Ein Trading Plan legt fest wie Du Wertpapier an der Börse handelst. Dazu legst Du Dir Regeln fest nach welchen Du eine Position eröffnest oder schließt. Der Plan ist der erste Schritt zu einer langfristigen profitablen Strategie.
Ich empfehle Dir einen eigenen Trading Plan zu erstellen, welcher 100% zu Deiner Psychologie passt. Mehr dazu im Ratgeber:


Kurzüberblick: Trading Plan
#1 Trading Plan Definition – Was das ist und warum den brauchst.
#2 Trading Plan erstellen – 10 wichtige Regeln zum Erfolg.
#3 Chartanalyse – Tipps für Deinen Trading Plan.
#4 Trading Psychologie – Wie ein Trading Plan Dir hilft.
#5 Vorteile & Nachteile – Ein Plan erhöht die Disziplin im Trading.
#6 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Trading Plan.
Was ist ein Trading Plan?
Ein Trading Plan ist eine Strategie, die alle Aspekte zur Trade-Entscheidung beinhaltet. Darunter fallen Deine Trading-Ziele, Dein persönliches Risikoprofil und Dein Risikomanagement, sprich Einstieg, Stop-Loss & Take-Profit. Ein guter Trading Plan sorgt also für Routine. Gerade zu Beginn seine Börsen-Karriere hat man meist keinen Plan, weswegen viele Neueinsteige einen Großteil ihres Tradingkapitals verlieren.
Beachte: Durch einen festen Trading Plan stehen die wichtigsten Entscheidungen eines Trades bereits im Vorfeld fest und man erlebt keine bösen Überraschungen mehr.
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Tradingplan erstellen: 10 Regeln die er beinhalten sollte
1. Persönliche Motivation: Definiere Deine Motivation, z. B. Altersvorsorge oder Lebensunterhalt, als Grundlage der Strategie.
2. Gehandelte Märkte: Wähle zwei bis drei Märkte, z. B. Aktien, Rohstoffe oder Devisen, für den Einstieg.
3. Gehandelte Finanzprodukte: Lege fest womit Du traden möchtest – Reine Aktie, CFD, Ko-Zertifikat, Optionen
4. Stil und Handelszeiten: Willst Du Daytraden oder Investieren? Lege Zeiträume fest, wann Du tradest, bspw. 9-11 Uhr.
5. Zeiteinheit und Haltedauer: Bestimme die Analysezeit, z. B. 5 Minuten, 1 Stunde oder 1 Tag.
6. Risikokapital und -management: Begrenze einzelne Positionen auf maximal 1 % Deines gesamten Tradingkapitals.
7. Strategien für Einstieg/Ausstieg: Entwickle klare Regeln für Ein- und Ausstiege sowie spezielle Marktsituationen.
8. Positionsgröße und Anzahl: Berechne mit wie viel Aktien Du eine Position eröffnen kannst gemäß Schritt 7.
9. Täglicher Zeitaufwand: Plane Zeit für das Auswerten abgeschlossener Trades und führe ein Trading Tagebuch.
10. Regelmäßige Aktualisierung: Passe Deinen Tradingplan regelmäßig an, basierend auf Analysen und neuen Erkenntnissen.
Trading Plan für die Chartanalyse – 2 Tipps
Tipp 1: Nutze den Top-Down Ansatz
Beim Top Down Ansatz analysiere ich einen Chart zunächst in einer großen Zeiteinheit und verringere diese anschließend, um in kleineren Zeiträumen meine Analyse zu verfeinern. Typischerweise beachte ich den Wochenchart und gehe dann in den Tages- Stunden- und 5 Minutenchart. Wir können uns den Top-Down-Ansatz als Trichter vorstellen.

Beachte: Größere Zeiteinheiten haben mehr Aussagekraft als kleinere. Ist also der Tageschart bullisch, so suche ich auch im Studnenchart nach Long-Chancen.
Tipp 2: Stop-Loss und Take-Profit mit der Chartanalyse
So wie ich mit Hilfe des Charts meinen Einstieg definiere, plane ich auch meinen Ausstieg. Beim Stop-Loss ist meine Frage immer: „Wo ist die Trade-Idee nicht mehr intakt?“ Dort setze ich den Stop hin. Beim Take-Profit frage ich mich: „Wo bekommt meine Positionierung Gegenwind?“

Beachte: Mit dem selben Mindset wie ich den ursprünglichen Stop-Loss festlege, versuche ich auch einen Trailing Stop zu definieren, sprich wenn ich den Stop-Loss nachziehe, falls die Position im Gewinn läuft.
Psychologischer Aspekt im Trading Plan
Ein guter Trading Plan sorgt für Vertrauen in die eigene Strategie, wodurch wir weniger emotional traden. Weniger Emotionen bedeuten gleichzeitig auch weniger psychischer Stress. Die Voraussetzung für diese „Vorteile“ ist allerdings ein sehr hohes Maß an Disziplin! Schließlich bringt Des dir nichts, wenn Du einen guten Trade Plan hats, aber Dich nicht dran hältst.

Beachte: Wenn Du Probleme mit der Trading Psychologie hast, dann könnte es Dir helfen von einem „flexiblen“ Strategie Modell zu einer „Fixed Entry“ Strategie zu gehen.
Vor- und Nachteile vom Tradingplan
Vorteile:
Ein vorhandener Plan erhöht die Disziplin im Trading.
Weniger Emotionen im Trading
Die Pläne sind für alle Arten von Assetklassen zu empfehlen.
Zu den Plänen gehört ein klar definiertes Risikomanagement.
Strukturierte Erstellung von Ordern.
Schließt die Trading-Psychologie mit ein.
Die regelmäßige Überprüfung der einzelnen Bestandteile des Plans hilft Fehler und Schwächen aufzudecken.
Nachteile:
Die Erstellung eines Handelsplans nimmt Zeit in Anspruch.
Erfolgreiche Strategie ist nicht 1 zu 1 auf andere übertragbar.
Der persönliche Plan erfordert eine regelmäßige Suche nach Verbesserungspotenzial.
FAQ – Tradingplan
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Christian Böttger
Vollzeit-Trader
>75% Trefferquote
+7 Jahre Erfahrung
>100K € Jahresgewinn
Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
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