Wer an den Märkten aktiv handeln will, der brauch 2 Zutaten: Wissen und Kapital. Während Wissen sehr leicht über Blogs, YouTube Videos oder Bücher anzueignen ist, hat man oftmals Probleme ausreichend Kapital für das Trading anzuschaffen.

Das sogenannte Hebel Trading gehört zu einer der spannendsten Herangehensweisen auf den Finanzmärkten. Beim Handel mit zahlreichen unterschiedlichen Produkten kannst Du durch einen Hebel das Handelsvolumen ohne zusätzliches Eigenkapital erhöhen.

Der Hebel wirkt dabei wie ein Multiplikator, für den Du lediglich eine gewisse Sicherheitsleistung hinterlassen musst. Das mag erst einmal kompliziert klingen, ist im Prinzip aber ganz simpel. Ich zeige Dir im Folgenden, wie Du Dich an das Hebel-Trading annähern kannst und was Du wissen musst.

#1 Finde für das Hebel Trading deinen passenden Handelsstil

Das Hebel-Trading ist vor allem für Trader interessant, welche von kleinen Bewegungen bei kurzen Haltedauern profitieren wollen. Mit einem Hebel kannst Du beim Trading eine Position eröffnen, die einen höheren Wert hat als das Kapital, das Du zu Beginn des Trades investiert hast. Die Idee dahinter ist einfach: Um von den kleinen Bewegungen wirklich signifikante Gewinne erzielen zu können, muss man meist sehr viel Kapital einsetzen. Durch die Nutzung von Hebel kann man sehr schnell sehr große Geldmengen bewegen und bereits bei kleinen Bewegungen solche Gewinne erzielen.

Solch ein kurzfristiger Trading-Stil ist auch als „Daytrading“ bekannt. Aber Daytrading ist nicht gleich Daytrading! Grundsätzlich unterscheiden wir 3 Trading-Stile in welche sich Daytrader einordnen lassen: Scalping, Intraday-Trading und kurzfristiges Swing-Trading.

Mein persönlicher Favorit ist das Scalping. Ich trade bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit diesem Stil und nutze dabei Hebel. Beim Scalping handelt es sich um den kurzfristigsten Trading-Ansatz. Im Scalping versuche ich mir von großen Bewegungen kleine Teilstück rauszuschneiden, wobei ich mit einer sehr großen Positionsgröße handel. Die Haltedauer meiner Trades beträgt meist 5-15 Minuten.

Das Intraday-Trading ist der wohl bekannteste Handelsstil von allen: Man kauft eine Position (bspw. eine Aktie) an einem Tag und verkauft diese Aktie wieder am selben Abend. Die Haltedauer dieses Handelsstils beträgt meist mehrere Stunden. Viele Intraday-Trader schließen bewusst Ihre Positionen am Abend, um ein Übernacht-Halterisiko zu vermeiden. Sprich möglichen negativen Nachrichten, welche außerhalb der Börsenöffnungszeiten passieren können, aus dem Weg zu gehen. Gerade bei der Verwendung von Hebel ist das ein wichtiger Teil des Risikomanagements!

Das kurzfristige Swing-Trading konzentriert sich hauptsächlich auf größere Bewegungen, die beispielsweise aufgrund von Unternehmensnachrichten entstehen. Wenn ein Unternehmen Quartalszahlen meldet, hat dies normalerweise mehrere Tage lang Auswirkungen auf den Kursverlauf. In Kombination mit dem Verständnis der technischen Analyse, um Einstiegs- und Ausstiegspunkte zu optimieren, kann dies zu einem profitablen Handelssystem führen.

Beachte: Das Hebel-Trading ist vor allem für kurzfristige Trading-Stile sinnvoll. Für längerfristige Handelsstile wie dem Positions-Trading oder dem Investieren rate ich Dir von Hebel ab, auf Grund des höheren Risikos, als auch der Swaps (=Haltegebühren), welche deine Rendite vermindern.

Trading-Stil je Haltedauer im Trading an der Börse Grafik
Grafik: Trading-Stil je Haltedauer

#2 Baue Fachwissen über Derivate für das Hebel Trading auf

Obwohl man denken könnte, dass Hebel-Trading nur über ein einziges Finanzprodukt möglich ist, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten wie man mit wenig Geldeinsatz viel Kapital bewegen kann. Die Finanzinstrumente mit denen das Hebel-Trading für jeden möglich wird nennt man Derivate.

Ein Derivat (lat. „derivare“ = ableiten) ist im Grunde genommen ein Vertrag zwischen zwei oder mehr Parteien. Der Wert dieses Vertrags leitet sich vom Kurs eines Basiswerts ab, beispielsweise einer Aktie. Derivate dienen oft dazu, auf zukünftige Preisbewegungen des Basiswerts zu spekulieren, sei es steigend oder fallend, ohne den tatsächlichen Vermögenswert erwerben zu müssen. Das heißt: Du kaufst etwas, was sich im Kursverlauf exakt gleich verhält wie der zugrundeliegende Aktienkurs, besitzt die Aktie aber nicht in Wirklichkeit, sondern nur dieses „andere etwas“.

Wer meint, ohne Wissen über Derivate im Hebel-Trading Erfolg haben zu können, wird sein Geld innerhalb kurzer Zeit verlieren. Jede erfolgreiche Trading Strategie ist das Ergebnis profunden Fachwissens und harter Analysearbeit. Um dir den Einstieg in das Hebel-Trading bestens zu erleichtern, möchte ich Dir die wichtigsten Derivate kurz erklären.

Produkte für das Hebel Trading

Was sind KO-Zertifikate?

Knock-Out Zertifikate sind gehebelte Wertpapiere, welche mit einem sogenannten Knock-Out-Level ausgestattet sind. Wird dieser Knock-Out-Wert erreicht, verfällt das Papier wertlos, was ein Totalverlust bedeutet. Der Hebel der KO-Zertifikats hängt eng mit nach der Entfernung zum KO-Level zusammen. Die Hebel von KO-Scheinen können von 1 bis 150 reichen.

Beispiel zur Ermittlung des Hebels:
Hat ein Basiswert einen Kurs von 100€ und das darauf aufbauende KO-Zertifikat eine KO-Schwelle von 90€, dann liegt der Knock-Out 10% unterhalb des aktuellen Kurses. Das Zertifikat hat entsprechend einen Hebel von 10. Woher ich das weiß? Nutzt Du einen Hebel von 10 und der Kurs läuft 10% gegen Dich, dann machst Du 100% Verlust, sprich einen Totalverlust, was der KO-Schwelle entspricht.

Würde der KO-Preis bei 80€ liegen, dann könnte der Kurs 20% Verlust machen, um diese zu erreichen. Der Hebel des KO-Zertifikats läge in diesem Beispiel bei 5, da 5 x 20% = 100% Verlust sind.

Was sind CFD’s?

Differenzkontrakte (Contract for Difference=CFD) sind ebenfalls beliebt im Margin-Handel. In diesem Fall schließen der Broker und der Trader einen Vertrag über den Handel ab. Der Trader erhält nicht den eigentlichen Basiswert, aber eine Garantie vom Broker, dass dieser die Wertentwicklung ausgleicht. Bis 2018 gab es keine Begrenzung wie hoch der Hebel im CFD Handel sein darf. Hebel von bis zu 500 waren damals möglich! Im Sommer 2018 veröffentlichte die ESMA (European Securities and Markets Authority) dann Regulierungen, welche vor allem den Privatanlger schützen sollten. Eine Hebelbeschränkung sowie das Verbot von Nachschusspflichten waren Teil der Regulierung.

Hebelbeschränkung durch die ESMA:

Major Forex

max. 30

Gold

max. 20

Indizes

max. 20

Aktien

max. 5

Krypto

max. 5

Was sind Optionen?

Optionen sind derivative Finanzinstrumente, die dem Käufer das Recht, aber nicht die Verpflichtung, ein bestimmtes Gut zu einem festgelegten Preis zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen, bieten. Calls ermöglichen den Kauf, Puts den Verkauf. Der Preis basiert auf der Volatilität, Laufzeit der Option und dem Basiswert.

Was sind Faktor-Zertifikate?

Kaufst Du ein Faktor-Zertifikat, dann kaufst Du ein Finanzprodukt, was die Kursbewegung eines Basiswerts multipliziert. Beispielsweise verdoppelt ein Faktor 2 Zertifikat Kursgewinne, aber auch -verluste. Im Grunde verhalten sie sich also ähnlich zu KO-Zertifikaten mit nur einem Unterschied: Faktor-Zertifikate haben keine KO-Schwelle. Das heißt Du kannst auch mehr als 100% deines eingesetzten Kapitals verlieren.

Handelbare Märkte im Hebel Trading

Das Hebel-Trading bietet uns Tradern eine große Chance, da wir mit wenig Kapitaleinsatz die Möglichkeit haben überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen. Doch wie heißt es so schön: Jeder möglichen Rendite steht ein mindestens genauso hohes Risiko entgegen! Für Hebel-Trader bedeutet das, dass der Hebel in beide Richtungen wirkt. Solltest Du beispielsweise einen Long-Trade mit einem KO-Zertifikat mit Hebel 5 umsetzen, dann wirkt sich die Veränderung des Basiswertes von +1% um ganze +5% auf deinen Trade aus. Sollte der Basiswert allerdings -1% verlieren, dann verlierst du -5%.

Mit Hebelprodukten kannst Du grundsätzlich auf allen Märkten handeln und sowohl auf steigende, als auch auf fallende Kurse spekulieren. Die richtige Auswahl des Marktes und das Wissen über sein Verhalten ist entsprechend essentiell für dich als Trader! Damit Du den für dich richtigen Markt auswählen kannst, gebe ich Dir aus meiner Erfahrung ein paar Hilfestellungen mit auf den Weg.

Aktien: Der Zugang zum Wertpapierhandel hat die geringste Hürde der hier genannten Assets und ist daher für Anfänger bestens geeignet. Im sogenannten Aktien Trading solltest Du dich vor allem auf sogenannte „BigCaps“ fokussieren. BigCaps sind Aktien mit sehr großem Börsenwert. Beispiele sind Tesla, Apple, Microsoft, Apple und Nvidia. Diese Aktien lassen sich auf Grund des hohen Handelsvolumens super intraday handeln. Andere Aktien, wie beispielsweise Deutsche Aktien, haben weniger Handelsvolumen und sollten eher auf Tageschartbasis gehandelt werden. Hier kannst Du den Trading-Stil des Swing-Trading üben.

S&P500 Index: Der S&P ist einer der größten Indizes weltweit und vermutlich der wichtigste. Jeder Trader, jede Bank und jeder Fond haben seinen Verlauf im Blick. Entsprechend besteht großes Interesse von einigen Institutionen an bestimmten Bewegungen im Index selbst. Der Index zeichnet sich daher durch einen sehr ruhigen und sauberen Verlauf aus. Unterstützungen & Widerstande werden meist perfekt angelaufen und respektiert. Der Index ist vor allem für Anfänger des Hebel-Tradings bestens zum Traden lernen geeignet. Auf Grund der geringen Bewegungen halte ich für das Daytrading Hebel bis zu 10 als in Ordnung.

Dax40 Index: Der DAX ist der größte Deutsche Index und ist ähnlich dem S&P ein relativ ruhiger Index, was die Schwankungsbreite (Volatilität) angeht. Das ruhige Verhalten ist allerdings nicht auf seine Wichtigkeit zurückzuführen, sondern auf das viel geringere Handelsvolumen, als bei anderen Assets. Auf Grund dieses geringeren Handelsvolumen kommt es oftmals zu Fehlsignalen, sprich der Index läuft Unterstützungen & Widerstände relativ unsauber an. Ich hatte damals das Trading im Dax gelernt, da ich nichts anderes kannte und mich hier entsprechend sicher gefühlt habe (=“Home bias“). Ich persönlich trade den DAX ganz gerne mittels CFD’s und KO-Zertifikaten.

Nasdaq100 Index: Der technologielastige Nasdaq Index ist einer der wichtigsten US Indizes. Im Grunde ähneln seine Bewegungen sehr denen des S&P, wobei die Bewegungen relativ gesehen mehr Strecke machen. Macht der S&P beispielsweise 1% Gewinn, dann macht die Nasdaq 1,2%. Verliert der S&P 1%, dann verliert die Nasdaq halt 1,4%. Es wird schnell klar: die Nasdaq ist ein sehr volatiler Index, wobei auch hier bestimmte Level eher unsauber angelaufen werden. Der Index ist vor allem für erfahrene Trade super geeignet, welche von der hohen Schwankungsbreite zu profitieren wissen. Den Index trade ich vor allem gerne per CFD.

Bitcoin: Die wohl weltweit bekannteste Kryptowährung ist auch unter Tradern sehr beliebt. Der Bitcoin zeichnet sich ebenfalls durch eine enorm hohe Volatilität aus, weswegen ich Dir raten würde den Bitcoin nur zu traden, wenn du bereits erfahrener bist. Als Bitcoin-Trader solltest du vor allem bei der Auswahl deines Broker große Acht geben! Viele Broker bieten zwar das Kryptotrading an, verlangen aber absurd hohe Spreads, welche deine Gewinne mindern. Suche Dir bitte einen Broker mit kleinen Spreads aus. Meist sind das Broker, welche auf der MetaTrader Software basieren.

Gold: Das Traden von Rohstoffen ist unter erfahrenen Tradern weit verbreitet. Vor allem die hohe Volatilität ist attraktiv für Daytrader. Für Anfänger würde ich allerdings lieber auf ein weniger risikoreicheres Asset verweisen. Als Trading-Beginner weiß man meist nie wie man seine Positionsgröße und damit einhergehend sein Risiko richtig managen sollte, was beim Goldtrading ein Genickbruch bedeutet. Hier ist Risikomanagement das A&O! Für das Goldtrading hat man im übrigen ein ähnliches Problem bezogen auf den Spread bei Brokern, wie ich es bereits beim Bitcoin erläutert habe.

Da Hebel in beide Richtungen wirken, rate ich Dir stets kleine Hebel zu verwenden, um ein verantwortungsbewusstes Hebel-Trading zu realisieren. Ich nutze im Index-Trading per CFD beispielsweise einen Hebel von 20 für das Daytrading. Swing-Trading in den Indizes setze ich nur mit einem Hebel von 5-10 um. Das Aktien-Trading kann man Intraday mit Hebel 5 umsetzen, wobei Swing-Trades mit kleineren Hebel von 2-3 umgesetzt werden könnten. Bitcoin und Gold haben bereits eine hohe Volatilität, weswegen ein Hebel von 2-3 vollkommen ausreichend sind. Für langfristige Investitionen würde ich niemals auf Hebelprodukte zurückgreifen. Gehebelte ETF’s machen beispielsweise einen sicheren Eindruck, haben aber das selbe Risiko des Totalverlusts wie andere Hebelprodukte.

Diese Angaben sind natürlich nur Richtwerte für Dich und können je nach Tradertyp variieren. Dennoch verfolgen sie allesamt das Ziel das Verlustrisiko zu minimieren bei gleichzeitigem Erhalt von überdurchschnittlichen Gewinnchancen.

Beachte: Auf Grund des höheren Renditepotentials sind Hebel gerade bei Trading-Anfängern sehr beliebt. Die damit verbunden Risiken werden aber oftmals vernachlässigt. Das Hebel-Trading erfordert deutlich strengere Regeln des Risikomanagements, um sein Kapital rechtzeitig im Falle eines Verlusttrades zu schützen.

Hebelwirkung Praxisbeispiel Nasdaq Index vs. Nasdaq Leverage
Grafik: Praxisbeispiel Hebelwirkung im Kursverlauf

#3 Nutze Chartanalyse im Hebel Trading für die Erkennung von Trends

Da der Schutz des Kapitals stets an erster Stelle steht, sollte sich jeder Trader mit der Charttechnik beschäftigen, um seine Ein- und Aussteige zu optimieren. Das schöne an der technischen Analyse: Bereits mit dem Verständnis von Grundkonzepten kannst Du enorm große Vorteile anderen Marktakteuren gegenüber genießen. Die Analyse von Trends ist dabei ein elementarer Grundstein und sollte dir als Filter dafür dienen in welche Richtung Du handeln möchtest. Dank Derivaten ist es Dir sehr leicht möglich sowohl auf steigende, als auch auf fallende Kurse zu setzen. Warum sollten wir das also nicht nutzen?

Beim Chartanalyse lernen wirst Du merken, dass es Aufwärtstrends, Abwärtstrends und Seitwärtstrends gibt, die Du erkennen solltest. Befindet sich der Kurs in einem Aufwärtstrend, macht es Sinn überwiegend Long-Derivate zu kaufen, wohingegen man in einem Abwärtstrend eher auf Short-Derivate zurückgreifen sollte. Dies ist ganz im Sinne der Trendfolge, welche Dir einen statistischen Vorteil verschafft.

Jeder Trendtyp lässt sich durch eine einzigartige Struktur eindeutig definieren. Mit Marktstruktur ist vor allem gemeint in welcher Folge sich sämtliche Verlaufshoch und -tiefs gebildet haben. Ein Aufwärtstrend ist so beispielsweise durch eine Folge von Höheren Hochs (HH) und Höheren Tiefs (HT) definiert. Ein Abwärtstrend wird durch eine gegenteilige Struktur definiert: Tiefere Tiefs (TT) und Tiefere Hochs (TH).

Trendtypen Technische Analyse
Grafik: Die 3 Trends der technischen Analyse

Da die Erkennung von Trends vor allem für Trading-Anfänger schwer sein kann, kann man auch auf Hilfsmittel wie Gleitdurchschnitte zurückgreifen. Befindet sich der Kurs oberhalb des Gleitdurchschnitt-38 (kurz: SMA38), dann spricht man von einer Aufwärtsbewegung, befindet er sich drunter, dann spricht man von einer Abwärtsbewegung. Eine andere Möglichkeit für die Trenderkennung bieten Trendlinien. Hierbei verbindet man 2 nebeneinanderliegende Verlaufshochs (bzw. Verlaufstiefs) und schaut auf die Steigung der Linie. Eine steigende Linie, welche durch 2 Verlaufstiefs definiert ist, deutet mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Aufwärtstrend an.

Gleitdurchschnitt technische Analyse als Trendolger
Grafik: Gleitdurchschnitt als Trendfilter
Trendlinie als Trendfilter technische Analyse
Grafik: Trendlinie als Hilfsmittel

Damit ich Trends und Trendumkehrpunkte besser vorhersagen kann, greife ich gerne auf die Dow-Theorie zurück. Charles Dow, der Begründer dieser Theorie, postulierte, dass sich Trends in 3 Phasen entwickeln: die Akkumulationsphase, Phase der Öffentlichkeit und Distributionsphase. Ein Grundpfeiler der Theorie ist, dass Trends so lange intakt bleiben, wie sie nicht gebrochen werden. Für uns als Trader heißt das: Dem Trend zu folgen ist sehr oft eine kluge Entscheidung.

Das Erkennen der 3 Phasen ist, wie in der Technischen Analyse üblich, reine Übungssache. Hat man aber einmal den Dreh raus, dann kann das unglaublich sehr dabei helfen, seine Ein- und Ausstiege besser zu timen. Da die Dow-Theorie allerdings schon etwas fortschrittlicher ist, reicht es zunächst auch erstmal nur aus, wenn Du zwischen den oben erwähnten Trendtypen unterscheiden bzw. diese erkennen kannst.

DOW Theorie 3 Phasen technische Analyse
Grafik: Die 3 Phasen der Dow-Theorie

Beachte: Durch die Trendanalyse kann lediglich die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Trades verbessert werden und das Risiko, Trades mit geringen Erfolgsaussichten zu eröffnen, deutlich reduziert werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Trendfortsetzung ist dabei stets größer, als die Wahrscheinlichkeit einer Trendumkehr. Diverse Methoden und Theorien wie die Dow Theorie helfen dabei den zukünftigen Kursverlauf besser einzuschätzen und zu entscheiden, ob wir auf eine Fortsetzung des Trends oder eine Trendumkehr spekulieren sollten.

#4 Eröffne ein Demokonto um Hebel Trading zu lernen

Es wird oft gesagt, dass Trading zu 20% aus Wissen und zu 80% aus Übung besteht. Nach diesem Prinzip rate ich Dir so schnell wie möglich mit dem Trading zu beginnen, um dein angeeignetes Wissen über Derivate und technische Analyse umzusetzen.

Ein Sprung ins kalte Wasser ins Echtgeld-Depot wäre aber ein fataler Fehler! Ohne echte Praxiserfahrung ist die Chance Dein Geld zu verlieren sehr groß! Ich lege Dir ans Herz, dass Du zunächst in einem Demokonto mit Spielgeld über einen längeren Zeitraum trainierst, um Deine theoretischen Kenntnisse in praktische Fähigkeiten umzuwandeln. Hierfür kannst Du Dir beispielsweise bei einem CFD-Broker Deiner Wahl ein Trading Demokonto erstellen.

Ich persönlich habe damals knapp 1,5 Jahre im Demokonto das Hebel-Trading lernen müssen, bevor ich mich richtig ans Echtgeld-Konto gewagt habe! Geduld ist hierbei ein wichtiger Begleiter!

Auch als erfahrener Trader profitiert man immer wieder von einem solchen Konto mit virtuellem Geld, das sich auch gut zur Ausarbeitung von Trading-Strategien nutzen lässt und das natürlich ohne das Risiko, echtes Geld zu verlieren.

Wenn du noch keine Erfahrung im Trading hast, ist die Nutzung eines Demokontos unerlässlich, um Handelsstrategien, Marktverhalten und Orderarten zu verstehen. Hier kannst du verschiedene Ansätze testen und allmählich Vertrauen im Trading aufbauen.

Beachte: Achte bei der Wahl eines Brokers darauf, dass das Demokonto die exakte Abbildung des Livekontos darstellt, um möglichst praxisnah Daytrading lernen zu können. So lässt sich ein Broker außerdem auch insgesamt viel besser testen, schauen wie die Benutzeroberfläche strukturiert ist und wie technische Indikatoren verwendet werden können.

XTB Demokonto Benutzeroberfläche
Grafik: XTB Demokonto Benutzeroberfläche

#5 Finde deine eigene Strategie für das Hebel Trading

Erstelle dir Regeln für dein Hebel Trading

Nachdem Du erste Erfahrungen im Hebel-Trading mit dem Demokonto gesammelt hast, sind Dir sicherlich verschiedene wiederholende Muster im Markt aufgefallen. Ob es das Verhalten des Marktes nach einer bestimmten Kerzenformation, einem Indikator-Signal oder einer Nachricht ist, ist hierbei völlig egal. Solche wiederholenden Muster können die Grundlage für Deine Strategie sein.

Um eine nachhaltige Strategie zu entwickeln, ist es wichtig, klare Handelsregeln festzulegen, nach denen die Strategie funktionieren soll. Auf diese Weise kann langfristiger Erfolg sichergestellt werden. Trading-Regeln dienen dazu, die Strategie in klaren Grenzen zu halten, um emotionalen Einflüssen keinen Raum zu geben. Emotionales Handeln kann verheerend für ein Trading-Depot sein und sollte vermieden werden.

In Deinen Trading-Regeln solltest Du alle fundamentalen Fragen in Bezug auf Deine Handelsaktivitäten beantworten. Dazu zählen unter anderem folgende Punkte:

Auf welchen Märkten und mit welchen Finanzinstrumenten willst Du handeln?

Wie groß darf dein Hebel maximal sein?

Welche Kriterien müssen erfüllt sein, bevor Du einen Trade eingehst?

Was sind Ausschlusskriterien für Wertpapiere bzw. Trades?

Wie entscheidest Du, wann Du eine Position wieder auflöst?

Wie viel Risiko bist Du bereit, einzugehen?

Welches Risikomanagement liegt Deinen Trades zugrunde?

Wie gehst du bei einer Verlustserie vor?

Auf all diese Frage gibt es keine allgemeingültigen Antworten. Jeder Trader muss sie individuell für sich selbst beantworten und seine persönliches Trading-Regeln finden.

Backteste deine Hebel Trading Strategie

Sobald du eine mögliche Strategie mit festen Regeln gefunden hast, solltest du diese Strategie im nächsten Schritt ausgiebig testen! Übrigens: Gerade zu Beginn fühlt man sich womöglich überfordert und weiß gar nicht wie genau seine Strategie aussehen könnte. Keine Panik, es gibt 1 Millionen Wege an der Börse Geld zu verdienen. Sammle viel Bildschirmzeit und du wirst dich Stück für Stück im Markt zu Recht finden und letzten Endes eine Idee für eine Strategie haben.

Wie genau du dein Strategie testest hängt von dir ab. Du solltest aber auf jeden Fall so viele Datenpunkte wie möglich über die getesteten Trades sammeln. Notiere dir hierfür beispielsweise folgende Sachen:

Welchen Hebel hast Du verwendet?

Welches Hebelprodukt hast du verwendet?

Wie weit war der Stop-Loss weg?

Wie weit war der Take-Profit weg?

Wie ist der Trade ausgegangen?

Welchen Wert hatte der Indikator? (falls Deine Strategie darauf beruht)

Welche Uhrzeit hast Du den Trade eröffnet?

All diese Dinge helfen Dir, um im Nachgang deine Strategie zu beurteilen, ob diese tatsächlich profitabel ist. Wichtige Faktoren sind hierbei die Trefferquote, der durchschnittlicher Gewinn und der durchschnittlicher Verlust.

Diese Werte kann man im übrigen auch in einer Kenngröße namens „Profit-Faktor“ zusammenfassen, wobei gilt: Ist der Profit-Faktor größer als 1, dann ist die Strategie profitabel. Ist der Profit-Faktor kleiner als 1, dann ist die Strategie unprofitabel.

Beachte: Solltest du eine profitable Strategie gefunden haben, findest aber beispielsweise, dass deine zwischenzeitlichen Verluste (Drawdown) viel zu groß sind, dann verringere den Hebel deiner Strategie und behalte alles andere gleich.

#6 Finde den passenden Hebel für dich

Die Festlegung des passenden Hebels für Dein Trading ist keine leichte Aufgabe, da sie stets von Deiner individuellen Trading-Strategie und Deinem Marktüberblick abhängt. Als Faustregel gilt aber: Je länger Du beabsichtigst, Deine Positionen zu halten, desto moderater sollte Dein Trading-Hebel sein. Langfristig geplante Positionen werden in der Regel eröffnet, wenn größere Marktbewegungen erwartet werden, welche beispielsweise auf Tageschartbasis realisiert werden könnten. Wenn Du nur in kleinen Zeiteinheiten wie dem 5-Minutenchart handelst, dann gelten diese Bewegungen als sehr kurzfristig.

Die Idee hinter einem kleinerem Hebel bei größeren Bewegungen ist einfach: Versuchst Du lange Bewegungen zu handeln, dann ist dein Stop-Loss auch im Normalfall deutlich weiter weg, als bei kurzfristigen Trades. Um die Grundregeln des Risikomanagements einzuhalten, sprich beispielsweise nur maximal 1% deines Depots als möglichen Verlust pro Trade zu riskieren, solltest Du also Deinen Hebel verkleinern, wenn der Stop-Loss weiter weg liegt.

Der Hebel ist allerdings nicht alles, was Du anpassen kannst, um dein Risikomanagement einzuhalten. Eine Trading-Position hat stets 2 Stellschrauben an denen Du drehen kannst: Das eingesetzt Kapital und der Hebel. Falls Du also einen eher weiten Stop-Loss setzen magst, aber dein Hebel gleich bleiben soll, dann passe einfach dein eingesetztes Kapital (=Margin) nach unten an. Folgendes Rechenbeispiel soll das Prinzip nochmal verdeutlichen.

Beispiel:
Angenommen Du möchtest den Dax traden und bist bei einem CFD-Broker, wo Du einen Hebel von 20 vor eingestellt hast. Eröffnest Du eine Position nun mit 500€, dann bewegst Du in Wirklichkeit 10.000€ (weil 500€ x 20 = 10.000€). Möchtest Du nun Dein Risiko verkleinern, dann könntest Du entweder Dein Hebel beispielsweise von 20 runter auf 10 setzen, wodurch Du nun in Wirklichkeit eine Position von nur noch 5.000€ (weil 500€ x 10 = 5.000€) handelst. Oder Du behälst Deinen Hebel von 20 bei und verringerst deine Margin von 500€ runter auf 250€. In diesem Fall würdest Du ebenfalls wieder in Wirklichkeit nur 5.000€ (weil 250€ x 20 = 5.000€) handeln und hast Dein Risiko somit verkleinert, da Du mit 5.000€ deutlich weniger einsetzt als bei 10.000€.

Positionsgröße managen im Hebel-Trading Möglichkeiten
Grafik: Positionsgröße richtig einordnen

Wenn Du mit KO-Zertifikaten dein Hebel Trading umsetzt, dann kannst Du sehr flexibel beide Möglichkeiten zur Positionsanpassung verwenden, wobei Du hier aufpassen musst, dass die KO-Schwelle des Zertifikats weiter weg als Dein geplanter Stop-Loss liegt.. Falls Du bei einem CFD-Broker tradest, dann wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit dein Risikomanagement über die Anpassung des eingesetzten Kapitals regeln müssen, da viele CFD-Broker keinen veränderlichen Hebel anbieten.

Im Allgemeinen gilt: Kleine Hebel sind verantwortungsbewusst! Du kannst natürlich wie oben erläutert deine Position auch über das eingesetzt Kapital steuern, aber in der Praxis ist die Nutzung von kleinen Hebel cleverer auf Grund von beispielsweise dem Spreads. Handelst du beispielsweise den Dax per KO-Zertifikate mit Hebel 100, dann hast du meist einen Bid- und Ask-Kurs von 1,20€ zu 1,22€. Der Spread beträgt also 2 Cent pro Zertifikat-Schein. Nutzt Du einen kleinen Hebel wie beispielsweise 10, dann hast du meist Preise von 14,80€ zu 14,82€. Zwar liegt bei beiden Scheinen der Spread pro Schein bei 2 Cent, aber relativ gesehen ist im ersten Fall der Spread 1,6% groß, wohingegen im zweiten Schein der Spread lediglich 0,1% groß ist. Da der Spread uns zu Beginn eines Trades stets ins Minus bringt, solltest Du sowas definitiv mit beachten!

Beachte: Durch den Hebel kannst Du überdurchschnittliche Rendite erzielen, welche einem genauso großem Verlustrisiko gegenüber steht. Um den für Dich und Deine Strategie richtigen Hebel zu finden führt in meinen Augen kein Weg am austesten im Demokonto vorbei.

#7 Lerne das Hebel Trading mit einem Stop-Loss

Wenn Du Trading-Anfänger bist wirst Du Dir wahrscheinlich schnell Gedanken darüber machen, wo der perfekte Einstieg liegt und wie viel Gewinn Du machen kannst. Leider wird oft vergessen, dass zu jeder gewollten Rendite auch ein mindestens genauso großes Risiko für den Verlust von Kapital besteht.

Das Festlegen einer Stop-Loss-Grenze ist ein sehr wichtiger und wesentlicher Schutzmechanismus beim Trading. Du solltest bereits im Vorfeld die Risiken für jeden einzelnen Trade definieren und klare Verkaufsmarken setzen.

Um das passende Stop-Loss-Niveau zu definieren, müssen natürlich auch normale Marktschwankungen berücksichtigt werden. Gleichzeitig muss der Stop-Loss eng genug sein, um größere Verluste zu vermeiden.

Einige Anfänger machen auch gerne den Fehler, den Stop-Loss viel zu eng zu setzen, wodurch Trades vorzeitig geschlossen werden, bevor sich der Markt zu ihren Gunsten entwickelt. Das ist dann natürlich ärgerlich.

Stop-Loss-Orders bieten den Vorteil, dass sie Dich rechtzeitig aus einem ungünstigen Trade herausholen, ohne dass dabei große Verluste entstehen. Das Risiko in Deinem Trade sollte geringer sein als das mögliche Gewinnpotenzial.

Beachte: Für die Festlegung Deines Stop-Loss kannst Du Dein Verständnis über Charttechnik anwenden. Das Motto sollte hier lauten: Ist eine Idee nicht mehr intakt, dann beende den Trade! Hast Du beispielsweise die Idee, dass eine Unterstützung halten kann, dann setze Deinen Stop-Loss unterhalb von dieser Unterstützung. Übrigens kannst Du auch weitere Faktoren wie Trefferquote oder durchschnittlichen Gewinne nutzen, um festzulegen wie viel Geld Du maximal verlieren möchtest.

Stop Loss richtig setzen im Daytrading
Grafik: Stop-Loss richtig setzen

#8 Vergrößere fiktiv dein Depot durch das Hebel Trading

Ich habe Dir bereits erläutert wie Du dein Risikomanagement einhalten kannst über die Anpassung deines eingesetzten Kapitals sowie der Auswahl Deines Hebels. Dennoch hat man vor allem als Trading-Anfänger das Problem, dass man meist zu wenig Kapital hat. Wie man das Problem lösen kann mit Hilfe von Hebel Trading will ich dir im Folgenden erklären.

Hebel bieten die tolle Möglichkeit fiktiv sein Depot zu vergrößern. Ich habe Hebel vor allem zu Beginn meiner Trading-Karriere genau dafür genutzt. Als ich damals angefangen habe, hatte ich ein Konto von knapp weniger als 3.000€, was für sinnvolles Risikomanagement viel zu klein ist. Um dieses Problem zu lösen habe ich damals sämtliche Trades mit einem Hebel von 5 umgesetzt. Durch diese Tatsache hatte ich nun also kein 3.000€ Konto, sondern fiktiv ein 15.000€ (weil 3.000€ x 5 = 15.000€) Konto gehabt. Gutes Risikomanagement ist nun leichter umsetzbar.

Es gab nur ein Problem: Als ich noch nicht auf den Clue mit dem Hebel gekommen bin hatte ich stets 500€ pro Trade eingesetzt, sprich ein sechstel meines Depots. Als ich später Hebel genutzt habe, habe ich dennoch weiterhin 500€ an Kapital pro Position eingesetzt ohne zu beachten, dass durch den Hebel meine Position in Wirklichkeit nun 2.500€ (weil 500€ x 5 = 2.500€) groß ist. Diese verhältnismäßig übergroße Position war im Gewinnfall natürlich erfreulich, brachte aber bei einem Verlusttrade auch entsprechend große Drawdowns ein.

Mein Tipp daher an Dich: Wenn Du Hebel nutzt, dann verringere dein eingesetztes Kapital um den Faktor, um welchen du die Position hebelst. Sprich anstatt 500€ mit Hebel 5 zu handeln, hätte ich eigentlich nur 100€ mit Hebel 5 (weil 500€ / 5 = 100€) handeln sollen. Diese 100€ eingesetztes Kapital mit Hebel 5 gleichen dann meiner ursprünglichen Position von 500€ ohne Hebel. Da ich durch das Hebel-Trading nun ein fiktiv größeres Depot hatte, könnte ich bei gleich großer Positionsgröße (500€) mehr Positionen als vorher eröffnen, was einem anderem Prinzip des Risikomanagements zu Gute kam: Diversifikation.

Gerade im Aktien Trading ist Diversifikation der Schlüssel zum Erfolg in meinen Augen. Hält man verschiedene Aktien (bzw. Derivate auf Aktien) im Depot, so wird das Gesamtrisiko eines großen Verlusts deutlich verringert, wie nachfolgende Grafik zeigt. Das Risiko eines Verlustes komplett auszuschließen ist leider unmöglich. Ein gewisses Marktrisiko ist stets vorhanden.

Zusammenhang-Risiko-Aktienanzahl
Grafik: Diversifikation zur Risikominimierung

Um Dein Risiko so klein wie möglich zu halten kannst Du neben der Diversifikation in verschiedene Aktien auch noch einen weiteren Trick machen: Du kannst parallel sowohl Long-Positionen, als auch Short-Positionen gleichzeitig in Deinem Depot halten. Je nach Marktlage Federn die Gewinne in die eine Richtung die möglichen Verluste in die andere ab. Die Aufteilung auf verschiedene Richtungen sorgt für eine Glättung deiner Kapitalkurve und sehr kleinen Drawdowns. Das Umsetzen solch einer Risikomanagement-Strategie erfordert allerdings eine Menge Erfahrung und Übung und ist eher für fortschrittliche Trader geeignet.

Beachte: Durch Hebel Trading kannst Du sehr einfach Dein Depot fiktiv vergrößern, indem Du jede Position mit dem selben Hebel eröffnest. Achte hierbei aber darauf, dass Du entsprechend deine Positionsgröße um den Hebel-Faktor verringerst, um kein „Klumpenrisiko“ durch übergroße Positionen in deinem Depot zu haben.

#9 Nutze einen Top-Down Ansatz im Hebel Trading

Sicherlich hast du schon gelernt, dass Du Deine Charts in verschiedenen Zeiteinheiten anzeigen lassen kannst. Von sehr kurzfristigen Charts wie dem Minutenchart oder dem 5-Minutenchart bis zu langfristigen Zeiteinheiten wie Tages- und Wochencharts ist alles möglich.

Als Scalper oder Intraday-Trader solltest Du niemals nur beispielsweise auf Basis des 5-Minutencharts handeln. Es hat sich in der Praxis stets bewährt auch das große Bild im Blick zu behalten. Die Idee erst eine große Zeiteinheit zu analysieren und dann Schrittweise in kleineren Zeiteinheiten seine Analyse zu verfeinern nennt man „Top-Down-Ansatz“.

Die Idee dahinter ist einfach: Ist ein Markt im Big Picture eher auf steigende Kurse gestellt, dann macht es auch Sinn als Intraday-Trader vermehrt auf steigende Kurse zu setzen. Würde man in diesem Szenario eher auf fallende Kurse setzen (= Short gehen), hätte man von Trade-Beginn an einen statistischen Nachteil!

Gerade beim Hebel Trading ist das Risiko etwas größer, weswegen man sich nur noch auf die allerbesten Trading Set-Ups konzentrieren sollte. Der Top-Down-Ansatz ist ein einfaches, aber sehr starkes Konzept, um potentiell schlechte Trade-Entscheidungen sofort zu eliminieren.

So gehe ich vor: Ich persönlich achte als Scalper auf den Tageschart für eine BigPicture Tendenz und verfeiner diese Idee dann schrittweise auf Stundenchart- und anschließend auf 5-Minutenchart-Basis.

#10 Bleib beim Hebel Trading lernen geduldig

Die größte Hürde zum profitablen Hebel Trader ist man selbst. Vor allem, wenn man zu Beginn mit der falschen Erwartung an das Trading herantritt, spielt unsere Psyche mit uns verrückt.

Durch das Hebel Trading hast Du zwar die Möglichkeit überdurchschnittliche Gewinne zu erwirtschaften, bist Du aber zu gierig wirst Du dein Depot crashen. Als ich mit dem Hebel Trading begonnen habe, habe ich oftmals mit Hebel 100 gehandelt, um so schnell wie möglich das Depot voranzubringen. Nach einigen Erfolgen passierte aber was passieren musste: Ich habe auf Krampf nach Trades gesucht und habe übergroße Hebel genutzt, welche zum Crash meines Kontos geführt haben. Glücklicherweise war dies alles noch in meiner Lernphase, während ich im Demokonto trainiert habe. Übrigens: In Börsenkreisen gibt es ein Sprichwort was soviel sagt wie“ Jeder erfolgreiche Trader hat mindestens 1 Depot zerstört, bevor er gut wurde!“

Beachte: Die Geduld zu haben sein Depot nur „langsam wachsen“ zu sehen, sowie nicht nach Trades aktiv zu suchen, sondern auf das richtige Set-Up zu warten, ist für Dich und Deine Trading-Karriere essenziell! Meisterst Du Deine Psyche und Deine Emotionen bist Du auf dem besten Weg zum nachhaltig profitablen Trader!

Warum ist Geduld im Trading wichtig? Infografik
Grafik: Geduld im Trading macht den Unterschied!

Was bedeutet Leverage im Hebel Trading?

Rund um das Hebel Trading werden zahlreiche weitere Begriffe verwendet. So wird oftmals auch vom Margin-Handel oder dem Leverage-Trading gesprochen. Diese Begriffe müssen dich nicht verwirren, denn sie alle bezeichnen immer das Gleiche. Zunächst einmal gut zu wissen ist es, dass mit der Bezeichnung Leverage schlicht der Hebel selbst gemeint ist.

Wie genau funktioniert der Hebel?

Beim Handel mit Hebelprodukten stellt Dein Broker den Großteil des Kapitals für die Position bereit. Im Gegenzug fordert der Broker von Dir eine Einlage, die einem Bruchteil der Positionsgröße entspricht. Diese Einlage wird Margin genannt. Daher auch der Begriff „Margin-Handel“, wie oben bereits erwähnt.

Die Funktionsweise des Hebels ist eigentlich selbsterklärend. Du musst auf den Trading-Plattformen keine komplizierten Schritte nachvollziehen. Stattdessen wird der jeweilige Hebel durch einen gewissen Faktor dargestellt. Nehmen wir als Beispiel den Hebel 5. Der Blick richtet sich jetzt auf den jeweiligen Basiswert (beispielsweise eine Aktie oder Index), der mit dem Hebel gehandelt werden soll.

Setzt Du beispielsweise 100€ Margin ein und nutzt einen Hebel 5, dann ist Deine Position in Wirklichkeit 500€ groß. Die Differenz von 400€ übernimmt der Broker zeitweise.

Steigt der Basiswert um +1%, steigt der Wert der Position gleichzeitig um +5%. Bei einem Anstieg des Basiswertes um +2% würde die Position wiederum um +10% zulegen.

Genau das Gleiche funktioniert aber auch in die entgegengesetzte Richtung. Bei einem Absinken des Basiswertes um -1%, würde deine Position also ein Minus von -5% hinnehmen müssen.

Wie berechne ich den Hebel und die Margin im Trading?

Nehmen wir an, Du hast ein Konto mit 10.000€ zur Verfügung und möchtest mit einem Hebel von 20 im Forex-Handel einsteigen. Die Kontraktgröße liegt bei 1.00, wobei 1 Lot einer Kontraktgröße von standardmäßig 100.000 € entspricht. In diesem Fall würde die Rechnung wie folgt lauten: 100.000€: 20 = 5.000€. Die erforderliche Sicherheitsleistung (=Margin) für diesen Trade würde also bei 5.000€ liegen.

Wichtig: Die Margin wird direkt auf dem Handelskonto „blockiert“. In unserem Beispiel würde also die Hälfte Deines Eigenkapitals dafür genutzt werden, um diesen Trade möglich zu machen.

Welchen Hebel sollte ich im Trading nutzen?

Das Ermitteln des passenden Hebels ist keine leichte Aufgabe. In erster Linie hängt dies von deinem Anlageverhalten ab. Als Faustregel gilt aber: Je länger Du beabsichtigst, Deine Positionen zu halten, desto kleiner sollte Dein Trading-Hebel sein.

Im Allgemeinen gilt: Kleine Hebel sind verantwortungsbewusst! Bei Aktien empfehle ich dir einen Hebel von 3-5 zu nutzen, wohingegen bei Indizes ein Hebel von 10 völlig in Ordnung ist.

Nachschusspflicht beim Hebel Trading

Ein wichtiges Thema beim Hebel Trading ist die sogenannte Nachschusspflicht. Lange Zeit war es so, dass Privatanleger beim Trading mit Hebel enorme Schulden machen konnten. Die Nachschusspflicht legte fest, dass diese Summen nachgezahlt werden mussten. Anleger konnten also mehr Geld verlieren, als sich eigentlich auf ihrem Handelskonto befand. Der Grund hierfür war der Hebel, der den Verlust teilweise vervielfachte.

Die Regulierungsbehörden sind in dieser Hinsicht allerdings tätig geworden. So gibt es für den Handel mit Finanzprodukten wie Forex und CFDs keine Nachschusspflicht mehr. Folglich ist es nicht mehr möglich, mit diesen Basiswerten mehr Geld zu verlieren, als auf dem Konto vorhanden ist. Dennoch besteht das Risiko der Nachschusspflicht bei einigen Produkten noch immer. So etwa bei den Optionen und Futures.

Gut zu wissen: Auch die Online Broker haben in den vergangenen Jahren neue Sicherheitsmechanismen integriert. Diese sollen vermeiden, dass Orders bei Extremsituationen auf dem Markt nicht mehr geschlossen oder ausgeführt werden können.

Die Vor- und Nachteile des Hebel Tradings

Jede Vorgehensweise im Finanzhandel bringt ganz eigene Vor- und Nachteile mit sich. So auch das Hebel Trading. Zu den Vorteilen gehört hier vor allem die Tatsache, dass die möglichen Gewinne vervielfacht werden können. Großes Eigenkapital ist, je nach Größe des Hebels, selbst für enorme Positionsgrößen nicht erforderlich. Darüber hinaus kannst Du den Hebel auf den Handelsplattformen flexibel anpassen und zwischen unterschiedlichen Werten Deinen passenden Hebel bestimmen.

Ein weiterer Vorteil ist die große Auswahl an handelbaren Basiswerten. Der Margin-Handel ist mit Optionen und Zertifikaten, aber auch problemlos mit den CFDs möglich. Zusätzlich dazu hat sich das Risiko in den letzten Jahren leicht zugunsten der Trader verschoben, da in Deutschland beim Forex-Handel und CFD-Handel keine Nachschusspflicht mehr existiert.

Dennoch solltest Du gerade als Anfänger das mögliche Risiko beim Handel nicht unterschätzen. Gehebelt werden die Positionen in beide Richtungen, wodurch auch die Verluste schnell um ein Vielfaches steigen können. Darüber hinaus ist die Nachschusspflicht noch nicht für alle Basiswerte abgeschafft worden. Beim Handel mit Futures und Optionen ist diese zum Beispiel noch vorhanden.

Hebel-Trading Vor- und Nachteile

Vorteile:

Vervielfachung der Trading-Gewinne möglich

Kein großes Eigenkapital erforderlich

Hebel können flexibel gewählt werden

Nachschusspflicht für Forex und CFDs wurde in Deutschland abgeschafft

Große Auswahl handelbarer Basiswerte

Nachteile:

Verlustgefahr wird oft unterschätzt

Nachschusspflicht bei Futures und Optionen noch vorhanden

Günstige Anbieter für das Hebel Trading

Beim Hebel Trading geht es vor allem darum, einen Broker mit möglichst geringen Gebühren zu finden. Du solltest Dich allerdings nicht allein auf diesen Aspekt fokussieren. Ich zeige dir im Folgenden, welche Kriterien wichtig sind. Und ich stelle Dir meine drei Top-Empfehlungen für das Hebel Trading einmal übersichtlich vor.

Sicherheit und Regulierung: Die Sicherheit und die Regulierung sind die wichtigsten Faktoren bei der Suche des passenden Brokers. Suche Dir auf jeden Fall eine Plattform, die über eine Lizenz einer Regulierungsbehörde wie etwa der CySEC oder Bafin verfügt.

Gebühren beim Trading mit Hebel: Die Gebühren haben einen maßgeblichen Einfluss auf Deine Rendite. Achte also darauf, mit möglichst angenehmeren Konditionen am Trading mit Hebel teilnehmen zu können. Je geringer die Gebühren, desto leichter wird es, eine Rendite zu erzielen.

Service für deutschsprachige Kunden: Ein deutschsprachiger Support gehört ebenfalls zu den wichtigen Kriterien. Darüber hinaus kann es weitere Services für deutsche Kunden geben. Einige Plattformen stellen Dir Deine Ausführungen übersichtlich zusammen, so dass diese für steuerliche Angelegenheiten beim Fiskus vorgelegt werden können.

Ausführungsgeschwindigkeit: Die Ausführungsgeschwindigkeit ist gerade beim Handel mit kurzen Laufzeiten enorm wichtig. Ohnehin hat aber kein Trader Lust darauf, hier eine lange Wartezeit in Kauf zu nehmen. Die gute Nachricht: Die meisten Broker mit Hebel bieten eine rasante Verarbeitung Deiner Orders an.

1. Capital.com

Offizielle Capital.com Website
Offizielle Webseite von Capital.com

Capital.com ist eine der bekanntesten Adressen Europas, wenn es um den Margin-Handel geht. Das Unternehmen hat seinen Sitz auf Zypern und wird von der renommierten CySEC sowie weiteren Regulierungsbehörden kontrolliert. Du kannst hier für den CFD-Handel auf mehr als 3.300 Märkte zurückgreifen und unter anderem Rohstoffe, Aktien oder Kryptowährungen handeln.

Traden kannst Du hier mit einem Hebel von bis zu 1:30, testen kannst Du das Ganze in einem kostenfreien Demokonto. Darüber hinaus bietet Dir Capital.com einen deutschsprachigen Kundensupport und finanziert sich ausschließlich über Spreads. Provisionen für Einzahlung und Auszahlung, Echtzeit-Kurse oder auch Lernmaterialien für Einsteiger entfallen.

2. eToro

Etoro Website
Offizielle Webseite von eToro

Vielseitig und enorm prominent ist auch das Angebot der Trading-Plattform von eToro. Testen kannst Du das Angebot mit einem kostenlosen Demokonto, in welchem Du Dich auch mit dem Hebel Trading vertraut machen kannst. Wie hoch der Hebel beim Broker ausfällt, richtet sich nach dem jeweiligen Finanzprodukt.

Beim Trading mit Hebel im Bereich der bekanntesten Währungspaare kann dieser bis auf einen Faktor von 1:30 gepusht werden. Bei Basiswerten wie den Aktien- oder Krypto-CFDs ist dieser auf 1:5 oder 1:2 begrenzt. Auch eToro verzichtet auf Provisionen für den Handel sowie die Ein- und Auszahlungen und finanziert sich ausschließlich über die Spreads.

3. GBE Brokers

GBE Broker Website
Offizielle Webseite von GBE Brokers

GBE Brokers ist ein CFD-Broker mit Lizenz der zyprischen CySEC, der vor allem mit angenehmeren Handelskonditionen überzeugen möchte. Die Ausführungszeiten sind schnell, die Spreads ab 0 Pips enorm gering. Allerdings fallen einzelne Handelsgebühren an, die sich je nach dem gehandelten Basiswert richten.

Genau das Gleiche gilt für den Hebel, der hier variabel zwischen den Basiswerten und Anlageklassen variiert. Private Anleger können mit einem von bis zu 1:30 traden, institutionelle Anleger sogar mit einem Hebel von 1:400. Für den Handel selbst stehen Dir mehr als 500 Basiswerte zur Verfügung, die Mindesteinlage liegt bei 1.000€.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Hebel Trading

Was ist der Hebel beim Traden?
+
Der Hebel ist beim Traden eine Unterstützung für die Anleger. Diese können ihren Eigenkapital-Einsatz gering halten und durch den Hebel auf zusätzliches Fremdkapital zurückgreifen. Das macht es möglich, Positionen im Wert eines Vielfachen des eigenen Kapitals zu handeln.
Was bedeutet x1 Hebel?
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Der x1 Hebel sagt aus, dass kein wirklicher Hebel aktiv wird, sondern lediglich das Eigenkapital zur Finanzierung der Position genutzt wird. 100€ Eigenkapital gehebelt mit einem Faktor von x1 sind schließlich noch immer 100€.
Ist das Trading mit Hebel gefährlich?
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Das Trading mit Hebel birgt eigene Risiken und solle verantwortungsvoll durchgeführt werden. Es besteht die Gefahr, dass nicht nur Gewinne durch den Hebel vergrößert werden, sondern sich dieser auch auf mögliche Verluste auswirkt.
Sollte ich mit dem Hebel Trading beginnen?
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Mit dem Hebel Trading solltest du nur beginnen, wenn du das Prinzip und die möglichen Risiken genau verinnerlicht hast. Ratsam ist es zudem, zunächst ein kostenloses Demokonto eines Brokers zu nutzen. Hier kannst du mit einem virtuellen Guthaben handeln und gehst kein echtes Risiko ein.
Wo trade ich mit dem Hebel am besten?
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Für das Trading mit Hebel ist vor allem die Plattform von Capital.com empfehlenswert. Zusätzlich dazu findest du für den Margin-Handel aber auch bei eToro oder GBE Brokers angenehme Konditionen.
Welche Vermögenswerte kann ich mit der Hebelwirkung handeln?
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Mit der Hebelwirkung kannst du zahlreiche Vermögenswerte handeln. Darunter Aktien und Zertifikate, Optionen, Futures, Währungen oder teilweise auch Kryptowährungen.
Was muss ich alles beim Hebel Trading beachten?
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Beim Hebel Trading solltest du vor allem die Größe des Hebels und die möglichen Gebühren für den Handel beachten. Letztere haben direkte Auswirkungen auf deine Rendite und sollten folglich so gering wie nur möglich ausfallen.
Ist das Hebel Trading wirklich seriös und sicher?
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Generell kann das Hebel Trading als seriös und sicher bezeichnet werden. Als Anleger solltest du jedoch darauf achten, dass du nur bei einem lizenzierten und regulierten Broker handelst. Fehlt es an einer solchen Lizenz, kannst du dich nicht auf eine seriöse Handelsumgebung verlassen.
Was bedeutet ein Hebel von 20?
+
Ein Hebel von 20 sagt aus, dass die Positionsgröße 20 Mal so hoch ausfallen kann, wie dein vorhandenes Eigenkapital. Möchtest du also beispielsweise eine Position mit 100€ eröffnen, kannst du diese mit dem Hebel von 20 auf 2.000€ erhöhen. Ohne aber selbst die gesamte Summe hinterlegen zu müssen.
Welcher Hebel ist risikoreicher?
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Risikoreicher ist immer ein höherer Hebel. So sind große Hebel wie 1:20 oder 1:30 spürbar risikobelasteter als geringe Hebel von 1:2 oder 1:5. Den Hebel kannst du dir wie einen Multiplikator vorstellen, der Gewinne und Verluste vervielfachen kann.

Fazit: Die Vorteile beim Hebel Trading überwiegen

Die Risiken beim Hebel Trading solltest du auf keinen Fall außer Acht lassen. Gerade als Neuling ist es ratsam, sich erst einmal mit einem geringen Hebel und einer geringen Positionsgröße an das Thema heranzuwagen. Die Vorteile überwiegen bei dieser Handelsform aber ziemlich deutlich. Die Broker haben mittlerweile strenge Sicherheitsmaßnahmen ins Leben gerufen, um das Risiko zu minimieren. Zudem wurde die gefürchtete Nachschusspflicht beim Forex- und CFD-Handel abgeschafft.

Die großen Vorteile beim Hebel Trading liegen vor allem in der Vervielfachung des Gewinns bei einem überschaubaren Eigenkapital-Einsatz. Zudem kannst du flexibel aus verschiedenen Basiswerten wählen und dank großer Auswahl genau den Broker ansteuern, der am besten zu deinem Handel passt.

Beim Trading mit Hebel wird der Handel in die positive Richtung und negative Richtung verstärkt.

Der große Vorteil des Margin-Handels liegt darin, bei einem vergleichsweise geringen Eigenkapital eine große Position handeln zu können.

Je nach Plattform sind für private Investoren Hebel von bis zu 1:30 möglich.

Die Nachschusspflicht wurde beim Handel mit Forex und CFDs abgeschafft, so dass du hier keine Schulden beim Broker machen kannst.

Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

>75% Trefferquote

+6 Jahre Erfahrung

>100K € Jahresgewinn

Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.