Ein Trendfolgeindikator, der sich in der Praxis immer wieder bewährt hat, ist der Parabolic SAR (Stop and Reverse). Mit ihm kannst Du wahrscheinliche Trendumkehrpunkte entdecken.

Wie dieser Indikator im Detail funktioniert und wie Du die Ergebnisse am besten interpretierst, zeige ich Dir in diesem Trading-Ratgeber.

Parabolic SAR
Parabolic SAR

Parabolic SAR Indikator: Befinden sich die Punkte des SAR Indikators unterhalb der Preisbalken, gehe ich eher von einem Aufwärtstrend aus. Wenn sich die Punkte jedoch oberhalb vom Preisverlauf abbilden, ist das ein Hinweis für einen Abwärtstrend. In Seitwärtsmärkten erzeugt der Parabolic SAR oft Fehlsignale.

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Parabolic SAR

Kurzüberblick: Parabolic SAR

Der Parabolic SAR steht für Parabolic Stop and Reverse und ist ein technischer Indikator.

Bei Trades nutze ich den SAR Indikator für dynamische Stop-Loss-Niveaus.

Mit jeder neuen Periode (Kursbalken) wird der Stop-Loss dynamisch an den neuesten Parabolic SAR-Punkt angepasst, um die Position zu schützen.

Zum Ausgleich von Fluktuationen kann man noch einen kleinen zusätzlichen Abstand zwischen dem Parabolic SAR und der Stop-Order hinzufügen.

Was ist der Parabolic SAR Indikator?

Der Parabolic SAR ist ein Indikator, der in der technischen Analyse zur Anwendung kommt. Als Erfinder dieses Indikators gilt der amerikanische Immobilienentwickler J. Welles Wilder (1935 – 2021).

Neben dem Parabolic SAR entwickelte der Amerikaner weitere Indikatoren und Bestandteile der technischen Analyse, die bis heute von Anlegern auf der ganzen Welt für die Bewertung von Börsenkursen Anwendung finden.

SAR steht bei diesem Indikator als Abkürzung für Stop and Reverse. Die deutsche Übersetzung Stop und Umkehr beschreibt sehr gut, wofür dieser Indikator einsetzbar ist. Als Trendfolgeindikator bestimmt der Parabolic SAR Punkte in einem Chart, die auf eine Trendumkehr hindeuten.

Einer meiner Vorträge zum Parabolic SAR Indikator
Einer meiner Vorträge zum Parabolic SAR Indikator

Trendfolge-Indikator: Der Parabolic SAR fungiert primär als Trendfolge-Indikator. Die Signalgebung erstreckt sich auf das Auffinden von Punkten, die Anzeichen für eine Trendumkehr bieten.

Darstellung: Der Indikator erscheint im Chart in der Form von Punkten. Die optische Darstellung erlaubt es zu erkennen, an welchen Punkten der Kurs oberhalb und unterhalb des Indikators verläuft oder diesen überschreitet.

Price Action: Der Parabolic SAR folgt den Preisbewegungen (Price Action) im Chart. Über die gewonnenen Erkenntnisse ist es möglich, Punkte für den Stop Loss und Take Profit genauer zu definieren.

Berechnung des Parabolic SAR Indikators

Um den Parabolic SAR besser zu verstehen, ist es hilfreich, die Berechnung dieses Indikators näher zu betrachten. Die Grundlage für die Berechnung bilden Perioden, welche die zuvor erzielten Hochs und Tiefs der Kursentwicklung aufgreifen.

Mathematische Grundlagen für die Bestimmung jedes einzelnen Punkts eines Parabolic SAR, die später im Chart auftauchen, bestehen aus dem zuvor erzielten SAR-Wert in Kombination mit dem derzeitigen SAR-Wert sowie dem Beschleunigungsfaktor (AF). Die Formel, die sich aus diesen drei Elementen zusammensetzt, lautet wie folgt:

Neuer SAR-Wert = Aktueller SAR-Wert + AF (Beschleunigungsfaktor) x (derzeitiger Extrempunkt – aktueller SAR-Wert)

Zum besseren Verständnis ein paar weitere Erklärungen:

Extrempunkt (EP): Extrempunkt oder EP ist der Name für den entweder höchsten oder niedrigsten Kurswert innerhalb der aktuellen Periode. Innerhalb dieses Zeitfensters liegt jeweils nur ein Extrempunkt vor. In einem Aufwärtstrend handelt es sich um einen Hochpunkt und in einem Abwärtstrend um einen Tiefpunkt.

Beschleunigungsfaktor (AF): Der Acceleration Factor oder auf Deutsch Beschleunigungsfaktor weist eine Standardeinstellung von 0,02 auf. Als variabler Wert innerhalb der Formel erhöht sich der Beschleunigungsfaktor, sobald ein neuer Extrempunkt erreicht ist. Die automatische Erhöhung erfolgt um weitere 0,02. Als Endpunkt gilt das Erreichen eines Werts von 0,20.

Sinkender parabolischer SAR-Wert: Die Berechnung eines sinkenden parabolischen SAR-Werts basiert auf einer eigenständigen Formel. Diese lautet: Aktueller SAR-Wert = Vorheriger SAR-Wert – Vorheriger Beschleunigungsfaktor x (Vorheriger Extrempunkt – Vorheriger SAR-Wert). Der AF wird in diesem Fall übernommen und nicht erhöht und von dem vorherigen SAR-Wert abgezogen (Subtraktion).

Steigender parabolischer SAR-Wert: Dem steigenden parabolischen SAR-Wert wird ebenfalls eine separate Formel zugewiesen. Diese Formel setzt sich zusammen aus: Aktueller SAR-Wert = Vorheriger SAR-Wert + Vorheriger Beschleunigungsfaktor x (Vorheriger Extrempunkt – Vorheriger SAR-Wert). In diesem Fall findet eine Addition zwischen dem Beschleunigungsfaktor und dem vorherigen SAR-Wert statt.

Interpretation der Werte: Der Parabolic SAR erlaubt im Wesentlichen zwei Interpretationen. Ein Signal für einen Aufwärtstrend liegt vor, wenn sich der Indikator unter dem Kurs befindet. Für einen Abwärtstrend spricht, wenn der Parabolic SAR über dem Kurs anzutreffen ist.

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Grundidee des Parabolic SAR

Die Grundidee, die sich hinter diesem Indikator verbirgt, ist einfacher zu verstehen, als es die mathematische Formel vermuten lässt. Der Parabolic SAR definiert sich in erster Linie über den Faktor Zeit.

Der zur Berechnung verwendete Beschleunigungsfaktor (AF) erhöht sich automatisch mit dem Auftauchen von Hoch- oder Tiefpunkten innerhalb des verwendeten Zeitrahmens.

Mit der steigenden Geschwindigkeit und dem sich verringernden Abstand zu den Preisbewegungen der Price Action erhöht sich ebenfalls die Aussagekraft dieses Indikators im Rahmen der technischen Analyse. Das gilt für die Auswertung von Aktienkursen ebenso wie die Verwendung in anderen Assetklassen.

Price Action: In der simpelsten Form lässt sich der Parabolic SAR auf die Tatsache reduzieren, dass der Indikator der Price Action folgt. Dieser Verfolgungskurs findet aufgrund des sich ändernden Beschleunigungsfaktors in einer unterschiedlichen Geschwindigkeit statt. In einem Candlestick Chart erhöht sich der Beschleunigungsfaktor zum Beispiel mit jeder neuen Kerze bis zum Maximalwert von 0,20.

Einstellung des Parabolic SAR Indikators

Eine der Aufgaben, die Personen erwartet, die sich vorgenommen haben, das Trading zu lernen, führt zur Erkenntnis, dass Indikatoren wie der Parabolic SAR über verschiedene Einstellungsoptionen verfügen.

Auf der verwendeten Trading Plattform starten die Verwender in der Regel mit den Standardeinstellungen. Ob diese Einstellungen bereits optimal geeignet sind oder nicht, hängt ebenfalls von der verwendeten Strategie ab.

Basierend auf dieser Tatsache empfehle ich Dir, die ersten Gehversuche mit dem Parabolic SAR Indikator nicht erst im realen Trading zu unternehmen. Hast Du Dich vorab mit den einzelnen Einstellungen vertraut gemacht und experimentiert, vergrößert sich die Chance, dass Du einen höheren Nutzen aus der Verwendung dieses Indikators im Rahmen der technischen Analyse ziehst.

Zu den vorhandenen Einstellungen gehören unter anderem:

Schrittgröße: Die Schrittgröße ist in der Kategorie „Parameters“ zu finden. Die Standardeinstellung entspricht Schritten von jeweils 0,02.

Maximale Schrittgröße: Als maximale Schrittgröße empfohlen sind 0,20. Mithilfe der Anpassung ist es möglich, individuell auf schwache ebenso wie stärkere Preisbewegungen zu reagieren.

Parabolic SAR Indikator: Trade-Management

Nach dem Einstieg in einen Trade kommt die technische Analyse und die Verwendung von Indikatoren nicht zum Ende. Die Fortführung dient in erster Linie dem Trade-Management, welches sich aus dem Schutz vor Verlusten ebenso wie dem Ausstieg zu einem möglichst profitablen Zeitpunkt zusammensetzt.

Zu diesem Zweck ist es erforderlich, nach der Eröffnung einer Position den Indikator zu betrachten und bei Bedarf die Einstellungen entsprechend anzupassen. Die Anpassungen verfolgen den Zweck, einer möglichen Trendumkehr schneller auf die Spur zu kommen und auf diesem Weg oft noch vor dem Stop Loss einem Verlust vorzubeugen.

Beispiel: Gewinnentnahme mit Trailing-Stop

Ein praktisches Beispiel für den Einsatz des Parabolic SAR führt über die Kombination mit dem Trailing Stop Loss. Mit jeder neuen Periode, die sich durch den Parabolic SAR-Wert abbildet, zieht der Trailing Stop Loss im zuvor festgelegten Abstand hinterher.

Der Trailing Stop Loss nimmt, wie die Übersetzung des Namens aussagt, den Verfolgungskurs zum aktuellen SAR-Wert auf.

Dieses Vorgehen dient im Trade-Management dem Wunsch der erhöhten Gewinnentnahme. Der Stop Loss verbleibt nicht auf dem ursprünglich festgelegten Punkt, sondern erhöht sich konstant. Auf diese Weise führt eine Trendumkehr nicht dazu, die bis dahin erzielten Gewinne komplett einzubüßen.

Den Parabolic SAR Indikator richtig nutzen

Eine der ersten Fragen, die in diesem Zusammenhang entsteht, ist der Verwendungszweck. Dient der Parabolic SAR Indikator als reiner Signalgeber oder primär als Trendfilter? Mit der Beantwortung dieser Frage ergeben sich unterschiedliche Blickwinkel, ebenso wie Einstellungen auf die Nutzung dieses Indikators.

Es gibt noch einen weiteren Punkt, der für die richtige Verwendung wichtig ist, besteht aus der Auswahl des Zeitfensters. Der Parabolic SAR Indikator eignet sich sowohl für 1-Minuten-Charts als auch längere Zeitabstände von mehreren Stunden.

Durch den Wechsel besteht die Möglichkeit, die Kursentwicklung exakter zu verfolgen und die Nuancen herauszuarbeiten.

Hilfestellung: Für die richtige Nutzungsweise ist es ebenfalls von Bedeutung, welche Handelsplattform die Anleger verwenden. Die Standardeinstellungen ebenso wie die Verwendungsweise variieren mitunter auf Plattformen wie MetaTrader oder TradingView. Im Vorfeld der Auswahl einer Trading Plattform empfiehlt es sich, das Angebot an Indikatoren zu überprüfen und darüber hinaus darauf zu achten, welche Zusatzkosten eventuell durch die Freischaltung weiterer Indikatoren entstehen.

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Christian Böttger

3 Parabolic SAR Strategien und Beispiele

Der Parabolic SAR Indikator ist ein fester Bestandteil mehrerer Strategien für den Handel mit Aktien, Währungspaaren und anderen Assetklassen. In diesem Abschnitt stelle ich Dir 3 Parabolic SAR Strategien vor, die dazu dienen, passende Einstiegspunkte in die Eröffnung eines Trades zu finden.

Vom grundlegenden Vorgehen bis zum Einbeziehen weiterer Indikatoren zeige ich Dir, wie sich erfahrene Anleger die Vorzüge dieses Trendfolgeindikators zunutze machen.

Strategie 1: Grundlegendes Vorgehen

Eine der grundlegenden Strategien im Handel auf Basis des Parabolic SAR Indikators besteht aus der Umsetzung des Namenskürzels SAR. Die Stop and Reverse Strategie sieht vor, die Handelsentscheidungen in erster Linie von den erkannten Punkten der Trendumkehr abhängig zu machen. In der Praxis ergibt sich daraus ein fortlaufender Kreislauf.

Die Anleger eröffnen unterstützt von den Signalen für einen Aufwärtstrend eine Long-Position. Kündigt sich die Trendumkehr an, schließen die Anleger diese Position und orientieren sich mit einer Short-Order in die andere Richtung.

Dieses Wechselspiel trägt als Strategie dazu bei, sowohl aus steigenden als auch fallenden Kursen die Chance auf einen Gewinn zu erhalten.

Parabolic SAR unter Price Action: In dieser Konstellation ist der zuletzt ermittelte SAR-Wert mit einer nachfolgenden Sell Stop Order verknüpft.

Parabolic SAR über Price Action: Unter diesen Voraussetzungen verbindet sich der zuletzt ermittelte SAR-Wert mit einer nachfolgenden Buy Stop Order.

Parabolic SAR Trading Beispiel #1

Als Trading Beispiel für die grundlegende Parabolic SAR Strategie dient ein reguläres Kerzendiagramm mit einem über längere Zeit seitlich verlaufenden Kurs. Innerhalb dieses Zeitraums ist nach einem abklingenden Trend ebenfalls von einer Stabilisierungsphase die Rede.

In diesem Zeitraum ist der Indikator eine ebenso große Hilfe im Auffinden von Punkten, die für eine Trendumkehr oder eine Fortsetzung des Trends sprechen. Der Parabolic SAR Indikator ist insofern nicht nur für die Auswertung steigender und fallender Kurse als Hilfestellung zu verstehen.

Strategie 2: Parabolic SAR und Gleitender Durchschnitt (MA)

Die zweite Strategie bezieht sich auf den Parabolic SAR in Verbindung mit dem Gleitenden Durchschnitt (MA) oder genauer ausgedrückt dem EMA. Diese Abkürzung steht für Exponential Moving Average.

Der EMA ist ebenfalls den Trendfolgeindikatoren zuzurechnen und erfüllt die Aufgabe, die vorhandene Signalwirkung des Parabolic SAR Indikators noch weiter zu verstärken.

Zu diesem Zweck rückt übergeordnete Marktstimmung in den Vordergrund und die willkürlichen Kursbewegungen sind weniger prägnant in der Analyse. Die Signale sind wie folgt zu interpretieren:

Kaufsignal: Für den Erhalt eines Kaufsignals muss der EMA nach oben zeigen.

Verkaufssignal: Für den Erhalt eines Verkaufssignals muss die Richtung des EMAs nach unten zeigen.

Parabolic SAR Trading Beispiel #2

Die Verwendung des Parabolic SAR Indikators in Verbindung mit dem Gleitenden Durchschnitt in einer Handelsstrategie bietet mehr Flexibilität.

Wenn der Parabolic SAR beispielsweise unterhalb der Preisbalken positioniert ist, deutet dies auf einen möglichen Aufwärtstrend hin. In diesem Kontext könnte ein steigender Gleitender Durchschnitt diese Indikation weiter unterstützen. Gleichzeitig liefert der Gleitende Durchschnitt zusätzliche Bestätigung für die Stärke des Trends.

Hierbei fungiert der Gleitende Durchschnitt als zusätzlicher Filter, der den Trend bestätigt und gleichzeitig die Stärke dieses Trends verdeutlicht.

Durch die Integration dieser beiden Indikatoren können Händler eine umfassendere Marktanalyse durchführen und ihre Handelsentscheidungen fundierter gestalten.

In diesem Beispiel liegt der zweiten Parabolic SAR Strategie ein fallender Kurs zugrunde.

Anhand der Verwendung beider Indikatoren in einem Chart ist sofort ersichtlich, ob für die vom Parabolic SAR Indikator eine erste Bestätigung durch den Blick auf den Verlauf des EMAs vorhanden ist.

Im Detail sieht die Anwendung dieser Strategie wie folgt aus:

Abwärtstrend des Marktes: In dem Chart ist ein Abwärtstrend zu erkennen. Der Trend beginnt sich dem Ende zu nähern.

Kursschwankungen: Die auf den Abwärtstrend folgenden Kursschwankungen führen den Kurs in einer Seitwärtsbewegung über.

Markt über EMA: In der Betrachtung des EMAs führt der erste Blick zur Position des Kurses. In diesem Beispiel verbleibt der Kurs oberhalb des Gleitenden Durchschnitts.

EMA-Trendfilter: Der EMA-Trendfilter zieht den Kurs ebenfalls in eine anhaltende Aufwärtsbewegung übergehen. Das Kaufsignal hat als Folge dessen eine weitere Bestätigung erhalten.

Strategie 3: Parabolic SAR mit DM-System

Die dritte Strategie führt zum Parabolic SAR in Kombination mit dem DM-System. DM ist die Abkürzung für Directional-Movement-System. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein technischer Indikator, dessen Aufgabe darin besteht, die Stärke und Richtung von Preisbewegungen vorherzusagen.

Zu diesem Zweck verwendet das DM-System Symbole wie DM+ für ein derzeitiges Hoch und DM- für ein derzeitiges oder vergangenes Tief. Wird der Wert von 25 überschritten, ist von einem starken Trend die Rede.

ADX und Parabolic SAR Indikator
ADX und Parabolic SAR Indikator

Grundlagen Einstieg: Der ADX-Indikator muss ein Ergebnis zeigen, welches höher als 25 ausfällt.

Einstieg Long-Position: Dieser Einstiegspunkt ist gekommen, wenn DI+ größer als DI- ausfällt.

Einstieg Short-Position: Signale für fallende Kurse zeigen sich im Chart, wenn DI- größér als DI+ ausfällt.

Parabolic SAR Trading Beispiel #3

In diesem Fall startet der Kurs in einer Seitwärtsbewegung und setzt sich mit Schwankungen über einen längeren Zeitraum fort. Konkret läuft dieser Prozess wie folgt ab:

ADX unter 25: Liegt der Average Directional Index (ADX) aktuell unter einem Wert von 25 ist kein Handlungsbedarf vorhanden und die Anleger sind dazu aufgefordert weiter abzuwarten.

ADX über 25: Der ADX Indikator steigt auf einen Wert von über 25. Ab diesem Zeitpunkt ist ein Signal zu erkennen, dass sich der Markt in die Richtung eines Aufwärtstrends entwickelt.

Parabolic SAR unterstützt DM-System: Im Chart zeigt der Parabolic SAR Indikator zum identischen Zeitpunkt ein Signal für einen Anstieg des Kurses an. Diese Bestätigung erhöht die Zuverlässigkeit der Aussage des DM-Systems.

Stop Loss nachziehen: Der Trailing Stop Loss orientiert sich in diesem Beispiel an dem Parabolic SAR und leistet einen aktiven Beitrag für eine Mitnahme der erzielten Kursgewinne.

FAQ – Parabolic SAR

Für was nutzt man den Parabolic SAR?
+
Dieser Trendfolge-Indikator ist unter anderem bekannt für die Stop and Reverse Strategie, bei welcher die Anleger sowohl steigende als auch fallende Kurse für das Eröffnen neuer Positionen nutzen.
Wie funktioniert der Parabolic SAR Indikator?
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Der Parabolic SAR Indikator erscheint im Chart als eine Aneinanderreihung von Punkten. Jeder dieser Punkte ist vergleichbar mit den Kerzen in einem Candlestick Chart einem bestimmten Zeitraum zuzurechnen. Die Darstellung entspricht den jeweiligen Hoch- oder Tiefpunkten in der Spanne dieses Zeitraums.
Wie interpretiert man den Parabolic SAR?
+
Die Interpretation orientiert sich an den Punkten im Chart. Liegt der Parabolic SAR über dem Kurs, zeichnet sich ein Abwärtstrend ab. Von einer Trendumkehr zu einem Aufwärtstrend ist die Rede, wenn der Indikator unterhalb des Kurses anzutreffen ist.
Welche Strategien gibt es für den Parabolic SAR Indikator?
+
Mit dem Parabolic SAR Indikator stehen mehrere Strategien in Zusammenhang. Die Basis bildet die Stop und Reverse Strategie, in der die Anleger im Wechsel Positionen schließen und in die andere Richtung eröffnen. Weitere Strategien bestehen aus der Kombination dieses Indikators mit DM-Systemen oder dem Gleitenden Durchschnitt.
Wie berechnet man den Parabolic SAR?
+
Für die Berechnung wird eine Formel verwendet. Diese Formel lautet:

Neuer SAR-Wert = Aktueller SAR-Wert + AF (Beschleunigungsfaktor) x (derzeitiger Extrempunkt – aktueller SAR-Wert)

Hinzukommen weitere Abwandlungen dieser Formel für die Berechnung des sinkenden und steigenden parabolischen SAR-Werts.

Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.