CFD Margin ist eine Sicherheitsleistung, die Du Deinem Broker gibst, wenn Du einen Trade mit Hebel eröffnest. Du musst also nur einen Bruchteil der eigentlichen Positionsgröße einsetzen.
Wichtig ist dabei zu beachten, dass dieser Hebel sowohl Deine möglichen Gewinne als auch Verluste um ein vielfaches verstärkt. Genaueres zum CFD Margin Trading und dem Risiko, erfährst Du hier:

Stell Dir CFD Margin Trading so vor: Du „leihst“ Dir gewissermaßen Geld vom Broker, um eine größere Position zu halten. Der Broker gibt Dir das Geld, wenn Du ihm eine Sicherheit gibst womit er mögliche Verluste abdecken kann.
Kurzüberblick: CFD Margin
#1 CFD Margin Definition – Sicherheitsleistung für den Broker
#2 Arten der CFD Margin – Positions- und Halte-Margin.
#3 Begriffe zu CFD Margin – Margin Call, Floating P/L, …
#4 CFD Margin berechnen – Ein kurzes Beispiel.
#5 Höhe der Margin senken – Vor allem durch höhere Hebel.
#6 Risiken der CFD Margin – Das Verlustpotential ist sehr hoch.
#7 Vorteile / Nachteile – Kurzer Überblick für Dich.
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Was ist die CFD Margin?
Die CFD Margin ist ein Geldbetrag, dem man seinem Broker als Sicherheit gibt, um im Gegenzug eine deutlich größere Position zu eröffnen. Dies bedeutet, dass Du als Trader eine Handelsposition nicht komplett mit Eigenkapital zahlst, sondern Dir das benötigte Geld zum Großteil zunächst vom Broker leihst.
Du Trader musst also nur einen gewissen Prozentsatz der eigentlichen Positionsgröße einsetzen – der Rest wird vom Broker gestellt. Stell Dir bspw. vor Du willst den DAX long gehen und setzt keine 20.000€ sondern hinterlegst Deinem Broker lediglich nur 1.000€ als Sicherheit und kannst so vom Long Trade profitieren.
Beachte: Da Du weniger Geld einsetzt, als Du in Wirklichkeit mit der Position bewegst, kommt es zum Hebeleffekt.
Unsere Ratgeber zum CFD Trading …
Welche Arten von CFD Margin gibt es?
Es gibt zwei Arten von CFD Margin: Die Positionsmargin und die Haltemargin. Beide sind für eine Position relevant. Wer wirklich ernsthaft CFD Trading betreiben will, sollte die Unterschiede zwischen diesen beiden Margin-Arten verinnerlichen.
#1 Positionsmargin
Die Positionsmargin bezieht sich auf das Guthaben, welches in jedem Fall auf dem Konto des Traders vorhanden sein muss, damit eine Position überhaupt erst eröffnet werden kann. Hat der Trader beispielsweise vor, eine Position im Wert von 100.000 Euro zu eröffnen und die Margin für diese beträgt 10% (= Hebel 10), so muss er mindestens ein Guthaben von 10.000 Euro auf dem Konto bei dem CFD Broker seines Vertrauens hinterlegt haben.
Die eingesetzte Margin und der Hebel Deines CFD Brokers gehen Hand in Hand, wenn es um die Bestimmung der Positionsgröße geht. Durch diese zwei Stellschrauben kannst DU auf unterschiedliche Art und Weise eine Position im Wert von 5.000 Euro eröffnen, wie folgende Grafik verdeutlichen soll.
Beachte: Ist die Positionsmargin nicht ausreichend gegeben, kann die Position nicht eröffnet werden und der Trader muss erst Guthaben einzahlen. Die Positionsmargin wird daher auch als Einstiegsmargin oder Eröffnungsmargin bezeichnet.
#2 Halte-Margin
Die Halte-Margin hingegen wird relevant, wenn die Position bereits eröffnet ist. Sie bezieht sich auf eine bestimmte Guthabengrenze, die nicht unterschritten werden darf. Droht dies der Fall zu sein, erhält der Trader einen sogenannten Margin-Call vom Broker, der ihn darauf hinweist, dass ein Handeln erforderlich ist.
Um ein Schließen der Position zu verhindern, muss der Trader umgehend Geld auf sein Handelskonto einzahlen. Sobald die Halte-Margin unterschritten wird, kommt es zur Schließung der Position, weswegen dieser Wert beim CFD Handel von sehr großer Bedeutung ist.
Bei meinem Broker XTB liegt dieser Wert bei 50% des Gesamtdepotwertes. Habe ich beispielsweise ein 10.000 Euro Konto, dann kann ich eine Position eröffnen und solange laufen lassen, wie mein Konto noch mehr als 5.000 Euro beträgt. Schau mal hier:
Beachte: Der Margin Call ist für uns Anleger ein Schutz vor viel zu hohen Verlusten! Ohne diesen könnte unser Depot auch unter Null fallen und ich hätte Schulden gegenüber meinem Broker.
CFD Margin: Weitere wichtige Begriffe
Neben Positions- und Halte-Margin gibt es noch einige weitere Begriffe, die im CFD Handel von großer Wichtigkeit sind.
CFD Hebel: Der Hebel zeigt das Verhältnis zwischen der Positionsgröße und der hinterlegten Margin. Beispiel: Ein Hebel von 10:1 sagt, dass Du 1.000€ Margin einsetzt, aber die Position 10.000€ wert ist.
Margin Call: Eine Benachrichtigung des Brokers, wenn das Guthaben unter die erforderliche Margin fällt. Trader müssen dann reagieren, um ein automatisches Schließen der Position zu verhindern.
Margin-Level: Der prozentuale Anteil des Kapitals, das als Margin genutzt wird, berechnet als (Eigenkapital / Margin) * 100%. Ein niedriger Wert erhöht das Risiko eines Margin Calls.
Freie Margin: Der nicht gebundene Teil des Guthabens, der für neue Positionen oder als Puffer bei einem Margin Call verfügbar ist.
Nicht realisiertes P/L: Theoretischer Gewinn (Profit = P) oder Verlust (Loss = L) einer offenen Position, der sich ändern kann, solange die Position offen ist. Auch als Buchgewinn/-verlust bekannt.
Floating P/L: Ist ein anderer Begriff für nicht realisierter P/L.
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CFD Margin berechnen
Die Berechnung der CFD Margin ist einfach, dazu muss jedoch der Margin-Satz bekannt sein. Dieser wird in Prozent angegeben und liegt in der Regel zwischen 5% und 25%. Ein Margin Satz von 5% entspricht einem Hebel von 20. Ein Margin Satz von 25% einem Hebel von 4. Zeit für ein Beispiel:
Preis je CFD: 12,97 Euro
Einheiten: 1000
Handelsgegenwert: 12.970 Euro
Margin-Satz: 20%
Margin: 12.970 Euro x 0,2 = 2.594 Euro
Die Margin für diese Position beträgt also 2.594 Euro. Auf dem Handelskonto werden also bei Eröffnung dieser Position 2.594 Euro gebunden.
Wie kann ich die Höhe der CFD Margin senken?
Die Höhe der Margin und somit des Hebels hängt von verschiedenen Faktoren ab. Übrigens wird Höhe des Hebels durch Vorgaben der Finanzmarktaufsicht der EU geregelt. Das dient dem Anlegerschutz.
Handelbares Asset ändern: Im Aktien Trading hat man typischerweise einen max. Hebel von 5. Im Forex-Trading von bspw. Hebel 30.
Professioneller Trader werden: Diese haben Zugang zu höheren Hebel. Um den Status zu erlangen braucht man bspw. mindestens 500.000 Euro Kapital.
Broker außerhalb der EU: Diese bieten ebenfalls höhere Hebel an. Aber vorsichtig, da diese ggf. unreguliert sind.
Da eingesetzt Margin und Hebel sehr eng Hand in Hand gehen können wir durch einen höheren Hebel die CFD Margin senken. Der höhere Hebel birgt aber auch höhere Risiken, weswegen man nicht unbedingt diesen Weg gehen sollte….
Warum sollte ich mit CFDs und Margin handeln?
Der Handel mit Margin hat den großen Vorteil, dass weniger Eigenkapital notwendig ist, um Trades zu eröffnen. Das bedeutet zum einen, dass die Möglichkeit bestens für jemanden geeignet ist, der nicht viel Risikokapital investieren möchte, aber dennoch gerne mehr einsetzen würde.
Zum anderen bedeutet es aber auch, dass ein geringerer Teil des vorhanden Kapitals gebunden ist. Somit kann der Trader sein vorhandenes Kapital für mehrere verschiedene Positionen oder Investments einsetzen.
Ich kann es nicht oft genug betonen: So schön wie die Vorteile sind, sollst Du bitte auch die Risiken beachten! Übe bitte erst in einem Demokonto das Hebel-Trading bevor Du echtes Geld riskierst.
Was ist ein „Stop-Out-Level“ oder „Stop-Out“ und was hat das mit dem „Margin-Call-Level“ zu tun?
Das Stop-Out-Level ist die Grenze, bei deren Überschreitung der Broker die betreffende Position sofort schließt. Wenn das Margin-Level auf einen bestimmten Prozentsatz fällt, wird ein Stop-Out ausgelöst und die Positionen umgehend und unwiederbringlich geschlossen.
Risiken beim CFD Margin
Das größte Risiko beim CFD Margin Trading ist der komplette Verlust des eingesetzten Kapitals oder sogar noch mehr! Denn ja: setzt Du 1.000€ ein, aber hast ausreichend freie Margin auf dem Konto, kannst Du auch mit dem Trade bspw. 2.000 verlieren.
Ein weiteres Risiko ist, dass CFD Margin Trading Einsteiger dazu verleitet, mehr Kapital einzusetzen und gewagtere Positionen zu eröffnen, als es ihrem Können und Wissen entspricht, da das Verhältnis zwischen persönlichem Kapitaleinsatz und Gewinn verlockend scheint. Es ist daher wichtig, im Demokonto Daytrading zu lernen.
Und natürlich besteht das Risiko, dass man einen weniger regulierten Broker zum Trading nutzt. Ich nutze den Broker XTB, welcher stark reguliert ist und bin da sehr zufrieden. GBE Brokers ist ebenfalls ein top Broker!
Vor- und Nachteile von CFD Trading mit Margin
Vorteile:
Vorteilhaftes Verhältnis: Mit wenig Kapital größere Gegenwerte handeln.
Geringerer Einsatz: Kleine Einsätze ermöglichen potenziell hohe Gewinne.
Mehr Flexibilität: Kapital lässt sich auf mehrere Positionen verteilen.
Short- und Long: Auf steigende und fallende Kurse spekulieren.
Nachteile:
Aufmerksamkeit: Der Hebel kann auch nachteilig sein.
Risiko hoher Verluste: Der Totalverlust ist „schnell“ möglich.
Wissen ist nötig: Ohne Fachwissen drohen schwerwiegende Fehler.
FAQ – CFD Margin
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Christian Böttger
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Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
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