Um richtig zu traden benötigt es etwas Theorie und viel Praxisübung. Mittlerweile behaupte ich mich schon seit über 7 Jahren an den Märkten und weiß daher wie es richtig geht. Insbesondere habe ich viele kurzfristige Trades im DAX und der NASDAQ umgesetzt.
In diesem Ratgeber zeig ich Dir konkret wo typischer Anfängerfehler lauern und wie Du korrekterweise vorgehen solltest. So kannst Du beim Trading lernen Zeit sparen.

Überblick: So tradest Du richtig
1. Basis lernen – Verstehe die Märkte, Begriffe und Marktmechanismen.
2. Handle im Demokonto – Übe so lange, bis Du richtig traden kannst.
3. Risk Management – Maximal 1–2% Kapital pro Trade riskieren.
4. Lerne aus Fehlern – Reflektiere die Trades im Trading-Tagebuch.
5. Entwickle Deine Strategie – Teste sie im Demokonto, bis es klappt.
6. Break-even-Handel überwinden – Kleine Anpassungen reichen oft aus.
7. Fremdkapital traden – Kleineres finanzielles Risiko mit Prop-Trading.
FAQ – Häufig gestellte Fragen dazu, wie man richtig tradet.
1. Verstehe zunächst erst einmal die Basics

Lerne die Basics zur Technischen Analyse (Trends, Zonen, Formationen, Indikatoren) sowie zur Fundamentalanalyse (Aktie, ETF, Index, KGV, KUV, …). Ohne die wichtigsten Grundlagen wirst Du nur mit etwas Bauchgefühl ab und zu ein paar erfolgreiche Trades haben, aber niemals konsistent und wiederholbar, Monat für Monat, Gewinne aus dem Markt ziehen können.
Falsch: Sofort mit traden beginnen
Richtig: Alle wichtigen Grundlagen lernen
Tipp: Du musst erst die Grundlagen lernen – Wie funktionieren Märkte? Was beeinflusst die Preise? Was bedeuten wichtige Begriffe wie „Pip“, „Lot“ oder „Hebel“? Und was hat es mit Finanzprodukten wie CFDs auf sich?
2. Handle lange im Demokonto

Wenn Du dann glaubst genug Theorie gepaukt zu haben, dann eröffne zunächst erst einmal ein Trading Demokonto bei einem seriösen Broker, der die Märkte in Echtzeit abbildet und dessen Demoversion zuverlässig funktioniert. Dort kannst Du die Plattform kennenlernen und auch schon erste Trades umsetzen. Du weißt dann zum Beispiel, wie Orders umgesetzt werden, wie Du einen Stop-Loss setzt und so weiter.
Gewöhn Dich zunächst daran, im Demokonto zu handeln, denn Du solltest damit solange handeln, bis Du das Trading auch richtig kannst – sprich, Du musst über längere Zeiträume hinweg profitabel sein. Du lernst eigentlich im Demokonto wie man richtig tradet, also auch über den Zeitraum hinweg, der die folgenden Punkte bis Schritt 6 umfasst.
Falsch: Mit echtem Geld handeln
Richtig: Zunächst nur Demokonto-Trading
Tipp: Du wirst ohne Demokonto als Anfänger nie richtig traden können, weil Du im Echtgelddepot immer Verluste machst, ohne genug Skill zu besitzen. Deshalb verlieren auch 80% der Trader Geld, weil sie zu ungeduldig sind. Ich habe 1,5 Jahre gebraucht, bis ich mich ans Echtgeld-Depot gewagt habe – die Zeit musst Du wahrscheinlich auch investieren.
3. Risikomanagement ist das A und O

Im Demokonto angekommen, wirst Du Dich jetzt lange mit Strategien und Risikomanagement herumschlagen. Setze zum Beispiel nie mehr Kapital ein, als Du bereit bist zu verlieren. Also bei mir sind das zum Beispiel 0,5% bis 1% meiner Kontogröße und so eng setze ich dann auch meinen Stop-Loss. Wenn Du Dein Risiko gut kontrollierst, kannst Du diese Verluste so weit minimieren, dass die Gewinne am Ende des Monats deutlich überwiegen.
Du siehst also, dass Dein Trading-Erfolg maßgeblich von einem konsequent und richtig durchgeführten Risikomanagement abhängig ist. Außerdem bleibst Du dadurch auch dann entspannt, wenn der Markt mal gegen Dich läuft.
Falsch: Stop-Loss vergessen oder weghziehen
Richtig: Aktives Risikomanagement
Hinweis: Außerdem ist es auch sinnvoll einen Take-Profit zu setzen, bzw. ein Gewinnziel zu definieren. In diesem Zusammenhang empfehle ich Dir auch, ein festes CRV zu definieren und das möglichst starr zu halten. Das ist das Chancen-Risiko-Verhältnis (mehr dazu hier).
4. Lerne aus Fehlern

Wenn man richtig traden lernen möchte, dann sind Fehler die gemacht werden und sich objektiv erkennen lassen, die besten Lehrmeister. Jeder Fehltrade, den ich zum Beispiel selber gemacht habe, hat mir etwas über mich selbst meine Strategie und den Markt gezeigt. Deshalb ist ein Trading Journal bzw. Tagebuch einfach enorm viel Wert und wird sehr stark unterschätzt, insbesondere von Anfängern, obwohl die das ja am meisten brauchen würden.
Falsch: Trades nicht reflektieren
Richtig: Akribisch Trading-Tagebuch führen
Dokumentiere jeden Trade: Was war Deine Idee dahinter? Wie hat der Markt reagiert? Warum hast Du den Trade geschlossen? Unter anderem durch diese Protokollierung erkennst Du Muster und kannst Dich regelmäßig reflektieren sowie verbessern.
5. Entwickle Deine Strategie und passe sie an

Probiere erst einmal mehrere Trading Strategien sorgfältig im Demokonto aus und schau bei der Auswahl unbedingt darauf, dass sie wirklich eindeutige Regeln für den Ein- und Ausstieg haben. Auch an dieser Stelle muss ich Dir dringend dazu raten, sie erst lange im Demokonto zu nutzen, bevor Du echtes Kapital einsetzt. Die Umsetzung der gewählten Strategie sollte so in Fleisch und Blut umgehen, dass Du sie problemlos zu jeder Zeit handeln kannst.
Aber nicht falsch verstehen bitte: Nicht immer gibt es etwas beim Traden zutun! Damit meine ich, dass Du lernst abzuwarten, bis ein auch wirklich ein Signal kommt und Dein Setup bzw. die Trade-Idee nun aktiv wird. Notiere dann täglich Deine Trades und wie Du Dich gefühlt hast, in einem Trading-Tagebuch.
Falsch: Ständig die Trading-Strategie wechseln
Richtig: Eine Strategie konsequent umsetzen
Tipp: Bleib bitte für längere Zeit bei einer Strategie, auch bei Verlustphasen und passe sie nur nach einer wirklich gründlichen Analyse an. Hol Dir dafür ruhig auch mal das Feedback von anderen erfahrenen Tradern, weil die sehen oft Fehler in Deinem Tagebuch, die Dir selber vielleicht nicht direkt aufgefallen sind.
6. Überwinde den Break-even-Handel

Viele Trader erleben nach Der Anpassung ihrer Strategie eine Break-even-Phase, in der Gewinne und Verluste sich fast immer ausgleichen und das Monat für Monat. Wie ich bereits in Punkt 2 geschrieben habe, bist Du an dieser Stelle immer noch im Demokonto! Kein Echtgeld traden, solange Du nicht lange genug bereits über Punkt 6 hinausgekommen bist. Gerade sprechen wir also vom Break-even-Handel im Demokonto.
Hier fehlt oft nur eine kleine Feinjustierung, um dann die tatsächliche Profitabilität zu erreichen. Ein häufiger Fehler ist zum Beispiel, Signale zu spät umzusetzen oder aber sogar die weniger hochwertigen Trades mitzunehmen und die umfassende Bestätigung nicht abzuwarten.
Oft sind Emotionen im Spiel, die ein konsequentes Umsetzen der Strategie erschweren, sei es zum Beispiel, dass der Stop-Loss nachgezogen wird obwohl die Position gegen einen läuft oder dass eine Position eröffnet wird ohne klares und 100% eindeutiges Signal. Viele Anfänger „zocken“ nebenbei – das ist oft keine gute Idee. Suche Dir dazu auch gezielt Unterstützung von bereits erfolgreichen Tradern, wenn Du an diesem Punkt länger als 3 Monate hängen bleibst.
Falsch: Sehr viele „minderwertige“ Trades umsetzen
Richtig: Nur wenige hochwertige Trades + Hilfe von anderen
Tipp: Ich konnte beispielsweise beobachten, dass Trader die beim Break-even-Handel hängen bleiben, die Qualität ihrer Trades erhöhen und die Quantität runterschrauben müssen. Auch als Scalper habe ich oft nur 2 bis 4 Trades am Tag und keine 30! Diese 4 Trades sind dann aber oft sehr gute Setups gewesen.
7. Sprung ins Fremdkapital- und Echtgeld-Depot

Trading ist ein langfristiges Projekt – auch wenn Du Daytrading betreibst und gerne täglich vor den Trading Charts sitzt. Schnell reich werden ist also ganz klar unrealistisch. Wenn Du aber nun den Break-even im Demokonto längere Zeit überschritten hast, könntest Du Prop-Trading in Betracht ziehen um nun endlich mit Trading Geld zu verdienen. Damit erhältst Du Zugang zu Fremdkapital, ohne Dein eigenes zu riskieren.
Prop-Trading-Konten sind super dazu geeignet, um den Druck den Du beim Handel mit Eigenkapital spüren würdest zu reduzieren und dadurch automatisch sicherer zu handeln. Obwohl ich bereits seit Jahren mit Eigenkapital handle, habe ich nebenbei noch mehrere solcher Konten, um mein Risiko zu streuen.
Starte dann irgendwann auch mal mit einem Live-Depot und Eigenkapital, wenn Du bereits erfolgreich im Prop-Trading bist und Fremdkapital nutzen kannst, ohne das Fremdkapital-Konto aufgrund zu großer Draw-Downs zu verlieren. Das ist echt der richtige Weg um Trading zu meistern – ohne Dein Vermögen dabei zu riskieren.
Falsch: Zu früh mit Eigenkapital handeln
Richtig: Erstmal mit Fremdkapital beginnen
Tipp: Folge auf keinen Fall einfach blind der Masse oder Tipps aus Foren. Viele Trader lassen sich von „Hypes“ oder Empfehlungen treiben, nur um dann zu sehen, wie der Markt in die entgegengesetzte Richtung geht. Mache Deine eigene Analyse und folge immer konsequent Deiner Strategie, die sich in der Vergangenheit bereits x-fach im Demokonto und danach im Prop Trading bewährt hat!
FAQ – Wie man richtig tradet

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Christian Böttger
Vollzeit-Trader
>75% Trefferquote
+7 Jahre Erfahrung
>100K € Jahresgewinn
Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
