Trends richtig zu erkennen ist im Trading unerlässlich. Viele Anleger verpassen den richtigen Zeitpunkt, weil sie zunächst ein vorsichtiges und skeptisches Verhalten an den Tag legen. Doch auf einmal ist der Trendwechsel eines Assets bereits vollzogen, was natürlich ärgerlich ist.

Oft machen sich Trendwechsel erst mit Verzögerung bemerkbar, wenn die Kurse bereits eine andere Richtung eingeschlagen haben. Besonders chart- und markttechnisch orientierte Trader ignorieren häufig äußere ökonomische Einflüsse beim Handeln.

Trendbruch Technische Analyse Titelbild

Kurzüberblick: Trend erkennen

Einen Trend oder Trendbruch rechtzeitig zu erkennen, verschafft Tradern einen Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern, um Käufe oder Verkäufe zu tätigen.

Tendkanäle können von Nutzen sein. Dabei durchbricht der Kurs eine Trendlinie und schlägt eine andere Richtung ein.

Das Wissen über Marktstrukturen ist Fundament für das Erkennen von Trendbrüchen.

Dow-Theorie besagt: „Ein Trend ist solange intakt bis er gebrochen wird.“

Ist ein Trend gebrochen, beginnt das Spiel von vorne, nur die Richtung des neuen Trends hat sich geändert.

Du kannst Trading oder Daytrading lernen und eine Trading Plattform ausprobieren, indem du dort ein Trading Demokonto eröffnest, um ohne reale Gewinne, Risiken und Gefahren das Trading zu lernen.

Trend richtig erkennen

Trends erkennen steht im Mittelpunkt der charttechnischen Analyse im Trading. Wenn Du Dich mit Trends beschäftigst, wirst Du merken, dass es 3 Trendtypen gibt: Aufwärts-, Abwärts- und Seitwärtstrend. Ein Grundprinzip der Charttechnik sagt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Trendfortsetzung stets höher ist als die Wahrscheinlichkeit einer Trendumkehr.

Wann ein Trend umkehrt kannst Du auf verschiedene Weisen ermitteln. Falls Du Trendkanäle nutzt, um Trends zu bestimmen, dann ist ein Aufwärtstrend beispielsweise dann gefährdet, wenn die obere Begrenzung eines Trendkanals nicht mehr berührt wird oder der Kurs aus dem Kanal nach unten rausläuft.

Aufwärtstrendkanal
Beispiel: Intakter Aufwärtstrendkanal

Neben Trendkanälen kannst Du einen Trend auch an seiner Marktstruktur erkennen. So besteht beispielsweise ein Aufwärtstrend aus einer Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs. Solange diese Strukturfolge intakt ist, ist auch der Aufwärtstrend intakt. Ein Abwärtstrend besteht im übrigen aus dem genauen Gegenteil: Einer Folge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs.

In der Theorie klingt die Trenderkennung sehr simple, in der Praxis gibt es hierbei meist einige Hürden, welche allerdings durch viel Übung gemeistert werden können. Die größte Hürde ist das Unterscheiden von verschiedenen Trendebenen. So wird bereits in der um 1900 erschienen Dow-Theorie von 3 Zeithorizonten von Trends gesprochen. Charles Dow, der Autor der Theorie, meinte hierbei vor allem die Unterscheidung in kurzfristig, mittelfristig und langfristig.

Da der Markt ein Geflecht aus verschiedenen Formationen auf verschiedenen Zeithorizonten ist, kann es Dir passieren, dass Du zu zeitig einen Trendbruch ausruft. Um das Problem zu lösen stelle Dir immer folgende Frage: Welches Tief (bzw. Hoch im Abwärtstrend) hat für das nächste markante echte Hoch (bzw. Tief) gesorgt. Nachfolgende Grafik soll Dir das nochmal anhand eines mittelfristigen Aufwärtstrends zeigen, welcher durch einen kurzfristigen Abwärtstrend korrigiert wird. Obwohl der Kurs kurzfristig abwärts läuft, ist der „große“ Trend immer noch intakt!

Trendebenen erkennen technische Analyse
Trendebenen erkennen

Trend erkennen: Wie sieht ein Trendbruch aus?

Wie bereits erläutert besteht ein Trend aus einer bestimmten Folge aus Hochs und Tiefs. Solange diese Folge aktiv ist, ist auch der Trend intakt. Aus diesem Grundgedanke kannst Du Dir sehr schnell herleiten, wann ein Trendbruch da ist – und zwar sobald diese Folge gebrochen ist!

Hast Du beispielsweise einen Chart analysiert und als Ergebnis einen Aufwärtstrend herausgefunden, dann ist der Trend solange intakt wie weitere höhere Hochs und höhere Tiefs realisiert werden. Sobald der Kurs ein Tieferes Tief macht spricht man hier von einem Trendbruch.

Der Grund ist simple: Ein tieferes Tief ist Teil einer Abwärtstrendstruktur. Diese besteht nämlich aus tieferen Tiefs und tieferen Hochs. Hat der Chart also ein tieferes Tief gesetzt, dann kann von Aufwärtstrend keine Rede mehr sein.

Trendbruch Aufwärtstrend
Trendbruch bei Aufwärtstrend

Neben der reinen Struktur kannst Du einen Trendbruch auch anhand von Chartformationen erkennen. Chartmuster, die eine Trendumkehr andeuten gibt es viele. Während Flaggen, Dreiecke und Rechtecke auf eine Konsolidierung und anschließender Trendfortsetzung hindeuten, sind das Doppeltop, die SKS-Formation und ein Rounding-Top typische Umkehrformationen. Die genannten Formationen können einen Aufwärtstrend in einen Abwärtstrend umleiten.

Ebenso gibt es natürlich auch Umkehrformationen, welche einen Abwärtstrend in einen Aufwärtstrend umleiten können. Das Doppelbottom oder die inverse SKS Formation sind hier typische Vertreter.

Wird beispielsweise ein Aufwärtstrend durch Setzen eines ersten tieferen Tiefs gebrochen, dann heißt das nicht direkt, dass der Kurs nun in einem Abwärtstrend ist! Vielmehr befindet sich der Kurs zunächst in einer trendlosen Phase. Als Trader kannst Du hier nun entweder mutig sein und tatsächlich auf eine Abwärtsbewegung spekulieren oder Du wartest noch etwas ab und schaut, ob auch tatsächlich ein tieferes Hoch folgt, was dann als erste handfeste Bestätigung für einen neuen Abwärtstrend gilt.

Sollte der Kurs allerdings ein neues höheres Hoch machen, dann könnte der vermeindliche Trendbruch auch als Fehlsignal interpretiert werden, wonach der ursprüngliche Aufwärtstrend fortgesetzt werden kann.

Schulter Kopf Schulter Formation
Schulter Kopf Schulter Formation signalisiert Trendwechsel

So lässt sich der Trendwechsel rechtzeitig erkennen

Markttechnische Indikatoren fungieren als Frühwarnsysteme für einen Trendwechsel. Sie treffen zwar nicht in jedem Fall zu, doch funktionieren sie insgesamt zuverlässig. Veränderungen im Marktgeschehen heben sie deutlich hervor. Der Relative Strength Index (RSI) kann beispielsweise genutzt werden, um ein mögliches Trendende vorherzusagen, während Du den Moving Average Convergence Divergence (MACD) eher nutzen solltest, um mögliche Trendfortsetzungen herauszulesen.

RSI-Indikator
RSI als Trendwende-Indikator

Nachfolgend geht es um die Betrachtung einiger zentraler markttechnischer Tools, welche einen Hinweis geben, ob ein Trend fortgesetzt oder beendet wird, darunter:

Trendlinien

Unterstützungs- und Widerstandsniveaus

Nachrichtenanalyse

Sentimentanalyse

Chartmuster

Korrelationen

Kursbewegung: Plötzliche, abrupte Kursbewegungen entgegen der Trendrichtung geben Dir einen Hinweis darauf, dass eine Trendänderung oder Trendumkehr in Gange ist.

Volumenanalyse: Diese Form der Analyse untersucht das Kursverhalten unter dem Einfluss des Handelsvolumens, um einen Einblick in die Angebot- und Nachfragestruktur zu erhalten. Das erlaubt die Prognose zukünftiger Börsenkurse. Ein steigendes Volumen in Trendrichtung bestätigt einen Trend, während ein sehr geringes Volumen auf wenig Stärke und somit auf ein mögliches Trendende hindeutet. Dem Kurs „geht die Luft aus“.

Trendlinien: Die Trendlinie hilft klare Brüche oder Umkehrungen von Trends aufzuspüren. Wird ein Trend von solch einer Trendlinie stetig begleitet ist ein Bruch jener Linie ein Hinweis auf ein mögliches Trendende.

Indikatoren nutzen: Zieh bei Deiner Analyse und Interpretation technische Indikatoren wie MACD oder RSI zu Hilfe, um einen Trend oder Trendbruch frühzeitig erkennen zu können. Du kannst auch andere Indikatoren betrachten, um eine Entscheidung zu treffen. Achte nur darauf, dass Du nicht mehr als 2 bis maximal 3 Indikatoren verwendest!

Unterstützungs- und Widerstandszonen: Veränderungen in diesen Bereichen geben Aufschluss über eine veränderte Richtung eines Trends. Der Kurs befindet sich bei einer Unterstützung oberhalb eines in der Vergangenheit relevanten Kursniveaus. Umgekehrt verhält es sich bei sogenannten Widerständen, wenn sich der Kurs eines Assets schwer tut, eine höher liegende Kursmarke zu überschreiten.

Nachrichtenanalyse: Die Verfolgung von wirtschaftlichen und politischen Nachrichten inklusive Nachrichtenanalyse hilft dir dabei, Trends frühzeitig zu erkennen. Die Stimmung an der Börse und psychologische Faktoren wirken sich ganz erheblich auf Kursentwicklungen im Trading aus. Wirtschaftsnachrichten spielen dabei eine noch wichtigere Rolle als politische News, also solche die eine unmittelbare Relevanz für Trader haben.

Sentimentanalyse: Die Stimmung der Marktteilnehmer und psychologische Faktoren spielen an der Börse und im Trading eine nicht unerhebliche Rolle. Bei der Sentimentanalyse wird die Stimmung von Anlegern an der Börse unter die Lupe genommen oder anders ausgedrückt, die allgemeine Marktstimmung untersucht. Dadurch kommen positive, neutrale oder neutrale Einstimmungen zum Vorschein. Sentimente gelten meist als Kontraindikatoren. Sprich ist ein Sentiment bullisch, dann ist das Setzen auf fallende Kurse oft die klügere Wahl.

Wiederkehrende Chartmuster: Umkehrmuster wie Kopf und Schultern zeigen ein potentielles Trendende an. Diese Formation gilt unter Kennern sogar als verlässlichste unter allen Trendumkehrformationen. Andere Formation leiten sich sogar von ihr ab.

Moving Averages: Moving Averages sind zu deutsch „Gleitende Durchschnitte“ und helfen Preisschwankungen zu glätten. Dazu filtern sie quasi Lärm aus kurzfristigen Schwankungen heraus. Als trendorientierter Indikator basiert ein Moving Average auf historischen Preisen. Kreuzungen von gleitenden Durchschnitten deuten wiederum auf eine bevorstehende Trendwende hin.

Korrelationen: Analysiere bei dieser Analysetechnik eine Verbindung zu anderen Märkten oder Vermögenswerten und stelle Korrelationen zwischen den Assets her. Sie bestimmen, wie sich diese zueinander bewegen. Neben allgemeinen Marktkorrelationen existieren ferner solche für einzelne Wertpapiere wie Aktien, Rohstoffe oder Indizes. Stell Dir vor 3 Aktien des Autosektors fallen seit Tagen ununterbrochen. Was denkst Du wohl wird die 4. Aktie machen, welche noch im Aufwärtstrend ist?

Marktbreite: Achte auf die Anzahl der gehandelten Vermögenswerte im Trend, um eine Trendumkehr festzustellen. Die Marktbreite gibt die Anzahl der Aktien an, die an einer bestimmten Marktbewegung beteiligt sind. Sie hilft dabei, die Richtung des Marktes zu bestimmen und einzuschätzen, ob sich der Markt bullisch, bärisch oder neutral verhält. Laufen alle Aktien parallel hoch, dann ist eine Trendfolge wahrscheinlich. Fangen allerdings viele Aktien an Schwung zu verlieren, ist eine Trendwende vermutlich voraus.

Zyklische Analyse: Saisonale und zyklische Einflüsse spiegeln sich ebenfalls in den Trends wider. Einige Branchen bewegen sich dabei mehr in Zyklen als andere. Beispiele dafür sind die Automobilindustrie, die Tourismusbranche mit Hotellerie und Gastronomie, Fluggesellschaften, aber auch Hersteller von Luxusgütern. Das zyklische Verhalten trifft deshalb auch auf die Aktien dieser Güter zu.

Charttechnische Trendwende-Formationen erkennen

Bestimmte Chartmuster deuten zweifellos auf eine Trendwende hin. Reicht die Analyse von Widerstands- und Unterstützungsniveaus nicht aus, ist die Nutzung weiterer Indikatoren und die Erkennung von Formationen notwendig. Trendwendeformationen bilden neben den Konsolidierungsformationen die zweite große Gruppe von Chartformationen.

Auffällige Muster treten gerade bei den Kerzencharts in großer Zahl auf. Sie frühzeitig zu erkennen, ist deshalb von großem Nutzen. Sie indizieren eine Trendwende früher als die klassische Markt- und Charttechnik, dennoch ist die Reichweite für eine eindeutige Prognose eher begrenzt. Ein Abgleich mit weiteren Indikatoren zahlt sich dennoch in jedem Fall aus.

MACD Inverse Schulter Kopf Formation Technische Analyse
Inverse Schulter Kopf Formation in Kombination mit dem MACD

Kopf-Schulter-Formation (Head and Shoulders): Die Kopf- und Schulter-Formation signalisiert einen möglichen Trendwechsel eines Aufwärtstrends in einen Abwärtstrend. Sie setzt sich aus drei Peaks zusammen und beginnt mit einem starken Aufwärtstrend.

Umgekehrte Kopf-Schulter-Formation (Inverse Head and Shoulders): Wende die umgekehrten Kopf-Schulter-Formation nach unten gerichteten Trends an. Denn diese Formation signalisiert als Gegenteil der klassischen Schulter-Kopf-Formation das Ende eines Abwärtstrends.

Doppeltop/Doppelboden: Diese Formation weist zwei markante Spitzen bzw. Tiefs auf, die auf einen möglichen Trendwechsel hindeuten. Das Doppeltop hat die Form eines M, daher auch der alternative Name M-Formation. Es signalisiert eine Trendumkehr vom Aufwärtstrend hin zum Abwärtstrend. Indem Du die Höhe der Formation abmisst kannst Du nach Ausbruch der Formation ein Kursziel bestimmen. Lege dazu die Höher der Formation einfach an die Ausbruchstelle an.

Dreifachtop/Dreifachboden: Bei der Dreifachtop-/Dreifachboden-Formation deuten gleich drei Tiefs bzw. Spitzen auf eine starke Trendumkehr hin. Sie treten eher selten auf und sind im Grunde nichts anderes als ein Doppeltop/Doppelboden, halt nur mit 3 Hochs/Tiefs.

Trendlinienbruch: Ein Trendlinienbruch verletzt eine etablierte Trendlinie. Der Bruch einer Trendlinie bildet eines der frühesten Warnsignale dafür, dass der damit in Zusammenhang stehende Trend gebrochen werden könnte. Die genaue Lage einer Trendlinie variiert jedoch.

Flaggen-Formation: Sie sind typische Trendfortsetzungs-Formationen, welche aus einer impulsiven Bewegung (=Fahnenstange) und einer darauffolgenden Korrektur (=Fahne) bestehen.

Keil-Formation: Bei der Keil-Formation deuten konvergierende Trendlinien auf eine mögliche Trendwende hin. Keile sind quasi Dreiecke, welche allerdings nicht horizontal verlaufen, sondern eine Steigung haben. Innerhalb der Keil-Formation zeigt sich eine Abschwächung des aktuellen Trends, weswegen eine Trendumkehr die logische Folge ist.

Rechteck-Formation: Erscheint eine Rechteck-Formation ist dies im Allgemeinen eine Seitenbewegung, welche auf eine Trendfortsetzung hindeutet. Die Formation entsteht indem ein Trend durch eine Unterstützung oder einen Widerstand pausiert wird.

Mein Lieblings-Broker: Hier kannst Du in über 5.800 Märkten günstig traden:

4,9 / 5  
ZUM ANBIETER

(Risikohinweis: 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter)

Markttechnische Indikatoren können als „Frühwarnsysteme“ helfen

Frühwarnsysteme lassen mögliche Verlustrisiken im Voraus erkennen und erfreuen sich deshalb unter Tradern großer Beliebtheit. Nicht alle markttechnischen Indikatoren kommen dafür gleichermaßen in Frage. RSI und MACD sind dafür jedoch geradezu prädestiniert. Dazu trägt vor allem ihre grafische Darstellung bei, die wichtige Veränderungen im Kursverhalten deutlicher hervorheben als viele andere Indikatoren.

RSI Divergenz
Bärische RSI Divergenz als Warnsignal

Während der RSI oft deutlich sichtbare Divergenzen ausbildet, bestätigt der MACD einen Trendwechsel mindestens ebenso gut. Zusammen bilden sie also ein untrügliches Zeichen und erfreuen sich deshalb als Frühwarnsysteme großer Beliebtheit.

RSI (Relative Stärke Index): RSI steht für Relative Stärke Index. Er bestimmt die Dynamik eines Assets wie Aktien oder Indizes, denn er zeigt auf, ob sich dieses in einem überkauften oder überverkauften Bereich befindet. Der RSI nimmt werde zwischen 0 und 100 an, wobei bei einem Niveau von 70 das betreffende Asset überkauft ist und eine Kurskorrektur bevorstehen könnte. Unter einem Wert von 30 ist es dagegen überverkauft.

MACD (Trendfolge-Oszillator): Dieser beliebte Indikator lässt sich für viele Trading-Strategien einsetzen. Er setzt sich aus zwei gleitenden Durchschnitten zusammen, die zueinander in einer engen Beziehung stehen. Die schnellere dieser beiden Linien heißt auch MACD-Linie. Markiert der Kurs ein niedrigeres Tief, der MACD aber ein höheres Hoch, dann entsteht eine bullische Divergenz. Markiert der MACD dagegen ein niedrigeres Hoch und der Kurs erreicht ein höheres Hoch, resultiert das in einer sogenannten bärischen Divergenz.

Candlestick-Formationen liefern wichtige Informationen und Signale für kurzfristige Trader

Candlestick Patterns sind für Trader unerlässlich, um profitabel zu traden. Das gilt noch mehr für kurzfristige Trader. Sie helfen idealerweise dabei, günstige Einstiege in Trades zu ergattern. Die Anordnung der Kerzen bzw. Candles enthält zudem oftmals Informationen über eine bevorstehende Trendwende. Bestimmte Candlestick-Formation gelten von vorne herein entweder als bullisch oder bärisch, also aufsteigend oder absteigend.

3 bekannte Kerzenmuster technische Analyse
3 bekannte Kerzenmuster

Oft offenbaren sie sich aber uneindeutig und lassen sich nur in Kombination mit weiteren Indikatoren zweifelsfrei interpretieren. Du kannst Candlestick-Formationen in deine eigene Trading Strategie mit einbeziehen, indem du sie für die Auswahl von Einstiegspunkten sowie den Schutz von Gewinnen verwendest. Beachte bei diesem Schritt aber immer die damit verbundenen Risiken.

Doji Kerze Praxischart technische Analyse
Beispiel: Doji Kerze

Doji-Kerzen beispielsweise weisen auf Unsicherheit auf dem Markt hin. Bullische Kerzen nutzen Trader als Kaufsignal für einen Long Trade, bärische Kerzen dementsprechend als Verkaufssignal, um einen Short Trade zu eröffnen.

FAQ – Trends erkennen

Wie kann ich den Trendbruch besser erkennen?
+
Dazu muss der Kurs die Aufwärtstrendlinie nach unten durchbrechen. Selbst ein langjähriger Aufwärtstrend geht irgendwann in eine Seitwärtskonsolidierung oder in eine Kurskorrektur über. Dann kommt es darauf an, dementsprechend zu handeln. Ein Spruch sagt: „Ein Trend ist so lange ein Trend, bis er bricht“.
Wie identifiziere ich einen aufsteigenden Trend in einem Chart?
+
Ein aufsteigender Trend liegt immer dann vor, wenn der Kurs innerhalb eines gleitenden Durchschnitts verläuft. Die Hochs und Tiefs des Kurses werden dann immer größer. Durchbricht der Kurs jedoch den gleitenden Durchschnitt, steht eine Trendwende bevor.
Wie interpretiere ich eine Trendlinie und ihren Bruch?
+
Die Interpretation einer Trendlinie gestaltet sich relativ simpel, denn ein vorherrschender Trend tendiert dazu, weiterzulaufen. Je öfter die Kursentwicklung höhere Tiefs und tiefere Hochs aufzeigt, umso beständiger offenbart sich der aktuelle Trend.
Warum ist das Volumen wichtig, um einen Trend zu bestätigen?
+
Ein großes Volumen bestätigt einen Trend in einem gesunden Markt. Daher dient es als Frühindikator für einen bevorstehenden Kurswechsel. Börsen übermitteln nicht nur Aktienkurse, sondern genauso Umsatzdaten. Es handelt sich dabei um die Stückzahl, kombiniert mit dem gehandelten Kursniveau.
Wie erkenne ich potenzielle Trendumkehrpunkte in einem Chart?
+
Dazu muss der Kurs die Trendlinie signifikant durchbrechen. Dann durchbricht der Kurs dauerhaft einen gleitende Durschnitt.
Welche Bedeutung haben Umkehrmuster wie Kopf und Schultern in der Trendanalyse?
+
Als eine der beliebtesten Trendumkehr-Formationen tritt am Ende eines Aufwärts- oder Abwärtstrends auf, also immer das Gegenteil des vorhergehenden Trends.
Wie beeinflussen Nachrichten und Ereignisse die Trendentwicklung?
+
Nachrichten und tagesaktuelle Ereignisse haben einen beträchtlichen Einfluss auf die Trendentwicklung. Zum Teil handeln professionelle Trader sogar mit Nachrichten, um davon finanziell zu profitieren. Besonders Wirtschaftnachrichten lösen öfters erhebliche Kursbewegungen auf. Dies schafft neue Handelsmöglichkeiten für Trader.
Warum ist die Analyse von Unterstützungs- und Widerstandszonen wichtig?
+
Unterstützungs- und Widerstandszonen bezeichnen Stellen, an denen eine Kurserholung oder ein Kursrückzieher wahrscheinlicher auftreten als anderswo. Im Chart erscheinen sie als waagrechte Linien oft an runden Kursmarken wie beispielsweide 50 Euro. In der Vergangenheit bildeten diese Stellen häufig Wendepunkte für Trends.
Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

>75% Trefferquote

+6 Jahre Erfahrung

>100K € Jahresgewinn

Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.