Bei der Trendanalyse im Trading unterscheiden wir zwischen Aufwärts-, Abwärts- und Seitwärtstrend. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trend fortgesetzt wird ist sehr hoch. Dies ist übrigens Grundlage vieler Trading Strategien.
Ich analysiere den Trend anhand des reinen Preises – andere Trader nutzen Indikatoren. Mehr dazu im Beitrag:

Kurzüberblick: Trendanalyse
#1 Trendarten im Trading – Ich zeige Dir alle 3 Stück.
#2 Trend Indikatoren – Gleitdurchschnitte helfen Dir.
#3 Wie trade ich eine Trendanalyse? – Eine Strategie
#4 FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Trendanalyse.
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Es gibt 3 Trends, welche Du in einer Trendanalyse finden kannst: den Aufwärts-, den Abwärts- und den Seitwärtstrend. Das hört sich simpel an, doch diese drei Trends unterscheiden sich in ihrem Verhalten und generieren damit unterschiedliche Handelsmöglichkeiten.
#1 Aufwärtstrend
Ein Aufwärtstrend besteht aus einer Folge von höheren Hochs & höheren Tiefs und ist eine Phase von Kursgewinnen in dem Chart eines Wertpapiers. Oftmals wird mit einem Aufwärtstrend der Begriff des „Bullenmarkt“ geprägt. Du kannst solche Trends sowohl im Tageschart als auch in Minutencharts analysieren und handeln. Dabei ist es wichtig, dass Du nicht an einem Trendhoch einsteigst, sondern geduldig den Rücksetzer für ein Zwischentief abwartest.

Beachte: Im englischen werden die Begriffe higher High (HH) und higher Lows (HL) genutzt. Vielleicht hast Du das schonmal irgendwo gehört. Das ganze Konzept von Hochs und Tiefs nennt sich übrigens „Marktstruktur“.
#2 Seitwärtstrend
Ein Seitwärtstrend wird gerne auch als Range bezeichnet und ist quasi eine „trendlose“ Phase, da der Kurs einfach auf dem selben Level verweilt. Der Seitwärtstrend ist durch gleichwertige Hochs und Tiefs geprägt, welche Du gerne zu einer Unterstützung & Widerstand verbinden kannst. Die Range wird unweigerlich irgendwann nach oben oder unten ausbrechen, wobei es Fehlausbrüche mit Rückkehr in die Range geben kann.
Oftmals wird eine Seitwärtszone in die vorherige Trendrichtung verlassen. Sprich ist der Kurs zunächst im Aufwärtstrend und fängt anschließend eine Konsolidierung an, dann wird diese mit leicht höherer Wahrscheinlichkeit nach oben verlassen. Long-Chancen zu handeln macht hier entsprechend mehr Sinn, als Short-Chancen zu realisieren.

Beachte: Wie lange so eine Konsolidierung andauert ist ungewiss. Das können mal 40 Kerzen sein oder auch mal 100. Hier ist Geduld gefragt.
#3 Abwärtstrend
Beim Abwärtstrend gelten gegenüber dem Aufwärtstrend umgekehrte Bedingungen. Dieser besteht nämlich aus tieferen Tiefs & tieferen Hochs. Siehst Du einen langen Abwärtstrend im Tageschart, so wird dies gerne auch als Bärenmarkt bezeichnet. Typischerweise verlaufen Abwärtstrends etwas schneller als Aufwärtstrends, da Anleger schneller Panik bekommen.

Beachte: Wenn Du in einem Abwärtstrend auf fallende Kurse setzen möchtest, dann wird dies als Short Trading bezeichnet. Dies wird typsicherweise über gehebelte Produkte wie Knock Out Zertifikate oder CFDS (Contract for Difference) umgesetzt. Das ist sehr risikoreich!
Unsere Ratgeber zur Trendanalyse für tiefergehendes Wissen …
Trend Indikatoren
Einige Trading Indikatoren wie der Parabolic SAR, der Supertrend oder Gleitdurchschnitte können Dir bei der Trendanalyse eines Charts helfen. Mein persönlicher Favorit ist der Gleitdurchschnitt 200, wobei gilt: Liegt der Kurs drunter, dann ist er im Abwärtstrend; liegt der Kurs drüber, dann ist er im Aufwärtstrend. Der Gleitdurchschnitt wird im Englischen als „Simple Moving Average“ bezeichnet, weswegen Du ihn auch als SMA200 kennst.
Der SMA addiert die Schlusskurse der letzten 200 Kerzen aufeinander und teilt diesen großen Wert durch 200 – also ein klassischer Durchschnitt. Die Interpretation lautet also wie folgt: Ist der Kurs über dem SMA200, dann muss es ja im Monet überdurchschnittlich viel Kaufinteresse geben…sprich einen Aufwärtstrend.

Tipp: Der SMA200 ist gut für langfristige Trendanalysen, bspw. für das Investieren. Im kurzfristigen Trading kannst Du auch einen SMA38 nutzen.
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Theorie:
Hast Du den Trend analysiert, dann ist es in meinen Augen immer sinnvoll, dass Du versuchst dem Trend zu folgen. In einem Aufwärtstrend suche ich speziell nach Kaufchancen (=Long gehen), um von weiter steigenden Kursen zu profitieren. Dabei ist es wichtig geduldig auf einen Rücksetzer zu warten und nicht aus Angst etwas zu verpassen an einem Hoch hinterher zu springen! Schau mal hier:

Praxis:
In der Praxis nutze ich gerne eine Sonderform des Gleitdurchschnitts, um meine Trendanalyse zu machen als auch eine Idee zu erstellen. Anstatt den einfachen Durchschnitt nutze ich einen exponentiellen Gleitdurchschnitt (EMA), welche die neusten Kurse etwas mehr gewichtet. Liegt der Kurs über dem EMA, so befindet er sich im Aufwärtstrend. Ein Rücksetzer auf die EMAs bietet mir oft eine Trendfolge Chance. Im Detail verwende ich den EMA20 & EMA50.

FAQ – Trendanalyse
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Christian Böttger
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Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
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