Forex Investment bedeutet das Halten einer Position in Währungen über mehrere Monate oder Jahre hinweg. Dabei investierst Du durch eine Währung indirekt in die Wirtschaft eines Landes. Vor allem für Unternehmen kann das durchaus sinnvoll sein.
Das langfristige Halten von Währungen ist typischerweise mit hohen haltegebühren verbunden. Mehr dazu im Beitrag:


Kurzüberblick: Forex Investment
#1 Was ist ein Forex Investment? – Kurze Erklärung & Definition.
#2 Wie funktionieren Forex Investments? – Beispiel für Urlauber.
#3 Wichtige Grundlagen – Gängige Begriffe
#4 Einflüsse auf Forex – Zentralbanken, Konjunktur, etc.
#5 Kosten bei Forex Investments – Spreads, Swaps, Gebühren.
#6 Forex Investment Risiken – So schützt Du Dein Kapital
#7 FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Forex Investments
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Forex oder kurz FX ist die Abkürzung für Foreign Exchange. Übersetzt aus der englischen Sprache bedeuten diese Worte einen Austausch bzw. Wechsel vorzunehmen. In diesem Fall erfolgt der Wechsel zwischen zwei Währungen, wie zum Beispiel dem Euro und dem US-Dollar. Im Vergleich zu anderen Anlageprodukten ist ein Forex Investment für viele Anleger leichter verständlich, da die Grundprinzipien im Rahmen von Urlaubs- und Geschäftsreisen bekannt sind.
Das Investment hebt diesen Umtausch auf die nächste Ebene, indem die Anleger das Ziel verfolgen die Änderungen in den Wechselkursen zu nutzen, um einen finanziellen Gewinn zu verbuchen. Beim Investieren sprechen wir von längeren Zeiträumen im Monats- bis Jahresbereich.
Hinweis: Forex Investments sind nicht wirklich für Privatanleger. Viel mehr ist das Thema für Institutionen wie Banken und Fonds sowie international tätigen Unternehmen sinnvoll.
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Wie genau funktioniert Forex Investment Trading?
Als Grundlage für ein Forex Investment dient der Wechselkurs. Zwischen zwei Währungen ist in der Regel ein Ungleichgewicht im Wert vorhanden. Dieses Ungleichgewicht zeichnet sich durch den Wechselkurs aus. Ein Forex Investment kann dabei auf Basis der Chartanalyse gemacht werden wie einem langfristigen Trend, auf Basis von Zinsunterschieden (Stichwort Carry Trade) oder auf Basis der Fundamentalanalyse der Wirtschaften.
Sogenannte Carry Trades lassen sich bspw. im Australischen Dollar vs. Japanischen Yen umsetzen. Die Investment-Idee ist hierbei, dass der Yen historisch geringe Zinsen hat, weswegen ich mir Yen leihe und in hochverzinste australische Dollar umtausche. Die Zinsdifferenz ist mein Gewinn (ebenso wie möglicher Kursanstieg).

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Währungspaar: Das ist einfach die Kombination von 2 Währungen, die zusammen gehandelt werden. Zum Beispiel steht USD/EUR für den US-Dollar im Vergleich zum Euro. Hierbei dient die 1. Währung (Basiswährung) als Referenz, und die 2. (Notierungswährung) zeigt den Wert der Basiswährung an.
Majors & Minors: Wir unterscheiden zwischen Hauptwährungen (Majors) und anderen Paaren wie Minors oder Exotics. Während Majors wie EUR/USD weit verbreitet und meist weniger riskant sind, können Minors und Exotics höhere Spreads und auch deutlich größere Risiken mit sich bringen.
Pip: Kleinste Einheit der Kursänderung im Forex-Handel, typischerweise die 4. Nachkommastelle. Zum Beispiel bedeutet ein Wechsel von 1,1000 auf 1,1001 im Währungspaar USD/CHF einen Pip-Anstieg.
Lot: 1 Lot ist eine standardisierte Menge an Währungseinheiten. So entspricht der Standard-Lot genau 100.000 Einheiten der Basiswährung, während Mini-Lots 10.000 und Micro-Lots 1.000 Einheiten entsprechen.
Spreads: Grundsätzlich bekannt als die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Währungspaares. Wenn du EUR/USD bei 1,09476 kaufst und bei 1,09470 verkaufst, beträgt der Spread 0,0006. Dieser Spread ist eine Kostenkomponente, die Du im Auge haben solltest.
Margin: Sicherheitsleistung, die Du leisten musst, um Hebel zu nutzen. Mit einem Hebel kannst Du mehr Kapital einzusetzen. In der EU ist der maximale Hebel auf 1:30 begrenzt.
Forex Hedging: Das ist eine Strategie, bei der Du zusätzliche Positionen eröffnest, um Verluste aus bestehenden Trades auszugleichen. Dadurch lassen sich also Verluste zu minimieren, wobei auch das Risiko weiterer Verluste besteht.
Forex Handelszeiten: Du hast die Möglichkeiten, rund um die Uhr mit Währungspaaren zu handeln, allerdings empfehle ich Dir in erster Linie zu den Haupthandelszeiten 8-22 Uhr zu investieren.


Einflüsse auf den Forex Markt – 5 Stück
#1 Zentralbanken
Die Höhe der Leitzinsen, welche durch die internationalen Zentralbanken (Europäische Zentralbank, Federal Reserve in den USA) festgelegt wird, gibt Anlegern einen Einblick in die aktuelle Stärke oder Schwäche einer Währung.
Ein weiteres Einflussmittel steht den Zentralbanken in Form der Herausgabe von Staatsanleihen und vergleichbaren Wertpapieren zur Verfügung. Mit dieser Herausgabe erhöhen die Zentralbanken die vorhandene Liquidität oder überbrücken kurzfristige finanzielle Engpässe.
#2 Aktuelle Nachrichten
Die Nachrichten sind Einflussfaktoren ebenso wie Hinweisgeber auf Angebot und Nachfrage einer Währung. Negative Meldungen führen mitunter zu einer nachlassenden Nachfrage einer Währung. Zu diesen Nachrichten gehören Meldungen aus dem Finanzsektor wie von den Zentralbanken ebenso wie aus dem politischen Tagesgeschehen.
#3 Marktstimmung
Die Anleger üben durch die Stimmung am Markt ebenfalls Einfluss auf den Forex Markt aus. Besonders starke Reaktionen innerhalb der Marktstimmung zeigen sich unter anderem nach Wahlen mit überraschendem Ausgang, Naturkatastrophen oder anderen Ereignissen, die außerhalb des gewohnten Tagesgeschehens liegen.
#4 Konjunktur
Die Konjunktur in den Ländern begünstigt mit einer guten Wirtschaftslage die Nachfrage nach einer Währung. Im umgekehrten Fall wirkt sich eine schlechte Konjunktur negativ auf die Nachfrage aus. Berichte zur Konjunktur erfolgen auf Basis einzelner Monate, Quartale ebenso wie des kommenden oder abgelaufenen Kalenderjahres.
#5 Inflation und Deflation
Die Inflation reduziert die Kaufkraft einer Währung und ist bekannt für negative Auswirkungen auf den Wechselkurs. Die Deflation erhöht die Kaufkraft einer Währung und ist ein Einflussfaktor für eine Verbesserung des Wechselkurses.

Kosten bei Forex Investments
Grundsätzlich musst Du auf Spreads, Kontoführungsgebühren und Swaps achten. Swaps sind als „Übernacht Haltegebühr“ zu verstehen und machen den größten Kostenanteil aus. Falls Du gehebelte Produkte wie CFDs für ein Forex Investments nutzt, dann kommt der Swap einem Zins gleich, welchen Du auf geliehenes Geld an Deinen Broker zahlst. Denn durch einen „Kredit“ Deines Brokers kommt der Hebeleffekt erst zustande. Solche Produkte haben enorm große Risiken – vorsicht!

Welche Risiken sind mit dem Forex Trading verbunden?
Die Risiken für ein Forex Investment beziehen sich zu einem Großteil auf das allgegenwärtige Verlustrisiko in jedem einzelnen Trade (=Marktrisiko). Zahlreiche Wechselkurse von Währungen unterliegen einer erhöhten Volatilität. Ebenso kann es bei der Orderausführung zu Ungenauigkeiten kommen, was als Slippage bezeichnet wird. Politische Meldungen birgen ebenfalls ein Risiko, da sie die Forex-Kurse bewegen.

Hinweis: Wenn Du eine gehebelte Position hältst, entstehen Übernachtgebühren (Swaps), die je nach Währungszugehörigkeit und Zinssätzen variieren können. Diese Gebühren sind die Kosten für die Leihe von Kapital durch Deinen Broker. Deshalb sind Forex Investments eher ohne Hebel sinnvoll.
FAQ – Forex Investment
- US-Dollar (USA)
- Euro (Euroländer)
- Yen (Japan)
- Pfund (Vereinigtes Königreich)
- Schweizer Franken (Schweiz)
- Kanadischer Dollar (Kanada)
- Australischer Dollar (Australien)
- Neuseeland Dollar (Neuseeland)
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Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
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