Obwohl der Ausbau von Windkraftanlagen in Deutschland nur schleppend vorankommt, ist die Investition in Windkraft Aktien lukrativ.

Als Zukunftsenergie ist Windkraft neben Solarenergie alternativlos. Zudem bestehen auf internationaler Ebene weniger bürokratische Hemmnisse für den Ausbau von On- oder Offshore Anlagen.

Es steht zu erwarten, dass Windkraft Aktien von Projektentwicklern, Betreibern oder Turbinenbauern nach einem kurzzeitigen Tief wieder auf der Erfolgswelle schwimmen.

Eine seriöse Trading Plattform und sorgfältige Recherchen über risikoarme Aktien-Anbieter bieten optimale Voraussetzung für kluge Investitionen.

Windkraft Aktien

Kurzüberblick zu Windkraft Aktien

Windkraft Aktien bieten zukunftsträchtige Investitionen mit hohen Renditechancen. Wer in Umwelttechnologie investiert, setzt auf Zukunftstechnologien mit hohem Entwicklungspotenzial.

Einbrüche bei Aktienkursen sind auf hohe Kostensteigerungen, veraltete Windkraft-Anlagen, geringe Anlageneffizienz oder politische Widrigkeiten zurückzuführen. Solche Risiken waren in diesem relativ jungen Aktienmarkt erwartbar.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird in einigen Staaten durch Gesetze, Verordnungen und Bürokratie-Hemmnisse verlangsamt. Das schwächt die Dynamik von Unternehmensentwicklungen und den Wert mancher Windkraft Aktie vorübergehend ab.

Windkraft Aktien der nachfolgend vorgestellten Unternehmen bieten seriöse Investitionsmöglichkeit mit Zukunftspotenzial. Langfristige Anlagestrategien sind im dynamischen Energiesektor ratsam.

Welche Windkraft Aktien sollte man kaufen?

Idealerweise setzt man bei Investitionen in Windkraft Aktien auf ein gemischtes Aktienportfolio, das Anlagerisiken minimiert. Das Aktien-Portfolio sollte wegen unterschiedlicher Risiko-Parameter sowohl Aktien von Windanlagen- und Turbinenbauern als auch von Projektentwicklern und Windpark-Betreibern enthalten.

Windanlagenbauer waren zuletzt mit Kostenexplosionen konfrontiert, die Materialbeschaffungs-, Logistik- oder Energiekosten in die Höhe getrieben haben. Projektentwickler wurden durch bürokratische Hürden ebenso ausgebremst wie Windparkbetreiber. Inwieweit eine Übergewinnsteuer in einigen Staaten Einbrüche im Aktienwert von Windkraft Aktien auslösen wird, ist derzeit nicht absehbar.

Während man sein Aktienportfolio durch Aktienverkäufe jederzeit veränderten Bedingungen anpassen kann, binden Direktbeteiligungen in Windräder das Kapital langfristig. Zudem schmälern ungünstige Standorte oder suboptimale Wetterverhältnisse die Renditen. Windkraft Aktien sind weniger riskant, weil sie nicht auf einzelne Windkraft-Projekte setzen.

Die Stagnation beim Ausbau von Windkraftanlagen dürfte aufgrund des nahenden Klimawandels und der Schädlichkeit fossiler Energiequellen in absehbarer Zeit beendet werden.

Die 10 besten Windkraft Aktien

Die nachfolgenden Windkraft Aktien sind empfehlenswerte und risikoarme Investitionen in Windenergie. Auch wenn börsliche Kursverluste zuweilen als Dämpfer wirken, sehen Analysten Windkraft Aktien im Aufwind.

#1 PNE Wind: Deutscher Projektplaner- und Windparkbetreiber

PNE Wind ist ein Windpark-Projektierer, dessen Wurzeln bis 1995 zurückreichen. Das Cuxhavener Unternehmen ist im internationalen Windpark-Geschäft tätig. Es entwickelt sowohl Onshore- als auch Offshore-Windkraftanlagen. Offshore-Windkraftanlagen werden jedoch nur bis zur Baureife entwickelt. Sie werden dann schlüsselfertig an Betreiber-Konsortien verkauft.

Im Portfolio des Unternehmens finden sich auch Photovoltaik-, Energiespeicher-Technologie- oder wasserstoffbasierte Projekte. Das Konzept von PNE umfasst die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich der erneuerbaren Energien. PNE kümmert sich um die Standorterkundung, Planung, Entwicklung, Finanzierung, Realisierung sowie Wartung, Instandhaltung und Reparatur ihrer Windanlagen und Energie-Projekte.

Das Unternehmen hat derzeit 500 Mitarbeiter. Der Schwerpunkt der Windkraft-Projekte liegt in Europa, Nordamerika und Südafrika. Es existieren Erweiterungspläne Richtung Afrika oder Asien. Das Unternehmen versteht sich als „Clean Energy Solutions Provider“. Die breite Streuung der Energie-Projekte, die internationale Tätigkeit, die Beachtung kalkulierbarer Rahmenbedingungen sowie die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern sprechen für eine sichere Investition in Windkraft Aktien von PNE.

Eventuelle Risiken sehen Analysten darin, dass Großanleger Morgan Stanley seine vierzigprozentige Aktienbeteiligungen verkauft. Daraus könnte sich ein Übernahmeversuch entwickeln.

Technische Einschätzung
Der Kurs verläuft seit über 10 Jahren in einem sauberen Aufwärtstrend, welcher mit hoher Wahrscheinlichkeit fortgesetzt wird. Rücksetzer bieten Kauf-Chancen im Sinne der Trendfolge.

Monats-Chart PNE
Monats-Chart PNE

#2 NextEra Energy: Mit Windenergie auf Wachstumskurs

Der amerikanische Stromversorger NextEra Energy ist einer der weltweit größten Erzeuger von erneuerbaren Energien. Der Schwerpunkt des börsennotierten Unternehmens liegt auf der Windenergie. Zusammen mit seiner Tochtergesellschaft NextEra Energy Partners versorgt das US-Unternehmen Strom 14 Millionen US-Haushalte mit grünem Strom aus Windkraftanlagen. Bis 2025 sollen die Kapazitäten von NextEra Windparks ausgebaut werden.

Zusätzliche Energie-Kapazitäten sollen über Repowering-Maßnahmen erzielt werden. In die Jahre gekommene Windkraft-Anlagen sollen durch effizientere und leistungsfähigere Windkraftanlagen ersetzt werden. Das Unternehmen gleicht betriebs- oder wetterbedingte Schwankungen bei der Energie-Erzeugung durch Batterie-Speicherung aus. Wer in NextEra-Aktien investiert, setzt auf Windkraft Aktien mit hohem Wachstumspotenzial.

Seit 2021 haben NextEra-Aktien ein Umsatzplus von 22 Prozent verzeichnet. Die Gewinnerwartungen für die nächsten Jahre sind hoch. Konservative Anleger sind hier auf der sicheren Seite. Möglicherweise wird die amerikanische Windkraft-Branche nach der Präsidentschaftswahl 2014 vor neue Herausforderungen gestellt.

Technische Einschätzung
Der langfristige Trend ist aufwärts gerichtet, wobei der Rücksetzer 2023 diesen gefährdet. Solange der Kurs über dem Corona-Tief aus März 2020 handelt, stehen die Chancen aber gut, dass der Aufwärtstrend fortgesetzt wird.

Monats-Chart Nextera Energy
Monats-Chart Nextera Energy

#3 Orsted Aktie: Offshore-Windkraftanlagen

Korrekt wird das dänische Unternehmen Ørsted geschrieben. Analysten sehen die Aktien des dänischen Spezialisten für Offshore-Windenergie im Aufwind. Die vier deutschen Windparks des Unternehmens stehen in der Nordsee. Zwei weitere Offshore-Windparks befinden sich in der Entwicklungsphase. Außerdem betreibt das Unternehmen Offshore-Windparks in Großbritannien.

Als Projektentwickler plant, entwickelt und baut Ørsted neben Offshore- und Onshore-Windparks auch Solar-Parks, Energiespeicheranlagen sowie Wasserstoff-Anlagen. E-Kraftstoffe und Biomasse-Kraftwerke erweitern das Portfolio. Dort finden sich derzeit noch Investitionen in Öl und Gas-Kraftwerke. Ørsted übernimmt eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz. Das Unternehmen gilt derzeit als eines der weltweit nachhaltigsten Energieunternehmen.

Orsted strebt ein nachprüfbares Emissionsziel von Null an. Weltweit stehen 8.000 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste. Der Unternehmenssitz ist in Dänemark. Die im Kopenhagener Nasdaq gelisteten Orsted-Aktien bieten hohe Rendite-Chancen. Das dänische Unternehmen hat sich im Bereich der Energieerzeugung durch Erneuerbare ehrgeizige Ziele gesetzt. Zwecks Kapitalfreisetzung wurden 2023 mehrere Minderheiten-Anteile verkauft. Das gewonnene Kapital soll in den Ausbau der Kapazitäten für regenerative Energien investiert werden.

Orsted Windkraft Aktien notieren derzeit bei einem Wert von 80,26 Euro. Sie haben seit Jahresbeginn leichte Verluste erlitten. Diese wurden vermutlich durch die Umstrukturierung des Portfolios bedingt. Am Wert der Orsted Windkraft Aktien gibt es trotzdem keinen Zweifel.

Technische Einschätzung
Nachdem der Kurs vom IPO ausgehend einen starken Aufwärtstrend etablieren konnte, gab er alle Gewinne wieder ab. Solange der Kurs kein neues Allzeittief macht und die Unterstützung (grün) hält, besteht Hoffnung auf einen neuen Aufwärtsschwung.

Monats-Chart Orsted
Monats-Chart Orsted

#4 Nordex SE Aktie

Die Firmengeschichte von Nordex SE beruht auf wechselhaften Anfängen. Gegründet wurde der Unternehmensvorläufer 1985 in Dänemark. Heutzutage präsentiert sich die Nordex SE als börsennotiertes Unternehmen mit über 8.500 Mitarbeitern.

Die Geschäftstätigkeit des in Rostock und Langenhorn ansässigen Unternehmens konzentriert sich teils auf Bau und Wartung von Onshore-Windkraftanlagen, teils auf Windpark-Planungen und schlüsselfertige Windanlagen-Verkäufe an Investorengruppen. Den Offshore-Bereich bedient Nordex SE nicht. Interessant sind jedoch die Schwachwind-Anlagen von Nordex SE. Sie erlauben eine Erschließung von Standorten, an denen niedrige Windgeschwindigkeiten dominieren.

Nach eigenen Angaben sind derzeit Windkraftanlagen in mehr als 44 Staaten in Betrieb, unter anderem in Deutschland, Polen, Indien, Brasilien und Mexiko. Die spanischen Windkraft-Anlagen stehen seit 2023 nicht mehr im Nordex-Portfolio. Nordex hat in 19 Staaten der Erde Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften. Das Unternehmen war anno 2022 eines der umsatzstärksten Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern.

Technische Einschätzung
Die Aktien des weltweit führenden Windkraftanlagen-Betreibers erlebten die letzten Jahre eine wechselvolle Entwicklung. Die Tendenz des Aktienkurses weist grundsätzlich seitlich in Form eines riesigen Dreiecks. Die türkische „Rönesans Enerji“ hat kürzlich drei Windpark-Anlagen bei Nordex bestellt. Die internationale Entwicklung der Windenergie lässt hoffen, dass sich die positive Kursentwicklung fortsetzt.

Monats-Chart Nordex
Monats-Chart Nordex

#5 ABO Wind Aktie

Die ABO Wind AG ist ein deutscher Windkraftanlagen-Projektierer mit Sitz in Wiesbaden. Im Portfolio des Unternehmens stehen Energieversorgungs-Anlagen, die mit Wind-, Sonnenenergie oder Biomasse betrieben werden. Begonnen hat das Unternehmen 1996 als „Planungsgesellschaft zur Nutzung der Windkraft & anderer regenerativer Energien“. Seit 2000 firmiert das Unternehmen als Aktiengesellschaft. ABO steht für die Anfangsbuchstaben der Nachnamen beider Firmengründer.

1998 wurde der erste Bürgerwindpark der ABO Wind AG in Rheinland-Pfalz projektiert und ans Netz genommen. Zunächst setzte ABO Wind ausschließlich auf Windkraft. Seit 2016 engagiert sich das Unternehmen auch in Sachen Solarenergie. International werden von ABO Wind sämtliche Stufen von der Planung, über die Finanzierung, Bauüberwachung und Baudurchführung von Anlagen durchgeführt.

Derzeit betreibt das Unternehmen in 16 Ländern Wind- und Solarparks. Die Entwicklung weiterer Projekte soll weitere zwanzig Gigawatt an Mehrleistungen erbringen. Teilweise wurden Windkraft-Projekte in Argentinien, Spanien und Finnland von ABO Wind bis zur Schlüsselreife entwickelt und anschließend an regionale Energieversorger, Investoren oder Betreiber-Genossenschaften verkauft.

Das Unternehmen betreut, wartet und repariert die eigenen Wind- und Solarparks oder Batteriespeicher. Mit der Entwicklung des Schließsystems ABO Locks wurde die Sicherheit von Windkraftanlagen erhöht. Interessant ist der touristische Aspekt, mit dem ABO Wind die Akzeptanz für den Bau von Windparks in der Bevölkerung verbessern möchte. Seit 2015 wird in Weilrod (Taunus) eine „Energie-Erlebnis-Tour“ angeboten.

Durch Beteiligungen an in- und ausländischen Energie-Unternehmungen stärkt ABO Wind sein Portfolio und diversifiziert seine Tätigkeit im Bereich der Erneuerbaren. Die ABO Wind Aktie befindet sich zu 26 Prozent in Händen der beiden Firmengründer, weitere zehn Prozent hält ein Frankfurter Energieunternehmen. Die restlichen Aktienmengen sind breit gestreut. Die Prognose für den Aktienkurs geht steil nach oben, nachdem der Preis kürzlich etwas nachgegeben hatte.

Technische Einschätzung
Der Aktienkurs von ABO Wind befindet sich noch im Aufwärtstrend, solange die grün markierte Unterstützung hält. Ein Bruch der markanten Zone würde auch zum Bruch des langfristigen Trends führen, was weitere Kursverluste mit sich bringen könnte.

Wochen-Chart Abo Wind
Wochen-Chart Abo Wind

#6 Siemens Gamesa Renewable Energy: Tochterunternehmen von Siemens Energy

Siemens Gamesa firmierte bisher unter der Bezeichnung Siemens Gamesa Renewable Energy, kurz SGRE. Der international tätige Hersteller von Windkraftanlagen war börsennotiert. Das Tochterunternehmen von Siemens Energy entstand fusionsbedingt. In deren Verlauf kam es zur Umbenennung der spanischen „Gamesa Corporación Tecnológica“.

Siemens Gamesa gehörte zu den weltweit größten Produzenten von Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen. Dennoch verbuchte das Unternehmen zuletzt Verluste. Siemens Energy hielt 98 Prozent der Aktien seiner verlustreichen Tochtergesellschaft. Durch eine Generalabstimmung machten die Aktionäre 2023 den Weg für eine Komplettübernahme durch Siemens Energy frei.

Verringert wurden die Bilanz-Verluste von Siemens Gamesa durch den weltweiten Ausbau der Windenergie sowie die Entwicklung vollständig recycelbarer Rotorblätter. Defekte Rotorblätter hatten in den vergangenen Jahren für hohe Kosten gesorgt. Siemens arbeitet außerdem an effizienteren Antriebskonzepten. Da für die dafür benötigten Permanent-Magneten seltene Erden zur Verwendung kommen, sollen diese in Zukunft effizienter eingesetzt und nach Möglichkeit recycelt werden können.

Durch effizientere Windkraftanlagen soll mehr Leistung erwirtschaftet werden. Ob sich die Aktien von Siemens Energy nach der Übernahme der verlustreichen Tochtergesellschaft erholen, sollte beobachtet werden. Alle Aktionäre wurden entschädigt.

Technische Einschätzung
Der Kurs befindet sich seit 2013 im Aufwärtstrend, ist aber die letzten Jahre abgeschwächt. Solange die Unterstützung (grün) hält, besteht weiter Hoffnung auf eine Fortsetzung des Trends.

Monats-Chart Siemens Gamesa
Monats-Chart Siemens Gamesa

#7 Vestas: Eines der größten Windenergie-Unternehmen

Vestas wurde bereits 1945 gegründet. Das Unternehmen gehört heute zu den weltweit größten Windenergie-Unternehmen. Der dänische Windanlagen-Projektentwickler ist weltweit mit der Planung, Entwicklung, Anfertigung, Installation und Wartung von Windkraftanlagen befasst. 29.000 Mitarbeiter in 88 Ländern sprechen für eine beachtliche Unternehmensgröße. Geplant und Gebaut werden On- und Offshore Windkraft-Anlagen.

Das Unternehmen erzielt regelmäßige Einnahmen mit deren Wartung, Instandhaltung und Reparatur. Unprofitablere Werke von Vesta wurden in jüngerer Zeit geschlossen, das Unternehmens-Konzept gestrafft. Wie andere Windkraft-Unternehmen auch, war Vesta in den letzten Jahren von Lieferketten-Problemen, Kostenexplosionen und projektbezogenen Planungsänderungen betroffen.

Diesem Abwärtstrend begegnete das Unternehmen mit einer stärkeren Konzentration auf das Kerngeschäft. Schon 2021 konsolidierten sich die Umsätze von Vesta. Ab Herbst 2022 zeichnet sich eine deutliche Steigung ab, der sich auch in den Aktienkursen widerspiegelt. Die Prognose der Analysten fällt daher positiv aus.

Technische Einschätzung
Seit 2012 läuft der Aktienkurs in einem Aufwärtstrend, welcher eine sehr saubere Struktur hat. Die aktuelle Unterstützung (grün) könnte den nächsten Aufwärtsimpuls einleiten.

Monats-Chart Vestas Wind
Monats-Chart Vestas Wind

#8 General Electric: Windkraft aus den USA

General Electric Renewable Energy, kurz GE Renewable Energy, bietet sich seit 2002 als amerikanischer Mischkonzern für Windenergie-Lösungen an. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in Deutschland, wo 1990 die Tacke Windtechnik GmbH gegründet und später von Enron übernommen wurde. 2002 übernahm GE Renewable Energy dann Enron.

Als einer der weltweit führenden Anbieter positioniert sich GE Renewable Energy mit bereits 50.000 installierten Windkraftanlagen im On- und Offshore-Bereich als leistungsstarker Anbieter. Das Portfolio von General Electric umfasst Unterstützung bei der Projektentwicklung sowie die Finanzierung, den Betrieb und die Wartung der Windkraftanlagen.

Das US-Unternehmen kombiniert Onshore- und Offshore-Windenergieanlagen mit Wasserkraftwerken, Speicher- und Solaranlagen. Es bietet flexible Netzlösungen sowie hybride Lösungen für die Energieversorgung durch erneuerbaren Energien. Diese werden ergänzt durch digitale Dienstleistungsangebote. Das deutsche Tochterunternehmen ist die GE Wind Energy GmbH in Nordrhein-Westfalen. International ist das Unternehmen in Deutschland, den USA, Frankreich, Indien und China sowie Brasilien tätig.

Mit der Entwicklung einer Mega-Turbine konnte GE sich neue Aufträge sichern. Die Übernahme eines dänischen Windanlagen namens LM Wind Power stärkte das Unternehmen. Nach einer Flaute, die alle Windkraft Aktien strapaziert haben, geht es nun auch für die Aktien von GE Renewable Energy wieder bergauf.

Technische Einschätzung
Langfristig befindet sich der Kurs im Abwärtstrend, welcher aber möglicherweise bald gebrochen werden könnte. Seit 2019 bildet der Kurs eine inverse Schulter-Kopf-Formation, welche auf einen Boden hindeuten könnte. Aus dieser Formation heraus könnte sich ein neuer Aufwärtstrend etablieren.

Monats-Chart General Electric
Monats-Chart General Electric

#9 Energiekontor: Bremer Projektierer in aller Welt

Der deutsche Windpark-Projektierer Energiekontor AG entwickelt, baut und betreibt Wind- und Solarparks in Europa und den USA. Der Firmensitz ist in einem Bremer Technologiepark angesiedelt.

Derzeit werden 130 Wind- und 12 Solarparks in Deutschland, Großbritannien, Griechenland und Portugal errichtet. 36 Windparks und ein Solarpark stehen bereits im Portfolio des Unternehmens. Die Energiekontor AG betreibt Niederlassungen im europäischen Ausland. Seit 1990 ist das Unternehmen am Energie-Markt bekannt. Die ersten Windparkts entstanden ab 1994. 1995 folgten Tochtergesellschaften in Griechenland und Portugal,

1999 expandierte der Energiepark nach Großbritannien. Der Börsengang im Jahre 2000 und der Antrag für eine Offshore-Windkraftanlage vor Borkum folgten. Dieses Projekt wurde 2004 genehmigt, 2011 wurden jedoch die Rechte daran an einen dänischen Energiekonzern verkauft. Der Verkauf eines weiteren Offshore-Projektes markierte den Rückzug von der Entwicklung von Windkraftanlagen auf See.

Stattdessen entwickelte, baute und verkaufte das Energiekontor seit 2010 zunehmend Solarparks, um das Portfolio zu diversifizieren. Seit 2019 schließt der Energiepark langfristige Abnahmeverträge für Strom mit deutschen Energiekonzernen wie RWE ab. Die Aktie schüttet seit dem Börsengang anno 2010 mit Ausnahme des ersten Börsenjahres alljährlich eine Dividende aus.

Technische Einschätzung
Seit mehr als 15 Jahren befindet sich Kurs des Windpark-Projektierers im Aufwärtstrend, welcher eine saubere Struktur aufweist. Die Fortsetzung des Trends scheint sehr wahrscheinlich, weswegen Rücksetzer Kauf-Chancen sein könnten im Sinne der Trendfolge.

Monats-Chart Energiekontor
Monats-Chart Energiekontor

#10 Encavis Aktie

Encavis Windkraft Aktien sind auch für Kleinanleger interessant. Der derzeitige Preis pro Aktie liegt bei knapp 14 Euro. Experten beurteilen den Anbieter trotz eines vorübergehenden Kurstiefs positiv. Der Grund für diese Prognose ist das niedrige Risikoprofil. Das Geschäftsmodell von Encavis wird als widerstandsfähig beurteilt.

Encavis ist seit 2001 als Betreiber von Solar- und Windenergie-Anlagen im Geschäft. Die damals als Kapitalbeteiligungsgesellschaft gegründete Capital Stage AG benannte sich später in Encavis AG um. Der Firmensitz der Encavis AG ist in Hamburg. Das Wachstum des börsennotierten Unternehmens ist vielversprechend.

Der unabhängiger Stromerzeuger betreibt derzeit Onshore-Windkraftanlagen und Solarparks in zwölf Staaten Europas. Gewinne werden dank garantierter Einspeisevergütungen und langfristiger Stromabnahme-Verträge erzielt. Im Vergleich zu anderen Energieunternehmen ist Envacis klein und entwicklungsfähig. Man sieht sich dennoch als eines der führenden europäischen Energieunternehmen. 2023 betrieb die Encavis AG mehr als 200 Solarparks und über 90 Windkraft-Anlagen in diversen europäischen Ländern.

Technische Einschätzung
Der Aktienkurs läuft seit 2010 in einem starken Aufwärtstrend, welcher seit 2021 etwas konsolidiert. Die technische Seitwärtsbewegung ist als „Luft holen“ zu werten, bevor möglicherweise ein neuer Aufwärtsimpuls startet.

Monats-Chart Encavis
Monats-Chart Encavis

Alternative: Windkraft-Aktien-ETF

Unter einem ETF – kurz für „Exchange Traded Funds“ – sind börsengehandelte Index-Fonds für Windkraft zu verstehen. Index-Fonds werden ebenso wie Windkraft Aktien an den Börsen gehandelt. Es handelt sich um Investmentfonds. Dieser haben zum Ziel, den Dax oder Dow Jones-Index möglichst genau nachzubilden, indem der Fonds in verhältnisgerechtem Rahmen in entsprechende Wertpapiere investiert.

Das Gros der Indexfonds wird als „Exchange Traded Funds“ (ETFs) an der Börse gehandelt. Andere Indexfonds nehmen als konventionelle Fonds am Handel teil. Bei Windkraft Aktien ETFs investiert man eher passiv in einen entsprechenden Indexfonds. Dadurch werden die Investitionsrisiken minimiert und breiter gestreut.

Deutlich risikoreicher sind Wetten auf „Contracts For Difference“ bzw. Differenzkontrakte. Dafür braucht man einen Daytrading Broker bzw. einen CFD Broker.

Global X Wind Energy ETF

Im Global X Wind Energy ETF haben Anleger einen kleinen ETF vor sich, der bisher nur drei Millionen Euro an Fondsvolumen aufweist. Dieser ETF wurde 3022 in Irland aufgelegt und investiert gezielt in Windkraft Aktien. Er bildet den Index „Solactive Wind Energy“ nach, der Zugänge zu sämtlichen in der Windindustrie tätigen Unternehmen ermöglicht. Im Übrigen ist dieser Fond der einzige ETF, der diesen Index nachbildet.

Der Global X Wind Energy ETF dient Anlegern, indem er ihnen Anlageergebnisse bietet, die der Kurs- bzw. Renditeentwicklung des Solactive Wind Energy-Index möglichst genau entsprechen – und zwar vor Gebühren und Kosten für Aufwendungen. Dividendenerträge werden zurück in den ETF investiert.

Erneuerbare Energien ETF

Wer Geld in ETFs wie den Global Clean Energy ETF oder den Global X Wind Energy ETF investiert, möchte von der Energiewende profitieren und/oder sie unterstützen. Zudem investiert man mit einem ETF in renditeträchtige Zukunftsenergien. Da es verschiedene ETFs im Bereich der erneuerbaren Energien gibt, ist ein Vergleich der Basiswerte in einem seriösen Portal als Ausgangspunkt jeder Investition ratsam.

Zu den Basisdaten gehören Fondsgrößen und Fondsdomizile. Interessant ist auch, wie die Dividenden verwendet werden. Die Erträge werden (thesaurierend) in den Fonds reinvestiert oder ausgeschüttet. Der Blick auf die Wertentwicklung der ETFs ist sinnvoll. Mit einem ETF Sparplan kann über einen Online-Broker regelmäßig in Erneuerbare Energien ETFs investiert werden.

Seriöse Online-Broker bieten in der Regel gute Konditionen für Anleger, die in börsengehandelte Indexfonds investieren möchten. Zu beachten ist, dass nicht alle Broker dieselben erneuerbare Energien-ETFs anbieten. Voraussetzung für ETF Sparpläne ist ein kostenloses Depot beim jeweiligen Broker.

Mit der Investition in ETFs lässt sich auf effiziente Art ein Vermögensaufbau generieren. Um keinem betrügerischen Online-Broker auf den Leim zu gehen, empfiehlt sich ein Forex Broker Vergleich.

Vor- und Nachteile von Windkraft Aktien

Vorteile:

Die Investition in Windkraft Aktien ist im Zuge der Diversifizierung des Aktien-Portfolios eine gute Idee. Breit gestreute Aktien-Anlagen mindern die Risiken des Gesamtpakets. Sie gleichen Kurschwankungen bei einzelnen Aktien aus.

Die Investition in grüne Zukunftstechnologien liegt wird zukünftig wichtige börsliche Impulse setzen.

Trotz aller Hindernisse, die den Energiemarkt in Sachen erneuerbare Energien bislang hemmten, ist der rasante Ausbau der Windenergie zu erwarten.

Investments in Windenergie bieten vielversprechende Anlagemöglichkeiten für Anleger, die Klima- und Umweltschutz oder profitable Zukunftstechnologien ins Aktien-Portfolio integrieren möchten.

Deutschland verfügt bereits über die dritthöchste Leistungskraft durch hiesige Windkraftanlagen.

Auch Privatanleger können in Windkraft Aktien investieren. Wichtig ist sich zuvor über Form und Laufzeit der Investition zu informieren. Staatliche Förderungen sind möglich, steuerlich relevante Aspekte dieser Geldanlage sind zu hinterfragen.

Nachteile:

Windige Windkraft-Unternehmen lassen es an Transparenz mangeln. Das sät berechtigtes Misstrauen in solche Geldanlagen. Oft bleibt unklar, welche Renditechancen bestehen oder wie nachhaltig ein Investment tatsächlich ist.

Die Politik stellt derzeit den größten Hemmschuh dar. Um die Entwicklung der Windenergie in ausreichendem Tempo voranzutreiben, müsste der Ausbau der Windkraft deutlich massiver erfolgen. Derzeit werden die hochgesteckten Klimaziele verfehlt.

Während die Anlagenbauer von steigenden Materialkosten, Lieferketten-Problemen und explodierenden Logistik-Kosten geplagt werden, kämpfen die Stromerzeuger mit wechselnden Marktpreisen. Projektierer leiden unter hohen Zinsbelastungen, die erhebliche Kostensteigerungen nach sich ziehen.

Die weltweite politische Entwicklung und der Klimawandel mit seinen kritischen Wetterlagen lassen für die Weiterentwicklung der Windkraft-Branche nichts Gutes ahnen. Beide sorgen als Unsicherheitsfaktoren für hohe Volatilität.

Unterschiede zwischen On- und Offshore-Windparks bei der Anlagestrategie beachten

Fakt ist, dass auf Festlandssockeln in das Meer gebaute Windkraftanlagen deutlich stabiler laufen. Sie profitieren zudem von stärkeren Windeffekten und liefern dank stetiger Windgeschwindigkeiten konstanter Strom.

Offshore-Windparks liefern die doppelte Strommenge wie Onshore-Windparks. Beim Ausbau von Onshore-Windparks werden durch die derzeit geltenden Abstandsregeln enge Grenzen gesetzt. Der Ausbau von Windkraftanlagen an Land kommt bisher zu schleppend voran.

Höhere Verlässlichkeit und Effizienz bei der Stromerzeugung bieten die Offshore-Windkraftanlagen.

Anleger sollten daher darauf achten, bevorzugt in Offshore-Aktien zu investieren und die Offshore-basierte Stromproduktion zu stärken. Die Investition in die Entwicklung von Offshore-Windparks verspricht höhere Renditen und mehr grünen Strom als Ergebnis. Wer in die Aktien von Örsted investiert, fördert den Windkraft-Ausbau auf See. In der EU sollen allein die Offshore-Windparks bis 2050 ein Drittel der benötigten Strommenge liefern.

Windkraft Aktien: Wichtige Unterschiede

Projektierer und Investoren

Aktien von weltweit arbeitenden Windkraft-Projektieren und Investoren stellen eine sichere Investition dar. Beispiele sind die Aktien von PNE Wind oder ABO Wind. Windkraft-Projektierer planen, entwickeln und bauen Windkraft-Anlagen, die sie entweder selbst betreiben oder an ausländische Investoren oder Energieunternehmen verkaufen.

Anschließend übernehmen Projektierer oft Instandhaltung, Wartung und Reparatur der von ihnen gebauten Anlagen. Sie verdienen daran gut. Entscheidend für Anleger ist die Profitabilität eines Projektierers – und ob er Dividenden auszahlt.

Anlagenhersteller

Die Investition in Aktien von Windanlagen-Herstellern oder Turbinen-Herstellern wie Siemens Energy ist zwar auch lukrativ. Es steht zu erwarten, dass Windkraft Anlagen zukünftig technologisch effizienter arbeiten. Schwierig ist der Ausbau von Windparks aber nicht nur in Deutschland. Weltweit verändern sich derzeit die politischen Gegebenheiten. Zudem können kleinere Anlagenhersteller durch Kostensteigerungen, Zinserhöhungen und politische Verwerfungen stark unter Druck geraten.

Anlagenbetreiber

Betreiber von Windkraft-Anlagen beauftragen oft andere mit dem Bau von Windrädern und Windparks. Alternativ investieren sie in oder kaufen Anteile an bereits existierenden Windparks. Sie sorgen für die Einspeisung des grünen Stroms ins Energienetz.

Die Betreiber von Windparks profitieren durch die steigenden Strompreise. Wer in Aktien von Anlagenbetreibern investiert, profitiert vom Boom der grünen Energie. Große Stromversorger wie RWE, IN, EnBW und Vattenfall besitzen mittlerweile Anteile an 23 Prozent der Offshore Windanlagen.

FAQ – Windkraft Aktien

Wie werden sich Windkraft Aktien in der Zukunft entwickeln?
+
Trotz einiger Hemmnisse bürokratischer und politischer Natur sind die Aussichten für die Windenergie-Branche rosig. Analysten erwarten bei den Windkraft Aktien gut aufgestellter Unternehmen Rendite-Zuwächse in erheblicher Höhe.
Welches sind die besten Windenergie Aktien?
+
Die profitablen Windkraft Aktien, die börsennotierte Unternehmen ausgeben. Die besten und profitabelsten Anbieter von Windenergie Aktien kann jeder bei Google recherchieren.
Inwiefern hat die Windkraft eine Zukunft?
+
Windkraft ist eine unverzichtbare grüne Komponente, die bei der Stromerzeugung der Zukunft eine tragende Rolle spielen wird. Im Zusammenwirken mit Solarenergie, Biomasse-Kraftwerken oder Wasserstoff-Technologie sollen fossile Energieträger – und in manchen Ländern auch der Atomstrom – ersetzt werden.
Welche Windkraft Aktien sollte ich kaufen?
+
Bevorzugt sollte man auf Projektierer und Betreiber von Offshore-Anlagen setzen, weil diese effizienter sind. Sie erweisen sich bei der Stromerzeugung als profitabler. Alternativ ist die Investition in ETFs denkbar.

Fazit: Erneuerbare Energien liegen im Trend

Erneuerbare Energien wie Sonne und Wind stehen seit ewigen Zeiten weitgehend ungenutzt zur Verfügung. Da der Stromverbrauch im privaten wie im industriellen Sektor beständig steigt und der Klimawandel das Leben auf Erden stark belasten wird, muss der Ausbau der erneuerbaren Energien massiv vorangetrieben werden.

Wenn es gelingt, die Stromversorgung bis 2050 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen, werden auch die Stromkosten wieder günstiger werden. Zudem werden die Folgen des Klimawandels mittelfristig abgebremst.

Der Klimawandel wurde durch den massiven Abbau und Verbrauch fossiler Energien begünstigt und vorangetrieben. Die Energiewende kommt eigentlich zu spät. Sie wird zu langsam umgesetzt. Trotzdem ist sie alternativlos.

Regenerative Energien wie Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft sowie Geothermie und Umgebungswärme und Biomasse stehen praktisch in unbegrenzten Mengen zur Verfügung. Treibhausgas-neutrale Energieformen werden zunehmend auch in anderen Bereichen eingesetzt werden, beispielsweise bei Heizungen oder im Verkehrssektor.

Christian Böttger

Christian Böttger

Über den Autor Finanzexperte und Ausbilder für Trading mit über 6 Jahren Erfahrung an der Börse.

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.