Für Dich als Trader ist es wichtig zu verstehen, dass Trendlinien Dir helfen können, einen etablierten Trend präziser einzuschätzen.

Eine gute Trading Strategie kann außerdem auch auf dem Durchbrechen von Trendlinien, dem Testen von Tiefs / Hochs und einem Ausbruch basieren. Wie Du Trendlinien genau nutzt, erkläre ich Dir in diesem Artikel:

Trendlinien bestehen aus mindestens 2 Punkten

Trendlinie: Einfache Darstellung zur besseren Einschätzung über Trends, Trendstärken und mögliche Trading-Chancen.

Aufbau: Du benötigst lediglich 2 markante Hochs oder Tiefs.

Trendlinie Technische Analyse Titelbild

Kurzüberblick zu Trendlinien

#1 Was sind Trendlinien? – Eine gerade begleitet den Kurs.

#2 Trendlinie richtig zeichnen – Mindestens zwei markante Punkte.

#3 Strategie mit Trendlinien – Trend Trading & Reversal Trading.

#4 Formationen mit Trendlinien – Dreiecke, Nackenlinie der SKS, etc.

#5 Trendlinien Beispiele – Trendlinien kommen in der Praxis oft vor.

#6 FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Trendlinien.

Definition: Was sind Trendlinien im Trading

Eine Trendlinie ist ein technisches Werkzeug, welches im Grunde nichts anderes als eine Gerade im Chart ist. Indem man mehrere Verlaufshochs und -tiefs miteinander verbindet, lassen sich diese Linien einfach bilden.

Eine aufwärtsgerichtete Trendlinie deutet einen Aufwärtstrend an und kann diesen unterstützen, also Long-Chancen ergeben. Eine abwärtsgerichtete Linie hingegen ist ein Indiz für einen Abwärtstrend im Chart.

So zeichnest Du Trendlinien richtig

Wie beschrieben benötigst Du mindestens zwei markante Punkte an Hochs oder Tiefs, um Trendlinien festzulegen. Das heißt wir haben insgesamt 3 Möglichkeiten zum Bilden, welche ich Dir näher bringen möchte.

Einfache Unterstützungs-Trendlinie

Eine Unterstützung ist dadurch definiert, dass sie unter dem aktuellen Kurs liegt und potentiell einen neuen Aufwärtsschwung herbeiführen kann. Typischerweise kennst Du horizontale Zonen als Unterstützung. Die Unterstützungs-Trendlinie wird aus mindestens zwei Tiefs gebildet.

Aufsteigende Trendlinie als Unterstützung
Absteigende Trendlinie als Unterstützung

Typischerweise würden wir bei einer Unterstützungs-Trendlinie eine positive Steigung erwarten. Genauso ist es aber auch denkbar, dass die Linie fallend ist. Ich denk da beispielsweise an einen Abwärtstrendkanal, wobei die untere Kanallinie auch für Rebounds nach oben sorgt.

Beachte: Da sich die Trendlinie abhängig von der Zeit im Preis verändert, nenne ich sie auch gerne „dynamische Unterstützung“.

Einfache Widerstands-Trendlinie

Analog zur Unterstützungs-Linie definiere ich eine Widerstands-Trendlinie als Gegenstück. Diese wird durch mindestens zwei markante Hochs gebildet und hindert den Kurs an weiteren Gewinnen.

Fallende Trendlinie als Widerstand
Absteigende Trendlinie als Widerstand

Am besten funktioniert diese Art natürlich als Widerstand, wenn sie fallend ist. Genauso ist aber auch eine steigende Trendlinie als Widerstand denkbar, wie beispielsweise bei einem Aufwärtstrendkanal oder wie bei einem Broadening Wedge die obere Gerade.

Beachte: Diese Art bezeichne ich auf Grund der Dynamik im Preis auch gerne als „dynamischer Widerstand“.

Komplexe Trendlinie

Bei den ersten beiden Arten haben wir jeweils zwei markante Punkte der selben Strukturart genutzt, wie beispielsweise 2 Hochs oder 2 Tiefs. Bei der komplexen Trendlinie nutzen wir jeweils mindestens 1 Hoch und 1 Tief.

Komplexe Trendlinie als Support
Komplexe Trendlinie als Widerstand

Hinter dem Konzept der komplexen Linie steckt im Prinzip nichts anderes wie bei horizontalen Zonen, dass ein überschrittener Widerstand als neue Unterstützung halten kann.

Beachte: Komplexe Trendlinien lassen sich sehr schnell in hoher Zahl finden. Bitte achte nur auf die Markantesten!

Trendlinien Trading Strategie

Trendlinien sind sehr einfach zu nutzen und können dank ihrer Vielfältigkeit Teil von Trading-Strategien sein. Sowohl das Trend Trading, als auch das Reversal Trading sind möglich.

Trend Trading mit Trendlinien

Wie der Name „Trendlinie“ schon sagt, kann man damit Trends identifizieren und handeln. Eine einfache Strategie besteht darin die Linie in Trendrichtung als Unterstützung (oder Widerstand) zu nutzen und entsprechen Long (oder Short) zu gehen.

Pullback Trading mit Trendlinien
Long Trendfolge Strategie mit Trendlinien

Die Idee im Long-Trend ist klar: Die Trendlinie soll als Unterstützung halten. Man kann also super einen Stop-Loss definieren, indem man diesen unterhalb der Linie setzt. Bei einem Abwärtstrend gilt die umgekehrte Logik.

Beachte: Einen Take-Profit kannst Du in dem Setup entweder am letzten Verlaufshoch setzen oder auf ihn verzichten und per Stop-Loss nachziehen Deine Gewinne laufen lassen.

Reversal Trading mit Trendlinien

Wird eine Trendlinie durchbrochen, so gilt dies als Indiz für eine Trendumkehr. Dies können wir als Trading-Strategie umsetzen indem wir einen Retest der Geraden für einen Einstieg nutzen.

Reversal Trading beim Retest

Gehen wir wie im Bild am Retest einer Trendlinie Short, so kann man den Stop-Loss sinnvoll über dem frisch gebildeten Hoch setzen.

Beachte: Um einen Take-Profit zu bestimmen schaue ich wo im Chart markante Unterstützungen sind.

Trendlinien in Chartformationen

Trendlinien helfen uns bei der Visualisierung von Marktbewegung, weswegen wir mit einen Chartformationen wie Dreiecke, Flaggen, SKS-Formationen, etc. hervorheben können.

Dreiecke mit Trendlinien

Das Trading Dreieck ist eine besondere Form der Konsolidierung und deutet typischerweise auf eine Fortsetzung des bestehenden Trends hin. Um ein Dreieck zu bilden benötigen wir zwei Linien, wobei eine die letzten Hochs und die andere die Tiefs miteinander verbindet. Beide Linien werden sich irgendwann kreuzen.

Dreieck Linienchart Technische Analyse
Dreiecksformation bestehen aus zwei Trendlinien

Nackenlinie einer SKS Formation

Die Schulter-Kopf-Schulter Formation (SKS) ist die stärkste Umkehrformation im Trading, um einen Aufwärts- in einen Abwärtstrend umzuwandeln. Bei der Formation definieren wir eine „Nackenlinie“, welche uns bei Durchbruch ein Short-Signal gibt. Die Nackenlinie ist eine Tendlinie.

Verlauf nach der SKS Formation
Nackenlinie ist eine Trendlinie

Trendlinien Beispiele im Chart

Übung macht den Meister! Da es viele „gute“ und auch viele „schlechte“ Trendlinien gibt, zeig ich Dir noch einige Beispiele, damit Du ein bessere Gefühl für das Setzen der Linien bekommst.

FAQ – Trendlinien

Was ist eine Trendlinie?
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Eine Trendlinie ist eine grafische Darstellung der Richtung eines Kursverlaufs. Sie verbindet wichtige Hochs oder Tiefs und bietet einen visuellen Anhaltspunkt für die allgemeine Kursbewegung.
Was sagt die Trendlinie aus?
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Die Trendlinie gibt Auskunft über die grundlegende Richtung eines Markttrends. Sie zeigt, ob der Kurs steigt (Aufwärtstrend), fällt (Abwärtstrend) oder seitwärts verläuft (Seitwärtstrend).
Wie macht man eine Trendlinie?
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Um eine Trendlinie zu zeichnen, verbinden Sie signifikante Hochs oder Tiefs im Kursverlauf. Dies erfordert Präzision und Aufmerksamkeit für Schlüsselpunkte, um eine aussagekräftige Linie zu erstellen.
Was ist ein Trend im Trading?
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Ein Trend im Trading beschreibt die allgemeine Richtung, in die sich der Markt bewegt. Es gibt Aufwärts-, Abwärts- und Seitwärtstrends, die für Trader wichtige Informationen über zukünftige Preisentwicklungen liefern.
Wie erkenne ich einen Trend an der Börse?
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Trends können durch Analyse von Kursbewegungen und der Anwendung von Indikatoren identifiziert werden. Aufwärtstrends zeigen steigende Hochs und Tiefs, während Abwärtstrends sinkende Hochs und Tiefs aufweisen.
Warum ist eine Trendlinie für das Daytrading und Swing-Trading nützlich?
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Eine Trendlinie ist entscheidend für das Timing von Trades. Daytrader nutzen sie für kurzfristige Bewegungen, während Swing-Trader langfristige Trends analysieren. Trendlinien bieten klare Einstiegspunkte und Risikobegrenzung für effektive Handelsstrategien.

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Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

"Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!"

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.