Das Forex Daytrading stellt eine Verbindung zwischen dem Devisenhandel und den schnelllebigen Finanzmärkten der Intraday-Spekulation dar. Das bedeutet, dass alle Positionen beim Währungshandel, am Ende des Tages geschlossen werden.

Ziel ist es stets, Gewinne aus den täglichen Kursschwankungen eines Währungspaares zu ziehen. Forex Daytrader versuchen also, von kleinen Marktbewegungen zu profitieren.

Im den folgenden Abschnitten beantworte ich wichtige Fragen zum Thema Forex Daytrading. Darüber hinaus solltest Du Dich natürlich auch mit der Chartanalyse und der Wahl des richtigen Forex Brokers beschäftigen.

Daytrading Forex Titelbild

Kurzüberblick zu Forex Daytrading

Unter Forex Daytrading versteht man das Handeln mit Devisen. Dabei werden Positionen innerhalb eines Handelstages geöffnet und geschlossen.

Typische Strategien sind die technische Analyse, die Trendfolgestrategie und das Scalping. Auch ein durchdachtes Risikomanagement ist nicht zu unterschätzen.

Es dient dazu, hohe Verluste zu vermeiden. Allgemein empfiehlt es sich, je Position lediglich ein bis zwei Prozent des Gesamtkapitals einzusetzen.

Was ist Forex Daytrading?

Forex Daytrading bezeichnet den Tageshandel mit fremden Währungen. Dies besagt auch schon die Bezeichnung „Forex“, der als Abkürzung für „foreign exchange“ steht. Man kann dieses Geschäft auch als Devisenhandel bezeichnen.

Klassische Forex Daytrader erkennen Trends und versuchen, Positionen zu eröffnen und diese wieder zu beenden, bevor die Finanzmärkte am selben Tag schließen (also am Abend). Der Devisenmarkt eignet sich für diese Art des Tradings hervorragend, da er sehr liquide und volatil (hohe Schwankungsbreite) ist.

Die Tradingstrategie zielt auf kleine Bewegungen ab und lässt sich daher mit anderen kurzfristigen Strategien wie dem Scalping Trading vergleichen. Im Vergleich zum Scalping jedoch, eröffnet man beim Forex Daxytrading weniger Positionen und hält diese länger.

5 erfolgsversprechende Strategien für das Forex Daytrading

Ich als Daytrader verwende vielseitige Techniken und Strategien, um die Volatilität des Markts auszunutzen und mit kurfristigen Trades Gewinne zu erzielen. Meist handelt es sich dabei um Hilfsmittel aus der technischen und fundamentalen Analyse, mit denen ich flexibel und schnell auf kleine Marktbewegungen reagieren kann.

#1 Trendfolgestrategie

Der Forex Markt hat einen Tagesumsatz von fünf Billionen US-Dollar und gehört zu den größten Märkten der Welt. Da die Kurse von großen Institutionen wie Banken, Versicherungen und Vermögensverwaltern gesteuert werden und private Marktteilnehmer keinen Einfluss auf den Kursverlauf haben, gilt die Trendfolge als aussichtsreiche Strategie, um auf diesem Markt erfolgreich zu sein.

Wer die Trendfolgestrategie richtig anwendet, erkennt den Beginn eines Trends, folgt ihm, bis er bricht, und steigt dann aus. Im Gegensatz zur Chartanalyse versucht die Trendfolge also nicht, aus Daten der Vergangenheit Schlussfolgerungen für die Gegenwart bzw. Zukunft abzuleiten. Es geht vielmehr darum, auf Marktbewegungen zu reagieren, nachdem diese stattgefunden haben.

Für Daytrader, die noch ganz am Anfang stehen, ist die Trendfolgestrategie die am einfachsten umzusetzende. Schließlich geht es grundsätzlich nur darum, starken Bewegungen mit großem Volumen zu folgen.

#2 Daytrading mit Forex und technischer Analyse

Beim Daytrading mit Forex kann man sich auch an der technischen Analyse orientieren. Man fasst unter diesem Begriff mehrere auf der Chartanalyse basierende Strategien zusammen.

Bei der technischen Analyse im Daytrading mit Forex geht es zunächst darum, sich die früheren Kursverläufe eines Währungspaars anzuschauen. Mithilfe verschiedener Indikatoren und Tools versucht man dann, entsprechende Handelssignale auszumachen. Dabei kann man der technischen Analyse verschiedene Informationen entnehmen:

Widerstände: Von einem Widerstand spricht man, wenn der Kurs eines Basiswerts in einem Aufwärtstrend an einer bestimmten Stelle im Chart nicht weiter steigt, es also einen Trendwechsel gibt. Stattdessen prallt er ab und geht in die Korrektur.

Unterstützungen: Auch eine Unterstützung geschieht zu Zeiten eines Trendwechsels. Sie ist das genaue Gegenteil des Widerstands und tritt ein, wenn sich der Kurs im Abwärtstrend befindet und bei Erreichen eines gewissen Levels buchstäblich „Unterstützung“ erhält und wieder steigt.

Chartmuster: Chartmuster wiederholen sich immer wieder und sind die Basis der technischen Analyse. Es handelt sich um Grundmuster, die in den Tabellen relativ leicht zu erkennen sind und deshalb auch von Anfängern verwendet werden können.

Indikatoren: Indikatoren dienen dazu, den Nutzern bei der Interpretation von Zeitreihen zu helfen, die den Preis eines Produkts anzeigen. Es gibt viele verschiedene Indikatoren, fast alle jedoch werden auf der Basis von Preis- und Umsatzverhältnissen berechnet und beziehen sich auf den Preis oder Umsatz. Neben einfach berechenbaren Indikatoren wie dem gleitenden Durchschnitt (Moving Average) gibt es auch hochkomplexe Indikatoren wie das Directional Movement.

Chartinformationen: Diese Muster bilden sich in einem Chart heraus und werden von technischen Analysten für Kursprognosen genutzt. Dahinter steht die Analyse von Trends. Man unterteilt die Chartinformationen in zwei Gruppen: zum einen solche, die einen Trendwechsel ankündigen (z.B. Schulter-Kopf-Schulter-Formation, Doppeltops und Doppelböden, V-Formationen), zum anderen solche, die den herrschenden Trend bestätigen (z.B. Dreiecke, Wimpel, Fahnen und Rechtecke).

#3 Angepasstes Risikomanagement

Ein sehr wichtiger Tipp für Forex Daytrader ist ein durchdachtes Risikomanagement, um Verluste zu begrenzen oder sogar zu verhindern. Hierbei gilt es stets, sich an die Regeln des persönlichen Risikomanagements zu halten. Beim Forex Trading lassen sich mithilfe des Risikomanagents einzelne Vorgaben besonders gut umsetzen. Zu einem guten Risikomanagement gehört es zum Beispiel, Limit Orders und Stop-Loss zu nutzen.

Maximal 1% Positionsgröße: Um das Risiko des gesamten Portfolios einzugrenzen, kommt es auf die Bestimmung der richtigen Positionsgröße an. Diese sollte man jeweils relativ zum Abstand der Stop-Loss Marke und relativ zur Depotgröße bestimmen. Pro Position sollte man maximal ein Prozent des zur Verfügung stehenden Kapitals riskieren.

Forex Märkte überwachen: Inzwischen gibt es digitale Tools, die dir helfen, den Forex Markt zu scannen und profitable Trades zu finden. Die Screener überwachen den gesamten Markt nach persönlichen Wunschkriterien. So findet man in Echtzeit Assets, die sich zum Beispiel an einem starkem Widerstand befinden oder eine Kerzenformation ausbilden.

Diversifikation: Ein anderes Wort für Diversifikation ist Risikostreuung. Das bedeutet, es geht darum, das zur Verfügung stehende Kapital nicht auf eine einzige Aktie, sondern möglichst auf unterschiedliche Assets zu verteilen. Das sogenannte Einzeltitelrisiko bezeichnet die Möglichkeit, dass Anleger durch ein einzelnes Wertpapier Verluste erleiden. Mit der Diversifikation können sie dieses Risiko beeinflussen.

Stop-Loss Order: Mit Hilfe dieser Aufträge kann man Verluste bei fallenden Aktienkursen begrenzen. Außerdem kann man schon gemachte Gewinne sichern, indem man mit der Stop-Loss Marke eine Untergrenze definiert. Der so ausgelöste Verkauf wird erst zum nächsten handelbaren Kurs durchgeführt.

#4 Forex Daytrading mit News-Trading

Eine fundamentale Treibkraft im Forex Markt ist die Veröffentlichung von Wirtschafts- und Politiknachrichten. Nicht nur private Trader, auch führende Banken und Hedge-Fonds orientieren sich beim Treffen von Trading-Entscheidungen an der aktuellen Nachrichtenlage.

Vervielfältigt hat sich das Potenzial von News-Trading durch das Internet, zu dem praktisch jeder Zugang hat. Jeder Anleger kann auf eine fast unbegrenzte Vielfalt an Nachrichten zu greifen. Die folgenden Nachrichtenarten zählen zu den wichtigsten für Forex-Trader:

Wirtschaftsnachrichten: Je nachdem, woher die Wirtschaftsnachrichten stammen, haben sie einen unterschiedlich großen Einfluss auf den Markt. Weil der US-Dollar an der Mehrheit aller Währungstransaktionen beteiligt ist, bewegen Nachrichten aus den USA den Markt am stärksten. Zu den wichtigsten Wirtschaftsnachrichten zählen Zinsentscheidungen der Zentralbanken, Inflationsquoten, Einzelhandelsumsätze und Publikationen zu Arbeitslosigkeit und Industrieproduktion. Die Nachwirkungen von Wirtschaftsnachrichten auf den Forex Markt sind häufig tagelang spürbar, halten meist aber zwischen 30 Minuten und zwei Stunden an.

Wirtschaftslage einzelner Länder: News zur Wirtschaftslage der Länder umfassen Arbeitsmarkt-Statistiken sowie Zahlen zur Inflation, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) und den Einzelhandelsumsätzen. Anleger erhalten mit diesen Meldungen neue Infos zur Entwicklung von Volkswirtschaften und damit zum Kurs der jeweiligen Währungen. Die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten führt oftmals zu hohen Schwankungen im Forex Markt und bietet auch Daytradern eine Fülle an Möglichkeiten.

Politische Ereignisse: Auch Nachrichten zu politischen Ereignissen wie Wahlen, sozialer Instabilität und länderübergreifenden Konflikten können den Devisenmarkt beeinflussen. Schließlich investiert man vorzugsweise in Länder mit einem stabilen politischen System und einer starken Wirtschaft. Wird es politisch unsicher, zieht dies auch die Währung nach unten, denn Anleger ziehen ihr Vermögen ab. Für Daytrader ist es das Wichtigste, möglichst genau vorherzusagen, welchen Einfluss das politische Ereignis auf die Währung haben wird.

Konjunkturelle Entwicklung in Währungsräumen: Mit Konjunktur sind Schwankungen und Fluktuationen in der Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung gemeint. Anhand der Betrachtung des Bruttoinlandsprodukts lässt sich die konjunkturelle Entwicklung besonders gut erkennen. Für Anleger enthalten diese Nachrichten neue Informationen zur jeweiligen Volkswirtschaft und dem Kurs ihrer Währung.

Leitzinsentwicklung: Der Leitzins ist eng mit der Währung verknüpft, weshalb seine Entwicklung große Auswirkungen auf den Devisenhandel hat. Die Schwankungsbreite des Markts sowie Angebot und Nachfrage von Währungspaaren bestimmen sich durch die Festlegung des Leitzinses. Es gilt also: Bei Anhebung des Leitzinses wird auch die jeweilige Währung attraktiver. Damit steigt der Wert der Devisen, auf die Anleger spekulieren.

#5 Entwickle Deine eigene Forex Daytrading Strategie

Bei der Entwicklung einer Handelsstrategie sind einige Faktoren zu beachten. So geht es zunächst darum, eigene Handelsziele zu definieren. Idealerweise sind diese spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch und zeitgebunden (SMART-Ziele).

Außerdem ist es unerlässlich, den Markt, in dem man handeln möchte, sehr gut kennenzulernen. Dies kann über die Analyse historischer Daten, Trends und Marktbewegungen erfolgen. Informiere dich zu den angebotenen Finanzinstrumenten wie Devisen, Aktien oder Rohstoffen und ihren Eigenheiten.

Wenn die Ziele feststehen und ein fundiertes Wissen über den jeweiligen Markt vorhanden ist, gilt es, die Trading-Strategie klar zu definieren. Welche Instrumente der technischen Analyse (Chartmuster, Indikatoren) willst du nutzen? Welche Handelssignale willst du verwenden, um Kaufs- und Verkaufszeitpunkte zu bestimmen?

Es lohnt sich, die Handelsstrategie mit historischen Daten und in verschiedenen Marktbedingungen zu testen, um ihre Performance und Rentabilität zu prüfen. Gegebenenfalls muss die Strategie anschließend angepasst werden. Um angesichts der sich ständig verändernden Märkte eine kontinuierliche Optimierung sicherzustellen, solltest du die Leistung deiner Handelsstrategie regelmäßig überprüfen.

Forex Daytrading Strategie im Demokonto testen

Sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Forex Daytrader biet es sich an, mit einem kostenfreien Demokonto verschiedene Daytrading-Strategien auszutesten. Der Vorteil: Im Demokonto kannst du Währungspaare unter realistischen Bedingungen handeln, ohne dafür wirklich Geld einsetzen zu müssen. Sobald du den Eindruck hast, dass deine Strategie dir konstante Gewinne erwirtschaften kann, kannst du zu einem Echtgeldkonto wechseln.

Teste Deine Strategie: Stattdessen arbeitet man mit virtuellen Geldsummen von bis zu 100.000 US-Dollar. Das Demokonto stellt eine simulierte Umgebung dar, in der du deine Daytrading Fähigkeiten in Echtzeit und absolut risikofrei verbessern kannst.

Verstehe Deine Strategie durch das Demokonto noch besser: Das Demokonto hat den großen Vorteil, dass du mit der gewählten Trading Plattform und ihren Funktionen experimentieren kannst. Du kannst dich mit der Plattform vertraut machen und bereits Trades durchführen, ohne ein Risiko einzugehen. Auf diese Weise lernst du, wie man einen Trade eröffnet und schließt und wie man gewinnsteigernde Tools wie verschiedene Indikatoren und Orderarten anwendet.

Anpassen der Handelsstrategie: Mit einem Demokonto kann man neue Erkenntnisse über Strategien und Indikatoren ausführlich testen. Nach einiger Zeit wirst du feststellen, dass du deine eigenen Handelsmuster erkennst, was eine echte Hilfe bei der Strategieentwicklung ist. Dass man in einer risikofreien Umgebung üben kann, wirkt sich positiv auf die Kreativität bei der Entwicklung der passenden Strategie aus.

Probiere neue Strategien: Ein Demokonto hilft, eine individuelle Vorgehensweise zu finden, aber auch andere, bisher noch unbekannte Strategien auszuprobieren. Besonders empfehlenswert sind sogenannte Trading Simulatoren. Im Unterschied zum Demokonto kannst du mit einem Trading Simulator anhand historischer Kursdaten verschiedene Trading-Strategien durchspielen. Anschließend erhältst du ein Ergebnis, das du unter den jeweiligen Bedingungen erzielt hättest.

Nutze eine Forex Daytrading Plattform mit kostenlosem Demokonto

Ein Trading Demokonto ist ein absolutes Muss für alle Trading-Anfänger, die ihre Fähigkeiten noch schärfen wollen, bevor sie echtes Geld investieren. Inzwischen bieten die meisten Forex Daytrading Plattformen ein kostenloses Demokonto an.

Achte aber auch hier immer auf die Qualität des Angebots. So sollte das virtuelle Guthaben nicht zu niedrig ausfallen und es sollte keine Einschränkungen im Vergleich zum echten Konto geben. Im Folgenden stellen wir eine Plattform vor, die einen besonders gut ausgebauten Übungsbereich für den Forex-, Aktien- und CFD-Handel anbietet.

XTB Trading-Plattform

XTB Logo

Die Trading-Plattform XTB besteht bereits seit 2002 und ist heute einer der fünf größten börsennotierten CFD-Broker weltweit. Anleger haben die Möglichkeit, in Aktien und ETF zu investieren oder aber aktiv mit Devisen, Indizes und Rohstoffen zu handeln.

Auch die Assetklasse Kryptowährungen wird angeboten. Sowohl das kostenlose Demokonto als auch das Tradingkonto lassen sich bequem am Desktop-PC oder in der mobilen App nutzen. Wichtige Finanznachrichten erhalten die Nutzer auf Deutsch entweder in der Handelsplattform oder in der App.

Die Trades laufen über den MetaTrader 4 oder die hauseigene Software xStation 5 ab. Besonders für den Forex- und CFD-Handel eignen sich beide Lösungen sehr gut. Auf der fortschrittlichen Forex Plattform können Anleger mit mehr als 50 Währungspaaren und mit Micro-Lots (1.000 Einheiten der Basiswährung) handeln. Besonders attraktiv ist, dass es keine vorgeschriebene Mindesteinzahlung gibt. Die minimale Ordergröße ist 0,01 Lots. Forex Spreads gibt es ab 0,1 Pips.

Auf der XTB Trading-Plattform ist die Eröffnung und Führung jedes Kontos kostenfrei möglich. Bei einer Inaktivität von mehr als 365 Tagen fällt jedoch eine Gebühr von 10 Euro pro Monat an. Kommissionen gibt es nicht, solange die monatlichen Umsätze unter 100.000 Euro liegen.

Das XTB Demokonto ist kostenlos. Potenzielle Neukunden können die Leistungen, die Software und die Schulungsangebote ausprobieren und prüfen. Die unverbindliche Demoversion ermöglicht den Zugriff auf das gesamte Angebot, ist aber auf einen Testzeitraum von 30 Tagen begrenzt.

Ein weiterer Vorteil des XTB Übungskontos: Man kann beide von XTB angebotenen Kontotypen und Handelsplattformen kennenlernen. Während beim Standardkonto der Broker die Kurse vorgibt und zwar an den Spreads verdient, aber auf Provisionen verzichtet, handelt es sich beim Pro-Konto um ein ECN-Konto mit engen Spreads und Kommissionen.

Mein Lieblings-Broker: Hier kannst Du in über 5.800 Märkten günstig traden:

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Die 3 besten Forex Daytrading Indikatoren

Sehr gute technische Indikatoren für Forex Daytrader sind der RSI, Gleitende Durchschnitte und Unterstützungs- und Widerstandsbereiche. Auf dem Chart zeigen diese drei Messungen überkaufte bzw. überverkaufte Niveaus an und ermöglichen eine Prognose darüber, wohin der Preis vermutlich steigen wird. Auch sie sind aber nicht immer präzise, für eine höhere Genauigkeit sollte man daher zusätzlich andere Indikatoren verwenden.

#1 Unterstützungs- und Widerstandsbereiche

Zwar sind die Unterstützungs- und Widerstandsbereiche kein technischer Indikator, es lohnt sich aber trotzdem nach ihnen zu suchen. Warum? Mit Unterstützungs- und Widerstandsniveaus können Daytrader Preistrends erkennen. Die Unterstützungslinien sind auf einem bestimmten Preislevel zu finden, welches ein Währungspaar zuvor daran gehindert hat, weiter abzufallen.

Kurs steigt über Widerstand
Beispiel: Kurs steigt über Widerstand

Ein Beispiel: In den vergangenen Monaten stieg das Währungspaar GBP/USD drei Mal auf eine Preis von 1,3660. Kurz darauf ist der Preis jedes Mal sprunghaft angestiegen. In diesem Fall wäre 1,3660 als Unterstützungsbereich für das Paar einzuordnen. Als Daytrader würde man eine entsprechende Kauforder einrichten.

Ein Beispiel für ein Widerstandsniveau: Im selben Zeitraum hat sich der Aufwärtstrend des Währungspaars GBP/USD umgekehrt, nachdem er sich einem Preis von 1,4240 annäherte. Es kam zu mehreren Wiederholungen dieser Situation. Hier zeichnet sich daher eine Widerstandsebene ab, weshalb Daytrader ihren Verkaufsauftrag leicht unter diesem Preis platzieren würden.

#2 Relativer Stärke-Index (RSI)

Für Anfänger eignet sich der Relative Stärke-Index, kurz RSI, sehr gut. Einfach gesagt, misst der RSI, ob ein Währungspaar überkauft oder überverkauft ist. „Überkauft“ bedeutet, dass der Preis eines Währungspaars zu stark steigt und deshalb wahrscheinlich bald eine Marktkorrektur – ein Sinken des Preises – ansteht. Bei einem überkauften Währungspaar hat der Relative Stärke-Index einen Wert von 70 oder höher.

RSI-Indikator
RSI Indikator

Befindet sich ein Währungspaar im überverkauften Bereich, liegt der RSI bei einem Wert von 30 oder weniger. Es bedeutet, dass das Währungspaar einen starken Kursrückgang bei hohen Umsätzen hinter sich hat. Wie bei der überkauften Situation ist auch hier eine Konsolidierung, d.h. eine Gegenbewegung, zu erwarten. Der Preis wird also wahrscheinlich steigen.

#3 Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnitte (Moving Averages) zeigen den durchschnittlichen Preis eines Forex Währungspaars in einem bestimmten Zeitraum an. Am häufigsten kommen dabei gleitende 50-Tage- und 200-Tage-Durchschnitte zum Einsatz. In diesem Fall zeigt der Indikator den Durchschnittspreis eines Währungspaars in den letzten 50 Tagen und 200 Tagen.

Gleitdurchschnitt
Praxisbeispiel für Gleitdurchschnitt

Durch den Einsatz von Gleitenden Durchschnitten lässt sich besser einschätzen, ob der Trend eines Währungspaars langfristig positiv oder negativ ist. Sollte ein kürzerer gleitender Durchschnitt eines Währungspaars (z.B. der 50-Tage-Durchschnitt) über einem längeren gleitenden Durchschnitt (z.B. der 200-Tage-Durchschnitt) nach unten kreuzen, ist dies ein Hinweis darauf, dass der Kurs des Paares zeitnah rückläufig sein wird.

Diese Formation wird von Händlern auch als „Todeskreuz“ bezeichnet. Ein „Goldenes Kreuz“ dagegen ist zu sehen, wenn der kurzfristige gleitende Durchschnitt den langfristigen gleitenden Durchschnitt überkreuzt. Dieser Indikator ist ein Hinweis, dass das Währungspaar zeitnah in einen bullischen Markt eintritt.

Forex Daytrading: 12 weitere wichtige Tipps

Forex Daytrader kaufen und verkaufen Währungspaare mit dem Ziel, begrenzte, aber häufige Gewinne zu machen. Als Daytrader hältst du eine Position nicht länger als einen Tag. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, sich mit der technischen Analyse auseinanderzusetzen, um sich für den Devisenhandel fit zu machen. Im Folgenden geben wir 12 wertvolle Tipps zum Forex Daytrading – einschließlich zahlreicher Strategien, mit denen du auch als Anfänger erfolgreich sein kannst

#1 Nutze ein gutes Risikomanagement

Eine wichtige Regel aus dem Trading Risikomanagement lautet „Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen“. Für eine erfolgreiche Trading-Karriere ist ein gutes Risikomanagement unerlässlich, schließlich geht jeder eröffnete Trade mit einem Risiko einher.

Neben dem Marktpreisrisiko, das sich aus der ständigen Veränderung von Preisen/Kursen ergibt, gibt es das Liquiditätsrisiko eines Markts, in dem es kaum Angebot und Nachfrage gibt. Die folgenden Tools ermöglichen es dir, ein durchdachtes Risikomanagement auf die Beine zu stellen:

Kleine Positionsgröße: Die Positionsgröße ist die Geldmenge, die ein Trader in einen einzigen Trade investiert. Daher trägt die Positionsgröße entscheidend zur Steuerung des Risikos bei und sollte wohlüberlegt sein. Oftmals beeinflusst das Volumen, mit welchem man handelt, neben dem Risiko auch die eigene Denkweise. Wer eine zu große Position eröffnet, hat möglicherweise bei jeder kleinen Marktbewegung Angst und gefährdet zudem die eigene Kapitaleinlage.

Nutze Limit Orders: Mit Limit Orders kannst du den Mindestpreis, zu dem ein Verkauf getätigt wird, und den Höchstpreis, zu dem ein Kauf durchgeführt wird, festlegen. Die Order wird dann zu den definierten Bedingungen umgesetzt. Dabei wird sie jedoch nie zu einem schlechteren Preis als dem festgelegten Limitpreis ausgeführt.

Scanne den Markt: Die Situation auf den Finanzmärkten stellt ein wesentliches Risiko dar und sollte daher stets genau beobachtet werden. Neben Finanzkrisen und Inflation beeinflussen auch politische Veränderungen die Wirtschaftsleistung eines Landes und damit den Kurs der jeweiligen Währung. Daytrader müssen diese Risiken in ihrem Riskmanagement unbedingt berücksichtigen.

Stop-Loss setzen: Mit einer Stop-Loss-Order legt man die Untergrenze des Kurses fest, zu der Devisen verkauft werden sollen. So lässt sich das Risiko größerer Verluste limitieren. Eine Faustregel besagt, dass die Stop-Marke 10 bis 15 Prozent unter dem aktuellen Kurs liegen sollte. Wird die Stop-Loss-Order ausgeführt, wird nicht sofort, sondern zum nächsten handelbaren Kurs verkauft.

#2 Wähle die richtigen Währungspaare beim Forex Daytrading

Die große Menge an verfügbaren Währungspaaren auf dem Forex Markt kann schnell überfordernd sein. Die Antwort darauf, welche Währungspaare die beste Wahl für dein Trading sind, ist ganz von deinem persönlichen Stil abhängig.

Nimm dir daher die Zeit, verschiedene Währungspaare zu analysieren und ihre Eigenschaften kennenzulernen. Da nicht alle Währungspaare für das Forex Daytrading geeignet sind, solltest du mögliche Einflussfaktoren kennen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die folgenden:

Handelsvolumen: Währungspaare, die über ein hohes Handelsvolumen und damit ausreichende Liquidität verfügen, eignen sich sehr gut fürs Forex Daytrading. Das am häufigsten gehandelte Währungspaar auf dem Markt ist Euro/US-Dollar. Dieses Devisenpaar ist sehr liquide und daher tendenziell weniger volatil als andere Währungspaare. Klar ist aber auch, dass auch sehr liquide Instrumente unter Umständen sehr volatil werden können.

Volatilität (Schwankungsbreite): Volatil ist eine Währung dann, wenn ihr Preis keinerlei oder nur wenig Bewegungen macht; bei starken Marktbewegungen dagegen nimmt die Volatilität zu. Auslöser für ein Ansteigen der Volatilität ist die Liquidität. Je höher die Liquidität, desto geringer die Volatilität. Umgekehrt gilt dasselbe.

Liquidität: Einfach ausgedrückt, ist Liquidität die Höhe von Angebot und Nachfrage auf dem Markt. Je größer letztere sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass der Preis in Bewegung gerät. Da manche Währungspaare liquider sind als andere, sind sie auch leichter zu handeln. Das bedeutet auch, dass hochliquide Instrumente üblicherweise in größerem Umfang gehandelt werden.

#3 Übe als Anfänger 1 bis 2 Jahre nur im Demokonto

Du möchtest auf dem Forex Daytrading Markt Erfolg haben, aber hast noch wenig Praxiserfahrung. Starte in diesem Fall nicht mit einem Echtgeld-Depot, sondern eigne dir das Trading zuerst mit einem sogenannten Demokonto an. Dieses kannst du auch über einen längeren Zeitraum nutzen, um Strategien auszuarbeiten.

Der Vorteil ist, dass du im Demokonto nicht das Risiko eingehst, echtes Geld zu verlieren. Stattdessen nutzt du virtuelles Geld, um dich mit den Trading Strategien, dem Marktverhalten und den verschiedenen Orderarten vertraut zu machen. So baust du allmählich Selbstvertrauen beim Traden auf und eignest dir ein nach und nach ein fundiertes Fach- und Marktwissen an.

XTB Demokonto Benutzeroberfläche
XTB Demokonto Benutzeroberfläche

Bei der Wahl des Brokers ist unbedingt darauf zu achten, dass das Demokonto eine genaue Abbildung des Livekontos ist. Nur so kannst du den Broker realitätsgetreu testen und lernst neben der Verwendung der technischen Indikatoren auch die Benutzeroberfläche kennen.

Außerdem sollte das Demokonto die gleichen Spreads und Kommissionen haben wie das Livekonto. Leider bieten viele Broker Demokonten mit im Vergleich zum Livekonto niedrigeren Spreads an. Hierdurch ergibt sich das Problem, dass Anfänger im Demokonto profitabel sind, aber dafür später im Echtgeld-Depot nur zu langfristigen Gewinnen kommen.

#4 Lerne emotionale Kontrolle und Disziplin beim Traden

Beim Trading spielen (oft unbewusst ablaufende) menschliche Eigenschaften wie Gefühle und kognitive Verzerrungen eine wichtige Rolle. Wer als Trader wirklich erfolgreich sein will, sollte sich die verschiedenen Fallstricke bewusst machen, die mit diesen psychologischen Eigenschaften verbunden sind.

Als Trader solltest du grundsätzlich nie aus Emotion oder einer kognitiven Verzerrungen heraus handeln. So hast du größere Chancen, Gewinne zu erzielen bzw. Verluste zu reduzieren.

Die sogenannte „Trading-Psychologie“ ist sehr individuell, da sich jeder von uns von anderen Dingen beeinflussen lässt. Typische Gefühlszustände, die sich auf das Handeln auswirken können, sind diese:

Ungeduld

Wut

Stolz

Angst

Zufriedenheit

Ungeduld

#5 Erfolgversprechend: Kurzfristiges Trading (Scalping)

Scalping ist eine äußerst beliebte Handelsstrategie, die sich auch für das Daytrading mit Forex sehr gut eignet. Für den Tageshandel eignet sie sich deshalb besonders gut, weil sie darauf basiert, dass Positionen innerhalb weniger Sekunden bis Minuten eröffnet und geschlossen werden.

Beim Scalping versucht man, kleine Kursschwankungen zu nutzen, um Gewinne zu generieren. Aus diesem Grund verstreichen zwischen Kauf und Verkauf häufig nur wenige Minuten.

Um trotz der kleinsten Kursunterschiede einen vernünftigen Gewinn zu machen, muss die Posotionsgröße (eingesetzte Geldmenge) vergleichsweise hoch sein. Du benötigst also Kapital und kannst dafür den Hebel nutzen, der dir vom Broker zur Verfügung gestellt wird.

Auf dem Forex-Markt nennt man diese kleinsten Preisbewegungen „Pip“. Auf Deutsch bedeutet dies „Prozent in Punkt“ (Englisch: „Percentage in Point“). Dementsprechend werden Gewinne und Verluste in Pips gemessen.

Normalerweise haben Scalper das Ziel, zwischen 5 und 10 Pips aus jeder Position zu ziehen. So erwirtschaften sie am Ende des Tages eine größere Summe.

#6 Verluste sind alltäglich – lerne sie zu akzeptieren

Als Forex Daytrader musst du damit umgehen können, dass es vorübergehend immer wieder zu Verlusten kommen wird. Nicht jeder Trader ist erfolgreich und eine gute Quote sieht ein Verhältnis von sieben erfolgreichen Trades von insgesamt zehn vor. Du musst also damit rechnen, dass etwa jeder dritte Trade mit einem Verlust ausgeht.

Trader, die Verluste nicht als normalen Teil ihrer Tätigkeit akzeptieren können, geraten schneller in Panik und handeln emotional. Dies wiederum zieht häufig Fehlentscheidungen nach sich, wodurch es zu noch mehr Verlusten kommt. Ebenso wichtig ist es, verpassten Chancen nicht nachzutrauern, denn auch dies erhöht das Risiko emotionaler Reaktionen.

Ein weiterer Tipp: Setze beim Daytrading mit Forex ausschließlich Kapital ein, das du entbehren kannst. Zwar ist es für niemanden einfach, Geld zu verlieren. Trotzdem sollte man kein Geld einsetzen, das man später noch dringend benötigt.

#7 Führe ausführliche Backtests durch

Nach der Strategiefindung und dem Festlegen fixer Regeln gilt es, die Strategie intensiv zu testen. Wer noch keine passende Strategie entwickelt hat, sollte sich nicht zu sehr unter Druck setzen. Stattdessen gilt es, Bildschirmzeit und so sukzessive Ideen für eine Strategie zu sammeln.

Du hast zwei Möglichkeiten, deine Daytrading-Strategie zu testen:

Im Demokonto handeln: Wie bereits beschrieben, lassen sich mit einem Demokonto Strategien risikofrei testen, da es ohne echtes Geld auskommt. Stattdessen ermöglicht es den lebensechten Handel mit nahezu allen Wertpapieren. Mit einem Demokonto sammelst du Bildschirmzeit und wichtige Praxiserfahrungen.

Replay-Modus verwenden: Der in einigen Chartsoftwares vorhandene Replay-Modus bietet dir die Möglichkeit, die Chart in die Vergangenheit zu spulen und den Kursverlauf zu einem früheren Zeitpunkt zu betrachten. Diese Funktion ist vor allem für Scalping- und Intraday-Trading-Ansätze sehr hilfreich.

Es hängt also von dir ab, wie du deine bisherige Strategie testest. Wichtig ist es immer, möglichst viele Daten über die getesteten Trades zu sammeln. Hierfür kannst du beispielsweise folgende Aspekte dokumentieren:

Wie weit war der Stop-Loss entfernt?

Wie weit war der Take-Profit entfernt?

Was war das Ergebnis des Trades?

Welchen Wert hatte der Indikator?

Um wie viel Uhr hast du den Trade eröffnet?

Im Nachhinein hast du so die Möglichkeit, deine Strategie auf ihre Profitabilität zu prüfen. Dafür ausschlaggebend sind außerdem der durchschnittliche Gewinn und Verlust sowie die Trefferquote.

Die genannten Werte werden in der Größe „Profit-Faktor“ verrechnet und zeigen dann an, wie profitabel deine Strategie ist. Für eine profitable Strategie steht ein Faktor von 1 oder darüber, bei einem Faktor unter 1 ist die Strategie unprofitabel.

Gut zu wissen: Eine Strategie, die laut Profit-Faktor nur knapp profitabel hast, solltest du in Kleinigkeiten verändern. Beispielsweise kann auch die Uhrzeit, zu der du Trades eingehst, eine Rolle spielen. Hier lohnt sich eine Analyse, zu welcher Uhrzeit die Trades am profitabelsten sind und zu welcher am unprofitabelsten.

#8 Grundlage Deiner Strategie: Erstelle Dir Regeln für das Forex Daytrading

Du hast bereits erste Erfahrungen mit dem Daytrading Demokonto gesammelt und dir sind auch schon die sich wiederholenden Muster im Markt aufgefallen? Dabei handelt es sich um Chartformationen wie die Kerzenformation, die das Verhalten des Markts widerspiegeln.

Wie du handelst, solltest du aber nicht nur davon abhängig machen, sondern auch von Indikator-Signalen oder der Berichterstattung. Wichtig: Sich wiederholende Muster sind häufig eine gute Grundlage für die Trading Strategie.

Für ein wirklich nachhaltiges Handeln und langfristigen Erfolg am Forex Markt gilt es, Regeln aufzustellen, nach denen die Trading-Strategie funktionieren soll. Solche Trading-Regeln dienen als „Korsett“ für die Strategie und lassen keinen Platz für emotionale Entscheidungen.

Dieses Setup aus Regeln gibt Antworten auf wichtige Fragen hinsichtlich der eigenen Handelsaktivitäten. Dazu zählen unter anderem folgende Punkte:

Mit welchen Finanzinstrumenten/auf welchen Finanzmärkten willst du handeln?

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit du einen Trade eingehst?

Was sind Ausschlusskriterien? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit du Abstand von einem Trade nimmst?

Wann löst du eine Position wieder auf?

Wie risikobereit bist du?

Was ist dein Vorgehen bei einer Verlustserie?

Es gibt keine Pauschalantworten auf diese Fragen, d.h. jeder Trader muss sie für sich selbst beantworten und eigene Handelsregeln aufstellen. Wichtig ist, dass du dich in Zukunft immer an diese Regeln hältst. Sie schützen dich vor unvernünftigen Entscheidungen und sind die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Forex Daytrading.

#9 Konzentriere Dich auf einfache Charttechniken

Unabhängig davon, ob es sich um langfristige Anlagen oder kurzfristiges Daytrading handelt, sollten Strategien stets leicht umsetzbar sein. So reichen eine gute Trendanalyse in Kombination mit einem Kerzenmuster und durchdachten Trading-Regeln (Risikomanagement) aus, um einen Trade einzugehen.

Viele Trader sind der Meinung, sie müssten etliche Indikatoren finden, die ihnen einen Gewinntrade signalisieren. Dem ist nicht so, stattdessen reichen die simpelsten Indikatoren – und davon ein oder zwei – oft aus. Gerade als Anfänger ist es sinnvoll, sich auf einfache Indikatoren zu konzentrieren.

Dazu gehören neben dem gleitenden Durchschnitt auch die Unterstützungs- und Widerstandslinien. Beide Charttechniken helfen dir, die Zonen im Chart zu erkennen, die wahrscheinlich für Trendwechsel sorgen werden, und deine Trade Ein- und Ausstiege zu optimieren.

#10 Nutze den Top-Down-Ansatz

Der Top-Down-Ansatz verfolgt die Idee, die Chartanalyse schrittweise von großen Zeiteinheiten hin zu kleineren Zeiteinheiten zu verfeinern. Doch was bedeutet der Ansatz in der Praxis?

Gängige Trading-Plattformen ermöglichen es ihren Nutzern, sich Charts in verschiedenen Zeiteinheiten anzeigen zu lassen. Die Range reicht von sehr kurzfristigen Charts (z.B. Minutenchart oder 5-Minutenchart) bis zu langfristigen Charts (z.B. Tages- und Wochencharts). Für Trader ist es wichtig, nie nur anhand sehr kurzfristiger Charts zu handeln.

Top-Down-Ansatz
Beispiel für Top-Down-Ansatz

Stattdessen muss man den zeitlichen Überblick behalten. Schließlich kann es sein, dass die kurzfristige Chart zwar fallende Kurse anzeigt, aber die langfristige Chart steigende Kurse zeigt. Dann macht es natürlich Sinn, als Trader auch auf steigende Kurse zu setzen, um nicht von Anfang an einen statistischen Nachteil zu haben.

Daytrader tun also gut daran, auf den Tageschart zu achten, um sich einen Überblick zu verschaffen, und ihre Erkenntnisse dann sukzessive auf die Stunden- und Minutencharts zu verfeinern.

#11 Bilde Dich immer weiter

Gerade blutige Anfänger im Forex Markt sollten sich ein solides Vorwissen aneignen, bevor sie ins Daytrading mit Währungen starten. Wissen und praktische Erfahrung erhöhen die Chancen, im Daytrading Erfolg zu haben, weshalb das Training mit dem Demokonto so wichtig ist.

Auch dieses stellt eine Form der Weiterbildung dar, da es Tradern die Möglichkeiten bietet, Strategien zu testen und gegebenenfalls zu optimieren. Darüber hinaus lernt man bei Nutzung des Kontos die Trading Plattform besser kennen, übt sich im Umgang mit den verschiedenen Funktionen und begeht im Nachhinein weniger Fehler.

Doch auch fortgeschrittene Daytrader tun sich selbst einen Gefallen, wenn sie sich kontinuierlich weiterbilden. Weiterbildungsmöglichkeiten bieten zum Beispiel Forex Broker und CFD Broker an, die Nutzung ist in der Regel kostenlos.

Wer sich zum Thema Daytrading mit Forex schlau machen will, hat dafür zahlreiche Optionen:

Video-Tutorials, z.B. YouTube oder private Webseiten

eBooks und Bücher

Podcasts

Seminare

Webinare

#12 Bleib geduldig am Ball

Das größte Problem beim Trading ist eine falsche Erwartungshaltung. Vielen Tradern fehlt es an Geduld und Ausdauer und/oder sie erwarten, gleich zu Anfang eine große Menge Geld zu verdienen. Tatsächlich ist eine Trading-„Ausbildung“ nichts, was innerhalb von ein paar Wochen oder auch Monaten abgeschlossen wäre.

Meist sind mehrere Jahre nötig, um eine profitable Strategie zu entwickeln. Für Anfänger gilt es daher, geduldig zu sein und nicht zu viel Druck aufzubauen, wenn der große Sprung nach kurzer Zeit noch ausgeblieben ist.

Die meiste Zeit über passiert beim Forex Daytrading tatsächlich nichts. Oft verbringe ich lange Zeit damit, den Markt zu analysieren und ein Set-up fürs Trading zu entwickeln.

Währenddessen warten ich darauf, dass ein Signal aktiv wird. Ist dies der Fall, setzen ich den Trade um und warte ab, was passiert. So verfahren viele Trader und das erfordert ein großes Maß an Geduld und Ausdauer.

FAQ – Forex Daytrading

Was ist Forex Daytrading?
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Mit Forex (foreign exchange) Daytrading ist der Tageshandel mit Währungspaaren (z.B. USD/EU) gemeint. Die Paare bezeichnet man auch als Devisen, sodass Forex Daytrader am Devisenhandel teilnehmen. Daytrading bedeutet, dass die Händler Positionen innerhalb nur eines Tages eröffnen und wieder schließen.
Was verdient ein Forex Daytrader am Tag?
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Eine pauschale Antwort auf diese Frage ist kaum möglich, da die Gewinne als Daytrader individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Die Differenz zwischen Gewinn und Verdienst hängt zudem von den Ausgaben, beispielsweise für die Besteuerung, ab. Erfolgreiche Trader verdienen zwischen einem und vier Prozent ihres Startkapitals pro Monat, haben also einen täglichen Verdienst von 0,033 bis 0,13 Prozent. Mit einem Daytrading Kapital von 100.000 Euro würde der Gewinn pro Tag zwischen 33 und 130 Euro betragen.
Welche Daytrading Plattform ist die beste für den Forex-Handel?
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Eine sehr gute Daytrading Plattform für Forex ist XTB. Die Plattform punktet mit einer ultraschnellen Orderausführung, einem kostenlosen Demokonto und den Softwares MetaTrader 4 und xStation 5. Die mobilen Apps ermöglichen den Handel von überall aus.
Wie gut kann man von Daytrading leben?
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Die Rendite im Daytrading kann sehr unterschiedlich ausfallen und ist von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem dem Markt, der Handelsstrategie und dem Risiko des Daytraders. Während einige Daytrader hohe Renditen erzielen, machen wieder andere Verluste.
Wie realistisch sind konsistente Gewinne im Daytrading?
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Erfahrene Daytrader, die die Tätigkeit häufig auch professionell ausüben, können monatliche Gewinne erzielen. Trotzdem sollte man sich bewusst sein, dass diese Schwankungen ausgesetzt sind. Meist bewegen sie sich zwischen einem und fünf Prozent des eingesetzten Kapitals. Dagegen machen Anfänger mit weniger Wissen und Erfahrung oft mehr Verluste als Gewinne.
Welche Forex Daytrading Strategien haben sich bewährt?
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Einfach umsetzbare Strategien für das Forex Daytrading sind die technische Analyse, die Trendfolgestrategie, Scalping und Risikomanagement. All diese Handelsstrategien kann man auch in anderen Märkten anwenden. In einigen Fällen ist es sinnvoll, gleich mehrere dieser Strategien zu kombinieren, um das beste Ergebnis zu erzielen.
Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

>75% Trefferquote

+6 Jahre Erfahrung

>100K € Jahresgewinn

Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.