer Geld von privaten Investoren, einer Bank oder der Familie leiht, bestimmt in den meisten Fällen der finanzielle Hintergrund. Ein Kredit von Privat eignet sich eher für Menschen mit einem niedrigen Schufa-Score oder einer schlechten Bonität. Auch für Selbstständige, die nur über ein unregelmäßiges Einkommen verfügen, stehen hier die Chancen für eine Zusage deutlich besser. Allerdings ist nichtsdestotrotz der normale Privatkredit einer Bank oder eines seriösen Kreditinstitutes in den meisten Fällen die bessere und sicherere Wahl.

Mithilfe eines Privatkredit-Vergleichs können Interessenten bereits im Vorfeld die besten Konditionen ausfindig machen und unter Berücksichtigung alle relevanten Aspekte das jeweils beste Kreditangebot wählen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Privatkredit

  • Warum einen Privatkredit aufnehmen?

Der Privatkredit ist an keinen besonderen Verwendungszweck gebunden und kann deshalb für die unterschiedlichsten Dinge aufgenommen werden. Er lässt sich somit vielseitig verwenden. Je nach Kreditinstitut profitiert der Kreditnehmer zudem von der unterschiedlichen Sonderleistung wie z.b. der Möglichkeit von kostenfreien Sondertilgung oder einem variablen Tilgungssatz.

  • Wie hoch sollte ein Privatkredit sein?

Hier gilt als Faustregel wie bei jeder anderen Kreditart auch: die monatliche Tilgungssumme sollte 35% des Haushaltseinkommens nicht übersteigen.

  • Lässt sich ein Privatkredit umschulden?

Privatkredite können auch umgeschuldet werden. Mit entsprechender Bonität kann der Kreditnehmer eine vorzeitige Ablösung veranlassen.

  • Ist ein Privatkredit allein oder mit Partner und Familie günstiger?

Ist ein zweiter Kreditnehmer vorhanden, betrachten Banken dies als erhöhte Sicherheitsleistung. So ist es unter Umständen möglich, dass dem Kreditnehmer günstigere und bessere Konditionen angeboten werden.

  • Kann ich einen Privatkredit vorzeitig ablösen?

Wie jede andere Darlehensart kann auch der Privatkredit vor dem Ende der vertraglichen Laufzeit zurückgezahlt werden. Hierfür wird eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung fällig, die das Kreditinstitut für die entgangenen Zinszahlungen entschädigen soll. In den meisten Fällen beträgt die Vorfälligkeitsentschädigung rund 1% der Restschuld.

Wie lässt sich ein Privatkredit kündigen?

Ein Ratenkredit ist jederzeit vom Verbraucher kündbar. Allerdings muss hier beachtet werden, dass die Kosten vom Kreditnehmer selber getragen werden müssen. Bei einer vorzeitigen Kündigung hat die Bank einen Anspruch auf eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Allerdings fallen bei einer vorzeitigen Kündigung auch die restlichen Zinsen weg.

  • Gibt es Privatkredite fürs Auto?

Der Privatkredit ist in der Regel nicht an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden sodass er auch für die Finanzierung eines PKWs genutzt werden kann.

lockcrossmenuwarning