Jeden Monat ein fixes Einkommen erhalten, ohne dafür einen Finger krümmen zu müssen?! Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Doch mit einem Portfolio aus Aktien mit monatlicher Dividende wird aus diesem Traum Wirklichkeit.

Was mit deutschen Aktien aufgrund ihrer nur einmal jährlich stattfindenden Ausschüttungen nicht möglich ist, gelingt problemlos mit vielen internationalen Werten, vor allem aus den Vereinigten Staaten. In den USA sind vierteljährliche Dividenden nicht unüblich.

Manche Unternehmen schütten sogar monatlich Gelder an ihre Aktionäre aus. Alternativ bieten sich auch börsennotierte Indexfonds, sogenannte „ETFs“ an, um sich einen regelmäßigen monatlichen Cashflow zu sichern.

Aktien mit monatlicher Dividende Titelbild

Kurzüberblick: Aktien mit monatlicher Dividende

Die besten Aktien mit monatlicher Dividende kommen vor allem aus den USA.

In Deutschland gibt es keine Unternehmen, die monatlich oder vierteljährlich Gelder ausschütten.

Eine monatliche Dividende ist auch durch die Kombination von Aktien mit vierteljährlicher Dividende möglich.

Auch ETFs (börsennotierte Indexfonds) werden heutzutage mit monatlicher Dividende angeboten.

Die besten monatlichen Dividendenzahler

Gladstone Commercial: Gladstone Commercial ist ein Real Estate Investment Trust (REIT), der sich auf den Erwerb, den Besitz und die Verwaltung von hauptsächlich Büro- und Industrieimmobilien in den USA fokussiert. Gladstone besitzt über 100 Immobilien in den Vereinigten Staaten, die an gewerbliche Kunden vermietet werden. Zu den Gebäuden zählen in erster Linie Büros, Werks- und Lagerhallen. Die jährliche Dividendenrendite von Gladstone Commercial liegt derzeit bei rund neun Prozent. Eine Besonderheit der Dividende dieses REITs ist, dass sie bereits seit über zehn Jahren in unveränderter Höhe gezahlt wird.

Monats-Chart Gladstone Commercial
Monats-Chart Gladstone Commercial

LTC Properties: LTC Properties ist ein sogenannter „Healthcare REIT“. Dabei handelt es sich um Immobilientreuhandunternehmen, die im Bereich des Erwerbs und des Betriebs von Gesundheitseinrichtungen tätig sind. LTC Properties ist primär in der Finanzierung von Pflegeeinrichtungen und Seniorenwohnungen mit betreutem und unbetreutem Wohnen tätig. Die Dividendenzahlungen von LTC Properties sind seit über fünf Jahren konstant. Die jährliche Dividendenrendite beträgt derzeit rund sechs Prozent.

Monats-Chart LTC Properties
Monats-Chart LTC Properties

Transalta Renewables: Transalta Renewables ist ein in Kanada ansässiges Unternehmen, dass in Anlagen zur Energieerzeugung investiert. Das Unternehmen fokussiert sich dabei auf die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien. Transalta Renewables ist gegenwärtig an knapp über 20 Windkraftanlagen, 13 Wasserkraftanlagen und einer Solaranlage beteiligt. Zudem investiert das Unternehmen in Erdgasanlagen, -pipelines und Batteriespeicherkapazitäten. Auch Transalta zahlt seit über drei Jahren eine konstante Dividende aus. Die Dividendenrendite beträgt aktuell rund 7,5 Prozent pro Jahr.

Monats-Chart Transalta Renawables
Monats-Chart Transalta Renewables

EPR Properties: EPR Properties lässt sich am besten als Entertainment REIT charakterisieren. Das Unternehmen ist in der Entwicklung, Finanzierung und Vermietung von Unterhaltungseinrichtungen tätig, darunter Theater, Kinos, Freizeitparks und Entertainment-Komplexe. EPR Properties wies über einen Zeitraum von zehn Jahren eine kontinuierlich steigende Dividende aus, bevor in den Jahren 2020 und 2021 die Corona-bedingten Einschränkungen im Unterhaltungsbereich zu einer massiven Reduktion der Ausschüttungen führten. Die aktuelle Dividendenrendite von EPR liegt jedoch wieder bei rund acht Prozent.

Monats-Chart EPR Properties
Monats-Chart EPR Properties

Realty Income: Realty Income ist ein REIT im Bereich des Einzelhandels. Das Unternehmen hat in rund 7.000 Gewerbeimmobilien in den USA investiert, von denen ein Großteil an den Einzelhandel vermietet ist. Zu den Mietern von Realty Income zählen zahlreiche Konzern aus den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel, Kettenrestaurants, Convenience Stores, Kinos sowie Gesundheits- und Fitnessparks, darunter bekannte Name wie Walmart, Walgreens und 7-Eleven. Realty Income zählt zu den Dividendenaristokraten auf dem Markt. Seit 1994 hat der REIT seine Ausschüttung über einhundertmal erhöht. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt rund 4,5 Prozent.

Monats-Chart Realty Income

Wo kann man Aktien mit monatlicher Dividendenzahlung kaufen?

Aktien mit monatlicher Dividende kannst Du bei sehr vielen Online Brokern kaufen. Da es sich bei den monatlichen Dividendenzahlern um sehr spezielle Unternehmen handelt, haben möglicherweise nicht alle Broker deren Aktien im Angebot. 

Bei größeren Brokern ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Du in Unternehmen wie Gladstone Commercial, Realty Income und Transalta Renewables investieren kannst. Bei kleineren Brokern solltest Du das nicht als gegeben voraussetzen.

Die beste Möglichkeit, um herauszufinden, ob bestimmte Aktien mit monatlicher Dividendenzahlung über einen bestimmten Broker gehandelt werden können, ist die Eröffnung eines Demokontos. Mit einem derartigen Testkonto kannst Du völlig risikolos ausprobieren, wo und wie sich monatliche Dividendenzahler kaufen und verkaufen lassen. Zudem solltest Du Dich im Zusammenhang mit Deinem Demokonto darüber informieren, wie hoch die Gebühren für den Handel mit Aktien mit monatlicher Dividendenzahlung sind.

Was für monatliche Dividenden gibt es?

REIT: Sehr häufig handelt es sich bei den Unternehmen, die eine monatliche Dividende zahlen, um sogenannte „REITs“. Die Abkürzung steht für „Real Estate Investment Trust“, auf Deutsch also „Immobilien-Investitionsfonds“. Ein REIT ist vereinfacht gesagt eine börsennotierte, in der Immobilienbranche tätige Aktiengesellschaft. Das Besondere an REITs sind ihre steuerlichen Vergünstigungen und ihre speziellen Anforderungen an die Gewinnverwendung. So müssen sie einen Großteil ihrer Gewinne an ihre Anleger ausschütten (in den USA bspw. 90 Prozent). Damit sind REITs prädestiniert für die Zahlung einer monatlichen Dividende.

BDCs: Unter BDCs (Business Development Companies) werden gesetzlich normierte, reglementierte und börsennotierte Beteiligungs- und Sanierungsgesellschaften in den USA verstanden. Eine Business Development Company investiert Eigen- und Fremdkapital in kleinere und mittlere Unternehmen und unterstützt diese zudem mit fachlicher Expertise. Bei einer BDC handelt es sich somit um eine Art Kombination aus Kapitalgeber und Beratungsgesellschaft. In den USA benötigen BDCs für die Durchführung ihrer Geschäfte keine eigene Banklizenz.

Dividenden ETFs: Ein weiterer monatlicher Dividendenzahler sind Dividenden ETFs. Bei einem Exchange Traded Fund handelt es sich um einen börsennotierten Indexfonds, der die Wertentwicklung eines bestimmten Index abbildet. Unter den Dividenden ETFs gibt es sowohl Fonds, die eine monatliche Dividende ausschütten als auch Fonds, die quartalsweise Ausschüttungen vornehmen. Je nach Ausschüttungsdatum der einzelnen Fonds kannst Du über eine geschickte Kombination mehrerer Fonds jeden Monat eine Dividende erhalten.

Für welche Art von monatlicher Dividende Du Dich entscheidest, hängt im Wesentlichen von Deinem Risikoappetit ab. BDCs haben ein deutlich höheres Investmentrisiko als REITs oder Dividenden ETFs. Im Gegenzug versprechen sie aber auch höhere Renditen. Neben dem Rendite-Risiko-Profil spielt auch die Diversifizierung Deines Portfolios eine Rolle.

Bei einem Investment in einen REIT sollte Dir bewusst sein, dass Du Dich damit von der Performance des Immobiliensektors abhängig machst. Wenn Du Dein Geld lieber breiter streuen willst, ist ein Investment in eine BDC und vor allem in einen Dividenden ETF die bessere Wahl.

Jeden Monat Dividende durch Aktien Kombination

Möglicherweise sagen Dir die zuvor genannten Aktien mit monatlicher Dividendenzahlung nicht zu, da Du generell nicht in Immobilien investieren willst oder Dir REITs eine zu geringe Rendite liefern. Sofern dies der Fall ist, kannst Du selbst aktiv werden und Dir durch eine intelligente Kombination verschiedener Aktien Dein persönliches Portfolio an monatlichen Dividendenzahlern zusammenstellen.

Im Unterschied zu Deutschland gibt es in den USA zahlreiche Unternehmen, die vierteljährlich eine Dividende ausschütten. Da die Ausschüttungszeitpunkte der einzelnen Unternehmen variieren, kannst Du bereits durch das geschickte Kombinieren von drei Unternehmen jeden Monat eine Dividende kassieren.

Ein typisches Beispiel für diese Kombination wären die weltweit bekannten Konzerne Apple, Coca-Cola und McDonalds. Während Apple im Februar, Mai, August und November eine Dividende ausschüttet und die Ausschüttungstermine von Coca-Cola im Januar, April, Juli und Oktober liegen, nimmt McDonalds seine Zahlungen im März, Juni, September und Dezember vor. Auch durch eine Kombination der Aktien von Cisco Systems (Januar, April, Juli, Oktober), Verizon (Februar, Mai, August, November) und Shell (März, Juni, September, Dezember) erhältst Du jeden Monat eine Dividende.

Bei einer Kombination mehrerer Aktiengesellschaften solltest Du darauf achten, um welche Art von Dividendenzahler es sich bei den Unternehmen handelt. In diesem Zusammenhang solltest Du Dein Augenmerk sowohl auf die Dividendenrendite als auch auf das Dividendenwachstum der letzten Jahre richten.

Monatliche Dividende mit Dividendenaristokraten

Die sogenannten „Dividendenaristokraten“ sind das Sinnbild zuverlässiger Dividendenzahler. Selbst in Zeiten fallender Börsenkurse zahlen sie sichere und vor allem steigende Dividenden. Ein Dividendenaristokrat ist als Unternehmen definiert, das seine Ausschüttungen über einen Zeitraum von mindestens 25 Jahren erhöht hat.

Derzeit gibt es rund 150 solch aristokratischer Dividendenzahler, davon stammen etwa 120 aus den USA. Zu den Dividendenaristokraten zählen eine Reihe namhafter Unternehmen wie Walmart, Procter & Gamble, Coca-Cola, PepsiCo, McDonalds, Linde, Caterpillar und IBM. Eine Liste aller Aristokraten unter den Dividendenzahlern findest Du auf zahlreichen Websites.

Die durchschnittliche Dividendenrendite aller Unternehmen in der Aristokraten-Liste liegt bei rund 2,6 Prozent. Im Schnitt haben die Dividendenaristokraten ihre Ausschüttungen in den letzten fünf Jahren um rund 6,5 Prozent erhöht.

Viele dieser Unternehmen zahlen ihre Dividenden quartalsweise und in unterschiedlichen Monaten. Deshalb ziehst Du am besten einen Dividendenkalender zu Rate, um zu erfahren, welcher Aristokrat zu welchem Zeitpunkt seine Dividenden ausschüttet. Auf diese Weise kannst Du mehrere Dividendenaristokraten miteinander kombinieren und in den Genuss einer sicheren und noch dazu steigenden Dividende kommen.

Monats-Chart Caterpillar
Monats-Chart Caterpillar
Monats-Chart Coca Cola
Monats-Chart Coca Cola

Monatliche Dividende mit hohem Dividendenwachstum

Die im letzten Abschnitt genannten Dividendenaristokraten stehen für besonders sichere und langfristig wachsende Ausschüttungen. Doch die Höhe dieses Dividendenwachstums ist in der Regel eher gering. Wenn Du Deine monatliche Dividende möglichst rasch steigern willst, musst Du auf Aktien mit einem hohen Dividendenwachstum setzen.

Vor allem für langfristig orientierte Anleger, die ihre monatlichen Dividenden über die Jahre vervielfachen wollen, ist eine hohe Wachstumsrate der Ausschüttungen von besonderer Bedeutung.

Im Internet findest Du einige Websites, auf denen Du Dir das Dividendenwachstum von Unternehmen in den letzten Jahren anzeigen kannst. Dabei sollte Dir bewusst sein, dass ein Dividendenwachstum niemals garantiert ist – und schon gar nicht ein sehr hohes. Eine möglichst hohe monatliche Dividende auf Basis eines hohen Dividendenwachstums zu generieren, ist eine riskantere Strategie als auf Dividendenaristokraten zu setzen. Besonders in Zeiten eines Wirtschaftsabschwungs können Unternehmen ihr hohes Dividendenwachstum oftmals nicht mehr aufrechterhalten.

Monatliche Dividende durch ETFs

Auch mit ETFs, also börsennotierten Indexfonds, kannst Du eine monatliche Dividende generieren. Dafür gibt es wie bei Aktien zwei Möglichkeiten: Entweder über einen ETF mit einer monatlichen Ausschüttung oder über eine Kombination von drei vierteljährlich ausschüttenden Fonds.

Erstere Option ist in der Praxis nicht einfach umzusetzen, da ETFs mit monatlichen Dividenden sehr rar gesät sind. Dabei handelt es sich um ein sehr spezialisiertes Anlageinstrument, das zu einer recht hohen Volatilität neigt. Nicht erfahrene Anleger sollten sich mit den Besonderheiten dieses Fondstyps vertraut machen. Die Zusammenstellung von vierteljährlich ausschüttenden Fonds ist aufgrund des wesentlich größeren Angebots deutlich einfacher.

Wie mit allen ETFs genießt Du auch mit quartalsweise ausschüttenden Fonds eine breitere Risikostreuung als mit Einzelaktien. Für Anleger, die gleichzeitig ein geringeres Investitionsrisiko und höhere Dividendenzahlungen erzielen wollen, sind derartige Fonds ein ideales Anlageinstrument.

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Auswirkung von Dividenden auf Dein Investment

ETFs kombinieren

Um mit quartalsweise ausschüttenden ETFs eine monatliche Dividende zu generieren, musst Du die gleiche Vorgehensweise befolgen wie bei Einzelaktien. Auf der Website Deines Brokers oder einer Fondsinformationsseite kannst Du Dich darüber informieren, in welchen Monaten die jeweiligen ETFs ihre Ausschüttungen vornehmen. 

Der iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF zahlt beispielsweise in den Monaten Januar, April, Juli und Oktober. Der SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF schüttet im Februar, Mai, August und November aus. Und der iShares Dividend UCITS ETF hat seine Ausschüttungsdaten im März, Juni, September und Dezember.

Durch die Kombination dieser drei ETFs erhältst Du somit jeden Monat eine Dividende. Achte bei der Auswahl der ETFs auf eine möglichst breite Streuung über verschiedene Länder und Branchen hinweg. Kombiniere beispielsweise Fonds mit Schwerpunkten in Europa, Asien und Nordamerika, um eine hohe Risikodiversifizierung zu erzielen.

Monatlich ausschüttende ETFs

Wie bereits zuvor erwähnt, gibt es auch ETFs, die im Monatstakt Dividenden ausschütten. Diese führen jedoch eher ein Nischendasein und eignen sich nicht für die breite Masse der Anleger. Aufgrund ihrer höheren Volatilität sollten defensive und unerfahrene Anleger von einem Investment in solch einen ETF absehen.

Hinzu kommt, dass die Dividendenzahlungen bei monatlich ausschüttenden ETFs stärker schwanken können als bei quartalsweise ausschüttenden Fonds. Eine garantierte monatliche Ausschüttung bedeutet eben nicht, dass auch die Höhe der Ausschüttung garantiert ist.

Zu den ETFs, die jeden Monat eine Dividende ausschütten, gehören beispielsweise der Arrow Dow Jones Global Yield ETF, der Global X SuperDividend ETF und der Invesco KBW Premium Yield Equity REIT ETF. Diese und weitere Fonds können für Anleger, für die ein regelmäßiges Einkommen im Vordergrund steht, interessante Anlageprodukte sein.

Vor einem Investment in einen monatlich ausschüttenden ETF solltest Du Dir neben den Dividendenzahlungen jedoch auch die Kursperformance des Fonds ansehen. Diese lässt häufig zu wünschen übrig und kann trotz der monatlichen Dividende die Gesamtrendite negativ beeinträchtigen.

Monatliche Dividende mit besonders hoher Dividendenrendite

Eine Strategie zur Erzielung einer möglichst hohen monatlichen Dividende ist die Kombination von Aktien mit einer hohen Dividendenrendite. Wie zuvor dargestellt, reicht bereits die Kombination von drei quartalsweise ausschüttenden Aktien, um jeden Monat einen stetigen Geldfluss vereinnahmen zu können.

Idealerweise kombinierst Du dazu drei (oder mehr) Unternehmen, die eine hohe und gleichzeitig stabile Dividendenrendite aufweisen. Auf einigen Websites kannst Du Dir die durchschnittliche Dividendenrendite von Unternehmen über einen bestimmten Zeitraum in der Vergangenheit anzeigen lassen.

So gehörten beispielsweise der Genussmittelkonzern Altria, der IT-Konzern IBM und der Öl- und Gaskonzern Chevron in den letzten fünf Jahren zu denjenigen Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite. Während Altria auf einen Spitzenwert von 6,9 Prozent kam, waren es bei IBM 4,8 Prozent und bei Chevron 4,3 Prozent.

Auch bei Einzelaktien solltest Du nicht ausschließlich auf die Höhe der Dividendenrendite abstellen, sondern darüber hinaus die Kursperformance der jeweiligen Aktien im Auge haben. Viele Anleger „bezahlen“ hohe Dividendeneinnahmen mit einer relativ schwachen Performance ihrer Aktien.

Monats-Chart Chevron
Monats-Chart Chevron

Lohnt sich das Investment in Aktien mit monatlicher Dividende?

Eine Investition in Aktien mit einer monatlichen Dividende klingt grundsätzlich sehr verlockend. Wer hätte nicht gerne Monat für Monat einen stetigen und idealerweise sogar wachsenden Geldeingang auf dem Konto?

Doch die Antwort auf die oben gestellte Frage ist kein klares „Ja“, denn sie hängt von mehreren Aspekten ab. Der erste und wichtigste Aspekt ist Deine persönliche Investmentstrategie. Von ihr hängt ab, ob Aktien mit einer monatlichen Dividende überhaupt von Interesse für Dich sind.

Wenn Du beispielsweise ein risikobereiter Investor mit höheren Renditeerwartungen bist, dann wird sich ein Investment in Aktien mit monatlicher Dividende eher nicht lohnen. Die regelmäßigen (hohen) Ausschüttungen dieser monatlichen Dividendenzahler gehen schließlich zulasten des Aktienkurses. Das bedeutet, dass Du wegen der Ausschüttungen Abstriche bei der Rendite machen musst.

Für Anleger, die eher risikoscheu sind und großen Wert auf einen regelmäßigen Geldeingang legen, sind Aktien mit monatlicher Dividende hingegen ein sehr interessantes Investment. Besonders ETFs können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Investmentrisiko zu verringern.

Falls Du Dir ein Portfolio aus verschiedenen Aktien zusammenstellst, um monatliche Dividenden zu kassieren, solltest Du Dich im Vorfeld über die Volatilität dieser Aktien informieren. Grundsätzlich haben Aktien, die regelmäßig eine attraktive Dividende ausschütten, eher niedrige Kursschwankungen. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Dein Online Broker liefert Dir alle Informationen, um ein Portfolio aus Aktien mit monatlicher Dividende zusammenzustellen, das Deinen persönlichen Vorstellungen entspricht. So stellst Du sicher, dass Du sowohl in Bezug auf die monatlichen Dividenden als auch in Bezug auf die Kursentwicklung der Aktien keine bösen Überraschungen in Deinem Portfolio erlebst.

Ob sich ein Investment in Aktien mit monatlicher Dividende lohnt, ist eine Frage der persönlichen Investmentstrategie.

Monatliche Dividenden gehen häufig zulasten des Aktienkurses und sind deshalb für Anleger uninteressant, die hohe Kurssteigerungen anstreben.

Für risikoscheue Anleger, die Wert auf einen regelmäßigen Cashflow legen, sind Aktien mit monatlicher Dividende eine interessante Investmentoption.

Durch eine Geldanlage in monatliche Dividendenzahler gehen Anleger ein Sektorrisiko ein, da die meisten dieser Unternehmen im Immobilien- und Finanzbereich tätig sind.

Grundsätzlich haben Aktien mit einer monatlichen Dividende eher geringe Kursschwankungen.

Vor- und Nachteile von monatlicher Dividende

Monat für Monat eine Dividende zu vereinnahmen, klingt nach einer wunderbaren Sache. Doch Aktien mit monatlicher Dividende haben nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Die starke Abhängigkeit von Unternehmen aus bestimmten Sektoren kann zu einem großen Risiko für das Portfolio werden. Vor einem Investment in Aktien mit monatlicher Dividende sollten Anleger die folgenden Vor- und vor allem Nachteile kennen.

Vorteile:

Regelmäßiger Cashflow: Der größte Vorteil von Aktien mit einer monatlichen Dividende ist selbstverständlich der regelmäßig zu erwartende Geldeingang auf Deinem Konto. Vor allem, wenn Du Dich auf Aktien oder ETFs mit sehr stabilen Ausschüttungen konzentrierst, kannst Du mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit Deinen monatlichen Cashflow in den kommenden Monaten und Jahren berechnen. Auch mit Aktien mit hohem Dividendenwachstum kannst Du einen regelmäßigen Cashflow generieren. Die Höhe des Cashflows ist aber unsicherer als bei Aktien mit stabilen Ausschüttungen.

Nur sehr kleine Gefahr von Dividendenstreichungen: Wenn Du Dich für ein Portfolio aus Aktien mit einer monatlichen Dividende entscheidest, ist die Gefahr von Dividendenstreichungen erheblich geringer als bei Aktien mit einer quartalsweisen oder jährlichen Dividende. Vor allem bei Aktien mit nur einer Ausschüttung pro Jahr gehst Du immer das Risiko ein, dass diese aufgrund schwacher Geschäftsergebnisse verringert oder gar vollständig gestrichen wird. Eine monatliche Dividende bleibt im Unterschied dazu in der Regel über viele Monate unverändert. So sind Deine monatlichen Cashflows mit monatlichen Dividendenzahlern besser prognostizierbar.

Unternehmen sind an Ausschüttungen interessiert: Sehr viele Unternehmen haben ein großes Interesse an regelmäßigen stabilen oder sogar wachsenden Dividendenzahlungen. Eine Dividende bedeutet schließlich, dass ein Unternehmen in einer guten wirtschaftlichen Verfassung ist und ausreichend Barmittel erwirtschaftet, um sie an die Aktionäre zurückzugeben. Die Dividendenpolitik vieler Unternehmen ändert sich deshalb im Laufe der Zeit kaum. Die zuvor genannten Dividendenaristokraten sind das beste Beispiel für eine über Jahrzehnte andauernde stabile Dividendenpolitik.

Nachteile:

Starke abhängig von wenigen Unternehmen: Der Hauptnachteil von Aktien mit monatlicher Dividende ist, dass die Auswahl sehr eingeschränkt ist. Es gibt weltweit nicht sehr viele monatliche Dividendenzahler. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Unternehmen, die jeden Monat eine Dividende zahlen, aus dem Immobilien- oder Finanzsektor stammen. Ein Portfolio aus Aktien mit monatlicher Dividende führt folglich zu einer hohen Sektorabhängigkeit und dementsprechend geringen Diversifizierung.

Höhere Kosten und mehr Aufwand: Die monatliche Ausschüttung einer Dividende ist für Unternehmen mit einem gewissen Mehraufwand und damit auch mit höheren Kosten verbunden als bei einer quartalsweisen oder jährlichen Dividendenzahlung. Zwar bewegen sich die Kosten in einem überschaubaren Bereich, doch gerade für kleinere Unternehmen können sie einen nicht zu unterschätzenden Faktor darstellen. Die höheren Kosten im Zusammenhang mit einer monatlichen Dividende beeinträchtigen somit möglicherweise den Geschäftserfolg des Unternehmens.

Vierteljährige Dividenden häufig attraktiver: Unter den monatlichen Dividendenzahlern gibt es mit Ausnahme von Realty Income kaum ein Unternehmen, das ein langfristig etabliertes Geschäftsmodell mit stabilen Finanzkennzahlen aufweist. Aus diesem Grund ist es sinnvoller, eine monatliche Dividende durch eine intelligente Kombination von Unternehmen mit vierteljährlicher Dividendenzahlung zu generieren. Vor allem mit einer Kombination mehrerer Dividendenaristokraten mit quartalsweiser Ausschüttung erreichst Du deutlich bessere Ergebnisse in Bezug auf die Dividendenhöhe und das Dividendenwachstum als mit Aktien mit monatlicher Dividende.

Wie investiere ich?

Ein Investment in Aktien mit monatlicher Dividende läuft genauso ab wie ein Investment in Aktien ohne oder mit einer jährlichen Dividende. Wie bei allen Aktieninvestments solltest Du zwei Dinge beherzigen: Zum einen ist es wichtig, Dir eine Investmentstrategie zurechtzulegen, die die Grundlage all Deiner Investitionen darstellt. Zum anderen musst Du Dein Portfolio regelmäßig überprüfen, um abzuklären, ob alle Aktien noch zu Deiner Strategie passen.

1. Depot eröffnen

Voraussetzung für ein Investment in Aktien mit monatlicher Dividende ist ein Konto bei einem Online Broker. Bei der Auswahl des Brokers hast Du die Qual der Wahl zwischen Dutzenden Anbietern. Im Vorfeld solltest Du jedoch sicherstellen, dass alle Aktien mit monatlicher Dividende bei einem Broker handelbar sind.

2. Strategie entwickeln

Im nächsten Schritt musst Du eine Investmentstrategie entwickeln. In diesem Zusammenhang geht es um Fragestellungen wie Dein Investmentbudget, Deine Risikoaffinität, Deine Renditeerwartungen und nicht zuletzt Deine Erwartungen in Bezug auf die monatlichen Cashflows aus den Dividendenzahlungen. Deine Investmentstrategie sollte Grundlage all Deiner Handelsgeschäfte an der Börse sein.

3. Fond oder Aktie auswählen

Auf Grundlage Deiner Strategie triffst Du eine Auswahl an Aktien und Fonds, die für Dich als Dividendenzahler infrage kommen. Die meisten Online Broker bieten Dir heutzutage eine Vielzahl an Tools zur technischen und fundamentalen Analyse von Aktien und Fonds. Nutze diese Tools, um die am besten zu Deiner Investmentstrategie passenden Fonds und Aktien zu wählen.

4. Regelmäßige Überprüfung

Nachdem Du Dir ein Portfolio aus Aktien und Fonds zusammengestellt hast, musst Du es in regelmäßigen Abständen überprüfen. Damit stellst Du sicher, dass Dein Portfolio die Erwartungen Deiner Investmentstrategie erfüllt. Fokussiere Dich im Rahmen der Portfolio-Überprüfung vor allem auf die Kursentwicklung und die Dividendenveränderungen Deiner ausgewählten Aktien und Fonds.

Fazit zu Aktien mit monatlicher Dividende

Aktien mit einer monatlichen Dividende sind sowohl für Börsenneulinge als auch für Investmentprofis eine interessante Möglichkeit, ein regelmäßiges passives Einkommen zu generieren. Die einfachste Möglichkeit, jeden Monat eine Dividende zu erhalten, ist der Kauf von Aktien, die jeden Monat Ausschüttungen vornehmen. Eine Alternative dazu ist die Kombination mehrerer Aktien mit einer vierteljährlichen Dividende, die jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgezahlt wird.

Der Vorteil dieser alternativen Gestaltung einer monatlichen Dividende ist, dass Dir damit eine wesentlich größere Auswahl an Unternehmen zur Verfügung steht. Zudem gehören viele Unternehmen, die seit Jahrzehnten stabile oder sogar steigende Dividenden ausschütten, zu diesem Kreis. Zudem werden heutzutage auch ETFs mit monatlicher Dividendenzahlung angeboten.

Doch Aktien bzw. Fonds mit monatlicher Dividende haben nicht nur Vorteile. Der wesentliche Nachteil ist, dass ihre Kursentwicklung oftmals unterdurchschnittlich ist. Da sich die Gesamtrendite eines Investments immer aus der Kursentwicklung und den Dividenden zusammensetzt, solltest Du abwägen, ob die monatlichen Dividendenzahlungen es wirklich wert sind.

Aktien mit einer monatlichen Dividende sind für alle Anleger eine interessante Möglichkeit, ein regelmäßiges passives Einkommen zu generieren.

Die einfachste Möglichkeit, eine monatliche Dividende zu erhalten, ist der Kauf von monatlich ausschüttenden Aktien.

Alternativ können mehrere Aktien mit vierteljährlichen Ausschüttungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten miteinander kombiniert werden.

Außerdem gibt es auch ETFs mit monatlicher Dividendenzahlung.

Aktien bzw. Fonds mit monatlicher Dividende haben nicht selten eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung.

Anleger sollten deshalb auf die Gesamtrendite aus Kursentwicklung und Dividende achten.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Aktien mit monatlicher Dividende

Was ist die beste monatliche Dividende?
+
Zu den besten monatlichen Dividendenzahlern gehören die Aktien von EPR Properties, Gladstone Commercial, LTC Properties, Realty Income und Transalta Renewables.
Wie kann man eine monatliche Dividende erreichen?
+
Eine monatliche Dividende lässt sich über drei Wege realisieren: Erstens über den Kauf von Aktien mit monatlicher Dividende. Zweitens über die Kombination mehrerer Aktien mit vierteljährlicher Dividendenzahlung in unterschiedlichen Monaten. Und drittens über den Kauf von monatlich ausschüttenden oder die Kombination von vierteljährlich ausschüttenden ETFs.
Sind Aktien mit vierteljährlicher Ausschüttung attraktiver?
+
Aktien mit vierteljährlicher Ausschüttung sind häufig attraktiver als Aktien mit monatlicher Dividende. Hauptgrund dafür ist, dass es wesentlich mehr Unternehmen auf dem Markt gibt, die ihre Ausschüttungen quartalsweise vornehmen. Dazu zählen zahlreiche Dividendenaristokraten, die seit 25 Jahren eine steigende Dividende zahlen.
Wie hoch ist die monatliche Dividende?
+
Sie ist abhängig von den für das Portfolio ausgewählten Werten. In der Regel liegt die Dividendenrendite von Aktien zwischen zwei und sieben Prozent im Jahr.
Warum zahlen BDCs hohe Renditen?
+
BDCs haben hohe Rendite, weil sie sich an kleinen und mittelgroßen Unternehmen beteiligen, die häufig Sanierungsfälle darstellen. Aus diesem Grund haben BDCs ein höheres Risiko. Nicht immer ist gesichert, dass die Unternehmensbeteiligungen bzw. -sanierungen erfolgreich verlaufen.
Welches Risiko bergen ausländische Aktien oder ETFs?
+
Bei ausländischen Aktien und ETFs besteht grundsätzlich ein Währungsrisiko. ETFs sichern sich oftmals gegen Währungsrisiken ab. Informationen hinsichtlich der Währungsabsicherung können dem ETF-Prospekt entnommen werden.
Ist das Einkommen durch monatliche Dividenden sicher?
+
Nein, ein bestimmtes Einkommen ist durch monatliche Dividenden nicht gesichert. Die Dividendenzahlungen von Unternehmen sind immer von ihrem Geschäftserfolg abhängig. Je etablierter und stabiler das Geschäftsmodell eines Unternehmens ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es konstante oder steigende Dividenden auszahlt.
Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.