Mit kleinen Beträgen auf große Renditen zu hoffen, ist eine Strategie, die im Trading nicht nur im Scalping anzutreffen ist. Ein weiterer Bereich, der eine größere Gewinnspanne bietet, ist das Margin Trading.

Auf diesem Terrain des Börsenhandels trifft das eigene Tradingkapital auf die Hebelwirkung, welche auf Basis von Fremdkapital zustandekommt.

Im besten Fall erlebt das Eigenkapital binnen kurzer Zeit einen deutlichen Anstieg und im Worst-Case-Szenario droht den Anlegern der Totalverlust der eingesetzten Sicherheitsleistung.

Welche Regeln es im Margin Handel zu beachten gilt und woher das Fremdkapital für die Hebel stammt, stelle ich Dir in diesem Ratgeber vor.

Margin Trading Titelbild

Kurzüberblick: Margin Trading

Das Margin Trading bietet Anlegern die Chance über Hebel das in den Trades eingesetzte Geld zu erhöhen.

Für die Nutzung eines Hebelprodukts ist die Zahlung einer Sicherheitsleistung, die den Namen Margin trägt, erforderlich. Die Höhe der Margin ist von dem eingesetzten Hebel abhängig.

Der Margin Handel gehört zu den Teilbereichen des Tradings, die mit einem höheren Risiko bis zum Totalverlust der Sicherheitsleistung (und eventuell darüber hinaus) verbunden ist.

Die Europäische Union hat die Nachschusspflicht für Privatanleger im Jahr 2017 verboten. Diesem Verbot unterliegen ausschließlich Broker mit Lizenzierung innerhalb der EU.

Hebelprodukte sind für eine Vielzahl an Assetklassen wie Aktien oder den Forex Handel erhältlich.

Im Handel mit einer Margin haben die Trader die Option auf steigende (Long-Position) oder fallende (Short-Position) Kurse eine Prognose abzugeben.

Definition: Was ist Margin Trading?

Das Margin Trading beschreibt den Handel mit der Unterstützung eines Hebels. Die Grundidee, die hinter diesem Investment steckt, besteht aus der Vervielfachung des eingesetzten Eigenkapitals mithilfe von Fremdkapital des Brokers. Die Motivation für die Trader besteht darin Positionen in einer Größenordnung zu eröffnen, die auf der Grundlage des vorhandenen Tradingkapitals schlicht keine Option darstellen.

Achtung: Das Trading auf Basis einer Margin und Hebelprodukten wie CFDs oder Knock-out-Zertifikaten besitzen sowohl Chancen als auf Risiken. Die Risiken rücken im Vergleich zu den möglichen Gewinnen gerne in den Hintergrund. Die komplette Margin zu verlieren ist ein Risiko, welches nicht einzig auf dem Papier besteht. Anleger, die über diese kostspieligen Erfahrungswerte verfügen, bereuen im Nachhinein das Risikomanagement nicht auf den Handel mit Hebeln angepasst zu haben.

Was genau bedeutet Margin beim Trading?

Das Margin Trading weist einige Gemeinsamkeiten mit einem Kreditgeschäft auf. Der Trader leiht sich zu diesem Zweck Geld bei seinem Broker, um die Hebelwirkung zum Eröffnen einer größeren Position zu nutzen. Das geliehene Fremdkapital stammt entweder vom Broker selbst oder das Unternehmen nimmt zu diesem Zweck einen Kredit auf und stellt den Tradern auf diese Weise die Beträge für die Hebel zur Verfügung.

CFD Margin verstehen
CFD Margin verstehen

Die Zielsetzung entspricht dem Wunsch in kürzerer Zeit Renditen zu erwirtschaften, die das Grundkapital für den Handel aufstocken oder sich schneller dem Gesamtziel des Tradings, wie zum Beispiel der Altersvorsorge oder dem Kapital zum Kauf einer Immobilie anzunähern.

Der Broker will mit diesen Geldgeschäften ein nach Möglichkeit geringes Risiko eingehen und verlangt aus diesem Grund eine Margin vom Trader. Dieser Betrag ist als Sicherheitsleistung zu verstehen. Ohne die Einzahlung der Margin ist es demzufolge im Trading mit Hebelprodukten nicht möglich eine Position zu eröffnen.

Ist ein Trade mit einem Gewinn verbunden, erhöht sich der Betrag nach dem Schließen der Position. Tritt ein Verlust ein, haftet zuerst die Margin für diesen Betrag und nicht das eingesetzte Fremdkapital.

Beachte: Die Höhe der Margin ist kein Festbetrag, der in jeder Position die identische Summe benötigt. Die Beträge variieren auf Basis des eingesetzten Hebels. Diese variable Höhe der Sicherheitsleistung macht es erforderlich sich vorab über das Investment zu informieren. Im Rahmen des Risikomanagements ist es angebracht die Höhe der geforderten Margin zuerst mit dem verfügbaren Tradingkapital zu vergleichen und anhand des Vergleichs dieser beiden Geldsummen eine Entscheidung zu treffen.

Vor- und Nachteile vom Margin Trading

Vorteile:

Chance auf höhere Gewinne mit der Unterstützung durch Fremdkapital.

Die Sicherheitsleistung besteht in der Regel aus kleinen zwei- bis vierstelligen Beträgen.

Die Auswahl an Hebelprodukten passt zu einem diversifizierten Portfolio.

Der Margin Handel erlaubt das Trading mit Long-Positionen ebenso wie Short-Positionen.

Von der Europäischen Union regulierte Broker dürfen den Margin-Call bei Kleinanlegern seit 2017 nicht länger anwenden.

Der Margin Handel auf Basis von Hebeln entstammt einem legalen Bereich des Tradings.

Nachteile:

Der Margin Handel ist untrennbar mit dem Risiko höherer Verluste verbunden.

Nur EU regulierte Broker beschränken die Hebel auf maximal 1:30.

Broker außerhalb der EU arbeiten unter Umständen noch mit Margin Calls.

Das Margin Trading erfordert eine Anpassung des Risikomanagements.

So funktioniert das Margin Trading

Das Margin Trading ist ebenso wie die meisten anderen Finanzinvestments an der Börse mit einem festgelegten Ablauf verbunden. Dieser Ablauf verwandelt sich im Laufe der Zeit in eine Routine, die den Trader nicht mehr dazu veranlasst über die einzelnen Schritte nachzudenken. Bist Du noch nicht an diesem Punkt angekommen, gehe ich mit Dir in diesem Abschnitt die 7 Aspekte im Handel mit Hebeln Schritt für Schritt durch.

#1 Kapital beim Broker einzahlen

Das Margin Trading erfordert das Hinterlassen einer Sicherheitsleistung in Form der Margin. Zu diesem Zweck muss sich der geforderte Betrag auf dem Tradingkonto befinden. Das Kapital in der benötigten Höhe einzuzahlen, stellt als Folge dessen den ersten Schritt im Handel mit einer Hebelwirkung dar. In diesem Punkt ist darüber hinaus eventuell das erste Mal Geduld gefragt.

Capital.com Einzahlungsarten Übersicht
Capital.com Einzahlungsarten

Trader, die sich für eine Überweisung entscheiden, sind gezwungen die Bearbeitungszeit durch die Bank mit einzurechnen. Das Tradingkapital steht mit einer Banküberweisung nicht sofort zur freien Verfügung. Die Gutschrift auf dem Tradingkonto nimmt durchschnittlich zwischen 1 und 3 Werktagen in Anspruch. Andere Einzahlungsmethoden, wie die Zahlung per Kreditkarte oder über PayPal nehmen im Gegensatz dazu deutlich weniger Zeit in Anspruch.

Beachte: Neben der Maintenance Margin, die der Broker auf dem Tradingkonto als Sicherheitsleitung erwartet, gibt es noch weitere Anforderungen, welche die Einzahlung betreffen. Dazu gehört die Mindesthöhe der Einzahlung. Übersteigt diese Summe die Maintenance Margin sind die Trader dazu gezwungen den höheren Betrag als Einzahlung zu verwenden.

#2 Hebel auswählen

Die Auswahl eines passenden Hebels erfordert eine konkrete Strategie ebenso wie einen Taschenrechner. In der Darstellung eines Hebels wie 1:5 oder 1:10 entspricht der Anteil des Traders immer 1.

Capital Hebel einstellen
Hebel in der Plattform Capital.com einstellen

Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass es sich bei dem Anteil lediglich um einen verschwindend geringen Betrag handelt. Den größten Einteil an der Auswahl nimmt aus diesem Grund die zu zahlende Margin und weniger die zu erwartenden Gewinne, bei der Auswahl eines möglichst hohen Hebels.

Beachte: In der EU existiert momentan nicht nur ein Verbot der Nachschusspflicht für private Kleinanleger. Weiterhin gelten Limits für die Höhe der Hebel. Diese Limits sehen unterschiedliche Höhen in den Anlageklassen vor. Hauptwährungspaare im Forex Handel erlauben Hebel bis 1:30. Rohstoffe (außer Gold) besitzen ein Limit von 1:10 und im Handel mit Kryptowährungen ist nicht mehr als ein Hebel von 1:2 erlaubt.

#3 Position eröffnen

Für die Eröffnung einer Position ist es in der Auswahl der Positionsgröße wichtig nicht die Margin, sondern die eigentliche Investitionssumme (Margin plus Hebel) zu bedenken. Nicht wenige Neueinsteiger machen an dieser Stelle einen Fehler und ärgern sich im Nachhinein über die entgangenen Gewinne.

Short Position eröffnen in XTB
Margin Trading Beispiel: CFD Short Position in XTB eröffnen

Aus diesem Grund rate ich Personen, die zum ersten Mal an der Börse spekulieren den Start um einige Wochen oder Monate zu verschieden und vorerst mit einem kostenlosen Demokonto auf einer Trading Plattform vorliebzunehmen. Diese Erfahrung erlaubt es die typischen Anfängerfehler in einer Umgebung ohne reale Verluste zu begehen.

Beachte: In der Auswahl einer Position steht es den Tradern frei sich zwischen einer Short-Position und Long-Position zu entscheiden. Im Margin Handel haben die Trader insofern nicht nur die Möglichkeit von der Entwicklung steigender Kurse zu profitieren.

#4 Beachte die Margin

In der Betrachtung der Margin für die Eröffnung einer Position im Margin Handel ist es hilfreich zwei Punkte im Hinterkopf zu behalten. Der erste gilt den potenziellen Totalverlust dieser Summe. Es ist insofern davon abzuraten das komplette Tradingkapital als Margin zu verwenden.

Das Gleiche gilt für Eigenkapital, welches für andere Zwecke wie Notgroschen, Altersvorsorge oder Anzahlungen für Immobilien vorgesehen ist. Der Börsenhandel ist zu spekulativ, um in Verbindung mit dem Margin Trading diese hohen Risiken einzugehen.

Der zweite Aspekt gilt der Maintenance Margin. Umfasst die Margin in der Position das gesamte Kapital auf dem Tradingkonto ist es wahrscheinlich, dass der Broker die Ausführung der Order verweigert, da die zweite Sicherheitsleistung in Form der Maintenance nicht vorhanden ist.

Beachte: Die Margin gilt der Absicherung des Brokers im Fall eines Verlustes. Mehr Einfluss auf die Eröffnung einer Position oder die Höhe der Margin nimmt der Broker nicht. Du hast insofern die Möglichkeit Dich frei für einen Hebel ebenso wie das gewünschte Finanzprodukt zu entscheiden.

#5 Setze den Stop-Loss

Im Handel ebenso wie dem Margin Trading treten vermeidbare und unvermeidbare Risiken auf. Zu einem vermeidbaren Risiko gehört es höhere Verluste einfach in Kauf zu nehmen und sich nicht über eine Stop-Loss-Order abzusichern.

Stop-Loss Order
Stop-Loss Order

Das Erstellen einer Order inklusive Limit für den Stop-Loss nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Das Resultat dieser wenigen Augenblicke ist eine automatische Schließung der Position bei Erreichen des Limits. Zwar besteht das Risiko von schwankenden Preisen zu diesem Zeitpunkt, dennoch bringt der Stop-Loss im Allgemeinen deutlich mehr Vorteile mit sich als Nachteile vorhanden sind.

Beachte: Der Stop-Loss empfiehlt sich ebenfalls für Trader, die keine Zeit dazu finden in kurzen Zeitabständen die Kurse zu überprüfen. Mit der Platzierung eines Limits erkennt die Software bei Erreichen oder Überschreiten dieser Grenze, welche Reaktion sich der Trader wünscht. Diese Form der Automatisierung des Handels ist im Speziellen für berufstätige Trader von Vorteil.

#6 Kursverlauf beobachten

Im Margin Trading ist der Kursverlauf kein Selbstläufer. Die besten Formationen und technischen Analysen geben den Trader zu keinem Zeitpunkt eine vollständige Sicherheit, dass die vorausgesagten Kursbewegungen nach oben oder unten tatsächlich eintreten.

Kursverlauf Bullenfalle
Kursverlauf bei einer Bullenfalle

Auf Basis dieses Wissens ist es für Trader wichtig nach der Eröffnung einer Position den Kurs weiterhin im Auge zu behalten. Das gilt für Daytrader ebenso wie Anleger, die eine langfristige Strategie verfolgen.

In diesen Fällen darf ebenfalls der Blick auf die aktuellen Nachrichten nicht in Vergessenheit geraten. Meldungen aus dem Finanzwesen ebenso wie der Wirtschaft oder der Politik besitzen die Macht die Börse in ein Tief zu führen oder an Märkten für eine plötzlich rasant ansteigende Nachfrage zu sorgen.

Beachte: Eine Möglichkeit auf Veränderungen des Kurses zeitnah zu reagieren, besteht in der Nutzung von Kursalarmen. Diese gehören zu den Einstellungen, die auf den meisten Trading Plattformen einer Aktivierung bedürfen. Mithilfe dieser Aktivierung legen die Trader ebenfalls fest, welche Kurse für den Anleger relevant sind und wie die Nachrichten die Trader erreichen (Intern vs. SMS oder E-Mail).

#7 Position mit Gewinn oder Verlust schließen

Für den Abschluss des Trades ist der Zeitpunkt des Ausstiegs ebenso entscheidend als der geplante Einstieg in den jeweiligen Markt. Kommt der Stop-Loss nicht zum Einsatz liegt diese Entscheidung bei den Tradern. Aus diesem Grund entspricht es einem durchdachten Tradingplan die Kurse weiterhin auf Signale zu untersuchen.

XTB Demokonto Teilposition schließen durch Rechtsklick
Beispiel: Teilposition in XTB schließen

Diese Signale dienen dazu Hinweise auf ein Fortsetzen der vorausgesagten Kursbewegung zu finden als auch Signalen nachzugehen, die auf eine Umkehr des Kurses hindeuten. Treffen weitere Bestätigungssignale ein, liegt es im eigenen Interesse der Trader eine Entscheidung zu treffen bevor die Volatilität des Kurses die Entscheidung über Gewinn und Verlust übernimmt.

Beachte: Das Schließen der Position ist nur ein Teil des Abschlusses eines Trade im Margin Handel. Im Anschluss empfiehlt es sich die Trades zu analysieren, um zu erkennen, welche Faktoren für die erzielten Gewinne und Verluste eine Rolle gespielt haben. Als Unterstützung bieten sich Trading Tagebücher oder Protokolle an, um die Daten schnell und einfach zu analysieren.

Margin berechnen

Wie ich schon zuvor erwähnte, gibt es nicht die eine Margin, die für jeden Trader und jede Position eine allgemeine Gültigkeit besitzt. Das bedeutet, dass Du Dir mit jeder neuen Order ebenfalls Berechnung zur Margin durchführst.

Der erste Schritt führt über die Höhe des Hebels. In der EU liegt der maximale Hebel für Kleinanleger bei 1:30. In diesem Beispiel zur Berechnung nutze ich diesen Hebel bewusst, um Dir zu zeigen, welche Sicherheitsleistungen erforderlich sind, um mit dem Margin Handel zu beginnen.

Die Formel lautet:

Die Positionsgröße : Höhe des Hebels = zu zahlende Margin

oder umgerechnet

10.000 € : 30 = 333,33 €

In diesem Beispiel liegt die Margin bei 333,33 €. Bei einem kleineren Hebel fällt die Margin nicht unbedingt niedriger aus. Mit einem Hebel von 1:5 müssen die Trader 20 % (2.000 €) zur Verfügung stellen. Bei einem Hebel von 1:2 läge die Sicherheitsleistung sogar bei 5.000 €.

Initial Margin vs. Maintenance Margin

Die Initial Margin entspricht in der deutschen Sprache der Eröffnungsmargin bzw. der Einstiegsmargin und ist als Sicherheitsleistung für den Broker als Kreditgeber des Hebels zu verstehen.

Die Einstiegsmargin ist fällig für die Eröffnung einer Position, die eine Hebelwirkung einsetzt. Die Anzahlung erfolgt bevor der Broker die Order ausführt.

Ohne die Einzahlung einer Margin besteht keine Möglichkeit den Trade erfolgreich zu eröffnen.

Die Maintenance Margin ist im deutschen Börsenhandel unter den Begriffen fortlaufende Margin oder Halte Margin bekannt. Diese Erweiterung der Sicherheitsleistung fällt im Rahmen des Margin Calls (Nachschusspflicht) an.

Die fortlaufende Margin entstammt dem Tradingkonto und dient dem Ausgleich von Verlusten, die aus einer geöffneten Position mit Hebelwirkung entstanden sind. Ein Großteil der Broker entscheidet sich schon vor dem Totalverlust der Initial Margin für den Margin Call.

Entspricht die Sicherheitsleistung im Tradingkonto nicht der Mindesthöhe, besteht das Risiko, dass die Position geschlossen wird. Diesen Schritt gehen Broker, um nicht in Gefahr zu geraten mit der Bereitstellung des Hebels einen eigenen Verlust zu erzielen.

Unterschiede zwischen Cross und Isolated Margin

Die Cross Margin erlaubt es das gesamte Tradingkapital auf dem Handelskonto als Sicherheitsleistung einzusetzen.

Die Cross Margin erlaubt es Positionen länger geöffnet zu halten bis ein Margin Call erfolgt, um die Mindesthöhe aufgrund der Nachschusspflicht erneut zu erreichen.

Mit dieser Verwendung des Tradingkapitals geht ein größeres Risiko einher. Anleger sind gut beraten sich zuerst Zeit für einen ausführlichen Vergleich der bestehenden Vor- und Nachteile der Cross Margin zu nehmen.

Die Isolated Margin erlaubt es ausschließlich ausgewählte Beträge auf dem Tradingkonto als Sicherheitsleistung für Positionen, die einen Hebel verwenden, zu hinterlegen.

In dieser Konstellation ist weniger Zeit zwischen dem Auftreten von Verlusten und der Bitte um die Aufstockung der Sicherheitsleistung vorhanden.

Die Isolated Margin ist mit weniger Risiken verbunden. Führt im Umkehrschluss, bei fehlenden Sicherheiten schneller zu einer automatischen Schließung problematischer Positionen durch den Broker.

Margin Trading: Mögliche Finanzprodukte

Aktien mit Leverage: Der Handel mit einem Hebel ist bei Aktien speziell bei Wertpapieren von Interesse, die einen relativ hohen Kaufpreis besitzen. Für die Trader eröffnet sich durch das Margin Trading die Möglichkeit mit Aktien zu handeln, die davor nicht im Budget der Trader lagen. Aufgrund des hohen Risikos empfiehlt sich vorab eine Analyse der Volatilität dieser Aktien.

Klassisches CFD Trading: Im Margin Handel stellen Differenzkontrakte einen der Klassiker dar, auf den die Trader bevorzugt zurückgreifen. Die vorhandene Auswahl an CFDs ist ebenso von Vorteil als auf Broker zu treffen, die sich auf den Margin Handel mit CFDs spezialisiert haben. Bei diesen Anbietern ist es leicht auf Weiterbildungsmaterialien zu treffen, die einen weiteren Einblick in die Verwendung von Hebeln bieten.

Margin Crypto Trading: Kryptowährungen gehören weiterhin zu einem Investment, welches viele Anleger dazu veranlasst hat, den Handel an der Börse überhaupt in Betracht zu ziehen. Das Crypto Trading zählt bereits ohne Hebelwirkung zu den hochriskanten Trades. Die Anleger sind aus diesem Grund gut beraten, nicht mit zu hohen Margins in den Handel mit Kryptowährungen einzusteigen.

Devisen: Der Forex Handel mit Währungen ist in Kombination mit Hebeln für eine Mehrheit aller Trader der sicherere Einstieg in das Margin Trading. Im Vergleich mit Kryptowährungen reichen die historischen Kursverläufe von regulären Währungen über Jahrzehnte zurück. Mithilfe dieser Daten gestaltet sich ein risikoreiches Investment weniger gefährlich für einen Verlust der eingesetzten Sicherheitsleistung.

Rohstoffe und Edelmetalle: Diese Assetklasse bietet einige interessante Ansätze für den Handel mit Hebeln an. Wichtig ist es in diesem Punkt darauf zu achten, nicht mit den Rohstoffen direkt Handel zu betreiben. Ansonsten besteht die Gefahr durch hohe Lagerkosten die Chance auf einen Gewinn deutlich zu reduzieren. Eine Möglichkeit zu diesem Zweck bietet der Handel mit gehebelten Futures.

Die 3 besten Margin Broker

Eine der ersten Beobachtungen, die Trader in den Anfangsstadien dieses Investments machen, ist die Erkenntnis, dass Broker verschiedene Kompetenzen besitzen. In Bezug auf das Margin Trading zeichnet sich ein guter Margin Broker unter anderem durch eine transparente Übersicht der Kosten ebenso wie den Verzicht auf die Nachschusspflicht aus.

Für die Planung der Trades mit Hebelwirkung ist es darüber hinaus vorteilhaft einen Broker auszuwählen, der kostenlose Analysesoftware sowie Weiterbildungsmaterialien zur Verfügung stellt. Diese Margin Broker haben ein Interesse am Erfolg der Trader und planen nicht nur kurzfristig auf deren Kosten Gewinne zu erzielen. 3 Margin Broker, die diesem Profil entsprechen, stelle ich Dir jetzt vor.

#1 Capital.com

Capital Com

Der aus Zypern stammende Broker Capital.com besitzt eine europäische Regulierung (CySEC). Für private Anleger hat dies in Bezug auf den Margin Handel zwei Konsequenzen. Es besteht keine Nachschusspflicht und die Hebelwirkung ist auf 1:30 beschränkt.

Dementsprechend erfolgt eine Liquidierung der Positionen, sobald die Margin eine kritische Höhe erreicht. Für die Einarbeitung in das Trading mit diesem Broker bietet sich das kostenlose Demokonto an. Die darin enthaltene virtuelle Währung liegt bei einer Höhe von 1.000 US-Dollar.

Capital Handel starten
Handel in Capital.com starten

Capital.com arbeitet auch mit MetaTrader 4 zusammen. Die Plattform mit zahlreichen kostenlosen Analysefunktionen steht den Kunden über den Computer ebenso wie in einer mobilen App zur Verfügung. Dazu gehört die algorithmische Analyse von CFDs. Diese Finanzprodukte gehören ebenso zum Angebot dieses Brokers wie Akten, Devisen oder Kryptowährungen, die aus bis zu 3.500 Märkten stammen.

Die Mindesteinzahlung liegt bei Capital.com bei 20 Euro, wodurch sich auch private Anleger mit einem kleinen Tradingkapital angesprochen fühlen. Der Schutz der Einlagen beträgt pro Konto bis zu 20.000 Euro. Die Preisstruktur dieses Brokers ist transparent gestaltet und beginnt dem Verzicht auf Depotkosten.

Der Broker verzichtet ebenfalls auf Ordergebühren für Aktien und ETFs. Die Spreads beginnen ab 0,0 Pips. Im Margin Trading zahlen die Trader für den Handel mit CFDs niedrige Kosten für Swaps ebenso wie Provisionen.

Vor- und Nachteile von Capital.com

Vorteile:

Große Auswahl an gehebelten CFDs.

Angebote für das Margin Trading stehen in mehreren Anlageklassen zur Auswahl.

Der Broker nimmt Positionen für steigende und fallende Kurse an.

Die Mindesteinzahlung liegt bei niedrigen 20 Euro.

Für den mobilen Margin Handel ist eine kostenlose App verfügbar.

Folgt der Regulierung der EU und zieht das Limit der Hebel bei 1:30.

Nachteile:

Der Broker verlangt eine Inaktivitätsgebühr (ab 365 Tagen)

Deutscher Kundensupport ist nur eingeschränkt erreichbar.

#2 XTB

XTB Logo

Der polnische Broker XTB hat sich nach der Gründung im Jahr 2002 zuerst im Forex Handel einen Namen gemacht. Inzwischen sind dort Finanzprodukte aus insgesamt 5.800 Märkten anzutreffen. Die Regulierung dieses Margin Brokers läuft unter anderem über die aus Zypern stammende Regulierungsbehörde CySEC.

Das führt dazu, dass deutsche Trader bzw. private Anleger aus Deutschland im Handel mit Hebelprodukten wie CFDs bei diesem Broker nicht mit einer Nachschusspflicht rechnen müssen. Im Gegenzug bleibt den Kleinanlegern ebenfalls der Zugriff auf Hebel, welche oberhalb der Grenze von 1:30 liegen, verwehrt.

XTB Live Konto Benutzeroberfläche
XTB Live Konto Benutzeroberfläche

Eines der Markenzeichen des Brokers XTB liegt in der entwickelten Trading Plattform xStation 5. Trader, die zum ersten Mal mit dieser Plattform arbeiten, erhalten die Möglichkeit sich über ein kostenloses Demokonto in die zahlreichen Funktionen und Analysetools einzuarbeiten. Der kostenlose Zugriff ist auf 30 Tage beschränkt. In diesem Zeitraum steht den Tradern ein virtueller Kontostand von 10.000 Euro zur Verfügung.

Die Gebühren bestehen bei XTB aus einem Kosten Depot. Die Spreads im Forex Handel beginnen ab 0,1 Pips. Einen Gewinn generiert der Broker unter anderem über die Gebühren von CFDs sowie den dortigen Swap-Gebühren für alle Positionen die über Nacht geöffnet bleiben. Im Gegenzug steht den Tradern für das Margin Trading eine kostenlose App mit vollem Zugriff auf xStation 5 und alle dort angebotenen Analysetools zur Verfügung.

Vor- und Nachteile von XTB

Vorteile:

XTB verfügt über eine europäische Regulierung (max. Hebel 1:30).

Der Broker bietet Zugang zu 5.800 Märkten.

Der Broker gibt keine Mindesteinzahlung vor.

Für das Margin Trading steht ein großes Angebot an CFDs zur Auswahl.

Die Spread im Forex Handel beginnen ab 0,1 Pips.

XTB stellt mit xStation 5 eine eigene Handelsplattform zur Verfügung.

Nachteile:

Der Broker verlangt eine Gebühr für Auszahlungen unter 200 Euro.

XTB ist nicht im Social Trading aktiv.

Nach 365 Tagen erfolgt der Abzug einer Inaktivitätsgebühr vom Tradingkonto.

#3 GBE Brokers

GBE Brokers

Das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen GBE Brokers verfügt neben einer Niederlassung in Zypern ebenfalls über eine Lizenzierung durch die dortige Regulierungsbehörde CySEC. Darüber hinaus ist eine weitere Regulierung durch die deutsche BaFin vorhanden.

Der Margin Broker darf in diesem Zusammenhang von Tradern aus der EU keine Nachschusspflicht verlangen. Darüber hinaus ist der Hebel, wie ebenfalls von der Europäischen Union gefordert, auf 1:30 begrenzt.

GBE Broker
GBE Brokers Webseite

Für neue Trader, welche zuerst einen Test dieses Brokers durchführen, empfiehlt sich das kostenlose Demokonto. Zur Auswahl stehen hierfür Plattformen wie MetaTrader 4 oder die Version MetaTrader 5. Wer dieses Demokonto über einen längeren Zeitraum nutzen möchte, muss aktiv bleiben. Nach 30 Tagen der Inaktivität erfolgt die automatische Schließung des Demokontos.

Bei GBE Brokers haben Trader die Wahl aus bis zu 500 Finanzinstrumenten. Dazu gehören CFDs für den Margin Handel ebenso wie den Handel mit Rohstoffen, Aktien oder Devisen. Die Kosten für Spread beginnen bei diesem Anbieter bei 0,0 Pips.

Nicht verzichtet wird dagegen auf Swap-Gebühren, die in jeder Nacht anfallen, in denen die Positionen als geöffnet registriert sind. Die Einlagen sind unter anderem über den Investor Compensation Fund (ICF) abgesichert. Die versicherte Summe liegt pro Tradingkonto bei bis zu 300.000 Euro.

Vor- und Nachteile von GBE Brokers

Vorteile:

Die Spreads beginnen ab 0,0 Pips.

Als Plattformen vertraut der Broker auf MetaTrader 4 und 5.

GBE Brokers bieten einen direkten Marktzugang.

Der Broker stellt Tradern zwei Konten zur Auswahl.

Für deutsche Kunden ist der Hebel auf 1:30 heruntergesetzt.

Für Privatkunden ist keine Nachschusspflicht vorhanden.

Nachteile:

Die Mindesteinzahlung beginnt ab einen Betrag von 500 Euro.

Es stehen keine Lern- oder Weiterbildungsmaterialien zur Verfügung.

Beachte die Kosten beim Margin Handel

Gebühren für Übernacht-Positionen/Swaps: Positionen, die vor dem Ende des Börsentages nicht geschlossen sind, verursachen über Nacht die sogenannten Swap-Gebühren. Deren Höhe ist von Broker zu Broker unterschiedlich. Ein seriöser Broker zeichnet sich durch Transparenz und veröffentlicht die Höhe der Swaps, sodass die Anleger vor dem Eröffnen einer Position einen Überblick über die Zusatzkosten besitzen. Eine Ausnahme bestehen im Forex Handel. Der Tausch von Währungen mit unterschiedlicher Verzinsung bringt über Nacht unter Umständen einen Swap mit sich, der zu einem Plus auf dem Tradingkonto führt.

Kosten für die Nutzung der Margin: Wie bereits angesprochen verfügen nicht alle Broker über die Mittel den Tradern den Betrag des Hebels oberhalb der Margin aus dem vorhandenen Eigenkapital zur Verfügung zu stellen. Kosten für die Nutzung der Margin zu erheben ist ein Weg, um die Finanzierung über Kredite in ein lukratives Geschäft zu verwandeln. Trader, welche die Zusatzkosten nach Möglichkeit niedrig halten wollen, sind gut beraten im Vergleich der Gebühren nach diesen Nutzungskosten Ausschau zu halten.

Handelsprovisionen: An einem Trade mit Hebelwirkung ist Kapital von zwei Parteien (Trader und Broker) beteiligt. Eine weitere Möglichkeit aus der Bereitstellung der Hebel einen Gewinn zu erzielen findet sich in den Handelsprovisionen. Diese Provisionen richten sich nicht nach den erzielten Gewinnen, sondern stehen mit der Platzierung der Order in Zusammenhang. Der Broker hat auf diesem Weg die Möglichkeit unabhängig von Gewinnen oder Verlusten schon im Vorfeld eine Provision für die Bereitstellung seiner Dienste in der Einstellung der Order an der Börse zu erhalten.

Zinsgebühren für länger gehaltene Positionen: Neben Transaktionsgebühren befinden sich ebenfalls Finanzierungsgebühren auf der Liste möglicher Zusatzkosten für den Handel mit Hebelprodukten. Gemeint sind damit Zinskosten, die unter anderem im Forex Handel auf die Zinsunterschiede von Währungspaare zurückzuführen sind. Mit der Beschränkung auf den Tageshandel sind diese Gebühren kein Thema mehr. An diesem Punkt ist es von Vorteil zum Zweck der Kostenersparnis den Punkt „Daytrading lernen“ der Vorbereitung auf den Margin Handel hinzuzufügen.

Maintenance Margin: Diese Margin ist eine weitere Sicherheitsleistung, die dazu dient Verluste aus dem Kapital des Tradingkontos auszugleichen und den Broker dafür schützt Geld durch die Bereitstellung des Hebels zu verlieren. Wie bei allen spekulativen Investments gehört es zu einer elementaren Regel nicht mehr Geld auf ein Tradingkonto einzuzahlen, die den Tradern bei einem Totalverlust keinen großen finanziellen Schaden in den alltäglichen Finanzen zufügen.

Nachschusspflicht und Margin Call

Die Bereitstellung von Hebeln für Trader ist für Broker in erster Linie eine Möglichkeit die eigenen Gewinne zu erhöhen. Auf dieser Ebene starten Trader und Broker zunächst mit der gleichen Motivation in den Handel mit Hebeln.

Erklärung Margin Call
Ablauf von Margin Call

In Anbetracht des Risikos sind die Trader einem klaren Nachteil ausgesetzt. Die Broker ergreifen Sicherheitsmaßnahmen, um zu verhindern, einen Teil des Risikos tragen zu müssen. Die Margin ist im Margin Trading eine der Optionen, von denen Broker Gebrauch machen.

Die zweite Option führt über den Margin Call bzw. die Nachschusspflicht. Das bedeutet, dass der Broker für geöffnete Positionen mit Hebel, bei denen der Verlust die Sicherheitsleistung übersteigt, den Restbetrag aus dem Tradingkonto entnimmt. Droht die dortige Maintenance Margin ebenfalls zu gering auszufallen, erfolgt der Margin Call mit der Bitte eine Einzahlung, die der Mindestsumme oder einem höheren Betrag entspricht.

Verpasst der Trader diesen Margin Call erfolgt die Liquidierung der Position und der Broker schließt diesen Trade automatisch, um weiteren Verlusten und damit dem Zugriff auf das Kapital aus dem bereitgestellten Hebel vorzubeugen.

Beachte: Die Nachschusspflicht gehört in den Ländern der Europäischen Union seit 2017 für private Kleinanleger der Vergangenheit an. Anleger aus Deutschland, die dennoch einer Nachschusspflicht unterliegen, führen das Trading über einen Broker aus, der nicht einer europäischen Regulierung unterliegt. Zur Erkennung eines Brokers ohne Nachschusspflicht ist es hilfreich die Liste der Anbieter durchzugehen, die über die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) lizenziert sind.

Risiken beim Hebel Trading
Risiken beim Margin- und Hebel-Trading

Beachte die Risiken im Margin Trading

Im Margin Trading trägt der Trader den Hauptanteil des Risikos.

Ein reguläres Risikomanagement ist für den Handel mit Hebelwirkung nicht ausreichen. Aus diesem Grund rate ich Dir dazu Deine persönlichen Richtlinien zu überarbeiten, um durch den Margin Handel keine gravierenden Verluste Deines Tradingkapitals zu erleiden.

Trader sind gut beraten vorab in Erfahrung zu bringen, wann der Margin Call erfolgt. Einige Broker machen zu einem frühen Zeitpunkt von diesem Mittel Gebrauch, während andere Anbieter mehr Zeit verstreichen lassen. Mehr Zeit zum Überdenken zur Verfügung zu haben, schützt die Anleger vor überstürzten Entscheidungen.

Broker besitzen das Recht die Positionen bei einem drohenden eigenen Verlust zu liquidieren. Das bedeutet, dass die Position, ohne Deine Einflussnahmen geschlossen wird. Unter diesen Voraussetzungen, ist es wichtig Positionen mit Hebelwirkung engmaschig zu beobachten, um die Entscheidungsgewalt über das Schließen des Trades nicht aufzugeben.

FAQ – Margin Trading

Was ist der Margin Handel?
+
Der Margin Handel verbindet das Eigenkapital in Form der Margin mit Fremdkapital in Form eines Hebels. Das Margin Trading erleichtert es Anlegern größere Positionen im Handel mit Aktien oder Währungen zu eröffnen, ohne das dafür benötigte Geld aus eigenen Mitteln zur Verfügung zu stellen.
Wie funktioniert das Margin Trading?
+
Das Margin Trading funktioniert auf Basis eines Kreditgeschäfts. Der Broker bietet den Tradern die Hebelwirkung als Anlageinstrument im Gegenzug für die Bereitstellung einer Margin als Sicherheitsleistung zur Verfügung. Das Margin Trading ist mit Risiken behaftet, bei denen der Trader die Verluste über die Margin und das Tradingkonto ausgleicht.
Was ist ein Margin Call?
+
Ein Margin Call geht vom Broker aus. Zum Zeitpunkt des Margin Calls ist die Position in Begriff höhere Verluste zu erzielen als der eingezahlten Margin entsprechen. Ein Margin Call ist ebenfalls denkbar, sobald die Sicherheitsmargin auf dem Tradingkonto nicht mehr in ausreichende Höhe vorhanden ist.
Wie reagiere ich auf Margin Calls?
+
Es gibt für Trader zwei Möglichkeiten auf einen Margin Call zu reagieren. Der Trader hat zuerst die Möglichkeit der Aufforderung des Brokers nachzukommen und eine Einzahlung vorzunehmen, mit der das vom Broker gesetzte Limit entweder erreicht oder überschritten wurde. Die zweite Option besteht aus dem Ignorieren des Margin Calls. In diesem Fall kommt es bei weiteren Verlusten zwangsläufig zu einer Liquidierung der Position. Der Broker schließt die Position eigenständig und muss im Vorfeld nicht die Erlaubnis des Traders einholen.
Wie risikoreich ist das Margin Trading?
+
Trader müssen sich darüber bewusst sein im Handel mit Hebeln und der Einzahlung einer Margin das vorhandene Risiko zum Großteil alleine zu tragen. Die Broker haben sich im Vorfeld mithilfe der Margin abgesichert und tragen lediglich ein geringes Restrisiko einen Teil des Kapitals aus dem Hebel zu verlieren.
Was sind die größten Vorteile vom Margin Trading?
+
Der Vorteil liegt darin keine vier- bis sechsstelligen Beträge zu benötigen, um mit diesen Summen an der Börse zu handeln. Ein weiterer Vorteil liegt in der großen Auswahl an Hebelprodukten aus unterschiedlichen Anlageklassen, die den Tradern für das Margin Trading zur Verfügung stehen.
Welche Gebühren fallen an?
+
Für den Margin Handel fallen verschiedene Gebühren an. Dazu gehören Swaps für das Halten von Positionen über Nacht, ebenso wie andere Transaktions- und Bereitstellungsgebühren. Nicht alle Broker verlangen jede dieser Gebühren, sodass der Vergleich der Zusatzkosten der Trades zu den wichtigsten Vergleichskriterien für die Auswahl eines Brokers gehören.
Welchen Trading Hebel wähle ich am besten?
+
Broker, die über eine Lizenz der ESMA verfügen, begrenzen den Hebel auf maximal 1:30. Für in der EU unregulierte Broker sind Hebel von 1:50 nicht ungewöhnlich. Einsteiger in den Margin Handel sind mit kleinen Hebeln am Anfang besser beraten, um die Hebelwirkung in einem überschaubaren Rahmen zu testen.
Was sind wichtige Maßnahmen zur Risikominderung im Margin Handel?
+
Diese Maßnahmen umfassen das Ausrechnen der Margin vor Erstellung einer Order. Die Höhe variiert abhängig vom Hebel und liegt in einigen Fällen außerhalb der finanziellen Möglichkeiten. Weiterhin ist es ratsam Broker mit europäischer Regulierung zu bevorzugen, um unter anderem von dem Verbot der Nachschusspflicht zu profitieren.
Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.