Ein Trendlinienkanal oder einfach Trendkanal ist die Begrenzung des Preistrends durch eine obere und untere Linie, wobei beide Linien zum Preisverlauf jeweils den gleichen Abstand haben.
Wichtig zu wissen: Innerhalb eines Kanals schwankt der Preis stets zwischen der oberen und unteren Trendkanallinie. Solche Bewegungen kann ich immer super handeln.

Trendkanal: Das Linienpaar des Trendkanals zeigt den Markttrend sowie mögliche Ein- und Ausstiege für einen Trade auf. Wenn der Kurs eine der beiden Begrenzungen durchbricht, deutet dies auf einen Bruch des entsprechenden Trends hin, woraufhin er sich eventuell umkehren könnte.
Vorteil: Durch einen Trendkanal können erste Signale entstehen, nämlich immer dann, wenn der Kurs eine Begrenzung berührt oder durchbricht. Es gibt einige Trader, die handeln (fast) ausschließlich nach Trendkanälen. Ich kann sie besonders empfehlen, wenn Du noch Trading-Anfänger bist.
In 5 Schritten zum planbaren Börsenerfolg!
Hol Dir jetzt meinen Trading lernen Roadmap Videokurs:
Jetzt Videokurs sichern
Kurzüberblick: Trendkanal Trading
#1 Was ist ein Trendkanal? – 2 Parallelen begleiten den Kurs.
#2 Trendkanal richtig einzeichnen – 1 Trendlinie wird kopiert und eingefügt.
#3 Trendkanal anwenden – Trendfolge oder Ausbrüche lassen sich traden.
#4 Trend Trading im Trendkanal – Simple Long und Short Signale.
#5 Trendkanal Beispiele – Trendkanäle kommen in der Praxis oft vor.
#6 Strategien im Trendkanal – Es gibt verschiedene Arten.
#7 Mikro Trendkanal – Ist ein Bestandteil eines großen Trendkanals.
#8 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Trendkanal
Was ist ein Trendkanal?
Der Trendkanal zeigt als Linienpaar den Markttrend mit Punkten für den Einstieg in einen Trade und Ausstieg (Take Profit) auf. Er wird durch 2 Trendlinien gebildet, wobei eine Trendlinie entlang der Verlaufshochs und eine Trendlinie entlang der Verlaufstiefs eines Kurses verläuft.
Die beiden Linien des Trendkanals über und unter dem realen Preisverlauf bilden eine nahezu perfekte Parallele. Ihr Abstand zueinander kennzeichnet den Channel, in welchem der Kurs intern schwankt. Ihre Richtung prognostiziert den künftigen Kursverlauf. Ein Trendkanal lässt sich in die Zukunft fortzeichnen. Natürlich ist das eine Prognose mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, die nicht exakt so eintreffen muss, wie es der Trendkanal zeigt.
Trendkanal mit Trendlinien konstruieren Anleitung
Um den Trendkanal für das Trading zu nutzen, wendest Du bestimmte Tools an. Die beiden wichtigsten sind die Zeichenwerkzeuge für die Trendlinie und für die beiden Linien, die den Trendkanal bilden. Gute Tools bieten unter anderem die MetaTrader Broker an, aber auch viele andere Softwarevarianten wie beispielsweise Tradingview und Traderfox.
Teil 1: So zeichnest Du eine Trendlinie und wendest sie an
Identifiziere den Trend: Bevor du einen Trendkanal erstellst, identifiziere den vorherrschenden Trend im Kurschart. Entscheide, ob es sich um einen Aufwärts-, Abwärts- oder Seitwärtstrend handelt, indem du markante Verlaufshochs und -tiefs im Chart betrachtest.
Wähle die markanten Punkte: Suche nach zwei markanten Punkten, die den Trend repräsentieren. Das können Verlaufshochs und -tiefs sein. Diese dienen als Ausgangspunkte für die Trendlinien des Kanals.
Zeichne die erste Trendlinie: Verbinde die beiden markanten Punkte mit einer Trendlinie. Diese repräsentiert den Haupttrend und bildet die Grundlage für den Trendkanal. Die Linie sollte den Kursverlauf möglichst genau widerspiegeln.
Teil 2: Trendkanal als Erweiterung der Trendlinie
Dupliziere und positioniere die Trendlinie: Dupliziere die erstellte Trendlinie und positioniere sie an einem anderen markanten Punkt im Chart. Zum Beispiel, wenn die erste Linie durch zwei Verlaufstiefs verläuft, platziere die kopierte Linie parallel zu einem dazwischenliegenden Verlaufshoch oder einer weiteren signifikanten Struktur im Chart.
Vervollständige den Trendkanal: Ziehe die zweite Trendlinie so, dass sie parallel zur ersten Trendlinie verläuft und die Preisbewegung im Kanal einschließt. Achte darauf, dass sie möglichst viele Kursbewegungen berücksichtigt, um die Genauigkeit des Kanals zu erhöhen.
Bestätige die Kanalbildung: Überprüfe, ob der so entstandene Kanal den Kursverlauf im Chart sinnvoll einschließt und die Richtung des Trends widerspiegelt. Bestätige, dass die Trendlinien nahezu parallel verlaufen und den Kanal definieren.
Verfeinere und optimiere: Passe bei Bedarf die Position der Trendlinien an, um einen besseren Kanal zu erzeugen, der möglichst viele Kursbewegungen umfasst und signifikante Preisniveaus widerspiegelt.
Tipp: Einige Softwares bieten auch das automatische Einzeichnen von Trendlinien und Trendkanälen an. Gerade als Anfänger könnte das Tool für Dich hilfreich sein. Überprüfe hierbei aber stets, ob die eingezeichneten Linien auch wirklich Sinn ergeben. Wenn Du genug Übung gesammelt hast, kannst Du auf so ein Werkzeug verzichten und manuell die Linien ziehen.
Unsere Ratgeber zum Thema Trend …
Trendkanal richtig anwenden
Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten einen Trendkanal zu traden: Mit dem Trendkanal traden oder beim Ausbruch entgegen des Trends.
Da ich ein großer Freund von Trend Trading bin, Handel ich Trendkanäle lieber mit dem Trend. In einem Aufwärtstrend warte ich so beispielsweise ab bis der Kurs an der unteren Trendkanallinie ist und suche dort eine Long-Chance. Als Signal warte ich hier auf einen Hammer Candlestick ab. Die obere Trendkanallinie ist in diesem Fall dann beim Exit-Signal, sprich Take-Profit. Die umgekehrte Logik gilt bei mir für Short.
Bricht der Kurs aus einem steigenden Trendkanal nach unten aus, so hab nutze ich das entweder um offene Long-Positionen zu schließen oder um nun auf Short-Suche zu gehen. Dank des Trendkanals kann ich also sehr flexibel im Markt agieren, was für mich als Daytrader sehr wichtig ist.
Tipp: Versteife Dich als Trader niemals auf nur einen möglichen Weg. Sei stets flexibel und analysiere den Markt neu. Dieses Mindset hat in meiner Trading-Karriere einen großen Unterschied gemacht! 🙂
Trend Trading im Trendkanal
Ein intakter Trendkanal folgt bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Bei einem intakten Aufwärtstrend zeigt beispielsweise der Winkel von etwa 45° innerhalb des gewählten Zeithorizonts, dass sich der Trend noch für längere Zeit fortsetzen dürfte. Beim Abwärtstrend gilt diese Regel in Grenzen auch, allerdings tendieren die Kurse beim Preisverfall manchmal zu einem crashartigen Absturz, sprich die Kurse fallen schneller.
Long Channel Pullback Setup
Mit diesem Setup kann eine Longposition sinnvoll gehandelt werden.Das Setup hat seinen Namen, weil die Trendfortsetzung erst nach einem sogenannten Pullback – einem Rücksetzer entgegen der Trendrichtung – erfolgt.
Auf dem Chart ist zu sehen, dass sich der Kurs innerhalb des gezeichneten, aufwärts führenden Trendkanals abwärts bewegt. Er testet die untere Begrenzung des Trendkanals und damit die Aufwärtstrendlinie. Wenn er die untere Begrenzungslinie durchbrechen würde, wäre dies ein Signal für den Bruch des Trends.
Wenn der Kurs tatsächlich von der unteren Linie abprallt und sich wieder nach oben bewegt, erfolgt der Einstieg mit der Longposition bei einer bullischen Kerzenformation innerhalb des Trendkanals. Solche Formationen könnten beispielsweise das Bullisch Engulfing oder Three White Soldiers Muster sein.
Die Order für den Ausstieg (Take Profit) kann an an der oberen Linie des Trendlkanals platziert werden, lässt sich aber auch bei steiler Trendfortsetzung nach oben anpassen. Der Stop-Loss liegt knapp unter der unteren Begrenzungslinie und wird mit weiter ansteigendem Trend nachgezogen.
Short Channel Pullback Setup
Bei diesem Setup prallt der Kurs von der oberen Linie des Trendkanals nach unten ab. Der Trendkanal neigt sich für den absteigenden Kurs nach unten.
Der Trendkanal neigt sich für den absteigenden Kurs nach unten. Er erreicht die obere Trendkanallinie und testet sie. Der Short-Einstieg erfolgt bei einer nach unten gerichteten Kerzenformation, wie beispielsweise einem Shooting Star oder dem Evening Star Muster.
Die Order für den Take Profit kann an der unteren Trendlinie liegen und bei sich fortsetzendem Abwärtstrend nach unten angepasst werden.
Der Stop-Loss liegt knapp über der oberen Trendkanallinie und wird mit der Trendfortsetzung an dieser nachgezogen.
Tradingbeispiele für Trendkanäle
Es gibt zwar oft den „idealen“ Trendkanal mit mäßiger Breite, einem idealen 45°-Winkel und moderaten Auf- und Abschwüngen innerhalb des Kanals. Dieser lässt sich relativ komfortabel wie im vorherigen Abschnitt beschrieben handeln. Darüber hinaus existieren allerdings auch extreme Trendkanäle, die für das Trading genutzt werden können, aber eine besondere Vorsicht erfordern. Nachfolgend wollen wir uns diese Trendkanäle etwas genauer anschauen und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Extrem steile Channels: Wenn der Trendkanal die 45°-Linie deutlich überschreitet, ist er extrem steil. Das kommt bei Ausbrüchen nach oben und bei Crashs vor.
Extrem flache Channels: Wenn der Channel sehr flach verläuft, seine Neigung also sehr deutlich unter 45° liegt, könnte der Trend wahlweise alsbald in eine Konsolidierung übergehen oder brechen, also die Richtung wechseln.
Extrem enge Channels: Das Handeln innerhalb des Trendkanals wie oben beschrieben ist hier kaum möglich. Du kannst aber eine Kauforder über (Aufwärtstrend) oder unter (Abwärtstrend) dem Trendkanal platzieren und auf einen Ausbruch aus dem Kanal handeln.
Extrem breite Channels: In einem extrem breiten Trendkanal kannst Du innerhalb seiner Grenzen handeln. Kaufe die Long-Position im Aufwärtstrend knapp über der unteren Trendkanallinie, die Short-Position im Abwärtstrend knapp unter der oberen Trendkanallinie.
Schau Dir JETZT einen meiner beliebtesten und einfach zugänglichen Kurse an:
Jetzt Videokurs sichern
3 Möglichkeiten, einen Kanal zu traden
Es gibt mehrere Möglichkeiten, in einem Trendkanal und bei Ausbruch aus diesem zu traden. Als Trader kannst Du mit Deiner Position dem Trendverlauf folgen, bei Ausbrüchen aus dem Trendkanal Positionen eingehen (in beide Richtungen), eine Trendwende anhand des Kanals erkennen und diese handeln, innerhalb des Trendkanals handeln, was sich bei einer Konsolidierung anbietet (Seitwärtstrend) und auch die Volatilität des Marktes mit Trendkanälen handeln.
1. Trendfolge mit Kanälen traden
Diese Strategie habe ich Dir bereits oben beschrieben. Wir brauchen hier also nicht mehr so genau drauf eingehen. Kaufe im Aufwärtstrend die untere Trendlinie und halte die Position bis zur oberen Trendlinie.
2. Ausbrüche mit Kanälen traden
Bricht der Kurs aus einem Trendkanal aus, so deutet dies eine Trendwende an. Direkt beim Breakout eine Position zu eröffnen finde ich zu riskant, da es sich auch nur um einen Fehlausbruch nach unten handeln könnte.
Ist der Kurs allerdings deutlich ausgebrochen und testet die Ausbruchslinie an, so kann man auf eine Trendumkehr traden. Den Stop-Loss setzt man in den Trendkanal rein, da dann die Ausbruch Idee ja nicht mehr intakt ist.
3. Konsolidierungen mit Kanälen traden
In einer breiten Konsolidierung, die ein Seitwärtstrend mit darstellbarem Trendkanal ist, kann ebenfalls gehandelt werden. Grundsätzlich kann man die Unterseite Long gehen und an der Oberseite die Position schließen und in Short wechseln. Einen Stop-Loss sollte man immer leicht außerhalb der Range setzen.
Praxis-Tipp: Vor jeder Range wird es definitiv einen Trend gegeben haben. Suche vermehrt Einstiege in Richtung des vorherigen Trends. Ist also vorher ein Aufwärtstrend gewesen nutze ich nur die Long-Chancen und gehe nicht Short rein.
Was sind Mikro-Kanal Trendlinien?
Innerhalb des Trendkanals bilden sich Mikrotrends aus. Der Kanal selbst ist ja dadurch definiert, dass er eine solche Mikrobewegung mit kleinen Auf- und Abschwüngen begrenzt. Die Mikro-Kanal Trendlinien sind nützlich, um im Kanal das kurzfristige Momentum richtig einzuschätzen.
FAQ – Trendkanal
Videokurs jetzt sichern!
Bester Trading-Kurs für 0€:
5 Schritte zum planbaren Börsenerfolg
Geheime Wissen der Profis
Vermeidbare Fehler & Stolperfallen
Wie Du gute Strategien findest
Für Anfänger & Fortgeschrittene
Jetzt Videokurs sichern
Jetzt Videokurs sichern!

Christian Böttger
Vollzeit-Trader
>75% Trefferquote
+6 Jahre Erfahrung
>100K € Jahresgewinn
Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
Diese Trend Strategien könnten Dich interessieren ...