FlowTrader AI ist ein Trading-Journal mit KI-Auswertung. Der Schwerpunkt liegt auf der Psychologie: Zu jedem Trade trägst Du ein, in welcher Stimmung Du warst und wie gut Du Dich an Deine Regeln gehalten hast. Anschließend sucht eine KI nach Mustern.
Ich habe mir FlowTrader AI mit einem Testzugang angesehen und zeige Dir, welche Funktionen es gibt, was die App kostet und wo ihre Grenzen liegen.

Kurzüberblick: FlowTrader AI
#1 Anbieter – Wer steckt hinter FlowTrader AI?
#2 Trading-Journal – Trades mit Stimmung und Regeltreue erfassen.
#3 KI-Analyse – Muster im eigenen Verhalten sichtbar machen.
#4 KI-Coach – Ein Chat, der Deine Einträge kennt.
#5 Checklisten und Mindset – Werkzeuge vor und nach dem Trade.
#6 Import – Trades per Datei übernehmen.
#7 Coach-Portal – Für Trading-Coaches und ihre Schüler.
#8 Vor- und Nachteile – Viel Psychologie, keine Chartanalyse.
#9 FAQ – Häufig gestellte Fragen zu FlowTrader AI.
FlowTrader AI Anbieter
Stefan Hertweck hat FlowTrader AI entwickelt und bietet die App selbst an, Sitz ist Baden-Baden. Nach eigenen Angaben handelt er seit 2018 an den Futures-Märkten, arbeitet seit 2019 als Trading-Coach und hat mehrere Bücher zur Trading-Psychologie veröffentlicht. FlowTrader AI ist 2025 entstanden.
Die App läuft im Browser auf Desktop, Tablet und Smartphone. Auf dem Handy lässt sie sich wie eine App auf dem Startbildschirm ablegen. Eine Version in den App-Stores gibt es derzeit nicht. Oberfläche und KI-Coach gibt es in sechs Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Türkisch.

Übrigens: Neben den Tarifen für Trader gibt es ein eigenes Coach-Portal für Trading-Coaches. Dazu mehr weiter unten.
Trading-Journal
Das Journal ist der Kern der App. Zu jedem Trade trägst Du den Markt, die Richtung, Ein- und Ausstieg und das Ergebnis ein. Dazu kommen die Angaben, um die es bei FlowTrader eigentlich geht: Deine Stimmung während des Trades, etwa ruhig, ängstlich, gierig oder FOMO, und eine Einschätzung auf einer Skala von 1 bis 5, wie gut Du Deine Regeln eingehalten hast. Notizen und bis zu fünf Screenshots pro Trade kannst Du ebenfalls hinterlegen.
Laut Anbieter funktioniert das Journal für Futures, Forex, Aktien und Krypto. Ein Eintrag dauert etwa zwei bis drei Minuten. Nicht jedes Feld ist Pflicht, Stimmung und Regeltreue solltest Du aber immer ausfüllen, denn darauf baut die Auswertung auf.

Wichtig: FlowTrader AI ist nicht mit Deinem Broker verbunden. Trades landen nur in der App, wenn Du sie selbst einträgst oder eine Exportdatei hochlädst. Das kostet etwas Disziplin, schafft aber auch eine kurze Pause zwischen zwei Trades
KI-Analyse
Aus Deinen Einträgen erstellt die KI eine Auswertung Deines Verhaltens. Sie verknüpft Stimmung, Regeltreue und Ergebnis und zeigt Dir, in welchen Gefühlslagen Du eher Geld verlierst und wann Du am saubersten tradest. Die üblichen Kennzahlen wie Trefferquote, CRV, Profit-Faktor und Drawdown findest Du im Dashboard.
Einmal pro Woche gibt es einen Bericht mit wenigen konkreten Punkten, auf die Du Dich in der nächsten Woche konzentrieren sollst. Laut Anbieter lassen sich nach 10 bis 15 Trades die ersten Muster erkennen. Für belastbarere Aussagen empfiehlt FlowTrader mindestens 30 Trades über zwei bis drei Wochen.
Einen Hinweis auf ein bekanntes Muster bekommst Du, sobald Du einen Trade einträgst. Solange eine Position offen ist, weiß die App davon nichts.

Beachte: Die Auswertung ist nur so gut wie Deine Angaben. Wer seine Stimmung beschönigt, bekommt auch ein geschöntes Bild zurück.
KI-Coach
Der KI-Coach heißt „Flow“. Zum Start beantwortest Du gut 15 Fragen zu Deinem Risikoverhalten, Deinen typischen Auslösern und Deinen Trading-Gewohnheiten. Danach kennt der Coach Deine Trade-Historie, Deine Tagebucheinträge und Deine Stimmungsangaben.
Im Chat kannst Du ihn zum Beispiel fragen, was ihm an Deinem Verhalten nach Verlusttagen auffällt. Er spricht über Regeln, Disziplin, Emotionen und wiederkehrende Muster. Einstiege, Setups oder Strategien bewertet er nicht, und Kauf- oder Verkaufsempfehlungen gibt er keine.

Wichtig: Der Coach ersetzt weder eine Anlageberatung noch eine psychologische Behandlung. Darauf weist der Anbieter auch selbst hin.
Checklisten und Mindset
Vor dem Trade kannst Du eine Checkliste abarbeiten, die Du selbst anlegst, bspw. eine pro Strategie. Die Strategien dokumentierst Du im Strategiebuch mit Regeln und Beispielbildern. Wählst Du beim Eintragen eine Strategie aus, lädt die App die passende Checkliste gleich mit.
Für den Kopf gibt es ein Mindset-Center mit Atemübungen, einem Pausen-Timer nach Verlusten, einer Routine vor Handelsbeginn und geführten Audio-Sessions (Hypnose) zu Themen wie Disziplin, Geduld und Umgang mit Angst. Ein Disziplin-System mit Challenges, Serien und Auszeichnungen soll beim Dranbleiben helfen. Prop-Trader können außerdem die Regeln ihres Anbieters hinterlegen, etwa Gewinnziel und Drawdown-Grenze, und sehen im Dashboard ihren Stand dazu.

Übrigens: Der Anbieter stellt klar, dass die Audio-Sessions Mentaltraining sind. Sie sind keine Therapie und ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Import
Wer nicht jeden Trade von Hand eintippen will, kann eine Exportdatei hochladen. Unterstützt werden unter anderem MetaTrader 4 und 5, NinjaTrader 8 und die Kontoauszüge (Activity Statement) von Interactive Brokers. Die importierten Trades ergänzt Du danach um Stimmung, Notizen und Screenshots, denn diese Angaben stehen in keiner Broker-Datei.
Eine automatische Übernahme aus dem Brokerkonto gibt es nicht. Neue Trades musst Du also regelmäßig selbst nachtragen oder erneut importieren.

Coach-Portal
Für Trading-Coaches gibt es ein eigenes Coach-Portal. Der Schüler führt sein Journal in FlowTrader, der Coach sieht dessen Trades samt Stimmung und Regeltreue und kann direkt am Trade kommentieren, auch mit einer Bildschirmaufnahme. Dazu kommen Chat, Lernpfade, Terminbuchung für 1:1-Gespräche und Nachrichten an alle Schüler auf einmal. Was der Coach sehen darf, legt der Schüler selbst fest.
Coaches bewerben sich und werden persönlich freigeschaltet. Danach folgt ein 30-tägiger Test mit einem Klienten, ohne Zahlungsdaten. Coach-Starter kostet im ersten Jahr 499 € und ab dem zweiten Jahr 249 € pro Jahr, für bis zu fünf Klienten. Coach-Pro kostet einmalig 1.499 €, die Zahl der Klienten ist dann nicht begrenzt.

FlowTrader AI: Vor- und Nachteile
Vorteile:
Stimmung und Regeltreue werden zu jedem Trade erfasst und ausgewertet
KI-Coach, der sich auf das Verhalten konzentriert und keine Signale gibt
Checklisten, Strategiebuch und Mindset-Werkzeuge in einer App
Datei-Import für MetaTrader, NinjaTrader und Interactive Brokers
Komplett auf Deutsch, insgesamt sechs Sprachen
Eigenes Portal für Trading-Coaches
Nachteile:
Keine Verbindung zum Broker, Trades kommen per Hand oder per Datei
Aussagekräftige Muster erst nach einigen Wochen regelmäßiger Einträge
Keine Chartanalyse und kein Feedback zu Einstiegen oder Setups
Nach den 7 Testtagen kostenpflichtig, eine dauerhaft kostenlose Version gibt es nicht
Keine App in den App-Stores
FAQ – FlowTrader AI
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Christian Böttger
Vollzeit-Trader
+7 Jahre Erfahrung
Tägliches Live-Trading seit 2023
600+ Ratgeber
Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
