In diesem Beitrag erkläre ich Dir, wie ich selbstständiger Trader geworden bin und welche Möglichkeiten es gibt, Trading als Beruf zum Beispiel als Angestellter oder Selbstständiger auszuüben.

Dafür sind in der Regel allerdings einige Voraussetzungen nötig. Welche das sind und was es sonst noch zu wissen gibt über den Beruf ”Trader”, erfährst Du in den folgenden Abschnitten:

Verlauf realistischer Verdienst im Daytrading
Trading als Beruf: Realistischer Verdienst als selbstständiger Trader
Trading als Beruf

Kurzüberblick: Trading als Beruf

Mit Trading lässt sich gutes Geld verdienen. Ich verdiene als Vollzeit-Trader damit meinen Lebensunterhalt.

Beruflich agierende Trader sind entweder selbständig oder angestellt, handeln mit Fremd- und oder Eigenkapital.

Um Trading als Beruf auszuüben, ist viel Wissen, Erfahrung und ständige Weiterentwicklung notwendig, um sich am Markt behaupten zu können.

Neben dem eigentlichen Trading bin ich außerdem auch Coach und Berater in diesem Bereich, was mir als Trader natürlich ein Zusatzeinkommen einbringt.

Ist es möglich, als Trader eine berufliche Laufbahn einzuschlagen?

Du kannst beispielsweise als Angestellter etwa bei einer Bank oder eines Investmentfonds arbeiten. Das entspricht für die meisten Leser wohl auch eher dem intuitiven Begriff des Berufs, ist dafür doch normalerweise eine Ausbildung, meistens sogar ein Studium nötig.

Ich habe den Weg des Selbststudiums mit vielen Büchern und praxisnahem Trading im Demokonto eingeschlagen, um selbstständiger Vollzeit-Trader zu werden.

Hinweis: Der Begriff ”Trader” ist nicht geschützt. Es darf sich also jeder Trader nennen, selbst wenn er diese Tätigkeit gar nicht ausübt. Anders verhält es sich mit geschützten Berufsbezeichnungen. Laut § 132a StGB darf sich z.B. nur diejenige Person als Apotheker bezeichnen, die tatsächlich eine entsprechende Ausbildung hinter sich hat.

Was ist ein Trader?

Ein Trader ist jemand, der Trading betreibt. Der Begriff leitet sich von ”to trade” ab, was sich schlicht als ”handeln” oder ”(mit etw.) Handel betreiben” übersetzen lässt. In diesem Fall sind das ”etwas” Finanzprodukte, wie Aktien, Anleihen etc. zwischen einem privaten Trader und einem ”beruflichen” Trader, verstanden im Sinne des alltäglich verwendeten Begriffs, besteht vor allem darin der Unterschied, dass der private Trader mit Eigenkapital, der Berufstrader mit Fremdkapital handelt.

Beachte: Ich möchte noch einmal herausstellen, dass eine eindeutige Definition nicht vorliegt. Diejenigen, die als Angestellte für Institutionen arbeiten, mögen den Begriff des ”Berufstraders” anders definieren, allerdings ist dieser Begriff nicht geschützt. Wenn Privatpersonen mit ausreichend Kapital damit ihren Lebensunterhalt verdienen, üben sie nach meinem Verständnis Trading als Beruf aus.

Wie ich selbst mit Daytrading meinen Lebensunterhalt bestreite und wie ich es genau geschafft habe, erkläre ich Dir in diesem Video:

Welche Arten von Tradern gibt es?

Daytrader: Sie halten Positionen nur für wenige Minuten bis einige Stunden und schließen diese vor Kursschluss, um Übernachtgebühren zu vermeiden. Daytrader profitieren von kurzfristigen Kursschwankungen, nutzen Hebel, handeln in liquiden Märkten und setzen verstärkt auf technische Analysen. Nichts für Anfänger.

Swing-Trader: Ihre Positionen halten Swing-Trader für mehrere Tage, teilweise einige Wochen. Für sie spielt die Fundamentalanalyse bereits eine Rolle, aber auch technische Analyseinstrumente sind Teil ihres täglichen Handwerks. Während Daytrader stets unter Strom stehen, ist Swing-Trading eine einsteigerfreundliche(re) Variante.

Positionstrader: Sie stützen sich weitaus mehr auf Fundamentalanalysen, halten Positionstrader ihre Positionen dich bereits durchaus für mehrere Monate. Quartals- und Jahresabschlussberichte sind für sie kein Fremdwort. Der Übergang zum klassischen Anleger ist hier teilweise schon geschafft. Kurzfristige Kursschwankungen spielen für Positionstrader keine Rolle.

Arbitrage-Trader: Bei dieser Handelsstrategie nutzen Trader Preisdifferenzen aus, die durch Ineffizienzen am Markt entstehen. Meistens entstehen diese aufgrund von mangelnder Information bzw. durch Trägheiten im Austausch von Daten zwischen Märkten. Aufgrund der Zunahme der Datengeschwindigkeit ist klassisches Arbitrage-Trading nur schwerlich möglich und unterscheidet sich kaum noch von Algo-Trading.

Trader bei Finanzinstitutionen: Sie verwalten Vermögenswerte großer Finanzinstitutionen wie Banken, Versicherungen oder klassischer Wirtschaftsunternehmen. Sie hantieren mit großen Summen, tragen viel Verantwortung und kennen sich hervorragend in der Wirtschaft aus. Die meisten von ihnen dürften ein Studium hinter sich haben.

Rohstoffhändler: Bei Rohstoffen handelt es sich um Materialien und Basisgüter, die entweder an der Börse oder auf dem Forex-Markt gehandelt werden. Bei letzterem handelt es sich um sogennante Derivatkontrakte, mit denen Händler auf steigende oder fallende Preise von Rohstoffen setzen. Zu den meistgehandelten Rohstoffen zählen Öl, Gold und Erdgas.

Forex-Trader: Forex steht für foreign exchange und ist in Deutschland auch als Devisenhandel bekannt. Der Forex-Markt ist der liquideste weltweit. Im Devisenhandel dreht sich alles um Währungspaare und darum, wie sich ihre Wechselkurse zueinander verhalten. Die wichtigste und meistgehandelte Währung der Welt ist mit Abstand der US-Dollar.

Coaching: Mit Trading lässt sich viel Geld verdienen, man muss nur wissen, wie. Das verraten unter anderem Coaches, die ihre wertvollen Erkenntnisse weitergeben. Um Schulungen, Seminare, Workshops und Vorträge zu geben, benötigst Du jede Menge Wissen und die Fähigkeit, dieses in verständlicher Form zu präsentieren.

Algo-Trader: Sie setzen auf Algorithmen, um Gewinne zu erzielen. Die verwendete Software ist derart programmiert, dass sie Orders unter bestimmten Bedingungen automatisch ausführt. Unter algorithmisches Trading fällt auch der umstrittene Hochfrequenzhandel. Algo-Trading kann äußerst lukrativ sein, benötigt in der Regel allerdings viel Eigenkapital.

Prop Trading: Hier handelst Du mit Fremdkapital, das Dir von einer Prop Trading Firma bereitgestellt wird. Weiter unten habe ich mal in einem Video genauer erklärt, wie das geht.

Wie wird man Beruflicher Trader?

Definieren wir Trading als Beruf, geht es grundsätzlich darum, ein geregeltes Einkommen zu erwirtschaften. Strebst Du den Beruf als Angestellter einer Bank oder als Leiter eines Hedgefonds an, ist üblicherweise eine entsprechende Ausbildung oder ein Studium nötig, damit die Bewerbung glückt.

Privatpersonen, die Trading hauptberuflich betreiben wollen, sollten die wesentlichen Punkte beachten, die für dauerhaften Erfolg beim Trading nötig oder zumindest hilfreich sind.

Bildung und Weiterbildung

Wie in fast jedem anderen Beruf ist auch beim Trading Bildung und Weiterbildung die Grundlage des Erfolgs. Trading ist ein komplexes Thema mit vielen Einflüssen. Ein umfangreiches und tiefes Verständnis in den Wirtschaftswissenschaften (BWL und VWL) hilft dabei, die allgemeine Wirtschaftslage und die der einzelnen Unternehmen akkurat einschätzen zu können.

Das ist vor allem für Positionstrader wichtig, gilt aber auch bei kürzeren Handelsperioden. Insbesondere hier kommen technische Analysen ins Spiel, die ebenfalls viele Kenntnisse benötigen. Da der Finanzmarkt ein dynamischer Markt ist, müssen sich Trader immer wieder anpassen und dazulernen.

Erfahrung und Screen Time

Die beste Theorie hilft nicht viel, wenn es an Erfahrung mangelt. Letztendlich geht es darum, gesammeltes Wissen umzusetzen und in jedem Aspekt des Tradings eigene Erfahrungen zu machen. Das ist nicht nur wichtig, um das eigene Risikomanagement besser abschätzen zu können, sondern auch, um sich mit den Programmen vertraut zu machen. Mein Lieblings-Broker ist zum Beispiel XTB:

XTB nutze ich bereits seit 7 Jahren

Mein Lieblings-Broker: Hier kannst Du in über 5.800 Märkten günstig traden:

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(Risikohinweis: 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter)

So agierst Du schnell und sicher durch die Menüs und arbeitest wie selbstverständlich Deine Strategie ab. Auch um die eigenen Emotionen besser abschätzen und kontrollieren zu können, ist viel Erfahrung nötig. Wie Du wirklich auf Verluste reagierst, erfährst Du erst, wenn Du welche erleidest.

Tipp: Du lernst zwar später noch mehr, wenn Du mit echtem Geld tradest, dennoch solltest Du zuerst mit einem Demokonto handeln, damit Du die Grundlagen und Details erarbeiten kannst, ohne echtes Geld zu verlieren. Auch erfahrene Profis testen neue Strategien in der Regel zuerst mit einem Demokonto.

Benötigtes Kapital

Um überhaupt mit dem Trading beginnen zu können, benötigst Du ein gewisses Kapital. Im Idealfall handelt es sich dabei um Geld, das Du nicht zwingend benötigst, da natürlich Gefahr besteht, dass Du dieses verlierst. Je mehr Kapital Dir zur Verfügung steht, desto leichter kannst Du ein geregeltes Einkommen generieren. Vor allem, da Du weniger Risiko eingehen musst.

Netzwerk und Communitys

Du bist natürlich nicht die einzige Person, die mit Trading Geld verdienen möchte. Sowohl Anfänger und Hobby-Trader als auch Fortgeschrittene und Profis treffen sich im Internet oder auch im privaten Raum, um Meinungen und Ideen auszutauschen. Networking und der Beitritt in aktiven Communitys helfen Dir dabei, Dich weiterzuentwickeln.

Risikomanagement

Einer der wesentlichen Pfeiler eines erfolgreichen Traders ist das Risikomanagement. Hier geht es um die Frage, welches Risiko Du bereit bist einzugehen, um potenzielle Gewinne einzufahren. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, etwa die Positionsgröße der Trades, gewählte Ausstiegspunkte, Hebeleffekte oder die Volatilität der Kurse.

Risikomanagement ist daher auch ein essenzieller Teil der gewählten Strategie. Wichtig ist es, das Risikomanagement einzuhalten und nicht spontan und emotional zu verändern. Hier geht es wieder um die angesprochene Erfahrung, mit angespannten Situationen umzugehen und das Risikomanagement nur aus rationalen Gründen zu ändern.

Mentoring und Social Trading

Einige Social Trading Plattformen haben sich darauf spezialisiert, der Trading Community eine Möglichkeit zu bieten, voneinander zu lernen. Besonders interessant ist es natürlich, sich Strategien und Tipps von langjährig erfahrenen und wirklich erfolgreichen Tradern abzuholen. Die arbeiten üblicherweise seit vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten in diesem Beruf und wissen daher, worauf es ankommt.

Du kannst Dir natürlich auch vieles selbst beibringen. Über Online-Seminare, Schulungen und Mentoring-Programmen von den besten zu lernen, geht aber oft schneller und besser. Eine alternative Möglichkeit ist es, Tradern mithilfe von Copy Trading zu folgen und so finanziell und bildungstechnisch zu profitieren.

Unterschied Private Trader und Beruflicher Trader:

Ich möchte hier einmal auf den Unterschied zwischen dem Berufsbild eines privaten Traders und eines beruflichen, also eines angestellten Traders eingehen. Nach der genannten Definition gehen beide einem Beruf nach. In diesem Abschnitt mache ich allerdings einen Unterschied zwischen einer Privatperson, die mit eigenem Geld handelt und einem Arbeitnehmer, der im Auftrag einer Bank arbeitet oder einen Hedgefonds verwaltet.

Privater Trader

Ein privater Trader zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass er mit eigenem Geld handelt. Dabei gibt es Menschen, die Trading hauptberuflich als Selbstständiger ausüben und solche, die lediglich nebenberuflich traden. Beiden ist jedoch gemein, dass sie ihr Privatvermögen einsetzen und vermehren möchten. 

Das eingesetzte Kapital ist in fast allen Fällen deutlich geringer als beim beruflichen Trader, der mit dem Kapital Dritter arbeitet. Das führt dazu, dass sie im Regelfall keinerlei Auflagen unterliegen. Sie sind also hinsichtlich des Risikomanagements nicht an Auflagen gebunden und können im Rahmen der Gesetzgebung traden, wie sie wollen und enorm hohes Risiko gehen.

Beachte: Im Gegensatz zu beruflichen Tradern (Ausnahmen bestätigen die Regel) benötigen Privatpersonen weder Ausbildung noch Studium. Dass Banken auf Personen mit Ausbildung oder Studium setzen, ist aber kein Zufall. Sie haben die wesentlichen Grundlagen bereits gelernt. Wer also privat traden möchte, sollte sich zunächst ausreichend mit der Theorie beschäftigen.

Beruflicher Trader

Wie beschrieben, meine ich in diesem Abschnitt mit beruflichen Tradern Personen, die für ein Finanzinstitut arbeiten. Als versierteste Form dieses Berufs gilt der Hedgefondsmanager, der nicht selten mit hohen Summen arbeitet und natürlich sehr viel Wissen, Erfahrung und wenigstens eine Ausbildung, normalerweise ein Studium abgeschlossen hat.

Das ist auch nötig, da er Verantwortung für die Gelder anderer Personen oder Unternehmen trägt. Das Kapital ist naturgemäß wesentlich höher als das einer einzelnen Privatperson. Im Gegensatz unterliegt er allerdings nahezu immer den Vorgaben seines Arbeitgebers und ist zumindest nicht völlig frei in seinen Entscheidungen.

Beachte: Interessierst Du Dich für den Beruf etwa eines Hedgefondsmanagers oder eines Traders bei einer Bank (Eigenhandel), ist eine Ausbildung bei einer Bank und ein anschließendes Studium oder ein direktes Studium der Wirtschaftswissenschaften sinnvoll. Hedgefondsmanager müssen gewöhnlich absolute Topleistungen im Studium vorweisen.

Wie hoch ist dein Gehalt als Trader?

Eine pauschale Antwort gibt es natürlich nicht. Nebenberufliche Trader, die relativ erfolgreich sind, können monatlich wenige Hundert oder mehrere Tausend Euro verdienen, je nach Höhe des Kapitals und des Könnens. Ähnliches gilt für private, hauptberufliche Trader, die durchschnittlich besser verdienen sollten. Nach oben gibt es kaum Grenzen.

Wenige Trader verdienen jährlich Millionen, was ohne entsprechendes Kapital aber kaum möglich ist. Anfänger verdienen mitunter gar nichts oder erleiden Verluste. Anders sieht es bei beruflichen Tradern aus, die ein festes Einkommen als Arbeitnehmer beziehen. Je nachdem, in welcher Position der Arbeitnehmer angestellt ist, sind Bruttogehälter ab 50.000 Euro realistisch.

Auch hier sind nach oben nur wenig Grenzen gesetzt. Investmentbanker bei Top-Adressen wie Goldman Sachs gehen eher selten mit weniger als 100.000 Euro nach Hause. Der Verdienst kann mit Boni auch deutlich über eine Million Euro betragen. Eine sehr kleine Elite der Hedgefondsmanager dürfen sich Milliardäre nennen.

Privater Trader: Erfahrene, relativ erfolgreiche Trader können mit einem guten bis sehr guten Monatslohn rechnen. Das Einkommen ist stark abhängig vom verfügbaren Kapital und der Effizienz der Strategien. Viele erleiden Verluste und nur wenige schaffen es, wirklich reich zu werden. Das liegt aber auch daran, dass erfolgreiches Trading viel Zeit und Arbeit kostet.

Beruf (professioneller) Trader: Stark abhängig von der Position. Das Jahresgehalt eines Angestellten einer Bank beginnt bei ca. 50.000 Euro. Hierbei handelt es sich etwa um Kundenberater, die bei der Sparkasse oder der Volksbank arbeiten. Mitarbeiter einer Investmentbank verdienen in der Regel mehr. Das Einkommen ist oft an Boni geknüpft. Wer also erfolgreich arbeitet, kann mit einem höheren Einkommen rechnen.

Welche Eigenschaften braucht man als Trader?

Neben den fachlichen Kenntnissen, die unbedingt nötig sind, gibt es weitere Eigenschaften, die erfolgreiche Trader auszeichnen. Denn beim Trading handelt es sich um einen durchaus besonderen Beruf. Selbstständige arbeiten mit ihrem eigenen Kapital. Jede einzelne Entscheidung sorgt also dafür, wie viel Geld am Ende des Jahres auf dem Kontoauszug steht. Der Druck ist also hoch.

Disziplin: Als entscheidender Gegenpol zum emotionalen Handeln steht die Disziplin. Trader, die kontrolliert ihre Strategie verfolgen, stehen am Ende besser da. Für private Trader, die selbstständig arbeiten, bedeutet Disziplin aber auch, jeden Tag zu lernen und zu beobachten. Im Verhältnis zu einem Angestellten muss der eigene Antrieb zu arbeiten höher sein.

Geduld: Vor allem Anfänger neigen dazu, zu Beginn zu viel zu wollen. Zu hohe Einsätze, zu wenig Analyse und zu viel Risiko sind oft die Ergebnisse ungeduldiger Trader. Erfolgreicher handeln Personen, die auf passende Gelegenheiten warten und Verluste aussitzen können. Das ist auch wichtig, um auf echte Trends zu warten. Denn nicht selten erweisen sich Hypes als Luftnummern.

Lernbereitschaft: Ein wichtiger Teil der Lernbereitschaft ist natürlich Disziplin. Es gehört aber auch das richtige Mindset dazu. Eigene Fehler zu erkennen, einzugestehen, zu analysieren und beim nächsten Mal zu vermeiden – wer das nicht schafft, scheitert letztendlich. Denn Lernbereitschaft bedeutet auch Anpassung an den Markt und Verbesserung der eigenen Strategie.

Risikomanagement: Die aufgeführten Eigenschaften eines Traders führen letztendlich zur Erkenntnis, wie wichtig Risikomanagement ist. Die verschiedenen Instrumente rundum Positionsgrößenbestimmung oder Stop-Loss- und Take-Profit-Kurse sind essenziell, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Zur Umsetzung eines geeigneten Risikomanagements sind Disziplin, Geduld, Lernbereitschaft und Belastbarkeit enorm wichtig.

Belastbarkeit: Wer bereits Erfahrungen im Trading gesammelt hat, weiß um die Gefühlswelten, die hier aufeinandertreffen. Zwischen Euphorie, Angst, Trauer und purer Freude liegt oft nur wenig Zeit. Es ist also wichtig, Emotionen zu kontrollieren. Dazu ist Belastbarkeit nötig, denn der Druck ist mitunter hoch, wenn Du Geld verlierst. Wenn Du in diesem Bereich Probleme hast, solltest Du Dich mit dem Thema tiefer auseinandersetzen.

Job Kündigen und Trader werden?

Wer seinen Job kündigen und sein Geld ausschließlich mit Trading verdienen möchte, sollte sich der Risiken ganz klar bewusst sein. Im Gegensatz zum Arbeitnehmer ist das monatliche Einkommen nicht immer sicher, zumal die Sozialversicherungsbeiträge selbst gezahlt werden müssen. Du giltst dann nämlich in der Regel als Freiberufler.

Oft stellt sich auch die Frage, wie leicht es ist, in den alten Beruf wieder einzusteigen. Ohne viel Erfahrung und mit ausreichend Kapital im Rücken würde ich persönlich davon abraten, den Job zu kündigen. Hast Du allerdings beides parat, kannst Du den Schritt durchaus wagen.

Dann ist es möglich, einen oder wenige schlechte Monate auch mal zu kompensieren und Verluste abzufedern. Letztendlich liegt die Entscheidung bei Dir; wie Deine finanzielle Lage aussieht, wie viel Erfahrung Du im Trading hast und ob Du bereit bist, das Risiko einzugehen.

Wie werden die Einnahmen als Trader versteuert?

Für nebenberufliche Trader gilt: Gewinne bis zu 1000 Euro für Singles (Ehepaare 2000 Euro) sind steuerfrei (Sparer-Pauschbetrag). Hauptberufliche Trader müssen den Grundfreibetrag von 11.604 € für Singles und 23.208 € für Verheiratete (Stand 2024) beachten.

Hier gilt natürlich das Gesamteinkommen. Übersteigst Du die genannten Zahlen, zahlst Du auf jeden weiteren verdienten Euro eine Abgeltungssteuer von 25 %, den Solidaritätszuschlag von 5,5 % und die optionale Kirchensteuer.

Höhe der Steuern für Daytrading Gewinne
Höhe der Steuern für Daytrading Gewinne

FAQ – Trading als Beruf

Ist Trading ein anerkannter Beruf?
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”Trader” ist keine geschützte Berufsbezeichnung, da es keine bundeseinheitliche Ausbildungsordnung gibt. In diesem Sinne ist Trader kein anerkannter Beruf. Arbeitnehmer, die als Trader arbeiten, gelangen oft mit einer Ausbildung bei einer Bank oder mit einem passenden Studium in die Position.
Wie viel verdiene ich als Trader?
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Als Angestellter einer Bank etwa 50.000 Euro, als Hedgefondsmanager oft deutlich mehr. Bei privaten Tradern reicht die Spanne von Verlusten bis hin zum Nebenverdienst von wenigen hundert Euro und liegt selten sogar im Millionenbereich. Der Verdienst ist stark abhängig vom verfügbaren Kapital und Fachwissen.
Was brauche ich, um Trader zu werden?
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Nebenberuflich nur wenig. Bei einigen Brokern reicht eine Mindesteinlage von weit unter 100 Euro. Wer hauptberuflich traden möchte, braucht allerdings deutlich mehr Kapital, um Verluste abzufedern. Mindestens genauso wichtig ist eine Menge Fachwissen und die nötige Disziplin, um dauerhaft erfolgreich zu sein.
Wie kann ich Trading zum Beruf machen?
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Um in diesem Bereich als Arbeitnehmer Geld zu verdienen, ist eine Ausbildung bei einer Bank sinnvoll. Je nachdem, wie Deine Ziele aussehen, ist ein Studium im Bereich der Wirtschaftswissenschaften eine gute Voraussetzung. Als privater Trader gibt es grundsätzlich keine weiteren Vorgaben.
Welche Ausbildung braucht man als Trader?
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Eine Ausbildung zum Bankkaufmann ist eine gute Voraussetzung. Wer bei einer Investmentbank, im Eigenhandel oder als Hedgefondsmanager arbeiten möchte, ist mit einem Wirtschaftsstudium gut beraten. Vor allem Hedgefondsmanager brauchen Top-Noten. Private Trader benötigen keine Ausbildung.
Gibt es eine Ausbildung als Trader?
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Eine direkte, staatlich anerkannte Ausbildung als Trader gibt so nicht. Zumal der Trader keine geschützte Berufsbezeichnung hat. Es gibt allerdings unzählige Seminare, Kurse und Schulungen, bei denen Interessierte viel lernen können.
Kann jeder Trader werden?
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Selbstverständlich kann jeder Trader werden. Da es keine geschützte Berufsbezeichnung gibt, brauchst Du nicht mal eine Ausbildung. Um allerdings erfolgreich zu sein, benötigst Du ausreichend Kapital, viel Fachwissen und Disziplin. Wem gewisse Eigenschaften fehlen, scheitert häufig.
Kann man als Berufstrader erfolgreich werden?
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Es gibt viele positive Beispiele, die zeigen, dass es möglich ist, mit Trading viel Geld zu verdienen. Noch mehr Personen schaffen es allerdings nicht, dauerhaft erfolgreich zu sein. Ich bin der Überzeugung, dass es jeder fast jeder schaffen kann, der viel Disziplin und Willen zeigt.
Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.