Trading Indikatoren sind mathematische Formeln, welche Kursdaten miteinander verrechnen und die Ergebnisse als Kurven im Preisdiagramm darstellen. Dennoch sind sie niemals 100% genau!
Grundsätzlich können Trading Indikatoren beispielsweise Trends auf dem Markt aufdecken bzw. bestätigen. Wie Du sie effektiv einsetzen kannst erkläre ich Dir im Beitrag:
Die 8 besten Trading Indikatoren
1. Gleitender Durchschnitt: Ist ein Trend Indikator, welcher Dir hilft die Trendrichtung zu erkennen und Einstiege in jene Richtung zu finden.
2. ADX Indikator: Der Average Directional Index gibt einen Hinweis über die Stärke eines Trends.
3. RSI Indikator: Der Relative Strength Index zeigt überkaufte und -verkauft Bereiche an und zeigt Punkte einer möglichen Umkehr an.
4. MACD Indikator: Mit dem Moving Average Convergence Divergence kann man Trends bestätigen und Einstiege in Trendfolge finden.
5. Bollinger Bänder: Sie deuten die wahrscheinliche Schwankung des Kurses an und damit potentielle Umkehrpunkte an.
6. ATR Indikator: Mit dem Average True Range sieht man die Volatilität des Marktes und kann damit seinen Stop-Loss besser platzieren.
7. Keltner Channel: Ähnlich wie die Bollinger Bänder zeigt der Indikator die wahrscheinliche Schwankungsbreite an.
8. VWAP Indikator: Der Volume Weighted Average Price zeigt markante Preislevel an wo große Institutionen ihre Positionen handeln.
#1 Gleitender Durchschnitt
Der Gleitdurchschnitt (auch Moving Average) bildet den Durchschnitt der Schusskurse über einen bestimmten Zeitraum. Oftmals wird ein 200-tägiger Durchschnitt genommen, um langfristige Trends zu bestimmen. Für kurzfristigere Trends nutzt man gerne 20, 38 oder 50 Tage. Der Indikator funktioniert auf allen Zeiteinheiten gleich. Oft werden Kreuzungen als Signale genutzt:

#2 ADX Trading Indikator
Der ADX zeigt nicht die Richtung, sondern die Stärke des Trends an! Dabei wird er auf einer Skala von 0 bis 100 berechnet und es gilt: Je höher der Wert, desto stärker der Trend! Der ADX kann somit Trends bestätigen oder deren Ende andeuten. Stell Dir mal ein Trend vor, während der ADX fällt – der schwächelnde Trend wird vermutlich bald zu Ende sein und umkehren oder seitwärts laufen.

#3 RSI Trading Indikator
Der RSI soll ebenfalls die Stärke einer Bewegung messen, wobei er uns vor allem angibt wann eine Bewegung übertrieben ist. So ist es logisch, dass nach 10 grünen Kerzen in Folge auch mal eine Rote kommen könnte – hier sagt ein RSI Wert über 70 bereits, dass der Kurs überkauft ist, sprich zu schnell zu viel gestiegen ist. Unter 30 ist der Kurs überverkauft, also eine Gegenbewegung nach oben wahrscheinlich.

#4 MACD Indikator
Auch der MACD Indikator eignet sich gut um bereits bestehende Trends zu bestätigen oder mögliche in der Zukunft stattfindende Umkehrpunkte zu finden. Der Indikator wird durch 2 Linien gebildet: Einer „MACD-Linie“(hier blau) und eine „Signal-Linie“(orange). Kreuzt die MACD-Linie die Signal-Linie von oben nach unten, dann deutet dies auf abwärts hin. Umgekehrt deutet dies auf steigende Kurse hin.

#5 Bollinger Bänder
Bollinger Bänder bestehen aus 3 Linien: dem mittleren Band (20-Tage-SMA) und den oberen und unteren Bändern, die durch das Hinzufügen bzw. Subtrahieren der zweifachen Standardabweichung berechnet werden. Die Linien repräsentieren die durchschnittliche Preisbewegung, Volatilität und potenzielle überkaufte oder überverkaufte Marktbedingungen. Hohe Volatilität führt zu breiteren Bändern, während eine geringe Volatilität engere Bänder zur Folge hat.

#6 ATR Trading Indikator
Mit dem ATR kannst Du die Volatilität (als Schwankung) des Marktes einschätzen. Dazu berechnet er zunächst die „True Range“ (TR), was die Handelsspanne des aktuelle Tages in Kombination mit dem Vortag ist. Dieser Wert wird täglich berechnet und über 14 oder 20 Tage als Durchschnitt geglättet. Den ATR Wert nutze ich gern um meine Stop-Loss Entfernung zu messen und diesen nicht zu eng zu setzen.

#7 Keltner Channel
Wie Bollinger Bänder, basiert der Keltner Channel auf einem gleitenden Durchschnitt und 2 Bändern. Aber hier erfolgt die Berechnung auf Grundlage der Average True Range (ATR) und nicht der Standardabweichung. Die Anwendung ist bei beiden Indikatoren aber ähnlich: Der Kurs wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb der Bänder bewegen, weswegen die gerne als Umkehrpunkte betrachtet werden.

#8 VWAP Indikator
Im Gegensatz zum einfachen Durchschnittspreis (SMA) berücksichtigt der VWAP (Volume Weighted Average Price) zusätzlich das Volumen jeder Transaktion. Das bedeutet, dass Preisänderungen bei höherem Volumen einen größeren Einfluss auf den VWAP haben. Vor allem im Daytrading kann man den VWAP als Unterstützung / Widerstand nutzen! Ebenso läuft der Kurs gerne an die VWAP Linie zurück, wenn er sich zu weit entfernt hat.

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Trading Indikatoren sollen Dir helfen Kurse besser zu verstehen. Dies geschieht indem eine mathematische Formel diese Kursdaten auswertet, sprich verrechnet. Typischerweise werden dazu die Schlusskurse von Kerzen genutzt. Gerade für Anfänger sind Indikatoren ein nettes Hilfsmittel, um erste Trade-Signale umzusetzen. Beachte aber bitte, dass es keinen Indikator gibt, welcher immer recht hat.

Trendfolge: Diese Indikatoren sollen eine Aussage darüber treffen, ob der Kurs im Aufwärts-, Abwärts- oder Seitwärtstrend ist.
Momentum: Zeigen die „Stärke“ eines Trend an und helfen Dir mögliche Umkehrpunkte zu finden, wenn das Momentum abnimmt.
Volatilitäts-Indikatoren: Zeigen Dir die Schwankung des Kurses an. Sie helfen Dir dabei Deinen Stop-Loss & Take-Profit sinnvoll zu setzen.
Volumen: Werden typischerweise als Bestätigung für Trends bzw. Bewegungen genutzt.
Sentimente: Sie geben die Stimmung der Börsianer wider. Wichtig: Sentimente zeigen immer genau das Gegenteil an!
Oszillatoren: Diese deuten überkaufte und überverkaufte Bereiche an und helfen somit Umkehrpunkte zu finden.
Beachte: Trading Indikatoren sind immer zeitverzögert in ihrer Signalgebung. Schließlich müssen ja erst Daten „erzeugt“ werden, bevor der Indikator diese auswerten kann.
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Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
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