Eine beliebte Strategie ist das sogenannte Price Action Trading. Zumindest in der Theorie zählt es zu den eher einfacheren Trading-Konzepten.

Die Vorgehensweise beruht hierbei auf der Analyse von reinen Preisbewegungen, Kursmustern und Unterstützungs- und Widerstandszonen.

Dabei wird bewusst auf die Verwendung von technischen Indikatoren wie dem RSI oder MACD verzichtet.

Was ist Price Action Trading
Price Action Bestandteile

Price Action Trading: Unter der Price Action versteht man sämtliche Kursbewegungen eines Wertpapiers, die im Chart sichtbar sind. Als Trader versuchen wir, in erster Linie aus den reinen Preisbewegungen zukünftige Kursentwicklungen abzuleiten.

Price Action Trading Titelbild

Kurzüberblick: Price Action Trading

Unter Price Action Trading wird eine Handelsmethode verstanden, bei der man Preisbewegungen analysiert und auf dieser Basis handelt.

Dogmatische Price Action Trader verzichten vollständig auf den Einsatz zusätzlicher Indikatoren. Es steht Dir jedoch frei, sie beliebig einzusetzen.

Bei der Analyse sind Candlestick Patterns, Trends sowie Unterstützungs- und Widerstandszonen wichtig.

Diese Art des Tradings lässt sich auf allen Finanzmärkten anwenden. Je größer die Liquidität eines Marktes ist, desto besser.

Die Grundlagen von Price Action Trading

Fundamentale Grundlage des Price Action Tradings ist die Annahme, dass der Kurs eines Wertpapiers alle Informationen enthält, die Du als Trader benötigst, um Signale interpretieren und anschließend Handelsentscheidungen treffen zu können.

In diesem Handelskonzept gehst Du davon aus, dass der Preis alle relevanten Informationen widerspiegelt, einschließlich Angebot und Nachfrage und Marktstimmung.

Ziel des Price Action Tradings ist es, bestimmte Muster in Preisbewegungen zu erkennen, die auf gute Kauf- und Verkaufszeitpunkte hindeuten. Die folgenden 6 Punkte zeigen Dir die Grundaspekte des Price Action Tradings.

Price Action Range - Unterstützung und Widerstand
Price Action: Unterstützung und Widerstand

Unterstützung und Widerstand: Sie sind eines der zentralen Grundkonzepte des Price Action Tradings. Eine Trading Range manifestiert sich im Börsenalltag bspw. immer wieder.

Trends beim Price Action Trading erkennen
Trends beim Price Action Trading erkennen

Die Marktrichtung: Bei der Marktrichtung handelt es sich um das große Bild eines Kursverlaufs. Kurse verlaufen in der Praxis sehr häufig in einem Aufwärts- oder Abwärtstrend.

Meine Top 5 Chartformationen
Meine Top 5 Chartformationen

Kursmuster deuten: Die richtige Deutung von Chart Pattern ist die Grundlage des Price Action Tradings. Kerzen und diverse Chartformationen geben Hinweise über den Kursverlauf.

Stop-Loss Order
Stop-Loss Order

Stop Loss: Ein Stop Loss ist für die meisten Trader die wichtigste Maßnahme im Risikomanagement. Price Action Trading kann Dir helfen, den Stop Loss an den richtigen Kursmarken zu setzen.

Take-Profit Order
Take-Profit Order

Take Profit: Das Gleiche gilt auch für den Take Profit. Er stellt gemeinsam mit dem Stop Loss die Basis für ein funktionierendes Risikomanagement dar und sichert Deine Gewinne.

Einer meiner Backtests mit 10.000€ Konto
Einer meiner Backtests mit 10.000€ Konto

Erfahrung und Übung: Erfolgreiches Price Action Trading entsteht nicht von heute auf morgen, sondern benötigt viel Vorlaufzeit. In dieser Zeit empfehle ich das Demokonto Trading und Backtesting.

Vorgehensweise beim Price Action Trading

1

Trend analysieren

Schau Dir den Chart an, um einen klaren Trend zu entdecken. Beispielsweise könnte sich ein deutlicher Aufwärtstrend, Abwärtstrend oder eine eindeutige Range entwickeln.

Um solche Entwicklungen besser visualisieren zu können, nutzt Du am besten Trendlinien und zeichnest sie in den Kerzenchart ein.

2

Markante Preislevel / Zonen finden

Identifiziere Schlüssel-Preislevel oder -Zonen, an denen der Markt in der Vergangenheit deutliche Reaktionen gezeigt hat. Die entsprechenden Unterstützungs- oder Widerstandsniveaus empfehle ich Dir ebenfalls zu markieren.

3

Abwarten bis man in solch einer Zone ist

Warte geduldig, bis der Markt in die identifizierte Preiszone eintritt und oder länger verweilt (z.Bsp. Range). Vermeide impulsive Handlungen außerhalb dieser Zonen.

4

Chartformation suchen

Suche nach charakteristischen Chartformationen in der identifizierten Zone. Damit meine ich beispielsweise Umkehrmuster wie Doppeltops oder Doppelböden.

Häufig treten auch Fortsetzungsmuster wie Dreiecke oder Flaggen auf.

5

Kerzenformation suchen

Achte auf spezifische Kerzenmuster, die die Chartformation bestätigen könnten. Häufig liefern Bullish- oder Bearish-Engulfing-Kerzen, Dojis oder Hammer-Kerzen wichtige Signale.

6

Position eröffnen und Stop-Loss & Take-Profit setzen

Wenn die Chart- und Kerzenformationen Deine Price Action Analyse bestätigen, eröffne Deine Position.

Setze unbedingt Deinen Stop-Loss und platziere Dein Take-Profit-Niveau. Hierbei ist es wichtig zu entscheiden, welches Risko Du eingehen möchtest und dass das Verhältnis von potenziellem Gewinn zu Verlust Deiner persönlichen Risikotoleranz gerecht wird.

Einfache Anwendung technische Analyse in der Praxis
Einfache Anwendung von Price Action in der Praxis

Weiteres Price Action Analyse Beispiel

1

Range erkennen

Im Chart ist eine klare Range erkennbar. Der Preis bewegt sich zwischen einem oberen Widerstand und einer unteren Unterstützung.

Die Seitwärtsbewegung in der der Markt in einem bestimmten Preisbereich konsolidiert, wird aber nicht ewig anhalten. Ich warte darauf, dass der Kurs an der Unterstützung oder am Widerstand eindeutig ausbricht.

2

Bullenfalle am oberen Widerstand

Dementsprechend warte ich in diesem Beispiel auf eine Situation, in der der Markt versucht, zum Beispiel über den oberen Widerstand der Range auszubrechen.

An diesem Punkt ist es dem Markt nicht gelungen, sich nachhaltig nach oben hin zu entwickeln. Eine klassische Bullenfalle ist erkennbar. Zwar kommt es kurz zu einem Durchbruch, doch der Kurs kehrt offensichtlich relativ schnell wieder zurück in die Range.

3

Große Schwäche durch lange rote Kerzen

Im weiteren Verlauf lässt sich eine Serie von langen roten Kerzen beobachten, die nach dem gescheiterten Ausbruchsversuch nach unten zeigen. Ein deutliches Signal dafür, dass zumindest eine starke Schwäche besteht.

Die roten langen Kerzen deuten eine mögliche Trendumkehr an, besonders da der Trend vor der Range bullisch war.

4

Bruch der Unterstützung

Da die Kursbewegung die untere Unterstützung der Range durchbrochen hat, bestätigt dies die Schwäche und dient als Signal für einen potenziellen Short-Trade.

5

Einstieg in den Trade und Stop-Loss setzen

In der Folge wäre es mir nun möglich in den Trade einzusteigen und dann einen Stop-Loss entweder leicht oberhalb des Ausbruchsniveaus an der Unterstützung zu setzen.

Da allerdings erneut eine kleine Korrektur erfolgt, wäre ein Stop-Loss-Level oberhalb der grünen Kerze (Pullback zurück in die Range) sinnvoller.

6

Kursziel bei einem alten Tiefpunkt vor der Range

Ein mögliches Kursziel wäre in diesem Beispiel auf einem Niveau eines früheren Tiefpunktes vor der Range, da ich dort aufgrund vergangener Kursbewegungen eine starke Unterstützung vermute.

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Vorgehen bei der Price Trap Strategie
Vorgehen bei der Price Trap Strategie

In Bezug auf eine Price Action Trading-Strategie sollten wir uns stets die Fragen nach dem Warum (Grund des Trades), dem Wie (Details des Trades) und dem Was (Ziel des Trades) stellen.

Wobei die Price Action Analyse Hinweise darauf liefert, wohin sich der Kurs bewegen könnte, die genauen Details des Trades, wie Kaufkurs, Zielpreis und Stop-Loss, sowie das übergeordnete Ziel des Trades, die Anlagehorizont und das Verhalten bei unprofitablen Trades, beantwortet werden.

4 Beispiele für Chartformationen im Price Action Trading

1. Beispiel: Hammer

Hammer Candlestick mit RSI Indikator
Beispiel: Hammer Candlestick mit RSI Indikator

Der Hammer ist ein Signal für eine Trendwende nach einem abfallenden Kurs. Verkäufer drücken den Kurs auf ein neues Tief, sind aber in Summe nicht stark genug.

In der Folge steigen vermehrt Käufer in das Wertpapier ein und sorgen für eine Kurswende (daher der lange Schatten unten dran). Der Schlusskurs liegt bei einem Hammer sehr nahe am Eröffnungskurs.

Hinweis: Liegt der Schluss- über dem Eröffnungskurs, sendet der Hammer ein besonders starkes Signal für eine Trendwende in Long.

2. Beispiel: Shooting Star

Der Candlestick eines Shooting Stars sieht aus wie ein umgedrehter Hammer. Auch ein Shooting Star besteht somit aus einer einzelnen Kerze mit einem kleinen Kerzenkörper, doch im Gegensatz zum Hammer ist der obere Schatten lang und der untere Schatten kurz oder gar nicht vorhanden.

Der Shooting Star ist ein bearishes Signal im Price Action Trading. Diese Chart-Formation tritt häufig am Ende eines Aufwärtstrends auf und signalisiert, dass der Trend an sein Ende gekommen ist.

Bestätigung beim Shooting Star Candle erklären
Bestätigung beim Shooting Star Candle

Ein Shooting Star entsteht in der Praxis, wenn die Käufer nicht mehr stark genug sind, um einen hohen Kurs zu halten. Das Kippen der Kursentwicklung verleitet Verkäufer zum Markteintritt, die den Schlusskurs auf das Niveau des Eröffnungskurses oder sogar darunter drücken.

Befindet sich der Schlusskurs unter dem Eröffnungskurs, sendet der Shooting Star ein besonders starkes bearishes Signal.

Hinweis: Der Shooting Star ist übrigens charttechnisch identisch mit dem Candlestick-Muster des sogenannten „Inverted Hammer“ (umgekehrter Hammer). Der Unterschied zwischen den beiden erschließt sich nur aus dem charttechnischen Kontext. Während der Shooting Star am Ende eines Aufwärtstrends auftritt, signalisiert der Inverted Hammer das Ende eines Abwärtstrends.

3. Beispiel: Harami

Eine weitere Price Action Trading-Strategie ist das sogenannte „Harami“. Dabei handelt es sich um ein Candlestick-Muster mit 2 Kerzen, wobei die erste Kerze größer ist als die zweite. Die zweite Kerze befindet sich sozusagen „im Körper“ der ersten. Das Wort Harami kommt aus dem japanischen und bedeutet schwanger.

Harami Praxisbeispiel technische Analyse
Harami Praxisbeispiel

Das Harami-Muster tritt in 2 Formen auf: Als bearishe und als bullishe Harami (mehr dazu im folgenden Abschnitt). Harami ist einerseits ein Trendumkehrindikator. Sein Auftreten signalisiert Dir folglich, dass ein Trend an sein Ende gekommen und eine Kurswende wahrscheinlich ist.

Andererseits kann das Harami Muster auch als kurzfristige Konsolidierung betrachtet werden, nach welcher ein vorheriger Trend fortgesetzt wird.

Um die Aussagekraft einer Harami-Formation im Price Action Trading zu erhöhen, solltest Du das Chart-Muster mit anderen Analysen kombinieren.

Bullische Harami

Bei einer bullishen Harami-Formation folgt auf eine große bearishe Kerze eine kleine bullishe. Die Spanne zwischen dem Hoch und dem Tief der Käuferkerze am zweiten Tag liegt somit innerhalb der Spanne von Hoch und Tief der Verkäuferkerze am Vortag.

Die bullishe Interpretation dieser Formation basiert auf der Tatsache, dass es am Folgetag keine Abwärtsbewegung gibt. Das Tief der bearishen Kerze wird am nächsten Tag nicht mehr durch ein neues Tief unterboten.

Hinweis: Das bullishe Harami-Muster zeugt von Unentschlossenheit am Markt. Die Kursspanne am Folgetag ist (deutlich) kleiner als am Vortag und Eröffnungs- und Schlusskurs liegen näher beisammen. Ein bullisher Harami ist ein Signal dafür, dass es zu einem Ausbruch nach oben kommen kann.

Bearishe Harami

Bei einer bearishen Harami-Formation folgt eine kleine Verkäuferkerze auf eine große Käuferkerze. Hier befindet sich die Spanne zwischen Hoch und Tief der Kerze am Folgetag innerhalb der Hoch-Tief-Spanne der Kerze am Vortag.

Bearish ist die Interpretation dieses Musters, weil sich keine Aufwärtsbewegung am Folgetag realisiert. Der Chart markiert an Tag 2 kein neues Hoch und die geringere Kursspanne signalisiert, dass Trader unentschlossen sind. Die Kombination dieser zwei Faktoren wird als Zeichen eines Abverkaufs gewertet.

Beachte: Ein bearishes Harami-Muster zeigt sich oftmals zum Ende eines Aufwärtstrends und signalisiert, dass die Kurse in Zukunft wieder fallen.

#4. Beispiel: Price Trap

Price Traps (Preisfallen) treten an den Finanzmärkten sehr häufig auf und ich kann Dir sagen, dass jeder Trader im Laufe seiner Karriere mehrfach in die Falle tappt.

Von einer Preisfalle spricht man, wenn Trader mit einer bestimmten Kursentwicklung rechnen, der Markt sich jedoch entgegengesetzt bewegt. Das führt dazu, dass sie ihre Positionen nur noch unter Inkaufnahme eines Verlustes schließen können.

Grundsätzlich werden 2 Arten von Preisfallen unterschieden: Die Bullenfalle und die Bärenfalle.

Bullenfalle

Als „Bullenmarkt“ wird ein Markt bezeichnet, der von allgemein steigenden Kursen gekennzeichnet ist. Dementsprechend handelt es sich um eine sogenannte „Bullenfalle“, wenn Anleger mit ihren Trades auf steigende Kurse setzen, die Preise jedoch sinken.

Kurs nach Bullenfalle
Kurs nach einer Bullenfalle

Hinweis: Bei einer Bullenfalle entscheidest Du Dich entweder dazu, Trades zu schließen und damit Verluste einzufahren oder Du wartest die weitere Kursentwicklung in der Hoffnung ab, dass sich die Kurse wieder erholen. Dabei gehst Du dann jedoch das Risiko weiter fallender Kurse und folglich noch höherer Verluste ein.

Bärenfalle

Die Bärenfalle ist das Gegenteil der Bullenfalle. In einem Bärenmarkt fallen allgemein die Kurse an der Börse. Bei einer Bärenfalle handelt es sich folglich um eine Situation, in der Anleger auf fallende Kurse setzen, diese jedoch steigen.

Vorzeichen einer Bärenfalle mit Erklärungen
Vorzeichen einer Bärenfalle

Hinweis: Die Bärenfalle spielt vor allem für Leerverkäufer eine große Rolle. Sie verkaufen geliehene Wertpapiere in der Erwartung, sie zu einem späteren Zeitpunkt günstiger zurückkaufen zu können. In einer Bärenfalle werden Leerverkäufer auf dem falschen Fuß erwischt, denn sie müssen die Papiere zu einem höheren Kurs zurückkaufen oder warten, bis der Preis wieder fällt.

Price Action Trading oder Indikatoren?

Wie bereit einleitend erwähnt, verzichten puristische Price Action Trader auf den Einsatz von technischen Indikatoren. Für sie ist die reine Kursbewegung bereits ausreichend, um Rückschlüsse auf die zukünftige Preisentwicklung zu ziehen – ebenso wie für mich auch.

Es wäre jedoch meiner Meinung nach ein Fehler, Price Action Trading als dogmatischen Ansatz zu bezeichnen, der die Verwendung von Indikatoren prinzipiell verbietet. Vielmehr ziehen auch viele auf die Price Action fokussierte Trader in der Praxis weitere Instrumente zu Rate, um Kurse zu analysieren.

Da Indikatoren zeitverzögert sind, während Price Action in Echtzeit passiert, bin ich mehr „Team Price Action“.

Beachte: Selbstverständlich erhöht die Einbeziehung von Indikatoren die Komplexität des Tradings. Dementsprechend solltest Du dafür mehr Zeit einplanen.

4 unterstützende Indikatoren für Price Action Trading

Price Action Trading kannst Du in der Praxis durch verschiedene Indikatoren unterstützen, um validere und stärkere Handelssignale zu generieren. Ab und zu setze ich in der Praxis die folgenden 4 Indikatoren/Tools ein:

Fibonacci Retracements

Pivot Points

Elliott Wellen

Awesome Oszillator

#1 Fibonacci Retracements

Fibonacci Retracements spielen in der technischen Analyse vor allem für die Definition von Unterstützungs- und Widerstandslinien eine sehr große Rolle. Sie werden in einem Chart in Form von horizontalen Linien eingezeichnet.

Die Lage dieser Linien leitet sich aus den Retracements Levels ab, die wiederum auf der Zahlenreihe des weltberühmten Mathematikers basieren. Die Retracements liegen bei 23,6%, 38,2%, 50,0%, 61,8% und 100,0%.

Fibonacci Level Technische Analyse Praxisbeispiel
Fibonacci Level

Zur Darstellung in einem Chart wird der vertikale Abstand zwischen 2 Extrempunkten, wie beispielsweise einem Mehrjahreshoch und einem Mehrjahrestief, gemessen. Dieser Abstand wird dann gemäß der oben genannten Retracements Levels unterteilt.

Beachte: In der Praxis prallen Wertpapierkurse nicht selten an diesen Kursniveaus ab, weshalb Fibonacci Retracements so gerne zur Berechnung von Unterstützungen und Widerständen herangezogen werden. Sie eignen sich aber auch für die Definition von Stop Loss-Kursen.

Beispiel für Fibonacci Retracements

Das Mehrjahreshoch einer Aktie liegt bei 100 €, das Mehrjahrestief bei 50 €. Das erste Retracement Level dieser Aktie befindet sich somit bei 88,20 € (100 – (100 – 50) x 0,236)). Angenommen der Aktienkurs steckt nach Erreichen des Mehrjahreshochs in einer Korrektur fest.

Als Trader kannst Du auf Basis des Fibonacci Retracements eine Unterstützung bei einem Kursniveau von 88,20 € definieren. In der Praxis besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Aktie bei diesem Niveau abprallt und ihre Korrektur beendet. Du könntest folglich bei diesem Retracement Level in die Aktie long einsteigen.

#2 Pivot Points

Wie Fibonacci Retracements gehören auch Pivot Points (Pivot Punkte) zu den in der Praxis häufig eingesetzten Hilfsmitteln, um Unterstützungs- und Widerstandsmarken zu identifizieren. Pivot Points leiten diese Kursmarken aus Kurskennzahlen wie dem Hoch-, Tief- und Schlusskurs einer bestimmten Zeitperiode ab.

Standard Pivot Points für Price Action Trading
Standard Pivot Points für Price Action Trading

Es gibt verschiedene Methoden zur Berechnung von Pivot Points. In der Praxis werden die Standard und die Fibonacci Pivot Points am häufigsten angewandt.

Nach der Standard-Methode bildest Du in Schritt 1 das arithmetische Mittel aus dem Hoch-, Tief- und Schlusskurs der vorherigen Methode. Dieses Ergebnis wird als Basis Pivot Point bezeichnet. Im zweiten Schritt berechnest Du die Differenz zwischen dem Hoch- und dem Tiefkurs.

Fibonacci Pivot Points für Price Action Trading
Fibonacci Pivot Points für Price Action Trading

Und in Schritt 3 leitest Du aus der Kombination des Basis Pivot Points und der Differenz die Unterstützungs- und Widerstandslevel auf Grundlage bestimmter Formeln ab. Die genaue Darstellung dieser Formeln würde den Rahmen dieses Ratgebers sprengen.

Swing Pivots
Beispiel: Swing Pivots

Beachte: Sehr ähnlich funktioniert auch die Berechnung von Fibonacci Pivot Points. Schritt 1 und 2 der Berechnung unterscheiden sich nicht von der Standard-Methode. In Schritt 3 werden der Basis Pivot Point und die Differenz mit den Fibonacci Retracements kombiniert.

Ein Beispiel für Trading mit Pivot Points

Folgende Annahme seien in Bezug auf eine Aktie getroffen:

Hochkurs: 100€

Tiefkurs: 90€

Schlusskurs: 95€

Der Basis Pivot Point liegt in diesem Beispiel beim Schlusskurs von 95€.

Die Differenz zwischen dem Hoch- und dem Tiefkurs beträgt 10€.

Wichtige Unterstützungen befinden sich laut Fibonacci Pivot Points bei 91,18€ (95 – 0,382 x 10) und bei 88,82€ (95 – 0,618 x 10). Die Berechnung der Widerstände ist spiegelverkehrt. Sie befinden sich bei 98,82€ (95 + 0,382 x 10) und bei 101,18€ (95 + 0,618 x 10). Bei diesen Kursmarken kannst Du entweder long (Unterstützung) oder short (Widerstand) gehen.

#3 Elliott Wellen

Elliott Wellen zählen ebenfalls zu den interessanten unterstützenden Indikatoren für das Price Action Trading. Sie basieren auf der Annahme, dass die Kursentwicklung von Wertpapieren in auf- und absteigenden Wellenzyklen verläuft.

Grundlage dieser Wellentheorie von Elliott ist die Erkenntnis, dass die kollektiven Gefühle von Investoren an der Börse ständig zwischen Optimismus und Pessimismus hin und her schwanken. Diese Schwankungen erzeugen bestimmte Kursmuster.

Fraktalstruktur Elliott-Wellen-Theorie
Fraktalstruktur Elliott-Wellen-Theorie

Das Grundprinzip der Elliott Wellen besagt, dass ein Trend aus 5 Wellen besteht. Die 3 Wellen mit Kurssteigerungen (1, 3, 5) werden als Antriebs- oder Impulswellen bezeichnet. Zwischen diesen liegen 2 Korrekturwellen (2, 4)

Die Antriebswellen gliedern sich ihrerseits wiederum in 5 Wellen und die Korrekturwellen in 3 Wellen auf. Dadurch entsteht ein sehr fraktaler Charakter der Elliott Wellen.

Zudem müssen die Wellen 3 Grundregeln einhalten. Erstens darf Welle 2 nicht mehr als den Beginn von Welle 1 zurückverfolgen. Zweitens darf Welle 3 nicht die kürzeste der 3 Antriebswellen sein und drittens darf Welle 4 nicht die Kurszone von Welle 1 überlappen.

Regeln Elliott-Wellen-Theorie
Regeln Elliott-Wellen-Theorie

Beachte: In der Praxis ist es eine große Herausforderung, diese Wellenmuster richtig zu identifizieren und zu interpretieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Interpretation von Elliott Wellen im Unterschied zu anderen Indikatoren häufig sehr subjektiv ist.

In der Praxis ist es aufgrund der subjektiven Identifikation und der erforderlichen Einhaltung der Grundregeln schwer die Elliott Wellen zu zählen. Du solltest Dich mit dem Konzept erst vertraut machen, wenn Du bereits 1 oder mehr Jahre Börsenerfahrung hast.

#4 Awesome Oszillator

Wie im letzten Abschnitt festgehalten, stellen Elliott Wellen Trader in der Praxis vor große Herausforderungen in der Identifikation der Wellen. Eine Lösung dieses Problems bietet der Awesome Oszillator, der in der Trading-Praxis für Anfänger etwas bessere Handelssignale liefert.

Awesome Oszillator für Price Action Trading
Awesome Oszillator für Price Action Trading

Der Awesome Oszillator ist ein Durchschnittsoszillator, der aus 2 einfachen gleitenden Durchschnitten gebildet wird. Die Periodenlängen für die Durchschnitte sind mit 34 und 5 Perioden festgelegt. 

Die Kurve des Oszillators bewegt sich um eine Nulllinie und lässt sich sehr einfach als Signalgeber heranziehen. Schneidet der Awesome Oszillator die Nullinie von unten nach oben, handelt es sich um ein Kaufsignal. Das Durchschneiden der Nullinie von oben nach unten ist hingegen als Verkaufssignal zu werten.

Hinweis: Ein weiterer Signalgeber des Awesome Oszillators sind die sogenannten „Untertassen“. Fällt der Oszillator unter die Nulllinie und steigt im Anschluss wieder an, bildet sich die Form einer Untertasse. Sie ist ein Zeichen für einen Aufwärtstrend. Eine umgekehrte Untertasse ist folglich ein Signal für einen Abwärtstrend.

Ein Beispiel für das Trading mit dem Awesome Oszillator

Berechnet wird der Awesome Oszillator als Differenz des gleitenden 5-Tage-Durchschnitts und des gleitenden 34-Tage-Durchschnitts. Liegt der Oszillator unter der Nulllinie und nähert sich von unter der Linie an, spricht das für einen Aufwärtstrend eines Wertpapierkurses.

Durchkreuzt der Awesome Oszillator schließlich die Nulllinie von unten nach oben, wird ein Kaufsignal generiert. Als Spätindikator sendet der Oszillator in der Praxis allerdings nicht selten verspätete Handelssignale und sollte dementsprechend mit Vorsicht eingesetzt werden.

Price Action Trading Setup

Mit Price Action Trading Setup meine ich eine spezifische Konstellation von Kursbewegungen und Preisaktionen auf einem Chart, die wir vor unseren Trades analysieren. Anschließend steht die Entscheidung an, ob sich ein Long- oder Short-Signal abzeichnet.

Besonders Anfängern empfehle ich, die einfachste funktionierende Handelsmethode zu entwickeln. Schaffe ein Trading Setup, das mit möglichst wenigen Instrumenten funktioniert – 2 bis 3 Elemente reichen meist schon aus! Dieses Ziel erreichst Du in der Praxis, indem Du zunächst alle Indikatoren aus Deinem Setup entfernst.

Solltest Du Dich nach und nach beim Trading lernen verbessern, dann füge schrittweise nur diejenigen Indikatoren hinzu, die Dir gegenüber der reinen Kursbeobachtung auch wirklich einen Mehrwert bringen.

Price Action Trading Setup
Beispielhaftes Setup bei Price Action Trading

Trend und Schlüsselzonen: Untersuche die klare Richtung eines Trends. Danach ist es wichtig, Widerstands- und Unterstützungszonen zu lokalisieren.

Reine Preisbewegung analysieren: Um die ganze Sache zu vereinfachen, liegt der Fokus in erster Linie darauf, ausschließlich die Preisbewegungen zu interpretieren. Im Kerzenchart entdeckst Du auf den ersten Blick vielleicht schon prägnante Formationen, wie Engulfing-Muster, Dojis oder Hammer-Kerzen.

Erkennen von Formationen: Beim Price Action Trading konzentrieren wir uns stark auf Muster wie SKS, Double Tops oder Double Bottoms. In meinem Beispiel oben ist eine Schulter Kopf Formation (SKS) erkennbar, die eine Trendumkehr einläutet.

Signal identifizieren: Schau Dir einzelne Kerzenmuster nun etwas genauer an, welche die Signale durch eine Schlüsselzone und Chartformation bestätigen könnten. Ein Beispiel wäre ein Bärisch Engulfing Muster in einer Widerstandszone.

Zusammenführen von Analysen: Um ein besseres Signal (Short oder Long) zu bekommen, werden die Analysen von Trends, Schlüsselzonen und Formationen kombiniert. Daraus kannst Du die Entscheidung zwischen einem Long- oder Short-Signal ableiten.

Märkte für Price Action Trading

Price Action Trading lässt sich im Börsenalltag in nahezu jedem Markt praktizieren. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den einzelnen Asset-Klassen in Bezug auf ihre Eignung für das Price Action Trading. Generell lässt sich sagen, je höher die Liquidität eines Marktes, desto besser eignet er sich für das Price Action Trading.

Märkte für Price Action Trading
Märkte für Price Action Trading

Eine besonders hohe Liquidität weisen die großen Aktienindizes der Welt auf. Dazu zählen in erster Linie die drei US-amerikanischen Leitindizes Dow Jones Industrial, S&P 500 und Nasdaq 100.

Aber auch die Indizes großer Volkswirtschaften wie der japanische Nikkei 225, der deutsche DAX 40, der britische FTSE 100 und der französische CAC 40 zeichnen sich durch eine sehr hohe Liquidität aus.

Wie die großen Aktienindizes sind auch sogenannte „Blue Chips“, also die Aktien der weltgrößten Unternehmen, sehr liquide. Apple, Microsoft, Amazon & Co. eignen sich deshalb ebenfalls hervorragend für das Price Action Trading.

Nicht zuletzt gehören auch viele Rohstoffmärkte zu den liquidesten Teilmärkten an den Weltbörsen. Besonders bei Öl, Gold, Stahl, Soja und Mais sind die Handelsvolumina traditionell sehr hoch.

Tipp:  Als liquidester Markt der Welt eignet sich der Forex Handel besonders gut für das Price Action Trading. Das tägliche Handelsvolumen im Forex-Markt übersteigt sieben Billionen US$. Vor allem bei den Hauptwährungspaaren US-Dollar, Euro, japanischer Yen, britisches Pfund und Schweizer Franken werden täglich Milliardenvolumina gehandelt.

Kauf- und Verkaufsdruck beim Price Action Trading erkennen

Eine weitere, äußerst relevante Fähigkeit eines guten Price Action Traders ist es, Kauf- und Verkaufsdruck auf dem Markt zu erkennen. Die meisten Trader die ich kenne, nutzen dazu in der Praxis ausschließlich Candlestick-Charts.

Kauf- und Verkaufsdruck beim Price Action Trading erkennen
Kauf- und Verkaufsdruck beim Price Action Trading erkennen

Die Abfolge mehrerer Candlesticks kann Dir sehr wertvolle Hinweise darauf liefern, ob Bullen oder Bären die Oberhand über die Kursentwicklung gewinnen. So sind beispielsweise in einer Abwärtsbewegung mehrere Kerzen, deren untere Schatten auf demselben Kursniveau enden, ein klarer Hinweis auf eine Trendumkehr.

Die Tatsache, dass das Tagestief an mehreren Tagen auf demselben Niveau liegt und nicht mehr fällt, zeigt, dass die Bären keinen weiteren Verkaufsdruck ausüben und die Bullen das Heft in die Hand nehmen können. Die Wahrscheinlichkeit steigt in dieser Situation, dass der Kurs wieder nach oben dreht.

8 Tipps für Anfänger im Price Action Trading

Handel in liquiden Märkten: Ich empfehle Dir, nur in liquiden Märkten zu handeln, da diese viele Teilnehmer haben, was zu einer besseren Preisbildung führt.

Beginne mit neutraler Kursanalyse: Als Trader solltest Du ohne vorgefasste Meinungen starten und eine neutrale Kursanalyse durchführen. Die Analyse bildet die Grundlage für Handelsentscheidungen und sollte frei von voreingenommenen Ansichten sein.

Namen von Kursformationen nicht überbewerten: Die exotischen Namen von Kursformationen sind weniger wichtig als ihre praktische Anwendung. Der Fokus sollte auf der Erkennung und korrekten Interpretation der Chart-Formationen liegen.

Indikatoren sind nützlich: Es gibt Price Action Trader die auf Indikatoren verzichten. Indikatoren können meiner Erfahrung nach allerdings sehr hilfreich sein, um einen Trend besser zu identifizieren. Je nach Marktsituation rate ich jedoch dazu, verschiedene Indikatoren zu nutzen.

Vermeide Überladung der Charts: Weniger ist oft mehr. Überfrachte die Charts nicht mit zu vielen Analyseinstrumenten, um klare Informationen abzuleiten. Keep it simple!

Volatilität und Risikomanagement: Die Volatilität ist entscheidend für die Risikoeinschätzung und die Festlegung realistischer Gewinnerwartungen, besonders im Daytrading. Implementiere ein funktionierendes Risikomanagementsystem.

Berücksichtige Unterstützung und Widerstand: Unterstützungs- und Widerstandszonen spielen eine enorm wichtige Rolle im Price Action Trading und können als wichtige Signalgeber dienen.

Führe ein Trading-Tagebuch: Ein Trading Journal hilft Dir dabei, positive und negative Muster im Handelsverhalten zu erkennen und Dich kontinuierlich zu verbessern. Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil für erfolgreiche Price Action Trader.

Vor- und Nachteile von Price Action Trading

Vorteile:

Universelle Anwendbarkeit: Price Action Trading kann auf alle Anlageklassen angewandt werden.

Zeitunabhängige Anwendung: Price Action Trading lässt sich zudem in jedem beliebigen Zeitrahmen nutzen.

Einfaches Erlernen: Price Action Trading ist ein relativ einfaches Trading-Konzept für Anfänger.

Geringe Komplexität: Im Gegensatz zu anderen Trading-Formen gestaltet sich das Setup einfach.

Hohe Konzentration: Durch die Reduktion auf das Wesentliche ist es einfacher, sich auf das Wichtigste zu konzentrieren.

Große Flexibilität: Price Action Trading ist ein flexibles Konzept, das sich gut an andere Handelsstrategien anpassen lässt.

Zeitnahe Handelssignale: Die Signale im Price Action Trading entstehen häufig recht schnell.

Nachteile:

Hohe Subjektivität: Die Interpretation von Price Action Trading Signalen ist sehr subjektiv und dementsprechend fehleranfällig.

Ist Price Action Trading für Anfänger geeignet?

Price Action Trading ist ein Konzept, das sich meiner Meinung nach hervorragend für Anfänger eignet. Das Hauptargument, das für diesen Handelsansatz spricht, ist seine Einfachheit. Das Price Action Trading kannst Du als Einsteiger innerhalb weniger Wochen mit einem Demokonto lernen.

Wie bereits mehrfach in diesem Beitrag erwähnt, wird im Price Action Trading meist auf den Einsatz komplizierter technischer Indikatoren und Analysen verzichtet. Das macht diese Trading-Form sehr attraktiv für Einsteiger.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Trading-Anfänger sehr häufig von der Vielzahl und der Komplexität von Indikatoren demotivieren lassen. Sie wissen schlichtweg nicht, mit welchen der dutzenden Tools sie am besten anfangen sollen.

Im Gegensatz dazu ist Price Action Trading ein sehr einfach zu erlernender Handelsansatz. Ergänzende Indikatoren werden nur auf eigenen Wunsch und punktuell eingesetzt. Wie kompliziert jeder Trader sein Price Action Trading gestalten will, hängt letztlich von ihm selbst ab.

FAQ –  Price Action Trading

Was ist Price Action Trading?
+
Price Action Trading ist eine Handelsform, bei der versucht wird, aus historischen Kursbewegungen zukünftige Entwicklungen abzuleiten. Im Gegensatz zu anderen Trading-Formen handelt es sich dabei um einen relativ puristischen Ansatz, der weitgehend auf den Einsatz technischer Hilfsmittel verzichtet.
Wie funktioniert Price Action Trading?
+
Price Action Trading basiert in der Praxis ausschließlich auf der Analyse vergangener Preisbewegungen. Durch die Erkennung bestimmter Kursmuster leiten Trader Hinweise auf die zukünftige Preisentwicklung ab. Darüber hinaus spielen auch bestimmte Preiszonen, wie beispielsweise Unterstützungen und Widerstände, eine Rolle im Price Action Trading.
Sind Indikatoren für Price Action Trading wichtig?
+
Dogmatische Vertreter des Price Action Tradings lehnen die Verwendung von Indikatoren grundsätzlich ab. Ihrer Meinung nach bringen sie der Handelsform keinen Mehrwert. Pragmatische Price Action Trader ergänzen hingegen ihre Analysen punktuell durch den Einsatz von Indikatoren.
Welche Faktoren beeinflussen Price Action Trading?
+
Zu den wichtigsten Einflussfaktoren im Price Action Trading zählen Candlestick-Formationen, Preistrends sowie Unterstützungs- und Widerstandszonen. Price Action Trader fokussieren sich in ihrer Analyse im Wesentlichen auf diese Faktoren.
Ist eine technische Analyse für Price Action Trading notwendig?
+
Eine technische Analyse ist im Price Action Trading grundsätzlich nicht notwendig. Es steht Tradern aber frei, ihre in der Price Action Analyse gewonnenen Erkenntnisse durch eine technische Analyse zu ergänzen bzw. zu überprüfen.
Welche Strategien gibt es für Price Action Trading?
+
In der praktischen Anwendung des Price Action Tradings gibt es zahlreiche mögliche Strategien. Zu den wichtigsten zählen der Hammer, der Shooting Star, das Harami, das Scalping und die Price Trap.
Was ist die beste Strategie für Price Action Trading?
+
Eine beste Strategie fürs Price Action Trading lässt sich nicht pauschal definieren. Alle Strategien haben ihre individuellen Vor- und Nachteile. Zudem ist der Einsatz mancher Strategien nur auf bestimmte Situationen beschränkt.
Welche Märkte sind für Price Action Trading geeignet?
+
Price Action Trading kann in allen Märkten angewandt werden, von Aktien über Forex, Futures, und Kryptowährungen bis zu Rohstoffen. Eine wichtige Voraussetzung für das Price Action Trading ist allerdings eine hohe Liquidität des jeweiligen Marktes bzw. des gehandelten Finanzinstruments.
Welche Risiken gibt es beim Price Action Trading?
+
Größtes Risiko von Price Action Trading ist das Fehlen konkreter Handelsregeln. Das hat zur Folge, dass diese Handelsform stark von der subjektiven Analyse des jeweiligen Traders abhängt. Vor allem für Anfänger stellt dies eine große Herausforderung dar.
Welche Fähigkeiten sind Voraussetzung für Price Action Trading?
+
Zu den wichtigsten Voraussetzungen von Price Action Tradern zählt die Erkennung von Kurszonen, wie beispielsweise Trend-, Widerstands- und Unterstützungslinien. Außerdem sollten Trader in der Lage sein, Kauf- und Verkaufsdruck an den Märkten einzuschätzen. Nicht zuletzt ist Realismus eine der wichtigsten Eigenschaften eines Price Action Traders.
Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.