Das sogenannte Hebel Trading erlaubt es mir mit größeren Positionen zu handeln, ohne dass ich dieses Kapital besitze.
Hierbei wirkt sich der Hebel (Leverage) wie ein Multiplikator aus, für den ich lediglich eine gewisse Sicherheitsleistung (Margin) hinterlassen muss.
Das mag erst einmal kompliziert klingen, ist im Prinzip aber ganz simpel. Ich zeige Dir im Folgenden, wie das Trading mit Hebelwirkung funktioniert und welches Risiko besteht.
Überblick: Trading mit Hebelwirkung
1. Beispiele für Hebel – Ich zeige Dir in diesem Abschnitt einige Rechenbeispiele für gehebelte Trades.
2. Trading Hebel Rechner – Hier kannst Du Deine eigenen potenziellen Gewinne oder Verluste vereinfacht berechnen.
3. Vor- und Nachteile – Mit einem Hebel kannst Du fiktiv mehr Kapital bewegen und hast größere Gewinne aber auch ein höheres Risiko.
4. Hebel Trading lernen – Ein kleiner Guide, der Dir einen Überblick verschafft, wie ich von Anfang an vorgehen würde.
5. Nachschusspflicht – Beachte, dass Du bei einigen Broker im schlimmsten Fall Kapital nachschießen musst.
Was ist ein Trading Hebel?
Der Trading Hebel ist ein Multiplikator für Dein eingesetztes Kapital, wodurch Du deutlich größere Positionen eröffnen kannst. Das Gewinnpotenzial lässt sich mit einem Hebel enorm steigern, allerdings erhöht sich auch das Verlustrisiko!
Beispiel für Hebel Trading – Leverage Effekt
Angenommen, ich will eine Position von 3.000€ eröffnen und habe die Möglichkeit, einen Hebel von 1:5 zu nutzen:
Margin und Hebel: Bei 1:5 Hebel liegt die Marginanforderung bei 20%. Ich muss also lediglich 600€ bereitstellen, was 20% des Gesamtwerts meiner Position entspricht. Mit einem Hebel von 1:5 bedeutet das, dass ich eine Position im Wert von 3.000€ (600€ x 5) kontrollieren kann.
Möglicher Gewinn: Wenn meine Position nach Eröffnung auf einen Wert von 3.300€ um 10% steigt, habe ich einen Gewinn von 300€ gemacht, obwohl ich ursprünglich nur 600€ investieren musste.
Mehr Risiko: Würde die Position auf 2700€ um 10% fallen, dann hätte ich natürlich 300€ Verlust gemacht. Auch wenn ich nur 600€ investieren musste, sind dann 50% meines Kapitaleinsatzes verloren, da ich für die gesamte Position hafte.
vs.
Gleiches Beispiel ohne Hebel
Angenommen, ich habe keinen Hebel und kann nur 600€ investieren:
Position ohne Hebel: Ich investiere die 600€ direkt zu 100% aus dem Eigenkapital.
Kleineres Gewinnpotenzial: Ein Anstieg um 10% auf 660€ würde mir nur 60€ Gewinn bringen.
Weniger Risiko: Ein Rückgang der Position um 10% auf 540€, würde allerdings auch nur einen Verlust von 60€ bedeuten.
Wie Du siehst, kann bereits ein kleiner Hebel einen großen Unterschied bei gleichem Kapitaleinsatz ausmachen. Viele Anfänger plätten ihr Hebel Konto regelrecht innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne, weil eben mit einer kleinen gegenläufigen Marktbewegung schon ein enormer Verlust entstehen kann.
Die meisten Investoren die mit einem Hebel handeln verlieren jede Menge Geld, weil sie sehr viele Fehler machen, die sich vermeiden lassen.
Einfacher Trading Hebel Rechner
Hebel Trading Vor- und Nachteile
Vorteile:
Mögliche Vervielfachung der Gewinne bei gleichzeitig größeren Risiko
Weniger Eigenkapital notwendig
Flexibel einsetzbar
Große Auswahl handelbaren CFDs
Shortpositionen möglich
Risiko lässt sich streuen
Nachteile:
Größeres Verlustpotenzial
Verluste wirken sich schnell aus
Möglicherweise komplex
Stärkere emotionale Belastung
Höhere Kosten (z.Bsp. Übernachtgebühr)
Diese Ratgeber vertiefen Dein Wissen weiter im Hebel Trading ...
Hebel Trading lernen
Wenn Du wirklich mit dem Hebel Trading starten willst, empfehle ich das CFD Trading von Grund auf richtig und in einem sicheren Rahmen zu erlernen. Sei Dir bewusst, dass dieser Prozess 1 bis 2 Jahre Zeit in Anspruch bleibst, sofern Du konsequent am Ball bleibst. Der folgende Leitfaden könnte Dir dabei helfen:
#1 Finde für das Hebel Trading Deinen passenden Handelsstil
Ich bevorzuge das kurzfristige Hebel Trading. Um durch kleine Bewegungen wirklich signifikant profitieren zu können, muss man meist sehr viel Kapital einsetzen. Durch die Nutzung von Hebel kann ich allerdings sehr schnell sehr große Geldmengen bewegen und bereits bei kleinen Bewegungen größere Gewinne (oder Verluste) erzielen.
Solch ein kurzfristiger Trading-Stil ist auch als "Daytrading" bekannt. Aber Daytrading ist nicht gleich Daytrading! Grundsätzlich unterscheiden wir 3 Trading-Stile in welche sich Daytrader einordnen lassen: Scalping, Intraday-Trading und kurzfristiges Swing-Trading.
Mein persönlicher Favorit ist das Scalping Trading. Dabei handelt es sich um den kurzfristigsten Trading-Ansatz. Im Scalping versuche ich mir von großen Bewegungen kleine Teilstücke rauszuschneiden, wobei ich mit einer sehr großen Positionsgröße handle. Die Haltedauer meiner Trades beträgt meist 5-15 Minuten.
Es gibt natürlich noch andere Trading-Stile, wie das Intraday-Trading und Swing Trading, wobei sich diese ebenfalls für das Hebel Trading eignen. Grundsätzlich empfehle ich Dir immer, Dich für einen Trading-Stil zu entscheiden.
Beachte: Das Hebel Trading ist vor allem für kurzfristige Trading-Stile sinnvoll. Für sehr langfristige Investments rate ich Dir von Hebel ab, auf Grund des höheren Risikos, als auch der Swaps (=Haltegebühren), welche Deine Rendite vermindern.
#2 Baue Fachwissen über Derivate für das Hebel Trading auf
Obwohl man denken könnte, dass Hebel-Trading nur über ein einziges Finanzprodukt möglich ist, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten wie man mit wenig Geldeinsatz viel Kapital bewegen kann. Die Finanzinstrumente mit denen das Hebel-Trading für jeden möglich wird nennt man Derivate.
Ein Derivat (lat. "derivare" = ableiten) ist im Grunde genommen ein Vertrag zwischen zwei oder mehr Parteien. Der Wert dieses Vertrags leitet sich vom Kurs eines Basiswerts ab, beispielsweise einer Aktie. Derivate dienen oft dazu, auf zukünftige Preisbewegungen des Basiswerts zu spekulieren, sei es steigend oder fallend, ohne den tatsächlichen Vermögenswert erwerben zu müssen.
Das heißt: Du kaufst etwas, was sich im Kursverlauf exakt gleich verhält wie der zugrundeliegende Aktienkurs, besitzt die Aktie aber nicht in Wirklichkeit, sondern nur dieses "andere etwas".
Wer meint, ohne Wissen über Derivate im Hebel-Trading Erfolg haben zu können, wird sein Geld innerhalb kurzer Zeit verlieren. Jede gute Trading Strategie ist das Ergebnis profunden Fachwissens und harter Analysearbeit. Um Dir den Einstieg in das Hebel-Trading bestens zu erleichtern, möchte ich Dir die wichtigsten Derivate kurz erklären:
#3 Nutze Chartanalyse im Hebel Trading
Da der Schutz des Kapitals stets an erster Stelle steht, sollte sich jeder Trader mit der Charttechnik beschäftigen, um seine Ein- und Aussteige zu optimieren. Das schöne an der technischen Analyse:
Bereits mit dem Verständnis von Grundkonzepten und Praxiserfahrung kannst Du enorm große Vorteile anderen Marktakteuren gegenüber genießen. Die Analyse von Trends ist dabei ein elementarer Grundstein und sollte dir als Filter dafür dienen in welche Richtung Du handeln möchtest.
Beim Chartanalyse lernen wirst Du merken, dass es Aufwärtstrends, Abwärtstrends und Seitwärtstrends gibt, die Du erkennen solltest. Befindet sich der Kurs in einem Aufwärtstrend, macht es Sinn überwiegend Long-Derivate zu kaufen, wohingegen man in einem Abwärtstrend eher auf Short-Derivate zurückgreifen sollte.
Dies ist ganz im Sinne der Trendfolge, welche Dir einen statistischen Vorteil verschafft. Jeder Trendtyp lässt sich durch eine einzigartige Struktur eindeutig definieren. Schau Dir dazu unbedingt auch andere Beiträge von mir auf Finanzradar an, bevor Du Dich für das Hebel Trading entscheidest.
Mit Marktstruktur ist vor allem gemeint, in welcher Folge sich sämtliche Verlaufshoch und -tiefs gebildet haben. Ein Aufwärtstrend ist so beispielsweise durch eine Folge von Höheren Hochs (HH) und Höheren Tiefs (HT) definiert. Ein Abwärtstrend wird durch eine gegenteilige Struktur definiert: Tiefere Tiefs (TT) und Tiefere Hochs (TH).
Da die Erkennung von Trends vor allem für Trading-Anfänger schwer sein kann, kann man auch auf Hilfsmittel wie Gleitdurchschnitte zurückgreifen. Befindet sich der Kurs oberhalb des Gleitdurchschnitt-38 (kurz: SMA38), dann spricht man von einer Aufwärtsbewegung, befindet er sich drunter, dann spricht man von einer Abwärtsbewegung.
Eine andere Möglichkeit für die Trenderkennung bieten Trendlinien. Hierbei verbindet man 2 nebeneinanderliegende Verlaufshochs (bzw. Verlaufstiefs) und schaut auf die Steigung der Linie. Eine steigende Linie, welche durch 2 Verlaufstiefs definiert ist, deutet mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Aufwärtstrend an.
Beachte: Durch die Trendanalyse kann lediglich die Wahrscheinlichkeit eines sinnvollen Trades verbessert werden und das Risiko, Trades mit geringen Erfolgsaussichten zu eröffnen, deutlich reduziert werden. Ich gebe Dir hier nur einen kleinen Einblick, schau Dir unbedingt noch meine anderen Guides zur Chartanalyse an, wenn Du tiefer in die Thematik eintauchen willst.
#4 Eröffne ein Demokonto um Hebel Trading zu lernen
Es wird oft gesagt, dass Trading zu 20% aus Wissen und zu 80% aus Übung besteht. Nach diesem Prinzip rate ich Dir so schnell wie möglich mit dem Hebel Trading im Demokonto zu beginnen, um Dein angeeignetes Wissen über Derivate und technische Analyse umzusetzen.
Ein Sprung ins kalte Wasser ins Echtgeld-Depot wäre aber ein fataler Fehler! Ohne echte Praxiserfahrung ist die Chance Dein Geld zu verlieren sehr groß! Ich lege Dir ans Herz, dass Du zunächst in einem Demokonto mit Spielgeld über einen längeren Zeitraum trainierst, um Deine theoretischen Kenntnisse in praktische Fähigkeiten umzuwandeln.
Hierfür kannst Du Dir beispielsweise bei einem CFD-Broker Deiner Wahl ein Trading Demokonto erstellen. Ich persönlich habe damals knapp 1,5 Jahre im Demokonto das Hebel-Trading lernen müssen, bevor ich mich richtig ans Echtgeld-Konto gewagt habe! Geduld ist hierbei ein wichtiger Begleiter!
Hinweis: Achte bei der Wahl eines Brokers darauf, dass das Demokonto die exakte Abbildung des Livekontos darstellt, um möglichst praxisnah Hebel Trading lernen zu können.
#5 Entwickle Deine eigene Strategie für das Hebel Trading
Nachdem Du erste Erfahrungen im Hebel-Trading mit dem Demokonto gesammelt hast, sind Dir sicherlich verschiedene wiederholende Muster im Markt aufgefallen. Ob es das Verhalten des Marktes nach einer bestimmten Kerzenformation, einem Indikator-Signal oder einer Nachricht ist, ist hierbei völlig egal.
Solche wiederholenden Muster können die Grundlage für Deine Strategie sein. Um eine nachhaltige Vorgehensweise zu entwickeln, ist es wichtig, klare Handelsregeln festzulegen, nach denen die Strategie funktionieren soll. Auf diese Weise kann langfristiger Erfolg sichergestellt werden.
Erstelle Dir Regeln für Dein Hebel Trading
Auf welchen Märkten und mit welchen Finanzinstrumenten willst Du handeln?
Wie groß darf Dein Hebel maximal sein?
Welche Kriterien müssen erfüllt sein, bevor Du einen Trade eingehst?
Was sind Ausschlusskriterien für Wertpapiere bzw. Trades?
Wie entscheidest Du, wann Du eine Position wieder auflöst?
Wie viel Risiko bist Du bereit, einzugehen?
Welches Risikomanagement liegt Deinen Trades zugrunde?
Wie gehst du bei einer Verlustserie vor?
Auf all diese Frage gibt es keine allgemeingültigen Antworten. Jeder Trader muss sie individuell für sich selbst beantworten und seine persönliches Trading-Regeln finden.
Sobald Du eine mögliche Strategie mit festen Regeln gefunden hast, solltest Du diese Strategie im nächsten Schritt ausgiebig im Demokonto testen! Übrigens: Gerade zu Beginn fühlt man sich womöglich überfordert und weiß gar nicht wie genau seine Strategie aussehen könnte.
Wie genau Du Dein Strategie testest hängt von Dir ab. Du solltest aber auf jeden Fall so viele Datenpunkte wie möglich über die getesteten Trades sammeln. Notiere Dir hierfür beispielsweise folgende Sachen und halte sie auch in einem Trading Journal fest:
Teste Deine Hebel Trading Strategie und führe Tagebuch
Welchen Hebel hast Du verwendet?
Welches Hebelprodukt hast du verwendet?
Wie weit war der Stop-Loss weg?
Wie weit war der Take-Profit weg?
Wie ist der Trade ausgegangen?
Welchen Wert hatte der Indikator? (falls Deine Strategie darauf beruht)
Welche Uhrzeit hast Du den Trade eröffnet?
Wie hast Du Dich während des Trades gefühlt?
All diese Dinge helfen Dir, um im Nachgang Deine Strategie zu beurteilen, ob diese tatsächlich profitabel ist.
#6 Lerne das Hebel Trading mit einem Stop-Loss
Wenn Du Trading-Anfänger bist wirst Du Dir wahrscheinlich schnell Gedanken darüber machen, wo der perfekte Einstieg liegt und wie viel Gewinn Du machen kannst. Leider wird oft vergessen, dass zu jeder gewollten Rendite auch ein mindestens genauso großes Risiko für den Verlust von Kapital besteht.
Das Festlegen einer Stop-Loss-Grenze ist ein sehr wichtiger und wesentlicher Schutzmechanismus beim Trading. Du solltest bereits im Vorfeld die Risiken für jeden einzelnen Trade definieren und klare Verkaufsmarken setzen.
Hinweis: Um das passende Stop-Loss-Niveau zu definieren, müssen natürlich auch normale Marktschwankungen berücksichtigt werden. Gleichzeitig muss der Stop-Loss eng genug sein, um größere Verluste zu vermeiden.
Einige Anfänger machen auch gerne den Fehler, den Stop-Loss viel zu eng zu setzen, wodurch Trades vorzeitig geschlossen werden, bevor sich der Markt zu ihren Gunsten entwickelt. Das ist dann natürlich ärgerlich.
Stop-Loss-Orders bieten den Vorteil, dass sie Dich rechtzeitig aus einem ungünstigen Trade herausholen, ohne dass dabei große Verluste entstehen. Das Risiko in Deinem Trade sollte geringer sein als das mögliche Gewinnpotenzial.
Beachte: Für die Festlegung Deines Stop-Loss kannst Du Dein Verständnis über Charttechnik anwenden. Das Motto sollte hier lauten: Ist eine Idee nicht mehr intakt, dann beende den Trade!
#7 Vergrößere fiktiv Dein Depot durch das Hebel Trading
Ich habe Dir bereits erläutert wie Du dein Risikomanagement einhalten kannst über die Anpassung deines eingesetzten Kapitals sowie der Auswahl Deines Hebels. Dennoch hat man vor allem als Trading-Anfänger das Problem, dass man meist zu wenig Kapital hat. Wie man das Problem lösen kann mit Hilfe von Hebel Trading will ich dir im Folgenden erklären.
Hebel bieten die tolle Möglichkeit fiktiv sein Depot zu vergrößern. Ich habe Hebel vor allem zu Beginn meiner Trading-Karriere genau dafür genutzt. Als ich damals angefangen habe, hatte ich ein Konto von knapp weniger als 3.000€, was für sinnvolles Risikomanagement viel zu klein ist.
Um dieses Problem zu lösen habe ich damals sämtliche Trades mit einem Hebel von 5 umgesetzt. Durch diese Tatsache hatte ich nun also kein 3.000€ Konto, sondern fiktiv ein 15.000€ (weil 3.000€ x 5 = 15.000€) Konto gehabt. Gutes Risikomanagement ist nun leichter umsetzbar.
Es gab nur ein Problem: Als ich noch nicht auf den Clue mit dem Hebel gekommen bin hatte ich stets 500€ pro Trade eingesetzt, sprich ein sechstel meines Depots.
Als ich später Hebel genutzt habe, habe ich dennoch weiterhin 500€ an Kapital pro Position eingesetzt ohne zu beachten, dass durch den Hebel meine Position in Wirklichkeit nun 2.500€ (weil 500€ x 5 = 2.500€) groß ist.
Diese verhältnismäßig übergroße Position war im Gewinnfall natürlich erfreulich, brachte aber bei einem Verlusttrade auch entsprechend große Drawdowns ein.
Mein Tipp daher an Dich: Wenn Du Hebel nutzt, dann verringere Dein eingesetztes Kapital um den Faktor, um welchen Du die Position hebelst. Sprich anstatt 500€ mit Hebel 5 zu handeln, hätte ich eigentlich nur 100€ mit Hebel 5 (weil 500€ / 5 = 100€) handeln sollen. Diese 100€ eingesetztes Kapital mit Hebel 5 gleichen dann meiner ursprünglichen Position von 500€ ohne Hebel.
Diversifikation möglich: Da ich durch das Hebel-Trading nun ein fiktiv größeres Depot hatte, könnte ich bei gleich großer Positionsgröße (500€) mehr Positionen als vorher eröffnen, was einem anderem Prinzip des Risikomanagements zu Gute kam: Diversifikation.
Gerade im Aktien Trading ist Diversifikation der Schlüssel zum Erfolg in meinen Augen. Hält man verschiedene Aktien (bzw. Derivate auf Aktien) im Depot, so wird das Gesamtrisiko eines großen Verlusts deutlich verringert, wie nachfolgende Grafik zeigt.
Hinweis: Das Risiko eines Verlustes komplett auszuschließen ist leider unmöglich. Ein gewisses Marktrisiko ist stets vorhanden.
Um Dein Risiko so klein wie möglich zu halten, kannst Du neben der Diversifikation in verschiedene Aktien auch noch einen weiteren Trick machen: Du kannst parallel sowohl Long-Positionen, als auch Short-Positionen gleichzeitig in Deinem Depot halten.
Je nach Marktlage federn die Gewinne in die eine Richtung die möglichen Verluste in die andere ab. Die Aufteilung auf verschiedene Richtungen sorgt für eine Glättung deiner Kapitalkurve und sehr kleinen Drawdowns.
Beachte: Das Umsetzen solch einer Risikomanagement-Strategie erfordert allerdings eine Menge Erfahrung und Übung und ist eher für fortschrittliche Trader geeignet.
#8 Bleib beim Hebel Trading lernen geduldig
Die größte Hürde zum profitablen Hebel Trader ist man selbst. Vor allem, wenn man zu Beginn mit der falschen Erwartung an das Trading herantritt, spielt unsere Psyche mit uns verrückt.
Durch das Hebel Trading hast Du zwar die Möglichkeit überdurchschnittliche Gewinne zu erwirtschaften, bist Du aber zu gierig wirst Du dein Depot crashen. Insbesondere Anfänger werden häufig Verluste machen.
Als ich mit dem Hebel Trading begonnen hatte, habe ich oftmals mit Hebel 100 gehandelt, um so schnell wie möglich das Depot voranzubringen.
Nach einigen Erfolgen passierte aber was passieren musste: Ich habe auf Krampf nach Trades gesucht und habe übergroße Hebel genutzt, welche zum Crash meines Kontos geführt haben.
Glücklicherweise war dies alles noch in meiner Lernphase, während ich im Demokonto trainiert habe. Übrigens: In Börsenkreisen gibt es ein Sprichwort was soviel sagt wie "Jeder professionelle Trader hat mindestens 1 Depot zerstört, bevor er gut wurde!"
Beachte: Die Geduld zu haben sein Depot nur "langsam wachsen" zu sehen, sowie nicht nach Trades aktiv zu suchen, sondern auf das richtige Set-Up zu warten, ist für Dich und Deine Trading-Karriere essenziell! Meisterst Du Deine Psyche und Deine Emotionen, bist Du auf dem besten Weg zum nachhaltig profitablen Trader!
Diese Ratgeber helfen Dir den Markt besser zu verstehen...
Nachschusspflicht beim Hebel Trading
Ein wichtiges Thema beim Hebel Trading ist die sogenannte Nachschusspflicht. Lange Zeit war es so, dass Privatanleger beim Trading mit Hebel enorme Schulden machen konnten.
Die Nachschusspflicht legte fest, dass diese Summen nachgezahlt werden mussten. Anleger konnten also mehr Geld verlieren, als sich eigentlich auf ihrem Handelskonto befand. Der Grund hierfür war der Hebel, der den Verlust teilweise vervielfachte.
Die Regulierungsbehörden sind in dieser Hinsicht allerdings tätig geworden. So gibt es für den Handel mit Finanzprodukten wie Forex und CFDs keine Nachschusspflicht mehr.
Folglich ist es nicht mehr möglich, mit diesen Basiswerten mehr Geld zu verlieren, als auf dem Konto vorhanden ist, sofern Du mit einem in der EU regulierten Anbieter arbeitest. Dennoch besteht das Risiko der Nachschusspflicht bei einigen Produkten noch immer. So etwa bei den Optionen und Futures.
Gut zu wissen: Auch die Online Broker haben in den vergangenen Jahren neue Sicherheitsmechanismen integriert. Diese sollen vermeiden, dass Orders bei Extremsituationen auf dem Markt nicht mehr geschlossen oder ausgeführt werden können.
FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Hebel Trading
Fazit: Die Vorteile beim Hebel Trading überwiegen
Die Risiken beim Hebel Trading solltest du auf keinen Fall außer Acht lassen. Gerade als Neuling ist es ratsam, sich erst einmal mit einem geringen Hebel und einer geringen Positionsgröße an das Thema heranzuwagen. Die Vorteile überwiegen bei dieser Handelsform aber ziemlich deutlich. Die Broker haben mittlerweile strenge Sicherheitsmaßnahmen ins Leben gerufen, um das Risiko zu minimieren. Zudem wurde die gefürchtete Nachschusspflicht beim Forex- und CFD-Handel abgeschafft.
Die großen Vorteile beim Hebel Trading liegen vor allem in der Vervielfachung des Gewinn- und Verlustpotenzials, bei einem überschaubaren Eigenkapital-Einsatz. Zudem kannst du flexibel aus verschiedenen Basiswerten wählen und dank großer Auswahl genau den Broker ansteuern, der am besten zu deinem Handel passt.
Beim Trading mit Hebel wird der Handel in die positive Richtung und negative Richtung verstärkt.
Der große Vorteil des Margin-Handels liegt darin, bei einem vergleichsweise geringen Eigenkapital eine große Position handeln zu können.
Je nach Plattform sind für private Investoren Hebel von bis zu 1:30 möglich.
Die Nachschusspflicht wurde beim Handel mit Forex und CFDs abgeschafft, so dass du hier keine Schulden beim Broker machen kannst.
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Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
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