Bulle und Bär bedeutet an der Börse steigende (bullische) Kurse und fallende (bärische) Kurse. Bullen-Zeiten sind optimistisch, während Bären-Zeiten pessimistisch sind.
Beide Kräfte sind ständig im Wechselspiel, wobei die eine Kraft eine Zeit lang dominiert, bevor die andere wieder die Oberhand gewinnt:
Kurzüberblick: Bulle und Bär
Bulle und Bär Bedeutung – Kurze Definition
Bulle und Bär Herkunft – Geschichtlicher Hintergrund
Marktphasen – Bullenmarkt & Bärenmarkt
Anwendung in der Praxis – Tipps in der Anlage
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Bedeutung: Bulle und Bär an der Börse
Die Begriffe Bulle und Bär beschreiben die Stimmung und Erwartungen auf dem Finanzmarkt. Ein Stier stößt mit seinen Hörern nach oben, was die Vorstellung von steigenden Preisen widerspiegelt. Ein Bär schlägt hingegen mit seinen Pfoten nach unten, was für fallende Kurse steht.
Im Laufe der Zeit haben sich diese Metaphern fest in der Börsensprache etabliert. Anleger und Analysten verwenden diese Begriffe, um ihre Ansichten über den Markt und die Wertpapiere, die sie verfolgen, auszudrücken.
Beachte: Wenn jemand „bullish“ ist, bedeutet das, dass er steigende Preise setzt. Ist jemand „bärisch“, so setzt er auf fallende Kurse.
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Bulle und Bär Herkunft – 3 Theorien
Tatsächlich herrscht da eine gewisse Unstimmigkeit woher die Begriffe tatsächlich kommen. Ich zeige Dir mal die geläufigsten Theorien:
Mittelalterlicher Tierkampf: Bullen und Bären traten in Kämpfen gegeneinander an.
Pelzhandel im 18. Jahrhundert: Händler verkauften oft Bärenfelle, bevor sie den Bär gefangen hatten. Wer auf spätere tiefere Preise damit spekulierte wurde „Baerskin Jobbers“ genannt.
Londoner Parkethandel: Optimisten hat man hier als „John Bull“ und Pessimisten als „Old Bear“ bezeichnet.
Spanischer Autor: Im 17. Jahrhundert beschrieb Don Joseph de la Vega in seinem Werk „Die Verwirrung der Verwirrungen“ die Amsterdamer Börse als Platz von zwei feindlichen Lagern, die an südamerikanische Stierkämpfe erinnern, wo auch Bullen gegen Bären kämpften.
Symbole für verschiedene Marktphasen
Grundsätzlich unterscheiden wir einen Bullenmarkt und Bärenmarkt. Je nachdem, ob wir über eine längere Zeit steigende oder fallende Kurse haben.
Bullenmarkt Eigenschaften
Kurse steigen über längeren Zeitraum
Überzeugung über positive Entwicklung der Wirtschaft (und somit auch Aktienkurse)
Bullenmärkte dauern typischerweise lange an
Bärenmarkt Eigenschaften
Ist der Markt mehr als 20% von seinem Allzeithoch entfernt wird dies als Bärenmarkt bezeichnet
Investoren sind vorsichtig, verkaufen vermehrt ihre Positionen und meiden risikoreiche Anlagen.
Bärenmärkte können von Panikverkäufen und einer allgemeinen Abwärtsspirale geprägt sein.
Im Schnitt eine kürzere Dauer als Bullenmärkte
Was sollte ich diesbezüglich bei meinen Anlagen bedenken?
Bullenmärkte können sehr lange anhalten, weswegen Du bitte niemals frühzeitig Deine Positionen mit Gewinn verkaufen solltest! Reite die Welle einfach weiter! Meist gehen Bullenmärkte bis zu 10 Jahre.
Bärenmärkte sind meist „kurzfristig“ und bieten gute Kauf-Chancen für langfristige Investments, denn meist werden auch Qualitätsaktien stark abverkauft, obwohl sich bei denen Fundamental nichts geändert hat. Suche am besten gezielt nach solchen Aktien, aber kaufe nicht voreilig ein, sondern gestaffelt. Keiner kann wissen wie weit der Markt noch fallen wird.
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FAQ – Bulle und Bär
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Christian Böttger
Vollzeit-Trader
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Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
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