Das Handelsvolumen im CFD Trading ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Das hat gute Gründe: CFDs sind für Privatanleger ein hervorragendes Mittel, schnell und einfach in eine Vielzahl von Wertpapieren aus fast allen Anlageklassen zu investieren.

Zudem handelt es sich bei CFDs um Hebelprodukte. Das bedeutet, dass Anleger bereits mit kleineren Kapitaleinsätzen größere Gewinne erzielen können.

Ein weiterer Vorteil von ist, dass Differenzkontrakte im Unterschied zu vielen anderen Derivaten kein Verfallsdatum haben. Doch die zahlreichen Vorteile erkaufen sich Anleger auch mit einem erhöhten Risiko, das bei der breiten Masse zum Verlust führt.

Viel Praxiserfahrung und ein gutes Risikomanagement sind erforderlich, um dauerhaft an den Märkten bestehen zu können. Wie das geht und welche Tools Du dafür brauchst, erfährst Du von mir in diesem Beitrag.

Was ist CFD Trading?

CFD ist die englische Abkürzung für den Begriff „Contract for Difference“, auf Deutsch „Differenzkontrakt“. Bei einem Differenzkontrakt handelt es sich um ein außerbörsliches Derivat, das auf Vermögenswerte verschiedenster Anlageklassen gehandelt werden kann, darunter Aktien, Anleihen, Indizes, Kryptowährungen, Rohstoffe und Währungen. Ein CFD bildet die Wertentwicklung eines bestimmten Basiswerts nach.

Kursentwicklung: Im Unterschied zum klassischen Direktinvestment in ein Wertpapier bringen Contracts for Difference eine Reihe von Vorteilen mit sich. Einer der größten Pluspunkte des CFD Tradings ist, dass Du damit sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse eines Wertpapiers setzen kannst.

Hebel: Darüber hinaus besitzen CFDs eine sogenannte „Hebelwirkung“. Das bedeutet, dass Du bereits mit einem kleineren Kapitaleinsatz größere Gewinne machen kannst. Nicht zuletzt haben Differenzkontrakte den Vorteil, dass sich damit das Risiko von anderen Handelspositionen absichern lässt.

CFD Long Traden in der XTB Plattform
Praxisbeispiel: CFD Long Traden

CFD Trading Vor- und Nachteile

Vorteile:

Überschaubare Kosten: Die Kosten für den CFD Handel sind sehr gering. Viele Broker verlangen für das CFD Trading keine zusätzlichen Gebühren. Für das Eröffnen und Schließen einer CFD Position musst Du lediglich den Spread bezahlen.

Einfache Zugänglichkeit: Aufgrund der Tatsache, dass es CFDs auf so viele verschiedene Basiswerte gibt, ist der CFD Handel effektiv 24 Stunden am Tag geöffnet.

Hebelwirkung: Für viele CFD Trader stellt die Hebelwirkung den entscheidenden Vorteil dar. Die Rendite aber auch der mögliche Verlust eines CFDs, sind dann deutlich höher.

Hohe Vielfalt: Ob Du nun auf die Kursentwicklung von Aktien, Anleihen, Indizes, Kryptowährungen, Rohstoffen oder Währungen setzen möchtest, mit CFDs ist es möglich.

Hedging ist möglich: Risiken mindern durch gleichzeitige Investition in gegenläufige Positionen.

Mehrere Positionen: Simultanes Handeln auf unterschiedlichen Zeitebenen möglich.

Klare Kostentransparenz: Direkte Einsicht in Gebühren und Spreads.

Vereinfachte Steuern: Automatische Abrechnung von Steuern bei Deutschen Anbietern.

Blitzschnelles Trading: Rasche Reaktionsmöglichkeiten auf Marktveränderungen.

Übersichtliche Chartanalyse: Plattformen bieten umfassende Werkzeuge für eine ausführliche Analyse.

Vielfältige Ordermöglichkeiten: Flexible Strategien können mit Stop-Loss, Take-Profit, Market- und Limitorders besser umgesetzt werden..

CFD Apps verfügbar: Handeln von überall und jederzeit dank Apps für mobiles CFD Trading.

Schutz der Kleinanleger: Regulatorischer Schutz für Kleinanleger im CFD Handel, bspw. durch die ESMA.

Weniger Leerverkaufsregeln: Im CFD Markt existieren Leerverkaufsregeln nicht. Grund ist, dass Du als Anleger den zugrundeliegenden Vermögenswert nicht besitzt. 

Nachteile:

Nur regulierte Broker sind sicher: Wie beim Handel mit anderen Derivaten, solltest Du auch beim CFD Trading darauf achten, einen regulierten Online Broker auszuwählen.

Margin Call: Positionen können automatisch über Margin Call geschlossen werden.

Übernachtfinanzierungskosten: Können besonders beim Aussitzen vieler Positionen teuer werden.

Vorsicht bei Auslands-Brokern: Ausländische Broker sind kompliziert reguliert.

Hohes Risiko: Das durch die Hebelwirkung erzeugte Risiko wird gerne von Anfängern unterschätzt. Sie sehen ausschließlich das deutlich erhöhte Gewinnpotenzial von CFDs und vergessen dabei, dass dieses durch ein genauso hohes Risiko „erkauft“ wird.

Verluste: Die meisten CFD Trader schreiben rote Zahlen und sind auf lange Sicht nicht profitabel.

Nicht für Anfänger: Du bist blutiger Anfänger? Dann lass bitte zunächst die Finger von CFDs.

Trading Richtungen Long und Short verstehen
Derivate Long und Short handeln

CFDs Derivate

Ein Differenzkontrakt gehört zu den Instrumenten der Derivate. Bei einem Derivat handelt es sich um ein Wertpapier, dessen Kurs sich vom Basiswert eines anderen Vermögenswertes ableitet.

CFDs werden heutzutage auf praktisch alle Anlageklassen ausgegeben. Als Anleger steht Dir mit Differenzkontrakten somit ein sehr breites Produktspektrum für Investitionen zur Verfügung.

Für das CFD Trading werden Basiswerte unter anderem aus folgenden Anlageklassen angeboten: Aktien, Aktienindizes, Edelmetalle, Futures, Kryptowährungen, Rohstoffe und Währungen.

Positionsgröße managen im Hebel-Trading Möglichkeiten
Positionsgröße beim CFD Hebel Trading managen

Hebelprodukte

Sehr häufig handelt es sich bei Derivaten um sogenannte „Hebelprodukte“.

Sie ermöglichen es Anlegern, mit einem deutlich geringeren Kapitaleinsatz Basiswerte zu handeln als bei einem Direktinvestment.

Der Gewinn (aber auch Verlust) wird bei einem Hebelprodukt um einen bestimmten Faktor „gehebelt“. Neben CFDs zählen beispielsweise auch Faktorzertifikate und Optionsscheine zu den Hebelprodukten.

Besondere Eigenschaften von Derivaten mit Hebelwirkung

Fallende & steigende Kurse: Im Unterschied zu einem Direktinvestment kannst Du mit einem Derivat nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse setzen.

Hohe Renditen sind möglich: Wenn sich der Kurs des Basiswerts in die gewünschte Richtung entwickelt, vervielfachst Du aufgrund der Hebelwirkung Deinen Gewinn.

Großes Verlustpotential: Sofern sich der Kurs des Basiswerts jedoch in die falsche Richtung bewegt, multiplizierst Du mit der Hebelwirkung auch Deinen Verlust.

Wie funktioniert der CFD Handel?

Beim CFD Trading können Anleger an den Kursbewegungen von Wertpapieren aus fast allen Anlageklassen partizipieren, ohne diese physisch kaufen oder verkaufen zu müssen. Im Gegensatz zu einem Direktinvestment in ein Wertpapier ist es mit CFDs möglich, sowohl auf steigende (Long CFDs) als auch auf fallende Kurse (Short CFD) zu setzen.

Zudem müssen Anleger im CFD Trading nur einen Bruchteil des für ein Direktinvestment erforderlichen Kapitals einsetzen. Möglich macht dies der sogenannte Hebel, der dafür sorgt, dass die Kursentwicklung eines Basiswerts mit einem bestimmten Faktor auf den CFD durchschlägt.

Kommission/Spread

Der Preis eines CFDs wird immer mit zwei Notierungen angegeben: Einem Kauf- und einem Verkaufspreis. Der Kaufpreis (oder Briefkurs) ist derjenige Preis, zu dem Du eine Long-Position eingehst (also mit einem CFD auf steigende Kurse setzt). Der Verkaufspreis (oder Geldkurs) ist derjenige Preis, zu dem Du eine Short-Position eröffnest (also mit einem CFD auf fallende Kurse setzt).

CFD Spread DAX in der XTB Ordermaske Trading
CFD Spread DAX in der XTB Ordermaske

Während der Kaufpreis immer leicht über dem aktuellen Kurswert liegt, ist der Verkaufspreis etwas niedriger. Die Differenz zwischen den beiden Kursen wird „Spread“ genannt.

Beim CFD Trading mit Aktien oder Aktienindizes werden hingegen keine Kauf- und Verkaufspreise (und somit auch kein Spread) angegeben, sondern eine Kommission berechnet. Diese Gebühr für den CFD Handel mit Aktien und Indizes unterscheidet sich von Broker zu Broker.

CFD Handelsgröße

CFDs werden in standardisierten Kontrakten (sogenannten „Lots“ gehandelt). Die Größe eines Kontraktes hängt vom dem CFD zugrundeliegenden Basiswert ab. In der Regel stimmt die Kontraktgröße eines CFDs mit der Größe überein, mit der der Basiswert am Markt gehandelt wird.

Damit ist das CFD Trading näher am klassischen Handel eines Wertpapiers als andere Derivate. Für Anleger sind CFDs demnach auch leichter verständlich als viele Derivate.

So wird Silber beispielsweise an Rohstoffbörsen zu 5.000 Feinunzen pro Lot gehandelt. Auch ein Silber-CFD bezieht sich somit auf eine Handelsgröße von 5.000 Feinunzen.

Bei Aktien-CFDs entspricht ein Kontrakt in der Regel einer Aktie. Wenn Du also 100 CFDs auf die Aktie des XYZ-Unternehmens kaufst, bildest Du damit den Kauf der gleichen Stückzahl an XYZ-Aktien nach.

Haltedauer

Hinsichtlich der Haltedauer unterscheiden sich CFDs wesentlich von vielen anderen Derivaten. Im Gegensatz zu Futures und Optionen, die ein fixes Verfallsdatum haben, hat ein CFD keine festgelegte Fälligkeit. Insofern ist die mögliche Haltedauer eines CFDs unbegrenzt.

Im Unterschied zu einem direkten Investment in den Basiswert musst Du für einen CFD Handel Gebühren bezahlen, sofern Du die Position nicht am Ende des Handelstages schließt.

Diese sogenannte „Übernachtgebühr“ (auch Swap genannt) spiegelt die Kosten Deines Brokers für die Bereitstellung von Kapital (für die Hebelwirkung) wider. Solche Gebühren fallen jedoch nicht bei allen CFDs an. Bei einem Forward-CFD sind sämtliche Finanzierungsgebühren bereits im Spread einkalkuliert.

Spread Relevanz sinkt je nach Trading-Stil Praxisdarstellung Trading
Spread Relevanz sinkt je nach Trading-Stil bzw. Haltedauer

Gewinn & Verlust

Die Gewinn- bzw. Verlustberechnung im CFD Trading ist sehr einfach und lässt sich am besten anhand eines Beispiels erklären:

Angenommen Du kaufst in Erwartung einer Kurssteigerung 200 Kontrakte (auf je eine Aktie) des XYZ-Unternehmens. Der Aktienkurs des XYZ-Unternehmens notiert bei 100 Euro. Der Handelswert Deiner Position beträgt somit 20.000 Euro.

Bei einem CFD Handel musst Du jedoch nicht das gesamte Kapital investieren, sondern lediglich eine Sicherheitsleistung (Margin) leisten. Angenommen sei eine Margin von 20 Prozent, also in Höhe von 4.000 Euro.

Wenn Du mit Deiner Einschätzung richtig liegst und der Aktienkurs des XYZ-Unternehmens steigt um zehn Prozent auf 120 Euro, würdest Du bei einem Verkauf einen Gewinn von 4.000 Euro machen. Der Gewinn wäre in absoluter Höhe beim CFD gleich hoch wie bei einem Direktinvestment in den Basiswert.

Doch die Rendite ist aufgrund der Hebelwirkung beim CFD deutlich höher. Du gewinnst in diesem Fall 4.000 Euro bei einem Investment von 4.000 Euro (also eine Rendite in Höhe von 100 Prozent). Bei einem Direktinvestment läge die Rendite lediglich bei 20 Prozent (4.000 Euro Gewinn bei einem Investment von 20.000 Euro)

Eigenschaften des CFD Handels

Auch für kleines Kapital: CFD Trading eignet sich auch für Anleger mit einem kleineren Handelsbudget. Aufgrund der Hebelwirkung eröffnen sich Kleinanleger bereits mit geringen Kapitaleinsätzen große Gewinnchancen. Bei vielen Brokern kannst Du bereits mit einem Guthaben von zehn Euro in das CFD Trading einsteigen.

Mit kostenlosem Online Broker handelbar: CFDs werden über Online Broker gehandelt. Die Auswahl an Brokern ist heutzutage sehr groß. Die einzelnen Broker unterscheiden sich jedoch in Bezug auf ihr Angebot an CFDs. Wenn Du CFDs aus bestimmten Anlageklassen oder auf spezielle Vermögenswerte handeln willst, solltest Du sicherstellen, dass der jeweilige Broker diese auch zum Handel anbietet.

Für steigende und fallende Kurse: Im Unterschied zu einem Direktinvestment in einen Basiswert, mit dem Du nur auf steigende Kurse setzen kannst, ermöglicht ein CFD, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse zu spekulieren. Mit einem Long-CFD gehst Du von einer Kurssteigerung des Basiswerts aus. Mit einem Short-CFD profitierst Du von einem Kursrückgang des Basiswerts.

Fast alle Vermögenswerte verfügbar: CFDs sind für nahezu alle Anlageklassen und Vermögenswerte der Welt verfügbar. Das Spektrum von CFDs reicht von Anleihen und Aktien über Forex und Kryptowährungen bis zu Edelmetallen und Rohstoffen. In Bezug auf die Vielfalt der Investmentmöglichkeiten übertreffen CFDs viele andere Derivate.

Höhere Gewinne dank Hebel im CFD Trading: Der für viele Trader größte Anreiz des CFD Tradings ist das hohe Gewinnpotenzial. Dank der Hebelwirkung vervielfacht sich die Auswirkung einer Kursbewegung des Basiswerts bei einem CFD. Je höher der gewählte Hebel, desto größer die Gewinnchance eines CFD Trades. So ermöglicht der CFD Handel bereits mit kleineren Kapitaleinsätzen hohe absolute Gewinne.

Risiko begrenzt: Das Risiko eines CFD Trades ist auf das eingesetzte Kapital beschränkt. Da vor einigen Jahren die sogenannte „Nachschusspflicht“ abgeschafft wurde, kannst Du maximal Deine Margin bei einem Trade verlieren.

Hohe Liquidität: Der CFD Markt ist generell sehr liquide. Vor allem bei beliebteren Vermögenswerten bzw. Anlageklassen ist die Liquidität hoch. Das bedeutet, dass Du als CFD Trader schnell und zu guten Kursen CFDs handeln kannst. Grundsätzlich gilt, je höher die Liquidität eines Vermögenswertes, umso geringer der Spread, den Du beim Kauf und Verkauf eines CFD bezahlen musst.

In der Regel kleine Kosten für CFDs: Die Kosten für den CFD Handel sind heutzutage bei den meisten Brokern sehr niedrig. Viele Broker verzichten auf Kommissionen im CFD Handel. Das bedeutet, dass Du lediglich den Spread, also die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs als Kosten hast. Die Höhe des Spreads hängt von der Liquidität und Volatilität des zugrunde liegenden Vermögenswerts ab. Falls Du eine CFD Position über Nacht oder übers Wochenende offenhältst, musst Du zusätzlich die Kosten für den Swap (die Übernachtfinanzierung) einkalkulieren.

Einfacher und schneller Zugriff auf die Märkte: Mit kaum einem anderen Finanzinstrument genießt Du einen so schnellen und einfachen Zugriff auf eine große Bandbreite an Märkten. CFDs werden auf alle Anlageklassen begeben, von Aktien und Indizes über Forex und Kryptowährungen bis zu Rohstoffen und Edelmetallen. Bei manchen Brokern kannst Du mit CFDs eine fünfstellige Zahl an Vermögenswerten handeln.

Margin-Anforderung beim CFD Trading

Du solltest beachten, dass je geringer die Margin-Anforderung Deines Brokers für einen CFD Trade ist, desto höher fällt die Hebelwirkung aus.

Kleine Kursbewegungen: Bei bestimmten Vermögenswerten mit nur sehr kleinen Kursbewegungen ist ein hoher Hebel notwendig, um höhere (absolute) Gewinne zu erzielen.

Daytrading: Vor allem für Daytrader, die sehr geringe Kursunterschiede bei Trades ausnutzen, sind hohe Hebel eine wichtige Erfolgsgrundlage.

Was kann ich beim CFD Trading handeln?

Im Rahmen des CFD Tradings kannst Du in nahezu alle Anlageklassen und Märkte der Welt investieren. Dazu zählen beispielsweise Aktien, ETFs, Forex (Währungspaare), Indizes, Kryptowährungen, Rohstoffe und Staatsanleihen.

Mit CFDs kannst Du in Bezug auf alle Basiswerte auf steigende oder fallende Kurse setzen. Damit bietet Dir der CFD Handel fast unbegrenzte Möglichkeiten für Deine Investments.

Aktien CFDs: Besonders Aktien CFDs sind der Klassiker unter den Contracts for Difference. Sie eignen sich nicht nur zum Daytrading, sondern auch für das langfristige Halten, wenn Du auf eine größere Kursbewegung nach oben oder unten spekulierst. Zudem kannst Du Aktien CFDs nutzen, um eine bestehende Aktien-Position abzusichern. Neben Einzelaktien werden auch CFDs auf Indizes angeboten. Mit einem CFD auf einen breiteren Index reduzierst Du Dein Risiko gegenüber einer Einzelaktie.

Aktien Indizes CFDs: CFDs auf Aktienindizes gehören zu beliebtesten CFD Arten. Mit Aktienindizes CFDs kannst Du auf steigende und fallende Kurse von allen wichtigen Börsenbarometern der Welt setzen. Aktienindizes CFDs zeichnen sich durch eine besonders hohe Liquidität und günstige Handelsgebühren aus.

Forex CFDs: Der Forex-Markt ist der größte und liquideste aller Finanzmärkte. Jeden Tag werden Währungen im Volumen von über sieben Billionen US-Dollar an den internationalen Devisenmärkten gehandelt. Mit Forex CFDs hast Du die Möglichkeit, auf den Kursverlauf aller wichtigen Weltwährungen, wie dem US-Dollar, dem Euro, dem Yen, dem britischen Pfund und dem Schweizer Franken zu spekulieren. Zudem stehen Dir auch CFDs auf zahlreiche weniger bekannte Währungen zur Auswahl.

Rohstoff CFDs: Auch Rohstoff CFDs erfreuen sich unter Tradern großer Beliebtheit. Mit einem CFD auf Öl, Gold, Silber, Lithium oder Weizen kannst Du auf die Preisentwicklung vieler wichtiger Rohstoffe der Welt setzen. Da viele Rohstoffe sehr schnell auf geopolitische Entwicklungen reagieren, lassen sich mit Rohstoff CFDs besonders hohe Gewinne einfahren. Neben den genannten CFDs auf bedeutende Rohstoffe bieten viele Broker auch ein breites Spektrum an CFDs auf sekundäre Rohstoffe an.

Kryptowährungen CFDs: Keine Anlageklasse hat in den vergangenen Jahren eine so rasante Entwicklung durchgemacht wie Kryptowährungen. Mit einigen Kryptowährungen konnten Anleger über mehrere Jahre astronomische Renditen erzielen. Doch in den letzten Monaten gerieten die Kurse vieler digitaler Währungen massiv unter Druck. Mit keiner anderen Anlageklasse können Anleger folglich so hohe Gewinne (aber auch Verluste) erzielen wie mit Kryptowährungen. Ihre Volatilität sorgt in Verbindung mit der Hebelwirkung von CFDs für ein extrem hohes Gewinn- und Verlustpotenzial. CFDs auf Kryptowährungen zählen somit zu den gewinnträchtigsten, aber auch riskantesten Investments überhaupt.

CFD Trading in 5 Schritten

#1 CFD Broker auswählen

Der erste Schritt beim Einstieg in den CFD Handel ist die Auswahl eines Online Brokers. Dabei hast Du heutzutage die Qual der Wahl aus Dutzenden Anbietern, die sich in vielen Aspekten voneinander unterscheiden.

Falls Du Dich auf das CFD Trading fokussieren willst, solltest Du das CFD Angebot des Brokers als erstes Auswahlkriterium heranziehen. Nicht alle Broker bieten CFDs auf alle Anlageklassen an. Große Online Broker haben in der Regel ein recht umfassendes CFD Angebot. Überdies gibt es auf dem Markt einige spezialisierte CFD Broker.

XTB Live Konto Benutzeroberfläche
Mein Lieblings-Broker: XTB Live Konto Benutzeroberfläche

Neben dem CFD Angebot spielen auch die Handelsgebühren eine wichtige Rolle bei der Auswahl des Brokers. Vor allem wenn Du vorhast, sehr viele Trades zu platzieren (bspw. als Daytrader), solltest Du die Handelskosten der einzelnen Broker genauer unter die Lupe nehmen. 

Beginne mit einer ausführlichen Recherche, um die Auswahl auf Broker einzugrenzen, die Deinen Anforderungen gerecht werden. Achte hierbei unbedingt auf die folgenden Punkte:

Regulierung und Lizenz: Überprüfe zunächst, ob der Broker Deiner Wahl von einer angesehenen Finanzaufsichtsbehörde reguliert wird.

Gebührenstruktur und Transparenz: Besonders wichtig ist die Transparenz bezüglich Spreads, Kommissionen und Finanzierungskosten, damit die Gebühren am Ende nicht Deine Gewinne auffressen.

Sicherheit und Risikomanagement: Ein seriöser Broker sollte Sicherheitsmaßnahmen für Kundengelder (Sicherungseinlage) implementieren und effektive Risikomanagement-Tools anbieten, wie beispielsweise garantierte Stop-Loss-Orders.

Verfügbare Assets: Überprüfe, welche Finanzinstrumente und Märkte der Broker anbietet. Eine breite Palette an verfügbaren Assets ermöglicht eine bessere Diversifikation der CFD Handelsportfolios.

Demokonto: Ein kostenloses Demokonto ist für Anfänger eine unbedingt notwendige Grundvoraussetzung, um die Handelsplattform und CFD Strategien risikofrei zu testen. Auch als erfahrener Trader nutze ich das CFD Demokonto gerne, um neue Strategien zu entwickeln.

Benutzerfreundliche Plattform: Eine gut gestaltete Plattform erleichtert die Navigation und Ausführung von Trades.

Analysewerkzeuge: Eine Vielzahl von Analysewerkzeugen wie Charts, technische Indikatoren und Nachrichtenfeeds unterstützen dich dabei, richtig handeln zu können.

CFD Hebel: Achte unbedingt darauf, welchen Hebel der Broker anbietet und ob er Deinen Handelszielen und Risikotoleranzen entspricht. Ein zu hoher Hebel ist nicht empfehlenswert.

Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten: Ein wichtiger Punkt ist, dass der Broker verschiedene sichere und zuverlässige Ein- und Auszahlungsmethoden anbietet, die Deinen Bedürfnissen entsprechen. Recherchiere in diesem Zusammenhang auch, ob zusätzliche Kosten bei Auszahlungen entstehen und ob es eine Mindesteinzahlung gibt.

Support: Ein guter Kundenservice ist wichtig. Achte auf die Erreichbarkeit des Supports und darauf, wie kompetent und hilfreich sie bei Deinen Anliegen sind. Das kannst Du natürlich zunächst nur über Erfahrungsberichte anderer Trader herausfinden.

Schnelle und zuverlässige Ausführung: Die schnelle und zuverlässige Ausführung von Trades im CFD-Handel ist entscheidend, um Marktchancen besser zu nutzen, Slippage zu vermeiden und effektives Risikomanagement betreiben zu können. Sie ermöglicht die Umsetzung von Handelsstrategien, stärkt das Kundenvertrauen und verschafft einen Wettbewerbsvorteil.

Handelszeiten: Schau auf die Handelszeiten des Brokers und ob sie mit Deinen eigenen Handelszeiten und den Märkten, die Du handeln möchtest übereinstimmen

Margin-Anforderungen: Eine niedrige Marginanforderung erlaubt es, mit einem geringeren Kapital auch größere Positionen zu kontrollieren, das birgt jedoch auch höhere Risiken.

#2 CFD Konto eröffnen

Nachdem Du Dich für einen Broker entschieden hast, musst Du bei diesem ein Konto eröffnen. Die Kontoeröffnung ist bei fast allen Brokern eine Sache von nur wenigen Minuten.

Für die Erstellung vom Trading Konto musst Du eine gültige E-Mailadresse, eine korrekte Telefonnummer sowie einige persönliche Daten angeben. Zur Verifizierung Deiner Person musst Du dem Broker ein Ausweisdokument mit Foto vorweisen. Viele Broker nutzen zur Verifizierung das sogenannte „VideoIdent-Verfahren“. 

XTB Demokonto Benutzeroberfläche
XTB Demokonto Benutzeroberfläche

Seriöse Broker bieten Ihren Kunden ein kostenloses CFD Trading Demokonto an. Auf einem Demokonto kannst Du den Echtgeldhandel mit einem virtuellen Guthaben simulieren. Ein Demokonto ist somit der perfekte, völlig risikolose Einstieg in das CFD Trading. Es hilft Dir, die Handelsplattform Deines Brokers kennenzulernen und Deine CFD Handelsstrategie in der Praxis zu testen.

Um Dein Konto für den ersten CFD Trade vorzubereiten, musst Du nur noch Geld auf Deinem Account einzahlen. Alle seriösen Broker akzeptieren Geldüberweisungen über zahlreiche Methoden, wie beispielsweise SOFORT, Kreditkarte oder PayPal.

#3 Analysemöglichkeiten nutzen und CFD Strategie entwickeln

Um Erfolg im CFD Trading zu haben, solltest Du alle bei Deinem Broker verfügbaren Analysemöglichkeiten nutzen. Gute Broker bieten heutzutage ein großes Spektrum an Tools zur technischen Analyse von Vermögenswerten an. So kannst Du in der Chartanalyse zahlreiche Tools einsetzen, um Trends, Unterstützungen, Widerstände und Handelsvolumina zu identifizieren.

Auch Werkzeuge wie gleitende Durchschnitte und Bollinger Bänder können Dir dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers zu finden.

Viele Broker stellen ihren Kunden neben Tools zur technischen Analyse auch umfassende Fundamentaldaten zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise die Finanzdaten von Unternehmen, Wirtschaftsnachrichten und Unternehmensmitteilungen.

Vor dem Einstieg in das CFD Trading mit Echtgeld ist es erforderlich, dass Du Dir eine Handelsstrategie zurechtlegst. Erforsche Charts, verwende technische Indikatoren und beachte wirtschaftliche Nachrichten, um wirklich fundierte Handelsentscheidungen treffen zu können.

Anfängern empfehle ich, dass sie sich auf 2 bis 3 der folgenden 5 Charting-Tools konzentrieren:

Liniendiagramme: Diese sind die grundlegendsten und zeigen den Verlauf des Kurses über einen bestimmten Zeitraum als Linie. Sie sind einfach zu verstehen und zeigen die allgemeine Kursentwicklung.

Candlestick-Charts: Sie zeigen den Eröffnungs-, Schluss-, Höchst- und Tiefstkurs eines bestimmten Zeitraums. Candlesticks visualisieren die Marktstimmung und bieten Informationen über Volatilität und Trend.

Balkencharts: Ähnlich wie Candlesticks, zeigen aber nur Balken, die den Eröffnungs- und Schlusskurs sowie die Höchst- und Tiefstkurse darstellen. Sie sind etwas simpler als Candlesticks und bieten dennoch wichtige Informationen über Kursbewegungen.

Moving Averages (Gleitende Durchschnitte): Diese zeigen den durchschnittlichen Kurs über einen bestimmten Zeitraum. Sie glätten Kursschwankungen und helfen, Trends zu identifizieren.

Bollinger Bänder: Diese bestehen aus drei Linien – einer Mittellinie, die den gleitenden Durchschnitt darstellt, und zwei Bändern, die die Volatilität des Kurses anzeigen. Sie helfen, potenzielle Wendepunkte im Markt zu erkennen.

Diese Tools bieten einen guten Einstieg in die Chartanalyse für Anfänger, um Kursbewegungen zu verstehen und Handelsentscheidungen zu treffen.

Gleitdurchschnitt
Beispiel für Gleitdurchschnitt

Entwickle Deine ganz persönliche Strategie, die zu deinem Risikoprofil, deinen Zielen und deinem Handelsstil passt. Teste Deine CFD Strategie auf einem Demokonto, bevor du echtes Geld investierst. Das Üben auf einem Demokonto hilft Dir, Deine Strategie noch einmal zu verfeinern und später Fehler im Echtgelddepot zu minimieren.

#4 CFD Risikomanagementstrategie festlegen

Bevor Du anfängst zu handeln, setze klare Regeln für Deine Risikotoleranz, Positionsgrößen und Stop-Loss-Level fest. Risikomanagement dient dazu, Dein Kapital zu schützen und unerwartete Verluste zu begrenzen. Vermeide unbedingt, emotional zu handeln, und bleib diszipliniert in der Umsetzung Deiner Strategie, auch wenn der Markt mal besonders volatil wird.

Bestimmung der Risikotoleranz: Definiere, wie viel Risiko Du bereit bist einzugehen. Das ist individuell und hängt von deinem Kapital, Deiner Erfahrung und Deinen finanziellen Zielen ab.

Festlegung der Positionsgrößen: Eine häufige Regel ist, nicht mehr als 1-2% deines Gesamtkapitals in einer einzelnen Position zu riskieren. Ich persönlich handle meist mit Positionsgrößen unter 1%, was ich Dir auch beim CFD Trading empfehlen kann.

Verwendung von Stop-Loss-Orders: Die Setze Stop-Loss-Orders sind sehr wichtig, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Platziere diese Orders auf Basis Deiner Risikotoleranz und der Volatilität des Marktes.

Diversifikation: Streue Dein Risiko, indem Du nicht Dein gesamtes Kapital in eine einzelne Position investierst. Die Diversifikation hilft Dir dabei, Verluste in einer bestimmten Position abzufedern.

CFD Hebel wählen: Wenn Du Einsteiger bist, solltest Du nur sehr niedrige Hebel bis 1:5 nutzen und damit zunächst 1 bis 2 Jahre Praxiserfahrung im Demokonto sammeln. Volatile Märkte können die Auswirkungen des Hebels verstärken. In ruhigen Märkten kann ein höherer Hebel angewendet werden, während in volatilen Zeiten ein geringerer Hebel möglicherweise angebracht ist.

Regelmäßige Überprüfung und Anpassung: Überprüfe regelmäßig deine Risikomanagementstrategie und passe sie an, wenn sich deine Handelserfahrung oder Marktbedingungen ändern. Flexibilität ist wichtig, um sich an neue Gegebenheiten anzupassen.

Psychologische Auswirkungen: Ein hoher CFD Hebel kann zu starken emotionalen Reaktionen führen, da er Verluste und Gewinne natürlich verstärkt. Emotionskontrolle ist deshalb ein besonders wichtiger Bestandteil vom Risikomanagement im CFD Trading.

#5 CFD Position eröffnen

Die Positionseröffnung für einen CFD Trade funktioniert bei jedem Online Broker ähnlich, da es sich immer um das gleiche Finanzinstrument handelt. Zur Eröffnung einer Position musst Du Dich für einen Basiswert, wie beispielsweise eine Aktie, einen ETF, eine Kryptowährung, einen Rohstoff oder ein Währungspaar entscheiden.

Je nach gewähltem Basiswert ergibt sich ein unterschiedlicher Kontraktwert und eine individuelle Margin. Wie hoch die Kontraktwerte und Margin-Anforderungen bei einzelnen Anlageklassen bzw. Basiswerten sind, kannst Du auf der Website Deines Brokers nachlesen.

Short Position eröffnen in XTB
Short Position eröffnen in XTB

#6 Limits/Stop-Loss setzen

Aufgrund des hohen Gewinn- aber auch Verlustpotenzials von CFDs darfst Du beim CFD Trading nicht darauf verzichten, Limits und Stop Losses zu setzen. Sie sind die wichtigste Grundlage eines funktionierenden Risikomanagementsystems.

Mit einem Limit-Auftrag eröffnest oder schließt Du einen CFD Handel zu einem von Dir festgelegten Kurs, der besser ist als der aktuelle. Deine Order wird somit nur ausgeführt, wenn der Marktpreis den gewünschten Einstiegskurs oder einen besseren Kurs erreicht. Auch eine Take-Profit-Order zählt zu den Limit-Orders. Damit definierst Du ein Kursniveau, bei dem eine Position automatisch geschlossen wird.

Eine Stop-Order platzierst Du hingegen, um einen Trade zu einem ungünstigeren Kurs als den aktuellen auszuführen. So dient eine Stop-Loss-Order beispielsweise dazu, eine Art Sicherheitsnetz für einen Trade zu spannen. Mit einem Stop Loss legst Du ein Kursniveau fest, bei dem Du Deine Verluste begrenzen willst.

Stop-Loss und Take-Profit berechnen mit CRV
Beispiel: Stop-Loss und Take-Profit berechnen

#7 Marktüberwachung

Halte den Markt kontinuierlich im Auge. Verfolge Wirtschaftsnachrichten, Marktanalysen und technische Signale, um schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Bleibe flexibel und passe Deine Strategie an die sich ändernden Marktbedingungen an. Eine ständige Überwachung ermöglicht es Dir, rechtzeitig auf neue Informationen zu reagieren und Deine Positionen entsprechend anzupassen.

#8 Rechtzeitig aus dem CFD Trade aussteigen

Die Handelsplattform deines Brokers bietet die Möglichkeit, eine Position zu schließen. Gehe auf die Plattform, finde die offene Position, wähle „Schließen“ oder „Order schließen“ und bestätige die Aktion. Achte darauf, dass Du die richtige Position schließt und überprüfe nochmals Deine Gründe für den Ausstieg.

Der Ausstieg aus einer Position erfordert Sorgfalt und Überlegung. Es gibt keine perfekte Methode, aber die Kombination verschiedener Ansätze kann dazu beitragen, das Risiko für Verluste zu minimieren und auf lange Sicht profitabel zu werden.

Es gibt verschiedene Punkte auf die Du achten musst, um den optimalen Ausstiegspunkt für Deine CFD Position zu bestimmen:

Stop-Loss und Take-Profit-Orders: Diese Orders können dafür sorgen, dass Du automatisch aus einer Position auszusteigst. Der Stop-Loss definiert den Punkt, an dem Du bereit bist, Verluste zu akzeptieren, und die Take-Profit-Order gibt Dir die Chance, Gewinne zu sichern.

Technische Indikatoren: Verwende Indikatoren wie gleitende Durchschnitte, Unterstützungs- und Widerstandszonen oder Trendlinien, um potenzielle Ausstiegspunkte zu identifizieren. Ein Bruch einer wichtigen Unterstützungszone könnte beispielsweise ein Signal für einen Ausstieg sein.

News und Ereignisse: Achte auf Nachrichten und Wirtschaftsereignisse, die den Markt beeinflussen könnten. Manchmal können unerwartete Nachrichten zu sehr starken Kursänderungen führen. In solchen Fällen kann ein vorzeitiger Ausstieg unbedingt notwendig sein, um Verluste zu begrenzen.

Emotionale Kontrolle: Halte Dich an Deine vordefinierten Ausstiegsstrategien und lasse Dich nicht von Emotionen leiten. Manchmal kann der Markt volatil sein und dazu verleiten, impulsiv aus einer Position auszusteigen.

Wie sicher ist der CFD Handel?

Der Handel mit CFDs ist grundsätzlich sehr sicher. Die wichtigste Voraussetzung in Sachen Sicherheit ist, dass Du Dein CFD Trading über einen seriösen Online Broker betreibst. Bei ihm ist gewährleistet, dass Deine Trades schnell, sicher und zu vernünftigen Konditionen abgewickelt werden. Zudem steht Dir ein Kundenservice bei Fragen und Problemen zur Seite.

Einen seriösen Broker erkennst Du in erster Linie daran, dass er durch eine namhafte Finanzaufsichtsbehörde reguliert wird. Dazu gehören beispielsweise die BaFin in Deutschland und die FCA in Großbritannien. Viele Broker werden gleich durch mehrere Aufsichtsbehörden weltweit reguliert.

Weitere Qualitätskriterien eines Brokers sind eine hohe Kundenanzahl, gute Kundenrezensionen, transparente Gebühren, eine informative Website und ein rund um die Uhr erreichbarer Kundendienst. Zudem informiert Dich ein seriöser Broker über die besonderen Risiken von CFD Trades.

CFD Trading Kosten

Kommission: Häufig gehandelte CFDs werden von vielen Online Brokern heutzutage ohne Kommissionen angeboten. Beim Handel mit Aktien und ETF CFDs kommen in der Regel Kommissionen zum Ansatz. Das Kommissionsmodell unterscheidet sich von Broker zu Broker. Wenn Du häufig CFDs auf Aktien oder ETFs handelst, solltest Du deshalb die Kommissionen Deines Brokers im Detail kennen.

Spreads: Der Spread ist bei den meisten CFDs die wichtigste Kostenposition. Er bezeichnet die Differenz zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufskurs eines CFDs. Je weiter der Spread, umso mehr Rendite büßt Du mit Deinem Trade ein. Dem Spread solltest Du deshalb große Aufmerksamkeit schenken.

Swaps: Unter Swaps werden Haltekosten verstanden, die entstehen, wenn Du einen CFD Trade über Nacht oder übers Wochenende offenhältst. Für das Offenhalten eines CFD Trades über das Wochenende fällt folglich ein dreifacher Swap an. Swaps sind Finanzierungskosten für Deinen Broker, der Dir einen Kreditbetrag für die Hebelung eines CFD Handels zur Verfügung stellt.

Deine Margin: Unter der Margin wird die von Dir geforderte Eigenleistung für die Eröffnung einer CFD Position bezeichnet. Die Höhe der Margin ist sowohl vom Handelsvolumen als auch vom Hebel abhängig. Ein Beispiel dazu: Ein Lot (ohne Hebel) entspricht im Forex Trading 100.000 Währungseinheiten. Durch die Auswahl eines Hebels von 50 reduzierst Du die Eigenleistung (Margin) auf 2.000 Einheiten. Dementsprechend sorgt eine niedrige Margin für ein deutlich erhöhtes Gewinn- aber auch Verlustpotenzial.

6 wichtige Tipps für erfolgreiches CFD Trading

Erfolgreiches CFD Trading ist weder ein Selbstläufer noch eine Frage des Glücks. Ein Großteil der Privatanleger verliert mit dem CFD Handel Geld. Damit Dir das nicht passiert, solltest Du Dir unbedingt die nachfolgenden Tipps zu Herzen nehmen. Sie sind zwar keine Garantie, dass Du Erfolg im CFD Trading haben wirst, können aber die Wahrscheinlichkeit von Verlusten reduzieren.

#1 Bereite Deine CFD Positionseröffnung gut vor

Den größten Fehler, den Du beim CFD Trading begehen kannst, ist, eine Position unvorbereitet zu eröffnen. Vor allem Anfänger stürzen sich nicht selten voller Begeisterung in ihre ersten CFD Trades und merken nach den ersten Verlusten, dass sie das CFD Trading noch lernen müssen.

Der wichtigste Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Anpassung der Positionsgröße an das eigene CFD Konto. Wie beim Handel mit anderen Wertpapieren solltest Du auch beim CFD Trading niemals alles oder einen zu großen Anteil auf eine Karte setzen.

Aufgrund des deutlich erhöhten Risikos im CFD Handel ist es besser, kleinere Beträge für Trades zu verwenden als bei anderen Anlageklassen.

Sollten Deine Trades nicht den gewünschten Erfolg bringen, ist der Verlust bei kleineren Beträgen leichter verkraftbar. Zudem kannst Du mit kleineren Beträgen besser Deine Handelsstrategie testen. Eine große Hilfe bei der Vorbereitung eines CFD Trades sind Positionsgrößenrechner. Sie sind auf vielen Websites frei verfügbar.

#2 Kontrolliere den CFD Hebel und beachte seine Wirkung

Die Hebelwirkung ist der entscheidende Faktor für die Gewinne und Verluste im CFD Handel. Viele CFD Trader, die erste Gewinne gemacht haben, können nicht der Versuchung widerstehen, ihre nächsten Trades stärker zu hebeln.

Ein verständliches Verlangen, das jedoch immer mit einer Vervielfachung des Risikos einhergeht. Nichts ist ärgerlicher als anfängliche Gewinne durch eine zu schnelle Erhöhung des Hebels wieder zu verlieren.

Vor allem Anfängern sei geraten, zuerst kleine Brötchen zu backen und mit einer niedrigeren Hebelwirkung in den Handel einzusteigen. Beim Einstieg in das CFD Trading solltest Du niemals mehr als die dreifache Höhe des Kontos gehebelt werden.

Erst wenn Du mit der Zeit mehr Sicherheit im CFD Handel gewinnst und Deine Handelsstrategie immer ausgefeilter wird, kannst Du die Hebelwirkung langsam steigern.

#3 Schätze das CFD Risiko richtig ein

Differenzkontrakte gehören zu den Finanzprodukten mit einem erhöhten Risiko. Aufgrund der Hebelwirkung kann die von Dir geleistete Margin im Fall einer unvorteilhaften Kursbewegung schnell aufgebraucht sein.

Zwar gibt es keine Nachschusspflicht mehr, weshalb Dein Konto beim CFD Trading nicht mehr in den negativen Bereich rutschen kann. Aber je nach gewähltem CFD und Hebel kann Dein Geld bereits bei sehr geringen Kursänderungen verloren sein.

Anleger, denen so ein Risiko schlaflose Nächte bereitet, sollten besser die Finger vom CFD Trading lassen. Anleger mit einer höheren Risikoaffinität müssen im CFD Handel lernen, das Risiko richtig einzuschätzen. Zudem sollte niemand mit CFDs handeln, ohne zuvor ein Risikomanagementsystem etabliert zu haben.

#4 Nutze den Stop Loss bei der CFD Strategie

Ein Stop Loss ist bei fast allen Wertpapieren ein sehr wichtiger Faktor, um das Risiko zu begrenzen. Beim hohen Risiko von gehebelten CFD Trades darf ein Stop Loss deshalb niemals fehlen, und zwar aus zwei Gründen:

Erstens verliert kein Trader gerne Geld. Gerät ein Trade ins Minus, reden sich viele Trader die Lage schön und rechnen damit, dass sich der Kurs zukünftig wieder in die richtige Richtung bewegt. In vielen Fällen stellt sich das als fataler Irrtum heraus. Mit einem Stop Loss nimmst Du diese menschliche Gefühlskomponente aus dem Spiel. Wird der Stop Loss Kurs erreicht, stellt der Broker Deine Position glatt.

Zweitens hast Du damit den Vorteil, dass Du im Voraus Deinen maximalen Verlust bei einem Trade kennst. Im Rahmen Deiner Risikomanagementstrategie kannst Du somit im Vorfeld festlegen, welche möglichen Verluste Du bei Deinen einzelnen Trades akzeptieren willst.

Stop Loss richtig setzen im Daytrading
CFD Trading nur mit Stop Loss

#5 Führe ein CFD Trading Journal

Ein CFD Trading Journal ist eine Art Tagebuch, in dem Du alle wichtigen Informationen rund um Deine Trades festhältst. Ein derartiges Journal ist eine der wichtigsten Grundlagen, Dich mit der Zeit zu einem besseren Trader zu machen.

Notiere in Deinem Trading Journal alle Details Deiner CFD Trades, wie beispielsweise das gehandelte Produkt, den Markt, den Zeitraum, den Ein- und Ausstiegskurs, die Margin, den Hebel und den Gewinn oder Verlust. Neben diesen objektiven Infos solltest Du auch hineinschreiben, was Dich zu einem bestimmten Trade motivierte (z.B. eine Nachrichtenmeldung oder eine technische Analyse).

Trading Tagebuch Aufbau
Trading Tagebuch Aufbau

Durch die regelmäßige Auswertung Deines Trading Tagebuchs wirst Du bestimmte Muster erkennen und bestenfalls wiederkehrende Fehler identifizieren. Das Führen eines Journals ist zwar mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden. Es ist aber eine der besten Methoden, Deine Trading Strategie kontinuierlich zu verbessern.

#6 Vermeide falsche Handelszeiten

Wie zuvor dargestellt, kommst Du bei vielen CFD Arten in den Genuss sehr langer Handelszeiten. Doch nicht zu jeder Zeit ist das Handelsvolumen gleich groß. Bei den meisten Märkten ist das Handelsvolumen zu den offiziellen Handelszeiten einer Börse höher. Das bedeutet, dass Du zu diesen Börsenöffnungszeiten grundsätzlich höhere Gewinne im CFD Trading machen kannst.

Abschließende Worte zum CFD Trading

CFDs stellen für Privatanleger eine hervorragende Möglichkeit dar, schnell und einfach an den Kapitalmärkten teilzunehmen. Beim CFD Trading vereint sich eine Vielzahl an Vorteilen, welche die Differenzkontrakte insbesondere für Privatanleger mit einem kleineren Handelsbudget und einem größeren Risikoappetit zu exzellenten Finanzinstrumenten machen.

CFDs werden auf Abertausende Vermögenswerte in allen Anlageklassen angeboten. Zudem kannst Du mit CFDs nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse setzen. Die Kombination dieser beiden Eigenschaften macht aus CFDs eines der vielseitigsten Finanzinstrumente überhaupt. 

Ebenfalls sehr vorteilhaft für Privatanleger ist die Tatsache, dass sich CFDs bereits mit Kleinstbeträgen handeln lassen. Aufgrund ihrer Hebelwirkung können Anleger jedoch auch mit kleineren Kapitaleinsätzen gute Gewinne machen. Hinzu kommt, dass CFDs kein Verfallsdatum haben, weshalb sie sich auf für eine längerfristige Kapitalanlage eignen.

Trotz dieser langen Liste an Vorteilen sollten Anleger nicht vergessen, dass der CFD Handel große Risiken birgt. Die Gefahr, seinen gesamten Kapitaleinsatz bei einem CFD Trade zu verlieren, ist deutlich größer als bei anderen Finanzprodukten.

Statistiken belegen, dass ein Großteil der Privatanleger mit dem CFD Trading Geld verliert. Um Erfolg mit CFDs zu haben, musst Du das CFD Trading von Grund auf lernen und alle Besonderheiten dieses Finanzinstruments im Detail verstehen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum CFD Trading

Was ist ein CFD?
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Ein CFD ist ein Contract For Differenz (Differenzkontrakt). Bei einem CFD handelt es sich um ein außerbörsliches Derivat, das von Brokern und anderen Liquiditätsgebern angeboten wird. Ein Differenzkontrakt bildet die Wertentwicklung eines zugrunde liegenden Basiswerts ab. CFDs werden auf zahllose Wertpapiere aus unterschiedlichen Anlageklassen angeboten, darunter Aktien, Anleihen, Forex, Kryptowährungen und Rohstoffe. Im Unterschied zu vielen anderen Derivaten haben Differenzkontrakte kein Verfallsdatum. Zudem profitieren Anleger bei CFDs aufgrund der Hebelwirkung von hohen Gewinnchancen.
Wie funktioniert ein CFD Trade?
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Ein CFD Trade funktioniert im Großen und Ganzen ähnlich wie der Kauf eines Basiswerts. Du suchst Dir ein Wertpapier auf Grundlage Deiner Trading Strategie aus und definierst Limits bzw. Stop Losses für Deinen Kauf oder Verkauf. Der wesentliche Unterschied zwischen einem CFD Handel und dem Kauf des Basiswerts ist, dass Du bei einem CFD Trade nicht den gesamten Kaufpreis entrichten musst, sondern nur einen Bruchteil (die sogenannte „Margin“).
Ist der CFD Handel seriös?
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Ja, der CFD Handel ist seriös. CFDs sind durch die European Securities and Markets Authority (ESMA) regulierte Finanzinstrumente. Seit 2018 müssen sich Online Broker, die das CFD Trading anbieten, an zahlreiche Vorgaben der ESMA halten. So gelten beispielsweise für Privatanleger Obergrenzen in Bezug auf den Hebel in bestimmten Anlageklassen. Zudem werden seriöse CFD Broker selbst durch eine namhafte Finanzaufsichtsbehörde, wie die deutsche BaFin oder die britische FCA, reguliert.
Ist CFD-Trading ohne Hebel möglich?
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Das CFD Trading ohne Hebel wird von vielen Online Brokern angeboten, ist grundsätzlich aber nicht sinnvoll. Die Kosten für einen CFD Trade ohne Hebel sind oftmals höher als bei einem direkten Handel des Basiswerts.
Wie viel Geld braucht man für das CFD Trading?
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Ein Einstieg in das CFD Trading ist bereits mit einem sehr geringen Startkapital möglich. Aufgrund der Margin können CFD Positionen schon mit sehr kleinen Geldbeträgen eröffnet werden. Bei einigen Brokern kann bereits ab einem Kontostand von zehn Euro mit dem Handeln begonnen werden. Ein so geringes Handelsbudget ist jedoch nicht empfehlenswert, da Trader davon ausgehen müssen, dass sie auch Verluste mit einzelnen CFD Trades machen.
Worin besteht der Unterschied zwischen CFDs und Futures?
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Der Hauptunterschied zwischen CFDs und Futures ist, dass Futures einen Verfallstermin haben und CFDs nicht. Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Finanzprodukten ist der Markt. Während Futures an Börsen gehandelt werden, sind CFDs außerbörsliche Geschäfte zwischen einem Anleger und einem Broker. Nicht zuletzt unterscheiden sich CFDs und Futures auch hinsichtlich der handelbaren Anlageklassen. CFDs bieten ein breiteres Spektrum an handelbaren Wertpapieren als Futures.
Kann ich das CFD Trading kostenlos testen?
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Ja, CFD Trading kann kostenlos getestet werden. Alle seriösen Online Broker bieten kostenlose Demokonten an, über die CFD Trades mit virtuellem Geld völlig risikolos simuliert werden können. Die Eröffnung eines Demokontos dauert meist nur wenige Minuten.
Wie können CFDs zum Hedging genutzt werden?
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CFDs eignen sich hervorragend zum Hedging von anderen Trades oder gar ganzen Portfolios. Bei einem Hedge wird mit einem CFD die Gegenposition zu einem anderen Trade aufgebaut. Besitzt ein Anleger beispielsweise Aktien eines bestimmten Unternehmens, kann er mit CFDs short auf diese Aktien gehen und von fallenden Kursen profitieren. Auch das Währungsrisiko von Handelspositionen kann über entsprechende Forex CFDs abgesichert werden.
Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

>75% Trefferquote

+6 Jahre Erfahrung

>100K € Jahresgewinn

Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.