Das Volumen Trading zählt zu den beliebtesten technischen Methoden im Trading. Vor allem Daytrader und professionelle Trader nutzen es, um die Stimmung unter den Marktteilnehmern an der Börse zu messen und Trends frühzeitig zu erkennen.

Obwohl das Volumen Trading in der Theorie einfach verständlich ist, ist die Anwendung dieser Handelsstrategie in der Praxis recht komplex. Hinzu kommt, dass der Einsatz von Volumen Trading im Gegensatz zu anderen Chartanalyse-Methoden mit Kosten verbunden ist.

Das Volumen ist neben dem Kurspreis die zweite Informationsquelle für Trader, welche in Echtzeit Daten liefert. Entsprechend ist das Volumen ein wichtiger Bestandteil vieler Trading-Strategien. Hingegen sind Tools wie beispielsweise Indikatoren zeitverzögert.

Kurzüberblick: Volumen Trading

Volumen Trading ist eine beliebte technische Handelsmethode.

Vor allem Daytrader greifen für ihre Handelsentscheidungen darauf zurück.

In der Theorie ist Volumen Trading recht einfach verständlich.

Die Anwendung in der Praxis erweist sich jedoch als komplexer.

Der Einsatz von Volumen Trading ist mit Kosten verbunden.

Was bedeutet Volumen?

Mit der Maßeinheit „Volumen“ wird an der Börse die Summe der gehandelten Stücke oder Terminkontrakte eines bestimmten Finanzinstruments über einen definierten Zeitraum bezeichnet. Das Volumen kann sich somit nur auf eine einzige Stunde, aber auch auf einen gesamten Handelstag beziehen. 

Wie viele Marktteilnehmer ein bestimmtes Volumen an der Börse generiert haben, ist dabei irrelevant. Ein Beispiel: Ob fünf Käufer je 20 Aktien oder zehn Käufer je zehn Aktien kaufen, spielt für das Ergebnis des gehandelten Volumens (100 Aktien) keine Rolle.

Das Handelsvolumen von Finanzinstrumenten wird vor allem von Nachrichten in Bezug auf die Makroökonomie (Zinsen, Inflationsraten, Wirtschaftswachstumsraten, etc.) und auf einzelne Unternehmen (Quartalsergebnisse, Ad-hoc-Nachrichten) beeinflusst. An Tagen mit wichtigen Wirtschafts- bzw. Unternehmensnachrichten ist das Trading Volumen oft um ein Vielfaches höher als an anderen Tagen.

Was ist Volumen Trading?

Das Volumen ist für Trader generell eine gute Möglichkeit, die Stimmung unter den Marktteilnehmern zu messen und Trends zu erkennen. Neben der Chartanalyse zählt das Volumen Trading deshalb zu den beliebtesten technischen Methoden im Trading.

Beim Volumen Trading versuchen Händler auf Grundlage des Trading Volumens eines Finanzinstruments die Richtung und Intensität einer Kursbewegung richtig einzuschätzen.

Handelsvolumen Technische Analyse
Handelsvolumen

Ein hohes Trading Volumen bedeutet, dass wichtige Marktteilnehmer (wie z.B. Banken) ein bestimmtes Finanzinstrument in hohen Stückzahlen handeln. Private Händler können in solchen Situationen von der Marktmacht großer Händler profitieren und die von ihnen ausgelöste Kursveränderung mitmachen.

Vereinfacht gesagt lassen sich beim Volumen Trading vier Kurs-Volumen-Beziehungen definieren:

Ein steigender Kurs in Kombination mit einem steigenden Trading Volumen deutet auf ein starkes Interesse der Marktteilnehmer und eine entsprechend starke Aufwärtsbewegung hin.

Ein steigender Kurs bei gleichzeitig fallendem Handelsvolumen signalisiert ein nachlassendes Interesse der Marktteilnehmer, das einen Trendwechsel hin zu fallenden Kursen wahrscheinlicher macht.

Ein fallender Kurs bei steigendem Trading Volumen bedeutet, dass die Marktteilnehmer Angst bekommen und „das sinkende Schiff“ verlassen – ein typisches Phänomen aus der Trading Psychologie.

Ein fallender Kurs bei gleichzeitig fallendem Volumen deutet auf eine Bodenbildung und einen möglichen Trendwechsel zu steigenden Kursen hin.

Volumen Beziehungen
Die 4 Kurs-Volumen-Beziehungen

Über das Volumen lassen sich die Stimmung von Marktteilnehmern und Trends erkennen.

Volumen Trading ist eine der beliebtesten technischen Handelsmethoden.

Beim Volumen Trading können vier charakteristische Beziehungen zwischen Kurs und Handelsvolumen festgestellt werden.

Wie funktioniert Volumen Trading?

Durch die Analyse des Trading Volumens können Anleger demnach den Trend eines Kursverlaufs genauer bestimmen und für ihre Handelsstrategie nutzen. Obwohl das Volumen Trading in der Theorie recht einfach klingt, ist die Umsetzung in der Praxis alles andere als trivial. Die Einarbeitung in diese Handelstechnik und die Beobachtung des Trading Volumens von Finanzinstrumenten erfordern viel Zeit und Knowhow.

Volumen Aufwärtstrend
Volumen Aufwärtstrend

In der Praxis nutzen Trader verschiedene Tools für das Volumen Trading. Dazu zählen unter anderem:

Das Orderbuch: Darüber können Trader das Volumen aller Trades mit einem Finanzinstrument in Echtzeit verfolgen.

Der Footprint Chart: Dabei handelt es sich um eine besondere Chartform der Candlesticks Formation. Über den Footprint Chart wird das gehandelte Volumen aller Marktteilnehmer auf der Kauf- und Verkaufsseite grafisch dargestellt.

Das Volumen Profile: Darüber lassen sich aggregierte Daten des Trading Volumens auf den Preis übertragen und somit Phasen in einem Chart identifizieren, in denen die Handelsaktivität hoch oder niedrig ist.

Volumen im Trend technische Analyse Muster
Beispiel: Volumen im Trend

Welche Software für das Volumen Trading?

Um Volumen Trading professionell zu betreiben, benötigst Du eine Volumen Trading Software und einen dazugehörigen Datenfeed. Die Volumen Trading Software bietet Dir die zuvor beschriebenen und viele weitere Tools für diese Handelstechnik. Den Datenfeed benötigst Du, um das Trading Volumen in Echtzeit über die Software abbilden zu können. 

Für Trading-Anfänger bietet es sich an, das Volumen Trading über einen Online-Broker zu betreiben. Bei den meisten Brokern erhältst Du inzwischen sehr gute Gesamtpakete mit leistungsstarken Handelsplattformen und günstigen Handelskonditionen. 

Die angebotenen Handelsplattformen unterscheiden sich jedoch von Broker zu Broker. Viele von ihnen bieten den Metatrader an, die am weitesten verbreitete Handelsplattform im Online-Broking. Beim Volumen Trading mit Terminkontrakten ist der Metatrader jedoch nicht empfehlenswert, da er keinen Zugriff auf Echtzeitdaten hat. Viele Trader verlassen sich beim Volumen Trading auf die Software Atas, die durch eine hohe Benutzerfreundlichkeit beim Terminkontrakthandel punktet.

Die beste Volumen Trading Software gibt es nicht.

Welche Software sich am besten für einen Trader eignet, ist abhängig von seiner Erfahrung und den gehandelten Finanzinstrumenten.

Neben der Software benötigen Trader für das Volumen Trading auch einen Datenfeed.

Welche Kosten können beim Volumen Trading auftreten?

Beim Volumen Trading können Dir an zwei Stellen Kosten entstehen. Zum einen musst Du möglicherweise für eine spezielle Volumen Trading Software Geld bezahlen. Nicht alle Programme werden von Brokern kostenlos angeboten. So ist beispielsweise die Nutzung der zuvor erwähnten Software von Atas kostenpflichtig.

Zum anderen ist der Datenfeed nicht kostenlos. Es gibt zwar eine Reihe von Anbietern, die Demoversionen für einige Tage anbieten. Doch handelt es sich bei den angebotenen Daten in der Regel um verzögerte Daten (und nicht Echtzeitdaten). Zudem sind die Demoversionen zeitlich begrenzt.

Den Datenfeed musst Du für bestimmte Börsen buchen. Die Buchung erfolgt in der Praxis über ein Abo-Modell, für das Du eine monatliche Gebühr entrichtest. Die Preise für Datenfeeds beginnen bei ca. fünf Euro pro Monat.

Die Installation einer Volumen Trading Software ist oftmals mit Kosten verbunden.

Hinzu kommen die Kosten für einen Datenfeed.

Datenfeeds werden in der Regel über monatliche Abos gebucht.

Das sollten Einsteiger beim Volumen Trading beachten

Das Volumen Trading klingt aufgrund seiner Einfachheit für viele Trading-Einsteiger verlockend. Doch bevor Du Dich Hals über Kopf in diese Handelsmethode stürzt, solltest Du berücksichtigen, dass das Volumen Trading viel Knowhow und einen hohen Zeiteinsatz erfordert. Ohne eine fundierte Volumen Trading Ausbildung ist der Einstieg in diese Handelsmethode für Anfänger nicht empfehlenswert.

Risikomanagement

Viele Einsteiger stürzen sich unüberlegt in das Volumen Trading und vergessen dabei eine der wichtigsten Grundregeln der Geldanlage: Das Risikomanagement. Vor dem Einstieg in das Volumen Trading solltest Du unbedingt die folgenden drei Fragen beantworten: Erstens, welchen Teil meines Vermögens möchte ich mit dieser Handelsstrategie investieren?

Zweitens, wie viel Risiko möchte ich mit meinen Trades eingehen? Und drittens, wie lange möchte ich mein Geld anlegen? Auf Grundlage der Antworten auf diese drei Fragen musst Du Dir ein individuelles Risikomanagement zurechtlegen. Kein Risikomanagementsystem gleicht dem andern. Entscheidend ist, dass Du mit diesem System Dein Verlustrisiko minimierst.

Wissen & Erfahrungen sind notwendig

Viele Anleger träumen vom schnell verdienten Geld an der Börse. Fakt ist jedoch, dass ohne Grundlagen-Knowhow kein Trader langfristigen Erfolg hat. Das gilt auch in Bezug auf das Volumen Trading. Zwar mag diese Handelsstrategie in der Theorie recht einfach klingen, doch in der Praxis erweist sich das Volumen Trading als deutlich komplexere Angelegenheit.

Sofern Du in diese Strategie einsteigen willst, solltest Du ausreichend Zeit und Energie für Deine Volumen Trading Ausbildung mitbringen. Schließlich sollte jeder Trader bei jedem einzelnen Trade wissen, warum er ihn eingeht und welche Folgen er haben kann.

Bereit sein, sich mit News zu befassen

Wie bereits zuvor erwähnt, basiert das Volumen Trading maßgeblich auf breaking news, also Eilmeldungen, die für ein bestimmtes Finanzinstrument von Bedeutung sind. Generell zählen dazu makroökonomische Neuigkeiten, wie beispielsweise die Zinsentscheidungen wichtiger Notenbanken sowie die Bekanntgabe von Daten zu Wirtschaftswachstum, Arbeitslosen- und Inflationsraten.

Hinzu kommen unternehmensspezifische Nachrichten, wie zum Beispiel die Meldung von Quartalszahlen oder Ad-hoc-Meldungen zum Kauf/Verkauf von Aktien durch Manager. Um ein erfolgreicher Volumen Trader zu werden, musst Du folglich eine hohe Bereitschaft haben, Dich mit News aller Art auseinanderzusetzen. Nur wenn Du up-to-date in Bezug auf die Nachrichtenlage bist, wirst Du die Kursbewegungen der von Dir gehandelten Finanzinstrumente richtig einschätzen können.

Demoversion nutzen

Was im Allgemeinen für das Trading gilt, gilt im Speziellen für das Volumen Trading: Nutze die Demoversion eines Online-Brokers, um erste Erfahrungen mit dieser Handelstechnik zu sammeln. Eine Broker-Demoversion gibt Dir die einmalige Gelegenheit, völlig kosten- und risikolos den Handel mit Echtgeld zu simulieren und Dich mit dem Ablauf des Volumen Tradings in der Praxis vertraut zu machen.

XTB Demokonto Benutzeroberfläche
XTB Demokonto Benutzeroberfläche

Mit einer Demoversion kannst Du Deine Trading Strategien im Detail testen und feinjustieren, um sie für den späteren Echtgeldhandel zu perfektionieren. Eine Demoversion verzeiht jeden Fehler – und aus Fehlern lernt jeder Trader. Fehler im Echtgeldhandel kosten Dich hingegen bares Geld.

Den passenden Online-Broker wählen

Um in das Volumen Trading einzusteigen, musst Du einen zu Dir passenden Online-Broker finden. Die Wahl des für Dich besten Brokers ist von verschiedenen Aspekten abhängig. Für die meisten Trader spielen das Spektrum der handelbaren Finanzinstrumente, die Handelskonditionen, die Benutzerfreundlichkeit der Handelsplattform und der Kundenservice die größte Rolle.

Auf keinen Fall solltest Du nach einem Vergleich verschiedener Broker auf Papier vergessen, die Broker auch in der Praxis miteinander zu vergleichen. Mit einem kostenlosen Demokonto kannst Du alle Online-Broker auf Herz und Nieren testen und die für Dich wesentlichen Entscheidungskriterien im Detail beurteilen.

Online-Kurse & Schulungen besuchen

Ein wichtiger Bestandteil Deiner Volumen Trading Ausbildung können Online-Kurse und Schulungen sein. Zahlreiche Experten, viele von Ihnen erfolgreiche Trader, bieten im Internet Schulungsangebote rund um das Volumen Trading an. Die Preise der einzelnen Angebote unterscheiden sich enorm. Manche „selbsternannten“ Investmentgurus bieten Online-Kurse zu horrenden Preisen an.

Um den für Dich passenden Anbieter zu finden und nicht zu viel Geld für zu wenig Inhalt zu bezahlen, solltest Du die diversen Schulungsangebote im Detail miteinander vergleichen. Ziehe dazu Rezensionen von Finanzjournalisten und Bewertungen von Nutzern zu Rate. Sie sind wertvolle Entscheidungshilfen für die Auswahl der besten Volumen Trading Ausbildung.

Vor- und Nachteile des Volumen Tradings

Wie alle anderen Trading-Methoden hat auch das Volumen Trading eine Reihe von Vor- und Nachteilen. Die beiden größten Vorteile dieser Handelsmethode sind, dass Du damit frühzeitig Trends erkennen kannst und im Gegensatz zu anderen technischen Analysewerkzeugen Echtzeitdaten in das Volumen Trading einfließen. Die zwei Hauptnachteile des Volumen Tradings sind, dass es eine hohe Lernbereitschaft erfordert und die Anschaffung und der Betrieb einer Volumen Trading Software mit Kosten verbunden ist.

Vorteile:

Trend erkennen: Volumen Trading ist ein bei Anlegern sehr beliebtes Mittel zur technischen Analyse von Wertpapieren. Wir bereits zuvor erwähnt, kannst Du auf Basis des Trading Volumens Rückschlüsse auf den Trend einer Kursentwicklung ziehen. Volumen Trading hilft Dir demnach, Trends schneller und genauer zu erkennen und in Summe bessere Handelsentscheidungen zu treffen.

Preisentwicklung in Echtzeit: Grundlage des Volumen Tradings ist das Handelsvolumen in Echtzeit. In diesem Punkt unterscheidet sich das Volumen Trading von anderen Chartanalyse-Techniken, die ausschließlich auf Vergangenheitswerten beruhen. Durch die Abbildung von Gegenwartswerten hat das Volumen Trading somit einen Aktualitätsvorteil gegenüber anderen Charttechniken.

Besserer Aktienhandel: Volumen Trading wird von Tradern vor allem mit Aktien und Futures betrieben. Bei Privatanlegern spielen Aktien die größere Rolle. Auf Basis des Volumen Tradings kannst Du Deine Aktien-Handelsstrategie verfeinern und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, damit Gewinne zu erzielen.

Hebel: Wenn Du beim Volumen Trading Futures handelst, profitierst Du aufgrund der Hebelwirkung überproportional von steigenden Kursen. Die Anwendung von Volumen Trading auf den Futures Handel ist folglich ein mächtiges Instrument, Deine Gewinnchancen deutlich zu erhöhen. Aufgrund des generell erhöhten Risikos beim Einsatz von Hebelprodukten wie Futures solltest Du Dir eine sehr belastbare Handelsstrategie zurechtlegen.

Nachteile:

Erfordert viel Lernbereitschaft: Volumen Trading ist nichts, was Du Dir über Nacht aneignen kannst. Obwohl es in der Theorie recht einfach aussieht, ist die Anwendung dieser Handelsstrategie in der Praxis komplex. Die erfolgreiche Anwendung des Volumen Tradings erfordert viel Lernbereitschaft. Idealerweise eignest Du Dir die Handelstechnik über eine qualifizierte Volumen Trading Ausbildung an. Für Trader, die zu wenig Zeit für ihre Investmentaktivitäten mitbringen, ist das Volumen Trading nicht empfehlenswert.

Kostenintensive Anschaffung von Software: Im Gegensatz zu anderen Werkzeugen der technischen Analyse ist das Volumen Trading mit Kosten verbunden. Du benötigst nicht nur eine leistungsstarke Software, die häufig mit Kosten verbunden ist, sondern auch einen laufenden Datenfeed, den Du abonnieren musst. Volumen Trading ist demnach erst ab einer bestimmten Größenordnung sinnvoll. Für Anleger, die nur sehr geringe Summen investieren, stehen die Kosten für die Volumen Trading Software häufig nicht in einem vernünftigen Verhältnis zu ihrem Handelsbudget.

Verluste durch Hebel überproportional hoch: Zwar erhöhst Du beim Volumen Trading mit Futures Deine Gewinnchancen um ein Vielfaches. Dieses Gewinnpotenzial „erkaufst“ Du Dir aber mit einem deutlich erhöhten Verlustrisiko. Beim Handel mit Futures gehst Du das Risiko eines Totalverlustes ein. Deine Volumen Trading Strategie sollte deshalb beim Futures-Trading sehr belastbar sein.

Volumen Trading: Futures vs. Aktien

Aktien und Futures sind die beiden wichtigsten Finanzinstrumente beim Volumen Trading. Beide Finanzinstrumente haben ihre Vor- und Nachteile für Anleger. Der größte Vorteil von Futures ist ihre Hebelwirkung. Dadurch lassen sich bereits bei geringeren Anlagebeträgen hohe Gewinne erzielen.

Die Kehrseite der Medaille ist jedoch das Risiko, das beim Volumen Trading mit Futures im Vergleich zum Handel mit Aktien deutlich erhöht ist. Bevor Du in das Volumen Trading mit Futures einsteigst, solltest Du unbedingt Deine Risikobereitschaft klären.

Der große Vorteil von Aktien gegenüber Futures ist, dass die Bandbreite der handelbaren Werte viel größer ist. Futures werden in der Regel nur auf größere und entsprechend liquide Wertpapiere angeboten. Mit Aktien kannst Du hingegen auch sehr kleine und illiquide Unternehmen handeln.

Ein weiterer großer Vorteil von Aktien, der vor allem für Privatanleger mit einem kleineren Investmentbudget eine Rolle spielt, ist, dass Du Aktien in sehr geringen Stückzahlen kaufen kannst. Je nach Aktienkurs kannst Du bereits mit Kleinstbeträgen in den Aktienhandel einsteigen.

Futures werden in der Regel in größeren Paketen gehandelt, die deutlich höhere Investmentbeträge erfordern. Eine Faustregel, ab welchem Investmentbudget der Einstieg in den Futures-Handel sinnvoll ist, gibt es aber nicht.

Aktien und Futures sind die wichtigsten Anlageklassen beim Volumen Trading.

Der größte Vorteil von Futures ist, dass Du auf Basis der Hebelwirkung Deine Gewinnchancen deutlich erhöhen kannst.

Aktien haben für Privatanleger hingegen den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Futures in sehr geringen Stückzahlen gehandelt werden können.

Zudem ist die Auswahl an Aktien wesentlich größer als bei Futures-Kontrakten.

Tools für das Volumen Trading

Für das Volumen Trading kannst Du im Wesentlichen drei verschiedene Tools einsetzen: Das einfache Volumen, das Volumen Profile und den Footprint Chart. Alle drei Tools liefern Dir unterschiedliche Informationen und werden am besten in Kombination miteinander eingesetzt.

Volumen

Das historische Volumen ist eines der wichtigsten Tools der Chartanalyse. Darunter wird das gehandelte Volumen eines Finanzinstruments während eines bestimmten Zeitraums in der Vergangenheit verstanden.

Über einen sogenannten „Candle Volume Chart“ kannst Du Dir das gehandelte Volumen in einem Kursdiagramm anzeigen lassen. Der Candle Volumen Chart ist eine Erweiterung des klassischen Candlestick Charts. Zusätzlich zum Anfangs-, Schluss-, Höchst- und Tiefstkurs zeigt er anhand der Breite der Kerze das Handelsvolumen an.

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, bedeutet ein hohes Trading Volumen ein großes Interesse der Marktteilnehmer an einem Finanzinstrument. Sehr häufig tritt ein hohes Handelsvolumen in der Praxis bei guten oder schlechten Markt- bzw. Unternehmensnachrichten auf und verstärkt einen Aufwärts- oder Abwärtstrend. 

Ein hohes Trading Volumen kann aber auch durch die Schließung von Positionen oder das Auslösen von Stop-Losses zustande kommen. Nicht selten schließen große Marktteilnehmer wie Banken bei bestimmten Kursniveaus ihre Positionen und lösen damit größere Kursbewegungen aus.

Ein geringes Trading Volumen ist in der Praxis meist ein Signal dafür, dass es keine interessanten Neuigkeiten in Bezug auf ein Finanzinstrument gibt. Ein abflachendes Handelsvolumen deutet oftmals das Ende eines Aufwärts- oder Abwärtstrends an.

Volumen Profile

Das Volumen Profile ist eine Erweiterung des reinen Volumens und ergänzt dieses um Preisinformationen. Anhand des Trading Volumens kannst Du lediglich erkennen, in welcher Größenordnung ein Finanzinstrument in einer bestimmten Zeitspanne gehandelt wurde. Das Trading Volumen liefert Dir jedoch keine Informationen darüber, zu welchen Preisen gehandelt wurde.

Volumen Profil
Volumen Profil

Um diese Frage zu beantworten, kannst Du das Volumen Profile heranziehen. Es zeigt Dir das gehandelte Volumen eines Finanzinstruments in einem bestimmten Preisbereich an. Das Volumen Profile ist jedoch keine chronologische Darstellung der Handelsaktivitäten. Es ist ein kumuliertes Verteilungsprofil des Trading Volumens über einen bestimmten Zeitraum. Jedes Mal, wenn ein Finanzinstrument in einem bestimmten Preisbereich gehandelt wird, wird die gehandelte Stückzahl dem vorhandenen Volumen hinzugefügt.

Mithilfe eines Volumen Profiles kannst du demnach erkennen, in welchen Preisbereichen besonders viel gehandelt wird. Bei diesen Preisbereichen handelt es sich häufig um Unterstützungen und Widerstände, bei denen Marktteilnehmer größere Stückzahlen eines Finanzinstruments kaufen bzw. verkaufen.

Footprint Chart

Der Footprint Chart ist das detailreichste Tool für das Volumen Trading. Über den Footprint Chart wird das gehandelte Volumen eines Finanzinstruments auf der Bid- und der Ask-Seite grafisch dargestellt. Im Prinzip ist der Chart also nichts anderes als eine grafische Darstellung des gesamten Orderbuchs, also aller gehandelter Kontrakte im Markt. Wie der Name zum Ausdruck bringt, zeigt der Footprint Chart den „Fußabdruck“ anderer Marktteilnehmer.

Footprint technische Analyse
Darstellung Footprint Chart

Der Footprint Chart liefert Dir eine ganze Reihe an Detailinformationen. So erkennst Du darüber das von den Marktteilnehmern zu jedem Preis gehandelte Volumen. Auf dieser Basis kannst Du das Verhalten anderer Marktteilnehmer analysieren und Rückschlüsse auf Deine eigene Handelsstrategie ziehen. Zudem bekommst Du über den Footprint Chart einen direkten Einblick in die Preisbildung von Finanzinstrumenten. Vor allem bei kleinen und illiquideren Aktien können bereits kleine Investments größere Kursbewegungen auslösen.

Der Footprint Chart ist eine Unterform der Candlesticks Formation und lässt sich in unterschiedlichen Formen darstellen. Die genaue Darstellung ist von der jeweiligen Volumen Trading Software abhängig.

Fazit zum Volumen Trading

Das Volumen Trading klingt in der Theorie sehr einfach, ist beim Einsatz in der Praxis aber mit einer gewissen Komplexität verbunden. Als Handelsmethode richtet es sich in erster Linie an Daytrader und sonstige Händler, die sehr kurzfristige Investmententscheidungen treffen. Darüber hinaus ist das Volumen Trading im Unterschied zu anderen technischen Methoden mit Kosten verbunden.

Übrigens: Falls Du Swing-Trader im Aktienbereich bist, sprich Positionen über mehrere Tage und Wochen hälst, dann kannst Du die meisten Volumen Daten auch kostenlos bei beispielsweise Tradingview erhalten. Die Plattform stellt die Volumen Daten nämlich leicht zeitverzögert kostenlos zur Verfügung – völlig ausreichend also für Swing-Trader. Nur Intraday Trader, welche auf Echtzeit-Daten angewiesen sind, müssen für das Volumen bezahlen.

Für Privatanleger mit einem geringeren Investmentbudget eignet sich das Volumen Trading somit nur bedingt. Nicht zuletzt ist das Volumen Trading auch mit einem erhöhten Zeiteinsatz verbunden, da Du Dich permanent mit Neuigkeiten über Märkte und Unternehmen auseinandersetzen musst. Unter dem Strich ist das Volumen Trading somit eher eine Handelsmethode für Anleger, die größere Summe und mehr Zeit in ihre Investmentaktivitäten investieren können.

Volumen Trading ist in der Theorie einfach, in der praktischen Anwendung jedoch nicht.

Es richtet sich in erster Linie an Daytrader mit kurzfristigen Investmententscheidungen.

Volumen Trading ist mit Kosten für die Software und den Datenfeed verbunden.

Es erfordert einen höheren Zeiteinsatz für die Analyse von Markt- und Unternehmensnews.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Volumen Trading

Für wen eignet sich das Volumen Trading?
+
Das Volumen Trading eignet sich vor allem für den Einsatz im Daytrading. Dementsprechend häufig nutzen Daytrader diese Handelsstrategie zur Generierung von Kauf- oder Verkaufssignalen bei ihren kurzfristigen Trades. Für eine langfristigen Investmentansatz ist Volumen Trading weniger sinnvoll, da der Aufwand zur Beobachtung des Trading Volumens über einen längeren Zeitraum zu hoch ist.
Ist das Volumen Trading seriös?
+
Wie bei allen anderen Handelsstrategien hast Du auch beim Volumen Trading keine Erfolgsgarantien für Deine Trades. Auch diese Handelstechnik gibt nur Hinweise auf Kurstrends, die Du im Rahmen Deiner persönlichen Strategie selbst einordnen musst. Unter dem Strich lässt sich Volumen Trading deshalb weder als „seriös“ noch als „unseriös“ bezeichnen.
Woher bekomme ich die Marktdaten für das Volumen Trading?
+
Die Marktdaten für das Volumen Trading kannst Du bei verschiedenen Anbietern kaufen. Zu den bekannteren Anbietern von Marktdaten zählen Rithmic, CGQ und TT. Alle Anbieter haben ihre Vor- und Nachteile und nicht alle Daten, die Du als Privathändler kaufen kannst, haben die gleiche Qualität. Vor der Entscheidung für eine Datenquelle solltest Du die einzelnen Marktdatenanbieter deshalb miteinander vergleichen.
Ist das Volumen Trading besser als CFD Trading?
+
Die Frage lässt sich in der gestellten Form nicht direkt beantworten, da Volumen Trading und CFD Trading nur bedingt miteinander vergleichbar sind. Im Volumen Trading kaufst und verkaufst Du Aktien oder Futures, die an Börsen gehandelt werden. CFDs (Differenzkontrakte) sind OTC-Derivate, die von einem Broker ausgegeben werden. Es gibt somit kein besser oder schlechter. Wichtig ist, dass Du Dir über den Einsatz der Finanzinstrumente bzw. Handelstechniken im Klaren bist.
Was ist das Volumen beim Traden?
+
Mit Volumen wird die gehandelte Stück- bzw. Kontraktzahl eines Finanzinstruments über einen bestimmten Zeitraum in der Vergangenheit bezeichnet. Das historische Volumen ist eines der am häufigsten eingesetzten Tools in der Charttechnik und Grundlage vieler Handelsstrategien.
Ist das Volumen Trading mit einem hohen Risiko verbunden?
+
Das Volumen Trading ist nicht mit einem einheitlichen Risiko verbunden. Je nachdem, auf welches Finanzinstrument Du diese Handelsmethode einsetzt, ist das Risiko höher oder niedriger. Besonders hoch ist das Risiko des Volumen Tradings beim Einsatz von Hebelprodukten wie Futures. Der Kurs von Futures kann extrem ausschlagen, was einen Totalverlust Deines eingesetzten Kapitals zur Folge haben kann.
Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

>75% Trefferquote

+6 Jahre Erfahrung

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.