Beim Rohstoff handeln versucht man an einem der weltweit größten Märkte zu partizipieren. Oftmals werden dazu CFDs, Optionen oder Futures verwendet. Durch ihre Relevanz in der Realwirtschaft sind Rohstoffe sehr volatil.

Vor allem Nachrichten wie Zinsentscheide und Zölle können die Rohstoffpreise stark beeinflussen. Mehr dazu im Ratgeber:

Rohstoffe handeln

Kurzüberblick: Richtig Rohstoffe handeln

#1 Was ist Rohstoff Handel? – Kurze Erklärung & Definition.

#2 Rohstoffe Unterteilung – Energie, Edelmetalle, …

#3 Finanzprodukte zum Handel – CFDs, ETCs, Optionen, …

#4 Abhängigkeiten – Makroökonomie beeinflusst Preise.

#5 Trading Strategie – Ich zeige Dir eine Anwendung.

#6 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Rohstoffe handeln.

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Was ist Rohstoff Handel?

Rohstoffe wie Gold & Silber, aber auch Orangensaft, Mais, etc. sind an den weltweiten Börsen handelbar und kennzeichnen sich durch ein hohes Volumen aus. So gehört der Rohstoffmarkt zu den größten Märkten der Welt. Durch die enge Verbindung der Rohstoffpreise mit der Realwirtschaft macht dies auch Sinn. Dies ist zwar eine große Chance, aber gilt auch als Nachteil, da geopolitische Ereignisse die Rohstoffmärkte maßgeblich beeinflussen.

Beachte: Wenn ich über Rohstoffe handeln spreche, dann meine ich vor allem die Verwendung von Zertifikaten an der Börse und nicht das Kaufen & Halten von einem echten Goldbarren oder einem Fass Öl.

Rohstoffe Unterteilung

Üblicherweise ist die Rede von Soft Commodities und Hard Commodities, also weichen und harten Rohstoffen. Unter weiche Rohstoffe fallen vor allem landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Getreide oder Zucker, aber auch Nutztiere. Bei harten Rohstoffen differenziert die Fachliteratur oft zwischen Metallen und Energieträgern wie Rohöl oder Kohle. Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Soft und Hard Commodities ist die Regenerierbarkeit.

Energien: Alle Rohstoffe, die direkt zur Energieerzeugung genutzt werden. Darunter fallen insbesondere Rohöl, Erdgas, Kohle oder Kernbrennstoffe wie Uran.

Industriemetalle: In dieser Kategorie stehen alle Metalle, die hauptsächlich einen industriellen Wert haben. Dabei geht es vor allem um Kupfer, Aluminium, Zink, Zinn, Eisen und Nickel.

Edelmetalle: Unter Edelmetallen verstehen Chemiker Metalle, die chemisch stabil sind, also nicht korrodieren. Es gibt insgesamt acht Edelmetalle. Für Trader sind dabei speziell Gold, Silber, Platin und Palladium von Bedeutung, da diese transparent an der Börse gehandelt werden.

Agrarrohstoffe: Hier sind alle Rohstoffe gemeint, die von der Landwirtschaft angebaut oder gezüchtet werden; also etwa Weizen, Zucker, Baumwolle, Soja oder Kaffee, aber auch Nutztiere wie Rinder oder Schweine.

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Finanzprodukte zum Handel

Rohstoffe lassen sich über Aktien, ETFs, ETCs, CFDs, Optionen und anderen Zertifikaten handeln. Wenn Du Aktien kaufst welche bspw. Förderer von Öl oder Lithium sind wie Exxon Mobil oder Albemarle, dann kannst Du indirekt am Rohstoffmarkt partizipieren. Wenn Du mehrere solcher Aktien halten möchtest, dann bieten sich womöglich ETFs an, welche auf Rohstoffaktien fokussiert sind. ETFs darfst Du nicht mit ETCs (Exchange tradet commodities) verwechseln.

ETCs sind Schuldverschreibungen, die an der Wertentwicklung eines Rohstoffs gekoppelt sind, indem sie an den Spot- oder Future-Preis des jeweiligen Basiswertes geknüpft sind. CFDs sind Verträge, bei denen Du mit Deinem Broker eine Wette auf steigende / fallende Kurse abschließt. Hierbei besitzt Du keinen echten Rohstoff, sondern nur den Vertrag mit Deinem Broker. Optionen sind in der Realwirtschaft beliebt um sich gegen Preisveränderungen abzusichern.

CFDs nutze ich im Trading

Beachte: Die meisten der Finanzprodukte zum Rohstoffe handeln besitzen einen Hebel, weswegen diese Trading-Art sehr risikoreich ist. Wenn Du Rohstoffe handeln willst, dann solltest Du das zunächst in einem Demokonto versuchen.

Abhängigkeiten

Wettbewerb: Rohstoffe sind die Grundlagen sowohl der Industrie als auch der Landwirtschaft und stehen in diesem Zusammenhang im stetigen Wettbewerb. Neue Technologien beeinflussen erheblich die Nachfrage eines Rohstoffs. Ein bekanntes Beispiel ist etwa die Einführung des E-Autos, das die Nachfrage nach Benzin verringert.

Politik: Politische Entscheidungen wirken sich mitunter drastisch auf Rohstoffpreise aus. Einen enormen Einfluss hat etwa der Russisch-Ukrainische Krieg – nicht nur auf die Preise für Erdgas, sondern auch etwa für Getreide. Mit der sukzessiv steigenden CO₂-Steuer steigen ebenfalls die Preise für fossile Energieträger – auch wenn der Börsenpreis davon wohl wenig beeinflusst wird.

Makroökonomie: Auch makroökonomische Effekte verändern die Preise für Rohstoffe. Gemeint ist hier vor allem die Konjunktur, also die gesamtwirtschaftliche Lage eines Landes oder der Welt. Eine starke Wirtschaftskraft bedeutet in der Regel eine erhöhte Nachfrage, was zu einem Preisanstieg führen kann. Eine schwächer werdende Wirtschaft bringt dagegen im Normalfall sinkende Rohstoffpreise mit sich.

Saisonalität: Die Preise von Rohstoffen des Agrarsektors unterliegen in vielen Fällen saisonalen Preisschwankungen. Das liegt hauptsächlich am Produktionsprozess. In der Regel steigen die Preise vor und während des Ernteprozesses. Nach der Ernte kommt es dagegen häufig zu einer Sättigung, was zu sinkenden Preisen führt.

Wetter: Ein verringertes Angebot lässt die Preise steigen. Ist die Ernte schlecht, ist auch das Angebot gering. Die Nachfrage bleibt allerdings auf einem ähnlichen Niveau. Erhebliche Auswirkungen auf die Ernte hat dabei natürlich das Wetter. So führen etwa lange Trockenperioden in Deutschland zu lokal steigenden Preisen.

Trading Strategie

Bei Rohstoffen lassen sich Trends gut handeln. Dazu kann ich bspw. 2 Indikatoren als Hilfe verwenden. Der SMA100 soll als Trendfilter dienen, während der MACD Indikator das Ein- und Aussteigsignal geben soll. Befindet sich der Kurs über dem 100er Gleitdurchschnitt, so befindet er sich im Aufwärtstrend, weswegen ich hier nur Kaufsignale des MACDs zum Umsetzen von Long Positionen nutze. Die umgekehrte Logik gilt für Short Trades im Abwärtstrend.

Beachte: Setze immer einen Stop-Loss beim Handeln um Dein Kapital zu schützen! Dazu bieten sich gut Verlaufstiefs / -hochs an.

FAQ – Rohstoffe handeln

Wie funktioniert der Handel mit Rohstoffen?
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Es gibt verschiedene Arten, mit Rohstoffen zu handeln. Einerseits hast Du die Möglichkeit, Rohstoffe tatsächlich zu erwerben, andererseits kannst an der Du über CFDs oder ETFs auf Rohstoffpreise spekulieren oder über Aktien in Unternehmen investieren, die stark von Rohstoffen abhängig sind.
Kann man in Rohstoffe investieren?
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Ja, man kann in Rohstoffe investieren; und das ist auch durchaus sinnvoll. Langfristige Investitionen etwa in Gold oder Silber sind gute Anlagen in wirtschaftsschwachen Zeiten. Auch andere Rohstoffe eignen sich, auch um das Portfolio zu diversifizieren.
Was sind die meistgehandelten Rohstoffe der Welt?
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Der meistgehandelte Rohstoff ist Brent Rohöl. Auf den weiteren Plätzen folgen WTI Rohöl, Erdgas, Sojabohnen und Gold. Viel gehandelt werden zudem Silber, Aluminium, Kupfer, Stahl, Zucker, Kaffee, Kakao und Mais.

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Für Anfänger & Fortgeschrittene

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.