Kursverläufe sind ziemlich komplex. Da hilft es, sich einiger Instrumente zu bedienen, um diese zu deuten. Eines dieser Hilfsmittel sind die Dir vielleicht schon bekannten Kerzen, auch Candles genannt, die Dir übersichtlich und kompakt wichtige Informationen über den Kursverlauf innerhalb eines abgesteckten Zeitrahmens bereitstellen.

Aus den Candles lassen sich jedoch mehr ableiten als reine Zahlen, wie ich Dir im Folgenden zeigen werde. Ich stelle Dir nämlich die Shooting Star Candle vor, die bei Chartanalysen eine wichtige Rolle spielt und die Du kennen solltest, wenn Du Daytrading lernen möchtest.

Shooting Star Titelbild

Kurzüberblick: Shooting Star Candle

Eine Kerze zeigt Dir den Eröffnungskurs, den Schlusskurs sowie Höchst- und Tiefstkurs eines bestimmten Zeitfensters an.

Ist der Schlusskurs höher als der Eröffnungskurs, ist der Körper grün eingefärbt, ist der Schlusskurs niedriger als der Eröffnungskurs, ist der Körper rot eingefärbt.

Entsprechend befindet sich bei einer grünen Kerze der Eröffnungskurs am unteren Ende der Kerze, bei einer roten am oberen Ende.

Eine Shooting Star Candle zeichnet aus, dass ihr Körper relativ klein ist und sich innerhalb der durch die Schatten (auch Docht genannt) dargestellten Preismaxima im unteren Teil wiederfindet.

Das obere Ende des Körpers und der Höchstpreis der Kerze liegen demnach eher weit voneinander entfernt, während das untere Ende des Körpers und Tiefstpunkt eher nah aneinander liegen.

Was ist eine Shooting Star Candlestick Formation?

Die Shooting Star Candle Formation ist ein klassisches Muster für einen bärischen Markt. Weil sich Eröffnungskurs und Tiefstkurs kaum unterscheiden, ist der untere Schatten kaum oder nicht vorhanden. Schlusskurs und Eröffnungskurs liegen ebenfalls eng beieinander, während der obere Schatten sehr lang ist und auf einen hohen Höchststand zurückführbar ist.

Daraus ergibt sich eine Kerze, die einem Shooting Star, also einer Sternschnuppe, ähnelt. Vorsicht: viele verwechseln die Shooting Star Candle mit einem Inverted Hammer. Diese sehen sich tatsächlich zum Verwechseln ähnlich, doch der Inverted Hammer entwickelt sich aus einem Abwärtstrend, während die Shooting Star Candle Formation innerhalb eines Aufwärtstrends liegt. Beide deuten eine Trendumkehr an.

Shooting Star Praxisbeispiel technische Analyse
Das Shooting Star Candle kann in der Praxis eine Trendumkehr signalisieren

Shooting Star Candlestick signalisiert Trendumkehr nach einer Aufwärtsbewegung

Als Vorbote eines bärischen Markts zeigt Dir die Shooting Star Candle eine mögliche Trendumkehr an. Diese Interpretation entsteht durch Überlegungen aus dem Prinzip der Herstellung des Marktgleichgewichts innerhalb des Konzepts Angebot und Nachfrage, doch dazu später mehr. Dieses Kerzenmuster verwende ich häufig, um potenzielle Einstiegspunkte für Short-Positionen zu finden.

Oft dienen sie mir auch zur Identifizierung von Ausstiegspunkten, um mit Gewinn aus einer Handelsposition auszutreten. Du solltest Shooting Star Candles niemals isoliert betrachten, sondern mit anderen Indikatoren und Chartmusteranalysen kombinieren, um fundierte Aussagen zu treffen.

Sei also vorsichtig im Umgang mit Shooting Star Candle Formationen, die im richtigen Kontext äußerst hilfreich sind, um eine Trendumkehr zu erkennen, doch gerade Anfänger immer wieder zu Missinterpretationen verleiten.

Beachte: Die Shooting Star Candle Formation ist ein Indiz für eine Trendumkehr, kein Beweis. Nutze unbedingt weitere Werkzeuge, um Deine Analysen mit weiteren Daten zu unterfüttern. Das rate ich Dir auch bei allen anderen Indikatoren, die Dir helfen, interessante Kursverläufe zu finden.

Wie ist der Shooting Star Candlestick aufgebaut?

Ein relativ kleiner Körper, ein kurzer oder kein unterer Schatten und ein langer, oberer Schatten. So viel weißt Du bereits über den grundsätzlichen Aufbau eines Shooting Star Candlesticks. Doch welche objektiven Kriterien gibt es, um den Aufbau eines Shooting Star Candlesticks zu beschreiben? Wann ist der Körper klein, der untere Schatten kurz und der obere Schatten lang genug?

Um ehrlich zu sein, derartige Definitionen gibt es nicht. Es sind vielmehr Faustregeln, an die sich die meisten Trader halten. Viele Trader sprechen von einer Shooting Star Candle, sobald der obere Schatten mindestens doppelt so lang ist, wie der Körper. Das Verhältnis von Körper zu oberem Schatten sollte demnach mindestens 1 zu 2 betragen.

Eine Definition über die Länge des unteren Schattens fällt noch schwieriger, im Idealfall ist dieser gar nicht erkennbar. Oftmals assoziieren gerade Anfänger einen Shooting Star mit einem grünen Körper, doch das ist eine Fehlannahme. Mache Dir diesen Umstand unbedingt klar, indem Du Dir am besten den echten Kursverlauf innerhalb des von einem roten und einem grünen Shooting Stars repräsentierten Zeitrahmens anschaust.

Beachte: Je kleiner der Körper im Verhältnis zum Schatten, desto aussagekräftiger ist der Shooting Star – zumindest in der Theorie. In der Praxis solltest Du ihn jedoch nur verwenden, um mögliche Trends auszumachen, um daraufhin mit weiteren Indikatoren den Kurs zu analysieren.

Vor- und Nachteile vom Shooting Star Pattern

Vorteile:

Mit etwas Übung leicht zu erkennen

und dadurch potenzielle Ausstiegspunkte schnell identifizierbar

Auf verschiedenen Märkten anwendbar

Für verschiedene Zeiträume geeignet

Gut kombinierbar mit anderen Indikatoren

Unter Einbeziehung der nächsten Candle steigt Trefferquote deutlich

Nachteile:

Isoliert betrachtet wenig gehaltvoll

Bei Anfängern Verwechslungsgefahr gegeben

Auf echten Bullenmärkten kaum Aussagekraft

Wie lassen sich Angebot und Nachfrage beim Shooting Star Signal interpretieren?

Die Grundlage, um die Shooting Star Candle zu verstehen, ist die Preisbildung am Markt. Sie wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Gibt es mehr Käufer, steigt der Preis, da sie um das Finanzinstrument konkurrieren. Ein Verkäuferüberschuss hat dagegen sinkende Preise zur Folge. Die Shooting Star Candle bildet sich während eines Aufwärtstrends, viele Käufer versuchen also, das Finanzinstrument zu bekommen, um von weiter steigenden Preisen zu profitieren.

Bei der Eröffnung eines Shooting Star Musters entsteht eine hohe Nachfrage. Das bedeutet, dass viele Käufer gewillt sind, zu diesem Zeitpunkt einen entsprechend hohen Preis zu zahlen, um das betrachtete Finanzinstrument zu erwerben. Das treibt den Kurs nach oben, weshalb das Hoch und der charakteristische, lange Docht entstehen.

Der Anstieg des Preises auf das neue Hoch befeuert das Interesse der Verkäufer, Gewinne zu generieren, der Verkaufsdruck steigt. Der Markt erfährt daraufhin eine Sättigung, wenn weitere interessierte Käufer fehlen. Es folgt ein Angebotsüberschuss, der durch einen sinkenden Preis ausgeglichen wird. Der sinkende Preis führt zu dem niedrigen Schlusskurs.

Beachte: Grundsätzlich gilt diese Interpretation als sehr präzise Beschreibung des Marktes bei einem Shooting Star. Wie sich Angebot und Nachfrage im Anschluss verhalten, lässt sich jedoch nicht so einfach vorhersagen. Eine leichte Tendenz spricht oft für einen folgenden Angebotsüberschuss.

Wann ist das Traden mit dem Shooting Star Pattern sinnvoll?

Da Du jetzt weißt, wie das Muster entsteht und die möglichen Folgen kennst, erkläre ich Dir, wie Du das Pattern in Dein Trading integrieren kannst. Da eine Shooting Star Candle allein ein relativ schwaches Indiz für eine Trendumkehr ist, nutze ich weitere Hinweise und Indikatoren, die das Muster bestätigen oder entkräften.

Bestätigung abwarten: Kurs sollte mit der nächsten Candle unter die Untergrenze des Shooting Stars fallen

Eine Shooting Star Formation allein ist ein relativ schwacher Hinweis für einen folgenden Abwärtstrend. Die Aussagekraft dieser Candle ist daher meiner Meinung nach nicht stark genug, um das Eröffnen einer Short-Position zu rechtfertigen und wird von unerfahrenen Tradern oftmals fehlinterpretiert. Risikoreiche Trader mögen das zwar anders sehen, möchtest Du allerdings langfristig Gewinne einfahren, solltest Du besser auf willkürliche Wetten verzichten.

Warte besser auf die folgende Candle, die den Trend bestätigt oder möglicherweise widerlegt. Fällt der Kurs mit der nächsten Candle unter die Untergrenze der Shooting Star Candle, bestätigt das die Vermutung eines Abwärtstrends. Die Chance, eine erfolgreiche Short-Position zu eröffnen, steigert sich in diesem Fall deutlich und ist den etwas kleineren Gewinn durch den späteren Einstieg allemal wert.

Auf diese Weise zeigt sich klarer, ob die Käufer wirklich das Interesse verlieren oder der Shooting Star nur ein kurzfristiges Phänomen war. Um die Chancen eines erfolgreichen Trades weiter zu erhöhen, achte ich auf zusätzliche Details, die ich Dir im Folgenden vorstellen möchte.

So erhöhst Du die Erfolgswahrscheinlichkeit beim Trading mit dem Shooting Star Candlestick

Grundsätzlich eignet sich der Shooting Star, um eine Trendumkehr nach einer Aufwärtsbewegung zu erkennen. Auf einem echten Bullenmarkt, den ein langanhaltender Aufschwung und viel Euphorie kennzeichnet, schwindet die Aussagekraft dieser Candle. Zu oft handelt es sich dann nur um einen kurzfristigen Rückgang, der durch erneut intensive Käufe beiseitegeschoben wird. Hier folgen Anleger oft dem Motto „Buy the Dip“, sie nutzen die kurze Konsolidierungsphase also gerne, um einen guten Einstiegspunkt zu finden.

Deutlich besser funktioniert die Candle dagegen, wenn sie während einer Erholungsphase innerhalb eines längeren Kursabfalls auftritt. Oft zeigt sie dann ein Aufbegehren der Käufer an, das allerdings eher selten nachhaltig ist.

Achte darauf, wie deutlich sich der Shooting Star formt. Da es keine objektiven Maßstäbe gibt, die eine Candle definieren, gilt in der Regel Folgendes: je kleiner der Körper und je größer der obere Docht, desto höher die Aussagekraft. Sinnvoll ist es vor allem zu Beginn, eigene objektive Maßstäbe zu finden. Eine recht simple Methode wäre es beispielsweise, dass der Schatten mindestens das doppelte oder dreifache Volumen des Körpers aufweist. Wie so oft gilt es hier, die Indikatoren mit dem eigenen Risikomanagement in Einklang zu bringen.

Begrenze mögliche Verluste durch den Stop-Loss

Zu einem adäquaten Risikomanagement gehört für viele Anleger eine Stop-Loss-Order einfach dazu. Vor allem Trader, die gleichzeitig viele Positionen behandeln, nutzen die Vorteile, Verluste zu beschränken und den Markt nicht unter dauerhafter Beobachtung zu stellen. Machst Du dementsprechend einen Shooting Star als Vorbote einer Trendumkehr aus, schützt die Order vor hohen Verlusten, falls sich die Candle doch als Fehlsignal herausstellt.

Da Du bei einer Shooting Star Candle von einem fallenden Kurs ausgehst, steigst Du über eine Short-Position in den Markt ein. Der Stop-Loss-Kurs liegt demnach über dem Einstiegspunkt. Wie hoch genau, ist von Deiner Risikobereitschaft abhängig.

Nutze verschiedene Indikatoren, wie die Average True Range oder die Bollinger Bands, um einen geeigneten Punkt zu finden. Ein zu hoher Stop-Loss führt zu hohen Verlusten, ein zu niedriger zu verpassten Chancen, falls das übliche Marktrauschen die Position ausstoppt.

Beachte: Da der Kurs zumindest theoretisch nach oben keine Grenze kennt, ist eine Stop-Loss-Order beim Shorten nahezu zwingend, da auch potenzielle Verluste entsprechend grenzenlos sind. Für Anfänger sind Short-Positionen daher nicht unbedingt empfehlenswert.

Shooting Star Candle: Vergleiche zu anderen Candlestick-Formationen

Einige Shooting Stars sind mit einem geübten Auge leicht zu erkennen. Doch gerade für Anfänger besteht gelegentlich Verwechslungsgefahr. Das liegt nicht nur an fehlenden objektiven Maßstäben, sondern auch daran, dass Candles abhängig vom Kontext bewertet werden müssen. Damit es nicht zu folgenschweren Verwechslungen kommt, die viel Geld kosten, zeige ich Dir, wie sich der Shooting Star von anderen Candles unterscheidet.

Hanging Man vs. Shooting Star Candlestick

Die Hanging Man Candle sieht dem Shooting Star sehr ähnlich, nur dass sie auf dem Kopf steht. Der kurze Körper befindet sich dementsprechend am oberen Ende der Candle, die statt eines langen oberen Dochts einen langen unteren Docht hat. Der Eröffnungs- und Schlusskurs liegen deutlich über dem Tiefkurs. Trader interpretieren den Hanging Man als letztes Aufbäumen der Käufer und folgern daraus eine Trendumkehr.

Du nutzt den Hanging Man daher genauso wie eine Shooting Star Candle. Die Hanging Man Candle tritt ebenso während einer Aufwärtsbewegung auf und signalisiert, dass der Kurs im Anschluss fällt. Ob es sich um eine rote oder grüne Kerze handelt, ist bei der Interpretation eher weniger bedeutend.

Hammer Formation vs. Shooting Star Formation

Die Hammer Formation hat die gleiche Form wie ein Hanging Man. Es handelt sich also um einen auf dem Kopf stehenden Shooting Star. Der Körper befindet sich demnach am oberen Ende der Kerze, der untere Schatten ist lang und der obere nur wenig oder gar nicht vorhanden. Wie auch beim Hanging Man liegen Eröffnungs- und Schlusskurs weit über dem Tiefkurs.

Doch worin besteht dann der Unterschied? Hier ist es wichtig, den Kontext einzubeziehen. Während die Shooting Star Candle und der Hanging Man in einer Aufwärtsbewegung auftreten, findest Du die Hammer Candle während eines Abwärtstrends. Wie auch die anderen beiden Candles interpretieren Trader den Hammer als Trendumkehr. Allerdings erwarten sie in diesem Fall entsprechend keinen Kursabfall. Stattdessen signalisiert der Hammer einen positiven Verlauf.

Inverted Hammer vs. Shooting Star Signal

Beim Inverted Hammer handelt es sich, wie es der Name bereits verrät, um eine umgedrehte Hammer Candle. Demzufolge liegt der Kerzenkörper auf der unteren Seite, der lange Schatten zeigt nach oben. Damit sieht der Inverted Hammer genauso aus wie die Shooting Star Candle. Das bedeutet, hier liegen der Eröffnungs- und Schlusskurs klar unter dem Hochpunkt.

Wie auch bei den anderen Candles ist die Farbe weniger wichtig als das Volumenverhältnis zwischen Körper und Docht. Im Gegensatz zum Shooting Star findest Du den Inverted Hammer in einem Abwärtstrend. Der Kontext, in dem die Muster auftreten, ist also von entscheidender Bedeutung. Trader interpretieren die Inverted Hammer Candle als Signal für eine Trendumkehr in eine positive Richtung.

Gravestone Doji vs. Shooting Star

Im Grunde handelt es sich bei einem Gravestone Doji um eine extreme Form der Shooting Star Candle. Im Idealfall liegen Eröffnungskurs und Schlusskurs gleichauf, während der Hochkurs wie beim Shooting Star deutlich darüber liegt.

Ein Gravestone Doji besitzt folglich keinen oder nur einen sehr kurzen Körper. Die Interpretation ist dann natürlich die Gleiche, genauso wie die Anwendung dieser Candle. Auch ein Gravestone Doji ist ein Trendumkehrsignal, das in einer Aufwärtsbewegung auftritt und einen möglichen Kursabfall ankündigt.

Warum haben Shooting Star Candlesticks eine niedrige Trefferquote?

Ein einzelnes Tradingmuster anzuwenden, ist selten eine gute Idee und führt häufig zu Fehlsignalen, weshalb Du idealerweise weitere Indikatoren und eine Fundamentalanalyse hinzuziehst. Isolierte Shooting Star Candles weisen im Gegensatz zu anderen Pattern, Indikatoren oder Candles allerdings eine noch geringere Trefferquote auf.

Das liegt insbesondere daran, dass die Candle nur wenige Daten in sich trägt und so relativ willkürlich erscheint. Grundsätzlich liest Du lediglich vier Informationen ab, nämlich den Eröffnungs- und Schlusskurs sowie den Hoch- und Tiefpunkt. Daraus ergibt sich nur eine sehr leichte Tendenz, die Du zwingend einer Überprüfung bedarf, sei es nur durch eine Bestätigung einer weiteren Candle oder noch besser durch zusätzliche Indikatoren.

Beachte: Die relativ niedrige Trefferquote heißt nicht, dass Shooting Star Candles unnütz sind. Als Hinweisgeber sind sie gut zu gebrauchen. Erweitere Deinen Instrumentenkasten, um ideale Ein- und Ausstiegspunkte zu finden. Mit einem Demokonto kannst Du ausprobieren, welche Muster Dir liegen.

Aussagekraft und Trefferquote durch weitere Indikatoren erhöhen

Wie Du bereits erfahren hast, ist es bei Shooting Star Candles hilfreich, mit zusätzlichen Indikatoren zu arbeiten. Für eine Überprüfung eignen sich insbesondere Methoden, die ebenfalls eine Trendumkehr untersuchen. Ein geeigneter Indikator ist etwa der Relative Strength Index(RSI), der eine Einschätzung abgibt, ob das betrachtete Finanzinstrument eher als „überkauft“ oder „überverkauft“ einzuschätzen ist.

Auch eine Moving Average Convergence/Divergence(MACD) ist ein probates Mittel, um eine mögliche Trendumkehr besser zu erkennen. Viele Trader nutzen zudem Fibonacci-Retracements, die weitere Hinweise liefern.

Möglicherweise kennst und nutzt Du andere Indikatoren, mit denen Du bereits gute Erfahrungen gemacht hast. Als Anfänger ist es dagegen wichtig, zunächst ausreichend Indikatoren kennenzulernen, um geeignete Werkzeuge für sich zu finden. Nur so gelingt ein ansprechendes Risikomanagement.

Beachte: Auch, wenn wirklich alle Indikatoren auf eine Trendumkehr hinweisen, bedeutet das noch nicht, dass diese auch zwingend eintritt. Sie geben nur Hinweise, dass es so sein könnte. Mit viel Erfahrung gelingt es geübten Tradern immer besser, Signale korrekt zu interpretieren.

FAQ – Shooting Star Candle

Was ist der Shooting Star Candle?
+
Der Shooting Star Candle ist eine Kerze, die sich in einem Aufwärtstrend entwickelt und auf einen bärischen Markt hindeutet. Du erkennst sie an einem kleinen Körper, einem kurzen oder nicht vorhandenen unteren Schatten und einem langen oberen Schatten.
Wie interpretiere ich das Shooting Star Pattern?
+
Das Shooting Star Pattern entsteht während eines Aufwärtstrends. Der hohe Schatten liegt in einer hohen Nachfrage begründet, die den Preis nach oben treibt. Daraufhin verkaufen Trader ihre Positionen, der Preis fällt dann bei ausbleibendem Interesse, sobald der Markt gesättigt ist.
Wie wird der Shooting Star im Trading eingesetzt?
+
Als Indiz eines bärischen Marktes ist der Shooting Star nützlich, um Einstiegspunkte einer Short-Position oder eines Ausstiegsmoments innerhalb einer Handelsposition festzumachen. Als alleiniges Instrument ist eignet sich der Shooting Star jedoch nicht, sondern ergibt erst in Kombination weiterer Analysen Sinn.
In welchen Märkten oder Zeiträumen erscheint das Shooting Star Pattern am häufigsten?
+
Trends entstehen dort, wo der Markt volatil ist. Als Signal einer Trendumkehr tritt der Shooting Star Pattern entsprechend in volatilen Märkten auf, die gehäuft in sogenannten Schwellenländern zu finden sind. Weiterhin gilt: je kürzer der betrachtete Zeitraum, desto volatiler der Kurs.
Welche Rolle spielt das Volumen bei der Bestätigung eines Shooting Star Patterns?
+
Auf konsolidierenden Märkten sinkt das Handelsvolumen, auf volatilen Märkten steigt es. Entsprechend solltest Du Dir die Handelsvolumina anschauen. Nimmt es zu, kann das auf eine Trendumkehr hindeuten und ein Shooting Star Pattern bestätigen.
Welche Risiken sind beim Handel mit Shooting Star Patterns zu beachten?
+
Das Pattern ist ein Hinweis auf eine mögliche Trendumkehr. Daraus folgt nicht automatisch ein bärischer Markt. Deshalb solltest Du stets weitere Indikatoren verwenden, um Prognosen abzusichern. Ein Restrisiko auf Verlust bleibt jedoch immer.
Welche anderen Indikatoren verbessern die Aussagekraft eines Shooting Star Patterns?
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Grundsätzlich kannst Du alle Indikatoren auf Deiner Trading Plattform verwenden, die Dir helfen, eine Trendumkehr zu ermitteln. Ich verwende häufig den RSI-Indikator, den MACD und Fibonacci-Retracements, um meine Handelsstrategien zu verbessern. Andere Candlestick-Muster oder Fundamental-Analysen sind ebenso hilfreich.
Wie zuverlässig ist das Shooting Star Pattern bei der Kursvorhersage?
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Das Shooting Star Pattern gilt weithin als eher unzuverlässig. Dennoch solltest Du es in Dein Repertoire aufnehmen. In Kombination mit anderen Indikatoren ist es durchaus nützlich. Viele Trader überschätzen die Aussagekraft einzelner Muster ohnehin und schöpfen das Potenzial der verfügbaren Tools nicht voll aus.
Welche Fehler sollte man bei der Interpretation von Shooting Star Patterns vermeiden?
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Bei Anfängern besteht durchaus Verwechslungsgefahr mit anderen Candlestick Formationen, insbesondere, weil oftmals der Kontext der Entstehung nicht beachtet wird. Da exakte Definitionen fehlen, wann es sich um einen Shooting Star Pattern handelt, besteht grundsätzlich die Gefahr einer Fehleinschätzung.
Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

>75% Trefferquote

+6 Jahre Erfahrung

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.