Um Trading lernen zu können und an der Börse erfolgreich zu sein, sollteste Du die Grundlagen beherrschen. Dabei sind die Strategien Long and Short Trading zentrale Bestandteile.

Sie beschreiben die beiden grundsätzlichen Risikopositionen, die Du beim Handel mithilfe diverser Finanzkontrakte eingehen kannst.

Prinzipiell geht es darum, ob der Kursverlauf eines Assets steigt oder sinkt. Prognostizierst Du eine Wertsteigerung (Bullenmarkt), nimmst Du eine Long-Position ein und kaufst. Fällt der Kurs (Bärenmarkt), steigst Du über eine Short-Position ein und verkaufst leer.

Trading Richtungen Long und Short verstehen
Begriffe Long & Short im Trading verstehen

Beachte: An der Börse ist es Dir möglich auf steigende und fallende Kurse zu setzen! Umsetzen kannst Du das durch verschiedene Finanzprodukte wie beispielsweise Zertifikate.

Long and Short Trading

Kurzüberblick: Long and Short Trading

Sogenannte Long- und Short-Positionen sind die beiden grundlegenden Möglichkeiten, am Markt zu partizipieren.

Das Long Trading beinhaltet den Kauf eines Finanzinstruments und einen Gewinn, wenn der Kursverlauf in der Folge steigt.

Beim Short Trading wird ein Wertpapier ausgeliehen, direkt verkauft, später wieder gekauft und zurückgegeben.

Ein Gewinn entsteht, wenn der Wert sinkt. Eine Short-Position gilt als risikoreicher, weil Verluste zumindest theoretisch unbegrenzt sind.

Long and Short Trading verstehen

Eine Long-Position ist intuitiver und einfacher nachzuvollziehen als eine Short-Position. Du kaufst dazu beispielsweise eine Aktie. Steigt der Wert dieser Aktie und Du verkaufst sie zu einem späteren Zeitpunkt, hast Du Gewinn gemacht. Eine Short-Position einzugehen, ist dagegen etwas komplexer.

Dazu leihst Du Dir beispielsweise eine Aktie von einem Online Broker und verkaufst sie gleichzeitig an einen anderen Trader. Sinkt der Wert im Anschluss, kaufst Du die Aktie wieder ein und gibst sie dem Broker zurück. Die Differenz ist der Gewinn. Der Vorgang läuft beim Broker automatisiert ab.

Aufwärtstrendlinie
Long Trading lohnt sich in klaren Aufwärtstrends

Long Trading

Beschreibung: Beim Long Trading gehst Du von einem steigenden Kursverlauf des Wertpapiers aus, das Du kaufen möchtest. Prognostizierst Du einen Bullenmarkt, ist diese Position die richtige. Eine Long-Position ist also dadurch definiert, dass Du bei einer Wertsteigerung Profite erzielst.

Umsetzung: Die Umsetzung eines Long-Trades ist denkbar einfach. Du kaufst dazu lediglich das gewünschte Finanzinstrument, setzt bei Bedarf eine Stop-Order und einen Take-Profit-Kurs oder verkaufst manuell, wenn der Kursverlauf nicht den Erwartungen entspricht oder Du ausreichend Gewinn durch eine Wertsteigerung erzielst.

Abwärtstrendlinie
Short-Positionen lohnen sich in Abwärtstrends

Short Trading

Beschreibung: Short Trading ist dadurch definiert, dass Du bei einer Wertminderung Gewinne einfährst. Du gehst beim „Shorten“ demnach von einem sinkenden Kursverlauf, also von einem Bärenmarkt aus. Grundlage dafür ist der sogenannte Leerverkauf, also der Verkauf eines Wertpapiers, das Du nicht besitzt, sondern nur ausleihst.

Umsetzung: Um in die Short-Position zu kommen, leihst Du Dir ein Wertpapier von einem Broker und verkaufst es an einen anderen Händler. Später kaufst Du das Wertpapier und gibst es dem Broker wieder zurück. Sinkt der Kurs, erzielst Du Gewinn. Steigt er, musst Du das Wertpapier teurer zurückkaufen und erleidest Verlust. Der Vorgang geschieht automatisch. Du musst auf der Trading Plattform lediglich angeben, dass Du in eine Short-Position gehst.

Was bringt es „Short“ bei Aktien zu gehen?

Grundlegende Idee des Short Tradings ist es, von sinkenden Kursverläufen zu profitieren. Bist Du Dir also sicher, dass ein Wertpapier sinkt, kannst Du mit einer Short-Position die Chance nutzen und Gewinne erzielen.

Leerverkäufe Short gehen Erklärung
Leerverkäufe (Short) bei Aktien

Gründe für solche Annahmen gibt es viele: schwache Kennzahlen eines Unternehmens, politische Entscheidungen oder Ergebnisse einer technischen Analyse. Wenn Du bereit bist ein höheres Risiko einzugehen gelingt es Dir dadurch, von Spekulationsblasen enorm zu profitieren.

Hier kommt auch das sogenannte „Hedging“ ins Spiel. Der Fachbegriff beschreibt ein Sicherungsgeschäft, mit dem Risiken einer Long-Position reduziert werden (Short-Hedge).

Durch gegensätzliche Positionen verminderst Du Verluste, wenn der Kurs eines Wertpapiers in Deinem Besitz sinkt. Idealerweise sind diese Gegenpositionen vollständig negativ korreliert.

Die Risiken von Long und Short im Trading

Eines der wesentlichen Merkmale, die einen erfolgreichen Trader ausmachen, ist ein ausbalanciertes Risikomanagement. Dazu ist es natürlich notwendig, die Risiken einer Position möglichst genau einzuschätzen und entsprechend zu handeln.

Vorab solltest Du wissen, dass eine Short-Position vor allem für Anfänger deutlich risikoreicher ist, da der Verlust theoretisch (praktisch natürlich eher nicht) unbegrenzt ist, da der Preis eines Assets theoretisch unendlich steigen könnte.

Es ist jedoch eine gute Möglichkeit, das Portfolio zu diversifizieren und ist damit – richtig eingesetzt – eine Möglichkeit, Risiken beim Trading besser zu kontrollieren. Long- und Short-Positionen wohnen jeweils unterschiedliche Gefahren inne, die Du kennen solltest.

Kursverlauf Bullenfalle
Kursverlauf Bullenfalle nach Long Position
Kursverlauf bei einer Bärenfalle
Kursverlauf bei einer Bärenfalle nach Short Position

Long Position

Verliert das gekaufte Finanzinstrument an Wert, erleidest Du bei einem Verkauf Verluste

Solange Du das Wertpapier noch nicht verkauft hast, handelt es sich lediglich um einen Buchgewinn bzw. Buchverlust. Ein realer Gewinn bzw. Verlust entsteht erst beim Verkauf des Wertpapiers.

Der Verlust ist üblicherweise begrenzt und beträgt höchstens so viel Geld, wie für das Wertpapier gezahlt wurde, sollte der Preis auf 0 fallen.

Beispiel: Beim Kauf einer Aktie über 1000€ beträgt der Verlust bei einem Totalausfall höchstens 1000€.

Beim CFD-Handel können die Verluste durch den Leverage-Effekt (Hebeln) deutlich steigen

Durch Übernacht-Positionen können Kurssprünge und Verkäufe entstehen, die stark vom Stop-Loss-Wert abweichen.

Short Position

Steigt der Wert des verkauften Wertpapiers, erleidest Du beim Rückkauf Verluste.

Der Verlust ist theoretisch nicht begrenzt, da der Wertanstieg eines Wertpapiers nach oben offen ist.

Beispiel: Beim Verkauf einer geliehenen Aktie über 100€, einem Anstieg des Kurses auf 400€ und einem anschließenden Rückkauf, erleidest Du einen Verlust in Höhe von 300€.

Im CFD-Handel steigen durch Hebeleffekte potenzielle Verluste entsprechend weiter an.

Wenn viele Short-Trader gleichzeitig versuchen, Positionen zu schließen, kann es zu einem extremen Preisanstieg kommen (Short-Squeeze).

Gehaltene Positionen sind mit Zinskosten verbunden (Margin),

Nachschusspflicht bei Brokern außerhalb der EU kann zu erheblichen Kosten führen (in der EU verboten). Es gibt aufgrund des Verbots in der EU zahlreiche CFD Broker ohne Nachschusspflicht.

Long und Short Positionen absichern

Überlege vor jedem Öffnen einer Handelsposition genau, welche potenziellen Verluste Du bereit bist, in Kauf zu nehmen und ab welchem Preis Du Deine Position verkaufst, um Gewinne einzufahren.

Derartige Überlegungen gehören zu einem sinnvollen Risikomanagement dazu. Auf jeder Trading-Plattform besteht die Möglichkeit, die Preise festzulegen, sodass die Software automatisch verkauft (Stop-Loss und Take-Profit), sobald diese Preisgrenzen erreicht sind.

Stop-Loss Order
Stop-Loss Order
Take Profit Order
Take-Profit Order

Das lohnt sich vor allem dann, wenn Du Positionen hältst und den Kursverlauf nicht dauerhaft beobachten möchtest. Im Grunde ist dieser Automatismus dann sogar zwingend notwendig, um insbesondere hohe Verluste zu vermeiden.

Wie Du diese Orders setzt und sinnvolle Grenzen findest, zeige ich Dir im Folgenden.

Stop-Loss beim Long Trading

Zunächst legst Du fest, bei welchen Preis Du Deine Stop-Loss-Order setzt, um hohe Verluste zu vermeiden. Wichtig zu wissen ist, dass der Verlust durchaus höher ausfallen kann, da der Verkauf erst bei einem handelbaren Kurs ausgeführt wird.

Stop Loss richtig setzen im Daytrading
Stop Loss beim Long Trading richtig setzen

Um eine sinnvolle Untergrenze festzulegen, verwende Trading Indikatoren und analysiere die Price Action ausführlich hinsichtlich verschiedener Chartformationen und Muster. Der Average True Range (ATR Indikator) gilt in dieser Hinsicht als Klassiker.

Wie hoch Du den Stop-Loss-Preis setzt, ist auch eine Frage Deines Risikomanagement. Setzt Du den Preis zu niedrig, drohen hohe Verluste, liegt er zu hoch, verpasst Du unter Umständen potenzielle Gewinne, weil du zu früh ausgestoppt wirst.

Wo Du die Option auf Deiner Software findest, ist von der Trading Plattform abhängig. Bei MetaTrader findest Du Die Order-Arten mit dem Shortcut F9. Im Zweifel schaust Du im Tutorial oder in der Einleitung nach, die auf den meisten Plattform zu finden sind.

Tipp: Setze Dich auch mit weiteren Order-Typen auseinander, um Deine Verluste zu verringern. Zu ähnlichen Order-Typen gehören die Trailing-Stop-Loss-Order, die Stop-Limit-Order oder die One-Cancels-The-Other-Order. Je nach Markt und Volatilität stellen sich andere Order-Typen als die bessere Wahl heraus.

So setzt Du den Take-Profit bei Long-Positionen

Das Pendant zur Stop-Loss-Order ist die Take-Profit-Order. Diese Anweisung erstellst Du, um Gewinne mitzunehmen. Dementsprechend liegt die Grenze der Take-Profit-Order in der Long-Position über dem aktuellen Kurspreis.

Die Order findet dann statt, wenn der Kurs diese Grenze erreicht. Je nachdem, wie hoch Deine Risikobereitschaft ist, setzt Du den Preis Deiner Take-Profit-Order entsprechend hoch an.

Stop-Loss und Take-Profit berechnen mit CRV
Stop-Loss und Take-Profit mit CRV bei Long Trade berechnen

Mit einem Stop-Loss- und Take-Profit-Verhältnis von 1:1 liegt der potenzielle Gewinn so hoch wie der potenzielle Verlust. Häufig setze ich ein Verhältnis von 1:2 ein. Risikobereite Trader setzen die Take-Profit-Order höher an und nehmen auch hohe Verluste in Kauf.

Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) dieser beiden Preise sagt über die Risikobereitschaft nur bedingt etwas aus und ist auch vom Markt abhängig.

Tipp: Nutze zum Setzen Deiner Take-Profit-Order Indikatoren. Diese nehmen Deine Emotionen aus dem Spiel. Widerstands- und Unterstützungslinien, ATR-Indikator oder Chartanalysen helfen Anfängern dabei, kluges Risikomanagement zu betreiben. Überlasse intuitives Handeln erfahrenen Tradern, die über eine gewisse Abgebrühtheit und ein tiefes Marktverständnis verfügen.

Wie der Stop-Loss bei Short-Positionen gesetzt wird

Da Du bei einer Short-Position gegen den Markt setzt, liegt die Grenze der Stop-Loss-Order über dem aktuellen Kurs. Überschreitet der Kurs entgegen Deiner Erwartungen den Stop-Loss-Preis, löst die Order den Verkauf aus und schließt die Short-Position, indem die Vermögenswerte zu diesem Preis zurückgekauft werden.

Stop-Loss nach Shooting Star Candlestick richtig setzen
Stop-Loss nach Shooting Star Candlestick richtig setzen

Setze bei Short-Positionen ebenfalls auf technische Analyse-Instrumente, aus denen Du sinnvolle Grenzen ableitest. Falls Du Hebel verwendest, berücksichtige diesen Umstand, ansonsten drohen hohe Verluste.

Zu eng gesetzte Grenzen verhindern allerdings mögliche Gewinne. Wie immer gilt, dass Du mittels einer sorgfältigen Chartnalyse mit verschiedenen Indikatoren zu ertragreicheren Positionen findest.

Tipp: Die Short-Position ist um einiges komplexer. Der Prozess der Leerverkaufs beinhaltet in der Theorie die Möglichkeit, unendlich hohe Verluste einzufahren und vor allem in volatilen Märkten können Rückkäufe zu Problemen führen, da die Vermögenswerte unter Umständen nicht handelbar sind. Als Anfänger solltest Du also zunächst auf Long-Positionen gehen.

Der Take-Profit beim Short Trading

Bei einem Leerverkauf liegt die Preisgrenze Deiner Take-Profit-Order unterhalb des Kurses, da Du auf das Marktversagen tippst. Verwende auch hier Indikatoren und andere Analysemethoden. Du nutzt die Take-Profit-Order ohnehin, um irrationale Entscheidungsfindungen zu minimieren, setze also den Preis ebenso wenig willkürlich.

Stop-Loss und Take-Profit beim Rising Wedge Pattern sinnvoll setzen
Stop-Loss und Take-Profit beim ’shorten‘ sinnvoll setzen

Pivot-Punkte, Widerstandslinien oder Fibonacci-Retracements helfen Dir dabei. Auch bei Short-Positionen gilt, dass zu weite Grenzen dazu führen, dass Du potenzielle Gewinne verpasst, weil der Automatismus nicht auslöst und zu enge Grenzen dazu, dass wiederum die Take Profit-Order zu früh greift.

Tipp: In volatilen Märkten erscheint es sinnvoller, die Grenzen deiner Order zu weiten, da diese ansonsten zu früh auslösen. Allerdings rate ich Anfängern dazu, zunächst in stabilere Märkte zu gehen. Diese sind übersichtlicher und einfacher zu handeln.

Positionsgröße bei Long und Short Trading

Ein weiteres Instrument, um Deinen Risikoeinsatz zu managen, ist die Variation Deiner Positionsgröße. Damit ist entweder die Menge Deiner gehaltenen Vermögenswerte oder die Höhe Deiner finanziellen Mittel gemeint, die Du in Deine Positionen investierst. Meistens ist ersteres gemeint, im Endeffekt laufen beide Definitionen aber schlicht auf die Frage hinaus, wie viel Geld Du investieren möchtest.

Positionsgröße bei Long Trading richtig wählen
Positionsgröße bei Long Trading richtig wählen

Das Risikomanagement ist demnach nicht nur in der Hinsicht definiert, wie Du mit dem eingesetzten Kapital umgehst, sondern auch, wie viel Du überhaupt einsetzen willst und kannst.

So lukrativ Daytrading ist, solltest Du niemals das Risiko eingehen, Dich finanziell zu ruinieren. Selbst wenn Du glaubst, dass Du alles perfekt analysiert hast, besteht im Trading immer ein Restrisiko. Anfängern rate ich dazu, einen bestimmten Prozentsatz des Gesamtkapitals festzulegen, mit dem sie maximal eine Position eröffnen.

Positionsgröße bei Short Trading richtig wählen
Positionsgröße bei Short Trading richtig wählen

Auswirkungen auf Verluste: Je größer Deine eingesetzten Mittel, desto höher Deine möglichen Verluste. Insbesondere bei Short-Positionen solltest Du genau überlegen, ob Du bestimmte Positionsgrößen handeln kannst. Zweifelst Du daran, gehe lieber mit weniger Geld in den Trade.

Rat für Anfänger: Bevor Du Deine ersten Positionen mit echtem Geld eröffnest, nutze auf jeden Fall die Möglichkeit, mit Demokonten zu experimentieren. Verwende dabei keine Fantasiezahlen, sondern realistische Größen, z.B. 0,5% bis 1% Deines Gesamtkapitals, das Du einsetzen würdest.

Risiko im Portfolio streuen: Setze sowohl Long- als auch Short-Positionen

Entscheidend für den Erfolg eines Traders ist das Risikomanagement. Eine der wesentlichen Faktoren bestimmt dabei die Diversifikation, also die Streuung des Risikos auf viele verschiedene Assets.

Das gelingt noch besser, wenn Du gleichzeitig Long- und Short-Positionen hältst. Setzt Du dabei auf korrelierende und nicht korrelierende Finanzprodukte, streust Du das Risiko weiter. Nahezu alle Trader haben dabei ausreichend Long-Positionen im Portfolio.

Risiko streuen indem sowohl Long- als auch Short-Positionen gesetzt werden
Risiko mit Long- und Short-Positionen streuen

Da das BIP über länger betrachtete Zeiträume steigt, ist das auch durchaus zweckmäßig. Bei einem Wechsel der Marktausrichtung, etwa bei einer Rezession, haben Short-Positionen dagegen die besseren Aussichten.

Eine Diversifikation in Long- und Short-Positionen innerhalb bestimmter Branchen ist ebenso sinnvoll, etwa in der Baubranche oder der Ölindustrie. Üblicherweise neigen die meisten Unternehmen desselben Wirtschaftszweigs zu ähnlichen Kursverläufen.

Beachte die Wechselwirkungen zwischen der Performance der verschiedenen Assetklassen

Eine Methode der Diversifikation ist es, auf verschiedene Assetklassen zu setzen – also auf Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Kryptowährungen oder auch Immobilien oder bestimmte Wertgegenstände.

Die Aufteilung auf verschiedene Assetklassen streut das Risiko um mehr, desto weniger sie untereinander korrelieren bzw. wenn sie negativ korrelieren. Das bedeutet, dass eine Assetklasse an Wert gewinnt, während eine andere verliert.

Als klassisches Beispiel gilt etwa Aktien und Gold. In einer Wirtschaftskrise sinken Aktien insgesamt eher, während Goldpreise steigen. Kaum bis gar nicht korrelieren dagegen Kunstwerke und Aktien. Wenn 2 Assetklassen dagegen stark korrelieren, ist es sinnvoll, eine Aktie zu shorten.

Tipp: Interessierst Du Dich für die Korrelationen verschiedener Assetklassen, findest Du im Internet viele Quellen, die mithilfe einer Spanne zwischen -1 und 1 die Verbindungen darstellen. Eine 0 bedeutet, dass keine Korrelation vorliegt. Eine 1 bedeutet eine vollständige Korrelation und -1 eine vollständige, negative Korrelation.

FAQ – Long and Short Trading

Was ist Short und Long Trade?
+
Bei Short und Long Trades handelt es sich um die zwei grundlegenden Positionen, die Du beim Handel mit Finanzinstrumenten eingehen kannst. In der Long-Position gehst Du von einem ansteigenden Kursverlauf aus, bei einem Short-Trade von einem sinkenden.
Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Long und Short Trading?
+
Beim Long Trading kaufst Du ein Wertpapier und erzielst Gewinne, wenn der Wert steigt. Beim Short Trading verkaufst Du dagegen ein Wertpapier. Dazu leihst Du es Dir zunächst von einem Broker und gibst es ihm zu einem späteren Zeitpunkt zurück. Sinkt der Wert, kaufst Du das Wertpapier zu einem günstigeren Preis zurück und erzielst einen Gewinn.
Kann man gleichzeitig long und short gehen?
+
Beim Hedging sicherst Du auf diese Weise einen Trade ab. Die Methode dient der zeitlichen Absicherung möglicher Verluste. Gleichzeitig ein Wertpapier zu kaufen und zu shorten, ist dagegen ziemlich sinnlos und kostet am Ende nur Gebühren.
Wann gehe ich Short?
+
Wenn Deine Fundamentalanalyse und Deine technische Analyse ausreichend viele Indizien liefern, die für eine Wertminderung des Finanzinstruments sprechen, ist es sinnvoll, eine Short-Position einzugehen. Shorten gilt eher als spekulativ und ist für kurzfristige Trades geeignet.
Wann gehe ich Long?
+
Eine Long-Position gehst Du ein, wenn die vorliegenden Fundamentaldaten und die technische Analyse ergeben, dass das Wertpapier in der Zukunft im Preis steigt. Es ist die klassische Position, wenn Du langfristig in ein Unternehmen investieren möchtest, eignet sich aber genauso gut für Daytrading.
Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

>75% Trefferquote

+6 Jahre Erfahrung

>100K € Jahresgewinn

Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.